Zahl der Antragsteller mehr als verdoppelt

Erst gestern wurde die ‚Urabstimmungsinitiative vom Bundesvorstand‘ allen Mitgliedern bekannt gegeben, heute hat sich die Zahl der Antragsteller mehr als verdoppelt auf über 900. Ich komme kaum mit dem Einstellen der Namen der Antragsteller hinterher, weshalb ich diesen Beitrag auch kurz halte, um noch einige nachzutragen. Die ersten 1.000 werden ziemlich sicher noch morgen, am Sonntag, erreicht. Montag erwarte ich einen weiteren Schwung, weil nicht jeder seine E-Mails am Wochenende liest und bearbeitet. Ob es dann wirklich schon für 10 % der Mitglieder ohne Rückstände bei den Beitragszahlungen reicht, weiß ich nicht, zumal niemand weiß, um wie viele Mitglieder es sich genau handelt.

Bei den Piraten zahlte schon letztes Jahr wohl nur noch ein Drittel seine Beiträge (siehe hier), während bei der FDP das Quorum für Urabstimmungen ohnehin nur bei 5 % der Mitglieder liegt, was morgen erreicht wird oder sogar schon jetzt erreicht ist, da laut AfD-Bundessatzung die Zahlung des ersten Mitgliedsbeitrags Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist, die Aufnahme von über 20.000 Personen also nicht mit entsprechend vielen Mitgliedern gleichgesetzt werden kann. Doch in jedem Fall brauchen wir noch mehr Antragsteller, so dass ich Sie bitte, weiter für die Urabstimmungsinitiative gegen den Euro zu werben.

8 Gedanken zu „Zahl der Antragsteller mehr als verdoppelt

  1. Gute Nachrichten.
    Für Mario Draghi und alle anderen die davon profitieren, dass ein mangelbehafteter und sogar endgültig überflüssig gewordener Text zum Ziel eines solchen Runs wird.
    Trotzdem meine Glückwünsche. Ich rechne damit dass sich komplett unabhängig vom Ausgang der bessere Text im Programm wiederfinden wird, da dort u.a. eine konkrete Strategie benannt wird, welche sich auch nicht in einen nachweislichen Widerspruch zu dieser Initiative setzt. Letztlich ist es also egal (Herr Lucke hat das Phänomen anscheinend geschickt in den Griff bekommen), nur den Trubel, die Mehrausgaben und den etwaigen innerparteilichen Streit könnte man sich sparen.

    „Bei den Piraten zahlte schon letztes Jahr wohl nur noch ein Drittel seine Beiträge“
    Ich weiß nicht wie ich es verstehen soll, dass Sie die AfD mit einer Partei vergleichen, deren Vertreter barfuss oder in Sandalen in Talkshows sitzen und dort Hartz IV als Lebensstil verherrlichen.

    • Wie wäre es, wenn Sie den Antragstext noch einmal genau lesen und endlich einmal zu verstehen versuchen? Im von Ihnen unverstandenen ersten Absatz werden verschiedene Forderungen in eine Ordnung gebracht. Im ersten Satz steht als zentrale Forderung die Rückkehr zu nationalen Währungen. Nur sie löst wirklich die Probleme verfehlter Gemeinschaftswährungen. Im zweiten Satz wird eine Parallelwährung als mögliche Übergangslösung bezeichnet. Im dritten Satz steht eine Ersatzforderung, falls die zentrale Forderung des ersten Satzes (noch) nicht erfüllt wird, nämlich dass zumindest jedes Land selbst über den Verbleib im Euro entscheiden dürfen soll. Im vierten Satz wird das auf Beitrittskandidaten erweitert. Hauptforderung ist hierbei, dass kein Land mehr dem Euro beitritt. Wenn sich selbst das nicht durchsetzen lässt, muss zumindest das Volk befragt werden. – Was gibt es daran inhaltlich zu kritisieren, wenn Sie von dem Umstand absehen, dass der Text nicht von Herrn Lucke persönlich verfasst wurde?

      Die AfD ist natürlich nicht die Piratenpartei. Doch es ist kein gutes Zeichen, dass auch im zweiten Jahr des Bestehens keine Klarheit über den Stand der Beitragszahlungen herrscht. Dabei geht es nicht einfach nur um unglückliche Quoren für Urabstimmungsinitiativen, sondern vor allem um ordentliche Buchführung sowie die Abrechnung gegenüber der Bundestagsverwaltung, zwischen den Gliederungen und gegenüber den beitragspflichtigen Mitgliedern.

      • Dass die AfD auch gegen Ende des zweiten Jahres ihres Bestehens ihre Buchhaltung noch immer nicht im Griff hat, ist doch das Armutszeugnis par excellence für eine Parteiführung, die Wirtschafts- und Führungskompetenz für sich in Anspruch nimmt aber von beidem nicht die geringste Ahnung zu haben scheint. Besonders schlimm ist, dass diese Leute nicht nur ihre Fehler nicht einzugestehen bereit sind, sondern obendrein null Vertrauen in die Parteibasis zeigen, in der es gewiss viele Mitglieder gibt, die organisatorisch tatsächlich kompetent zur Seite stehen könnten.

      • Leider sind Angebote um Mithilfe bei der Organisation überhaupt nicht beantwortet worden. Auch Bewerbungen auf Stellenausschreibungen sind nicht beantwortet worden. Mir ist nicht klar geworden, wie die Personalausstattung in der Bundesgeschäftsstelle zusammengesetzt ist. Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass jedes Mitglied des BV seine Kumpane untergebracht hat.

        In NRW gab es eine Mitarbeiterin, die die Geschäftsstelle unentgeltlich betreut hat. Herr Keith hat als Mitglied des Landesvorstands die Mitarbeiterin von jetzt auf gleich 1 Woche vor der Bundestagswahl ganz ohne Begründung nach Hause geschickt. Sein Ziel ist jetzt klar, er wollte die Stelle und wird für seine Nichtleistung fürstlich aus den Beitragseinnahmen der Mitglieder bezahlt.
        Auf dem Bezirksparteitag Düsseldorf am 07.11.2014 wurden dann von den Schatzmeistern der Kreisverbände geklagt, dass ein Buchhaltungsprogramm gekauft worden ist, mit dem die Schatzmeister nicht klarkommen. Pure Professionalität.

      • Es muesste ein Kleinigkeit sein monatlich Abgaenge, Zugaenge und zahlende Mitglieder zu erfassen und bekannt zu machen. Alles andere ist nur ein Versuch die Tatsachen zu verschleiern. Warum eigentlich? Es spricht nicht fuer den Geschaeftsfuehrer!

      • ¡Saludos Amigos!

        @G. Schneider
        „Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass jedes Mitglied des BV seine Kumpane untergebracht hat.“
        „… von den Schatzmeistern der Kreisverbände geklagt, dass ein Buchhaltungsprogramm gekauft worden ist, mit dem die Schatzmeister nicht klarkommen. Pure Professionalität.“

        @Ivan de Grisogono
        „Alles andere ist nur ein Versuch die Tatsachen zu verschleiern. Warum eigentlich? Es spricht nicht fuer den Geschaeftsfuehrer!“

        Ich sehe da einen kausalen Zusammenhang zur Herkunft des größten Teils unserer Bundes- und Landesvorstandsmitglieder. Sie haben ihr parteipolitisches Handwerk eben erkennbar in den Altparteien (insbesondere in den Unionsparteien) erlernt.

        Honi soit qui mal y pense …

  2. Herr Dr. Dilger!
    E w g = eine wird gewinnen: entweder Ihre Version oder die der AfD (Bund). Was dann? Die Urabstimmung hat doch das Ziel, „die Tassen im Schrank scheppern zu lassen“; oder?
    Im Bundestag kann die AfD nichts bewirken, da ist sie nicht Mitglied im Gremium. Im Europäischen Parlament ist sie zwar mit sieben streitbaren Geistern vertreten, vermag aber auch dort nichts in Gang zu setzen, jedenfalls nicht allein – und mit UKIP in die Schlacht zu ziehen, ziert sie sich.
    Wozu also die ganze Übung? Die Mitglieder mal munter zu machen? schön und gut, aber mit welcher Folge? Ich kratz mich am Hinterkopf, doch mir fällt nichts ein. Was hat Sie bewogen, iniativ zu werden?

    Meine zweite Frage betrifft die Höflichkeit z.B. hier in Ihrem Tagebuch: Ich habe gelernt, daß die Bezeichnung „Doktor“ (Dr.) der höchste akademische Grad ist. Ich wäre also ein unhöflicher Mensch, ließe ich den Zusatz „Dr.“ in meiner Anrede weg.
    Wie ist es mit dem „Professor“? Diese Bezeichnung bezieht sich m.W. auf den Beruf des Betreffenden. Den „Prof.“ kann ich also weglassen, nicht wahr? Den Bäcker nebenan rede ich ja auch nicht an mit „Herr Bäcker Knusprig“; und „Herr Bundespräsident Gauck“ ist ebenso unsinnig: der Vorname des Herrn Gauck lautet Joachim und nicht Bundespräsident. „Herr Bundespräsident“ ist des weiteren so ein Quatsch, finde ich. Bundespräsident ist die Bezeichnung einer Funktion, und ein Funktionär kann niemals ein Herr sein. Nur ein Mensch kann ein Herr sein: Herr Gauck.

    • Gerade eine Oppositionspartei kann und soll klare Forderungen stellen. Von daher ist es sinnvoll, die Ablehnung des Euro in einer Urabstimmung zu bekräftigen.

      Der höchste akademische Grad ist übrigens nicht der normale Doktor, sondern der Dr. habil. Professor ist kein akademischer Grad, aber ein akademischer Titel. Von daher ist es korrekt, „Herr Professor“ zu sagen bzw. „Herr Prof. Dr.“ zu schreiben (in diesem Blog kann jedoch auf jede Anrede verzichtet werden). „Herr Bundespräsident“ ist schließlich die korrekte Anrede desselben (siehe auch Wikipedia).

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