Kohl will seine Schuld am Eurodesaster abwälzen

„Helmut Kohl beklagt ‚Schandstück deutscher Politik'“. Er wirft der rot-grünen Bundesregierung und insbesondere Gerhard Schröder, seinem Nachfolger als Bundeskanzler, vor, für die Euro- und Staatsschuldenkrise verantwortlich zu sein. Tatsächlich waren die Aufnahme Griechenlands in die Eurozone, obwohl es die Beitrittskriterien erkennbar nicht erfüllte, und die Aushebelung des Stabilitätspakts ausgerechnet durch Deutschland (und Frankreich) zwei ganz schwere und unnötige Fehler.

Trotzdem verschärften diese Fehler die gegenwärtigen Krisen nur, da es nämlich doch „Konstruktionsfehler beim Euro“ gegeben hat bzw. dieser selbst das eigentliche Problem ist. Kohls Ruhm ist wegen der deutschen Wiedervereinigung unsterblich, doch schon bei dieser wurden schwere Fehler vor allem in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht gemacht, die zu Millionen Arbeitslosen und vielen Milliarden DM an Verschwendung und Schulden führten. Einen Großteil der Verantwortung dafür trägt neben Herrn Kohl Wolfgang Schäuble, was auch auf das Eurodesaster zutrifft. Leider schreibt Herr Schäuble noch nicht seine Memoiren, sondern schadet weiter als Finanzminister und ESM-Direktor nicht nur den Deutschen, sondern (fast) allen Europäern.

86 Gedanken zu „Kohl will seine Schuld am Eurodesaster abwälzen

    • Die Wiedervereinigung mit Umtausch der DDR-Mark in D-Mark war doch bereits die Blaupause für den Euro. Kompatibilität? Fehlanzeige.

    • Mit dem Euro hat Bundeskanzler Helmut Kohl seinerzeit Frankreichs Zustimmung zur „Wiedervereinigung“ erkauft. Der damalige Finanzminister (und Schönrechner für Griechenland) war Hans Eichel.

      • Das sind zwei verschiedene Zeitpunkte. Zur Wiedervereinigung war Helmut Kohl Kanzler, Theo Waigel sein Finanzminister und Wolfgang Schäuble Innenminister sowie Chefverhandler. Die Aufnahme Griechenlands in die Eurozone haben Gerhard Schröder als Kanzler und Hans Eichel als Finanzminister durchgewunken.

  1. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Gut, dass wenigstens Sie auf die Fehler, die bei der „Deutschen Wiedervereinigung“ gemacht wurden hinweisen. Viele unserer Parteifreunde sind in dieser Hinsicht ja leider etwas verklärt.

  2. Helmut Kohl gibt in einem Interview von 2002, das 2013 veröffentlicht wurde, offen zu:
    „Eine Volksabstimmung über die Einführung des Euro hätten wir verloren. Das ist ganz klar. Ich hätte sie verloren.“ Wenig später behauptet Kohl auch, dass mehr als eine Zweidrittelmehrheit der Deutschen gegen die Einführung des Euro gestimmt hätte: „Eine Volksabstimmung hätte ich natürlich verloren, und zwar im Verhältnis 7 zu 3.“ (http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/helmut-kohl-bei-euro-einfuehrung-diktator-zr-2846068.html)
    Schon die Geburt des Euros als endgültige Ablösung der DM war also eine illegale, da nicht vom Deutschen Volk legitimiert.
    Dieser Mangel an Legitimation setzte sich dann auch weiter fort bis heute.
    Helmut Kohl will also nicht nur seine Schuld abwälzen, sondern ist auch noch stolz auf sein damaliges „tatkräftiges“ Handeln.

  3. Kohls „Verdienst“ hinsichtlich der Wiedervereinigung besteht darin, dass die Charaktereigenschaften der scheinbaren Kumpelhaftigkeit und der Bauernschläue zufällig zur historischen Situation passten. Der ehemalige Finanzminister Waigel streut, man habe sich über die wirtschaftliche Lage der damaligen DDR getäuscht. Tatsächlich war im Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, dem etliche wissenschaftliche Institute zugearbeitet hatten, reichlich Expertise vorhanden. Nur- dieses Ministerium hat Kohl umgehend „symbolträchtig“ abgewickelt. Man kann dem Mann hinsichtlich des EURO vielleicht zugute halten, dass er an die Ausbildung und das Erstarken supranationaler Institutionen glaubte- eine Hoffnung, die von den EURO-Freunden auch heute gern verbreitet wird. In einer merkwürdigen Realitätsferne, die sich auch innenpolitisch 1997/98 zeigte, haben Kohl und Follower die seit jeher bestehenden Fliehkräfte innerhalb der Nationen der Währungsunion unterschätzt.

    • Dieser ach so großartigen Leistung (deutsche „Wiedervereinigung“) verdanken wir doch letztlich das ganze Euro- und EU-Desaster im heutigen Ausmaß.

      Ohne diese geschichtliche „Leistung“ hätten wir keine Kanzlerin Angela Merkel und vielleicht auch nicht Wolfgang Schäuble als Bundesfinanzminister und ESM-Gouverneur. Von der Arbeitsmoral und dem Niedergang anderer „deutscher Tugenden“ ganz zu schweigen.

      Mit der sogenannten „Wiedervereinigung“ nahm das Unglück seinen Lauf.
      Aber Hauptsache ein drei Zentner schwerer Egozentriker hat sich sein Denkmal gesetzt.

      • Ist Ihre „Alternative für Deutschland“ „Nie wieder Deutschland“? Die Wiedervereinigung war natürlich richtig, während Herr Lafontaine die DDR-Bürger im Regen stehen lassen wollte. Nur die wirtschafts- und währungspolitische Umsetzung war zum Teil katastrophal.

      • Herr Meister, Sie haben mich eine Zeit lang mit Ihren libertären Ideen geblendet. Jetzt kann ich mir aber genau vorstellen, warum man Sie damals nicht mehr in den bayerischen Landesvorstand wählte. Am besten Sie ziehen von Österreich noch ein ganzes Stück weiter nach Süden. Möglichst weit weg von Deutschland. Ich schlage Sizilien vor. Vielleicht gibt es dort auch günstige Möglichkeiten zur Unterstützung von Unternehmensgründungen aus EU-Mitteln für Sie.

      • Nein, meine „Alternative für Deutschland“ wäre ein Deutschland autonomer Regionen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn das die Landesverbände bzw. Landesparteien dann auch im Namen zum Ausdruck brächten. Zum Beispiel als „Alternative für Bayern“, „Alternative für das Rheinland“, „Alternative für das Ruhrgebiet“, „Alternative für Westfalen“ usw., usf..

      • @Chufu:

        Liebster Chufu,

        was soll dieser vollkommen unsachliche persönliche Angriff?

        Die deutsche Einheit war gewiss keine libertäre Idee. Und im Gegensatz zu unseren mitteldeutschen Landsleuten habe ich auch noch nie staatliche Subventionen oder gar EU-Subventionen in Anspruch genommen (auch nicht zur „Existenzgründung“) oder auch nur beantragt und werde es auch künftig nicht.

        Ob uns Sizilien als Region tatsächlich mehr auf der Tasche liegt als die neuen Bundesländer, vermag ich aus dem Stegreif nicht zu beurteilen. Wenn ich mir aber so vor Augen halte, wie viel Geld in Dunkeldeutschland schon sinnlos versenkt wurde und noch immer wird, beschleichen mich gewisse Zweifel …

      • @ MM

        „Dieser ach so großartigen Leistung (deutsche “Wiedervereinigung”) verdanken wir doch letztlich das ganze Euro- und EU-Desaster im heutigen Ausmaß. „ usw…

        Lieber Herr Meister,

        ich bin mir sehr sicher, dass der weitaus größte Teil der westdeutschen Bevölkerung wortwörtlich genauso denkt, wie Sie, es aber nicht auszusprechen wagt, höchstens hinter vorgehaltener Hand im vertrauten Kreis.

      • Vielen Dank Herr Werle. Wenigstens ein Mitstreiter hier, der den Mut hat, der Wahrheit ins Auge zu sehen und sich nicht hinter der innerdeutschen „political correctness“ zu verstecken.

  4. Über die Aufweichung des Stabilitätspakts wurde alles schon gesagt. Dafür trägt, was für eine Überraschung, Deutschland die Hauptschuld. Ein grosser “Konstruktionsfehler beim Euro” war die unsinnige „No-Bailout-Klausel“, die ebenso Deutschland zu verantworten hat. Ein gemeinsamer Währungsverbund muss füreinander (mit Transfers) einstehen. Anders funktioniert es nicht. Interessanterweise lehnte Deutschland auch eine (dauerhafte) Aufsicht der nationalen Haushalte durch die EU-Kommision ab. Das hatte allerdings gute Gründe. In den 90ern haben viele Staaten frisierte Bilanzen nach Brüssel geschickt. Auch Deutschland frisierte über Jahre hinweg seine Bilanzen. Die Kosten für den „Aufbau-Ost“ wurden recht plump aus dem Bundeshaushalt „herausgerechnet“. Viele nennen das Betrug. Ich will hier nicht von der Rolle Griechenlands, dass ebenfalls grosse Mitschuld trägt, ablenken sondern nur die teilweise heuchlerische Debatte in Deutschland aufzeigen. Trotz Allem ist der Euro heute eine stabilere Währung als es die D-Mark je war. Eine Währungsauflösung wäre jedenfalls eine politische, ökonomische und gesellschaftliche Katastrophe (das kann ich gerne näher erläutern aber sprengt den Rahmen). Dass jetzt Nationalisten in Europa sich gegenseitig beschimpfen und damit einen „Unfrieden“ für Europa beweisen wollen ist natürlich völlig absurd.

    Ich hoffe Sie müssen jetzt nicht ins Sauerstoffzelt, Herr Dilger.

    • @A. Papapostolou:
      „Trotz Allem ist der Euro heute eine stabilere Währung als es die D-Mark je war.“

      Das kann eigentlich dahin gestellt bleiben. Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass über die mit der überhasteten deutschen „Wiedervereinigung“ geschaffenen wirtschaftlichen Probleme immer so salopp übergangen werden.

      • Es ist objektiv nicht richtig, dass der Euro stabiler ist als die D-Mark je war. Als die D-Mark allein von der Bundesbank verantwortet wurde, war sie stabiler, vor allem wenn man das wirtschaftliche Umfeld beachtet. Allerdings gab es lange Jahre, in denen der Kurs der D-Mark erst an den Dollar und später an europäische Währungskörbe gebunden war.

    • Die No-Bailout-Klausel war unsinnig in dem Sinne, daß klar war, daß sie nur eine Beruhigungspille für das in Geiselhaft genommene Volk gedacht war. Mit dem Bruch dieser Klausel wurde Recht gebrochen. Seitdem fußt die europäische Währungsunion auf Unrecht und die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen.

  5. Lieber Her Prof. Dilger, wie schon öfter Ihnen gegenüber und auch beim Vortrag von Herrn Prof. Krämer beim Hayek-Club dargelegt: Der Euro ist nicht Ursache der Krise und seine Abschaffung nicht die Lösung. Zu den sonstigen, eher sozialdemokratischen Thesen von Herrn Prof. Krämer wäre auch manches zu sagen, etwa zu seinem antiliberaler Vorschlag, Banken gesetzlich mehr Mindestkapital vorzuschreiben. Er will die Steueroasen der Welt trockenlegen, ich die Welt in eine Steueroase verwandeln…Preisveränderungen bei Beibehaltung des Euros lehnt er mit dem Argument ab, die dafür notwendigen Lohnkürzungen seinen nicht durchsetzbar. Abgesehen davon, daß Abwertung auch Lohnkürzungen (Kaufkraftkürzungen) bedeuten, sagte Herr Prof, Krämer zum Schluß: Lohnkürzungen seien unvermeidbar….

    Viele Grüße,

    Ihr Ulrich Motte .

    • Doch, der Euro ist durchaus die Ursache der gegenwärtigen Krise in Europa bzw. der Eurozone. Er ist nicht ihr Anlass (dass war das Platzen der Immobilienblase in den USA) und seine Abschaffung wird nicht alle Problem der Welt lösen, aber doch schon eine ganze Reihe von Problemen in der Eurozone.

      In unserem Geldsystem macht es auch durchaus Sinn, den Banken ein paar Vorschriften zu machen, auch wenn Sie vermutlich lieber ein ganz anderes Geldsystem hätten. Abwertungen reduzieren die Reallöhne, aber auf eine bessere Weise als direkte Lohnkürzungen. Umgekehrt würden Aufwertungen hierzulande die Reallöhne steigern.

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  7. Herr Papapostolou

    Der Euro steht für ein Ende der Nationalstaaten,was ihnen wohl sehr gefällt und mir weniger.

    Dummerweise allerdings unter dem ausschließlichen Führungsanspruchs Deutschlands und des Deutschen Finanzadels.

    Hier wird die Macht in Europa nicht mehr mit Kanonen,sondern mit dem Euro unter die Kontrolle der oberen Tausend in Deutschland gebracht.

    Davon hat weder der normale Grieche noch der normale Deutsche etwas davon.

    Wo ist Wohlstand durch den Euro in Griechenland ?
    Noch mehr platt kann man die Griechen gar nicht mehr machen.
    Die Deutschen haben den Griechen geraten ihre Sozialleistungen zu kürzen um damit wettbewerbsfähiger zu werden,was im Ergebnis mehr Wohlstand bedeutet.

    Das ist das China Modell,viele arbeiten für nichts und wenige werden immer reicher.
    Und zwar die,die die Fäden ziehen.

    Wollen sie das denn nicht verstehen ?

    • Ja tatsächlich, ich halte Nationalstaaten (zumindest in der EU) für reinen Anachronismus.

      Griechenlands Problem, das habe ich hier schon öfters geschrieben, ist nicht der Euro sondern verkrustete Strukturen, Nepotismus und Korruption. Nur mit Hilfe von Deutschland und der EU wird sich das ändern. Das eintönige Mantra, dass auch Herr Dilger hier vertritt, dass der Euro an allem schuld ist, ist falsch und hält kaum einer seriösen und inhaltlichen Analyse stand. Nein, Griechenland muss durch dieses finstere Tal der Depression damit es sich neu erfindet. Das Land war schon vor dem Euro innerlich kaputt. Nur nahm es Niemand zur Kenntnis. Ich kenne nicht einen jungen Griechen, der aus dem Euro raus will und Europa oder Deutschland verachtet. Für viele Griechen ist Deutschland ein Vorbild. Wenn allerdings Griechenland die Drachme zurückbekommt dann dürften Sie mit Ihrer Einschätzung, des „China Modells“ richtig liegen.

      Die AfD sollte sich langsam ehrlich machen und ihren Mut zu Halbwahrheiten überwinden. Lucke und den anderen geht es nur um Deutschland, den Sparern, dem eigenen egoistischen Wohl. Sie kümmert es, salopp gesagt, einen Scheiss wie es Griechenland geht. Ich habe dagegen auch nichts einzuwenden, nur wäre es anständig das auch mal zu sagen. Und Anstand ist genau das was ich bei der AfD auf allen Ebenen vermisse.

      • In Europa sind nur die Nationalstaaten einigermaßen demokratisch und rechtsstaatlich. Die EU und die Eurozone sind es nicht. Sie hoffen, dass Griechenland über den Euro einige deutsche Tugenden übernimmt. Doch das Gegenteil ist bereits jetzt der Fall. Wir bekommen überall griechische Verhältnisse. Der Euro zerstört Demokratie, Recht und Wohlstand. Sie bejahen das. Wie können Sie dann ernsthaft der AFD vorwerfen, unanständig zu sein?

      • „Wir bekommen überall griechische Verhältnisse. Der Euro zerstört Demokratie, Recht und Wohlstand.“

        Da setz ich noch Einen drauf, Herr Dilger:
        Schon die deutsche Wiedervereinigung hat dazu geführt, dass Demokratie, Recht und Wohlstand innerdeutsch massiv beschädigt wurden. Das Modell DDR 2.0 wird nun von IM Erika und ihrem willfährigen Gehilfen Wolfgang Schäuble auf ganz EU-Europa ausgeweitet.

        Cui bono?
        Das eigentlich Groteske dabei ist, dass die Nutznießer in erster Linie internationale Großkonzerne sind. Umverteilungssozialismus und Hochfinanz arbeiten Hand in Hand, der Mittelstand wird systematisch ausgerottet.

        Schöne neue Welt …

      • Die EU und Eurozone sind so demokratisch wie es die Nationalstaaten zulassen. Ohne Angela Merkel Merkel oder Herrn François Hollande kann die EU gar nichts bestimmen. Würde die EU demokratischer und eigenständiger werden, wäre Ihre Partei doch die erste, die dann rumjammert.

        Es geht nicht um „deutsche Tugenden“ sondern um ein transparentes, einfaches und rechtsstaatliches System, dass den Menschen und Unternehmern Raum zur Entfaltung gibt. Das macht Deutschland gut und Griechenland miserabel. Ich habe 2 1/2 Jahre in Athen gearbeitet. Ich weiss wovon ich rede. Sie nicht, Herr Dilger.

      • Ich weiß nicht, wovon Sie reden oder schreiben, aber durchaus, was ich selbst schreibe. Als Grieche sollten Sie sich für Ihr Land engagieren und nicht gegen Deutschland (als Deutscher auch). Der Euro schafft sicher kein „transparentes, einfaches und rechtsstaatliches System, dass den Menschen und Unternehmern Raum zur Entfaltung gibt“, sondern das genaue Gegenteil.

      • @A. Papapostolou
        „Es geht nicht um “deutsche Tugenden” sondern um ein transparentes, einfaches und rechtsstaatliches System, dass den Menschen und Unternehmern Raum zur Entfaltung gibt. Das macht Deutschland gut und Griechenland miserabel.“

        Ich glaube, jetzt habe ich mich wohl verlesen?
        Haben wir Ihrer Ansicht nach in Deutschland wirklich ein „transparentes, einfaches rechtsstaatliches System, das den Menschen und Unternehmern Raum zur Entfaltung gibt“?

        Haben Sie schon einmal eine Einkommensteuererklärung erstellt?
        Sind Sie Unternehmer?
        Glauben Sie, dass es mit noch mehr EU unbürokratischer wird?

        Ich habe den Eindruck, dass Sie nicht wissen, wovon Sie hier schreiben.

      • Auf der einen Seite mögen sie und auch andere nichts deutsches.
        Auf der anderen Seite wollen sie und auch andere deutsches.

        Ja was denn jetzt.

        Eine Welt nach deutschen Maßstäben,nur eben nicht so ganz Deutsch.
        Und selber kann man das eh nicht hinbekommen,also deutsch mit Nachhilfe soll es doch bitte sein,ohne deutsches versteht sich.

        Ich weiß auch nicht,was man da machen kann.

  8. A. Papapostolou, also wie sie Anstand in ihrem post definieren und wie sie Anstand unserer Partei vorschreiben wollen ist schon seltsam genug. Anstand als Grieche, wäre es zum Beispiel gewesen, sich die Mitgliedschaft in der EU nicht durch extra angegebene falschen Zahlen zu erschleichen. Damit haben sie viele europäische Nationen getäuscht. Die Unsachlichkeit und das Misstrauen den Griechen gegenüber geht auf ihre Kappe. Dass wir jetzt hingehen und versuchen, das Beste für das grieschiche Volk zu erreichen, nämlich die Rückkehr zur Verantwortung ihrer eigenen Währung, sollten sie hoch achten. Als Gastgeber wäre es der beste Weg, wieder Vertrauen zu gewinnen, z.B. auf ehrliche Weise. Das gemeine Volk, das keine Schuld an der Misere hat, hat die griechische Regierung auch sehr geschadet, nicht nur uns. Dass viele deutsche Touristen nach Griechenland kommen, ist der Solidartät zu ihrem Volk geschuldet. sie sollten das in ihren Kommentaren berücksichtigen.

    • @Horst Krebs
      „… sich die Mitgliedschaft in der EU nicht durch extra angegebene falschen Zahlen zu erschleichen.“

      Sie meinen sicher die Mitgliedschaft im Euro, nicht in der EU.
      Der EU gehört Hellas bereits seit 1981 an.

    • Herr Krebs, bitte klären Sie doch erstmal die ab ob Griechenland sich in die EU oder in den Euroraum „eingeschlichen“ hat. Das ist ein essentieller Unterschied. Aber das erlebe ich öfters mit Ihren Parteikameraden. Selbst bei eigentlich einfachen Fragestellungen werden Fakten durcheinander gebracht. Wie soll man sich dann mit darüber unterhalten?

      Falsche Zahlen hat auch Deutschland nach Brüssel geschickt. Da steht Griechenland sicher nicht allein da. Und ob Deutsche aus „Solidarität“ in Griechenland Urlaub machen ist kaum zu beweisen und lasse ich so stehen. Solidarität im übrigen haben Europäer mehrmal auch den Deutschen zukommen lassen. Das sollte Sie ebenfalls nicht vergessen. Aber das Thema hatten wir bereits. Herr Dilger wird da immer ganz mürrisch 🙂

      • Ist es mürrisch, Sie zu fragen, welche Solidarität Sie meinen? Die vom Vertrag von Versailles oder bereits im Dreißigjährigen Krieg? Wirkliche Solidarität gab es dagegen von den USA.

      • (Wirtschaftliche) Solidarität der USA mit Deutschland war vor knapp 70 Jahren. Heute bezahlen wir den Preis dafür und der ist erheblich höher als die einstige Solidarität: Er kostet uns die Freiheit, die wir einst von den USA zurück bekommen zu haben glaubten. Freiheit ist mehr wert als Geld.

      • Die USA kosten uns nicht die Freiheit, sondern schützen sie. Sie haben außerdem 1990 die Wiedervereinigung unterstützt, auch wenn Ihnen das nichts bedeutet.

      • Solidarität funktioniert oft mehrschichtig, Herr Dilger. Ökonomisch wurde den Deutschen öfters Solidarität gewährt. Zum Beispiel 1952 (auch Griechenland zeigte sich grosszügig) mit einem Schuldenschnitt, der Deutschland den Wiederaufbau erst möglich machte. Solidarität und Mitgefühl mit dem deutschen Volk führte auch dazu, das Land wieder in die europäische Familie aufzunehmen obwohl es sich zuvor barbarisch an seine Nachbarn verging. Das ist heute alles vergessen und verziehen und auch gut so. Aber der AfD, die sich hier als vermeintliche moralische Instanz aufspielt und Südeuropa verachtet, sollte man immer wieder daran erinnern was Solidarität für Deutschland bedeutete.

      • Es gibt doch Griechen, die selbst jetzt noch Reparationsforderungen stellen. Dabei waren diese schon damals Unrecht. Natürlich haben die Nationalsozialisten ganz furchtbare Verbrechen begangen, doch auch die Deutschen haben darunter gelitten und sie könnten auch durch Geld nicht ungeschehen gemacht werden.

      • Herr Dilger, Sie irren (wieder mal). Es geht und ging nicht um diffuse Reparationszahlungen sondern um 500 Millionen Reichsmark, die als Kriegskredit von der damaligen Athener Zentralbank erpresst wurden. Das waren alle Reserven des bitterarmen Griechenland. Die leeren Kassen kurz nach dem Krieg waren dann auch einer der Gründe für den darauffolgenden Bürgerkrieg, der bis heute seine Schatten zieht. Rechnet man seriös die Zinsen auf diesen Kredit ergibt sich daraus eine Milliardenrechnung. Ich lehne solche Nachforderungen ab, kann aber die alten verbitterten Griechen zumindest verstehen, die sich damit nicht abfinden wollen.

        Und ja, auch die vielen Deutschen, die unter den Nazis gelitten haben, tun mir ebenso leid. Im übrigen beweist die „Goldene Morgenröte“ gerade dass Nazis nicht nicht nur in Deutschland einstehen können. Für viele sture Griechen eine heilsame Lehre.

      • Es ist schon lustig, wie Sie (und andere) mir stets Irrtümer vorwerfen, wo Sie selbst keine Ahnung haben oder sogar absichtlich die Unwahrheit verbreiten. Lesen Sie einmal diesen kleinen, schon etwas älteren Bericht zu den griechischen Reparationsforderungen und der ach so großen Liebe zu Deutschland wegen des Euro.

      • @Alexander Dilger
        „Die USA kosten uns nicht die Freiheit, sondern schützen sie. Sie haben außerdem 1990 die Wiedervereinigung unterstützt, auch wenn Ihnen das nichts bedeutet.“

        Danke für die Aufklärung, lieber Herr Dilger!

        Und nicht zu vergessen: Die USA haben damit den Euro ermöglicht, die postsozialistische Umverteilung unserer sauer erarbeiteten Steuergelder an „systemrelevante Banken“ und Großkonzerne, sie ermöglichen uns ein Leben in Sinnlos-Konsum bis zum Abwinken und bringen aller Welt „Demokratie“ im Sinne des „american way of life“ bei.

        Das ist nicht nur der Untergang der abendländischen Kultur, sondern aller gewachsenen Kulturen. Sind schon tolle Freunde, diese Amis.

        Ich kann meiner Begeisterung gar nicht genug Ausdruck verleihen!

      • Für den Euro sind die Europäer schon selbst verantwortlich. Es muss auch niemand konsumieren, schon gar nicht amerikanische Produkte und Dienstleistungen. Das tun die Menschen ganz freiwillig, wenn es ihnen nicht von anderen verboten wird.

      • @Alexander Dilger:
        Wo Sie Recht haben, haben Sie natürlich Recht.
        Nichtsdestotrotz habe ich irgendwie ein klein wenig den Eindruck, dass insbesondere seit etwa 1990 eine zunehmende Zahl unserer Mitbürger geistig gar nicht mehr in der Lage ist, die Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung selbst zu übernehmen. Das betrifft auch die Konsumgewohnheiten. Hat sich da vielleicht einstige DDR-Ideologie und -Mentalität wie Mehltau über ganz Deutschland gelegt?

      • Auf jeden Fall ist es so, dass es durch die Wiedervereinigung eine politische Verschiebung in Deutschland gegeben hat. Im Westen wählt bis heute kaum jemand die SED-Nachfolgepartei, die demnächst wohl in Thüringen den Ministerpräsidenten stellt und durchaus auch an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein könnte. Auch in der AfD ist der Anteil liberaler Mitglieder in den neuen Bundesländern besonders klein, was kein Zufall ist.

      • Mein Reden, Herr Dilger. Durch die „Wiedervereinigung“ wurde eine Zwangsgemeinschaft geschaffen, in der es einfach nicht rund laufen kann. Das ist im Grunde nicht anders als mit der Eurozone. Selbst in der AfD können Sie das an den sehr unterschiedlichen Interessen der von einem hohen Ausländeranteil gar nicht betroffenen Ossis (die diesbezüglich aber trotzdem am lautesten gröhlen) und den überwiegend bürgerlichen Mitgliedern in den alten Bundesländern erkennen.

      • Herr Dilger, was andere Ihnen vorwerfen interessiert mich nicht. Ich werfe Ihnen keine generelle Ahnungslosigkeit vor sondern Unkenntnis griechischer Geschichte und den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen. Ein Handelsblatt-Bericht aus der Hochzeit der griechischen Krise ist wenig hilfreich zumal er nichts erläutert und nur eine kurze Zeitspanne einfängt. Ihnen scheint so ein oberflächlicher Bericht ja auszureichen. Oder was wollen Sie mir sagen? Dass Griechen Deutsche hassen? Denken Sie wirklich in solchen Mustern? Dann reden wir beide anscheinend einander vorbei.

      • Die jüngere griechische Geschichte kennen Sie vielleicht aus eigener Anschauung. Von der längeren griechischen Geschichte scheinen Sie jedoch keine Ahnung zu haben, wenn Sie nicht wissen, dass die heutigen Griechen recht wenig mit den antiken zu tun haben. Wenn eine Krise ganz akut ist, kochen die Emotionen besonders hoch. Dabei ist klar zu erkennen, dass der Euro Europa spaltet und nicht vereint, wie Sie aus reinem Wunschdenken meinen.

      • Herr Dilger, ich kommentieren griechische Geschichte nicht (nur) aus eigener Anschauung. Ich nenne dazu Fakten oder widerlege Ihre (ideologisch geprägten) Behauptungen. Und wenn ich widerlegt werde dann gebe ich das auch zu. Sie übrigens nicht. Ihre Aussage dass heutige Griechen nicht wie antike Statuen aussehen, finde ich als Argument merkwürdig bis hilflos. Mit dieser Logik sahen dann Urmenschen wohl aus wie Strichmännchen aus Höhlenzeichnungen. Wenn wir uns aber auf diesem Niveau bewegen dann spaltet der Euro meinetwegen auch Europa. Wieso weiter nach Gründen und Ursachen suchen. Die Welt ist ja so simpel wie das (demokratisch legitimierte) Parteiprogramm der AfD.

      • Kann es sein, dass Sie sich noch gar keine antiken Statuen angesehen haben, wenn Sie diese mit Strichmännchen vergleichen? Im Übrigen zeigt auch ein Blick ins Geschichtsbuch, welche Umwälzungen es die letzten 2.000 Jahre in Griechenland gegeben hat. Fakten habe ich von Ihnen jedenfalls bislang noch keine vernommen.

  9. Herr Papapostolou, sie haben den Kern meines Berichtes nicht kommentiert. Wie im Kindergarten haben sie mit dem Finger wieder nach uns gezeigt und gesagt, auch wir hätten Zahlen falsch angegeben. Wenn ich schreibe, aus „Solidarität“ dann mögen sie das nicht hören und schreien nach Beweise. In ihrer Antwort stellen sie dann fest, dass ich EU statt EUro geschrieben habe und somit hätte ich wieder alle Fakten durcheinander gebracht, nur weil ich Mitglied der AfD bin. Der Kern meines Berichtes war der, dass sie sich den Zugang zum Euro auf betrügerischer Weise erschlichen haben. Sie rechtfertigen dies damit, dass wir es ja auch getan haben. Sie haben Recht, deshalb sollte man Deutschland auch den Euro wegnehmen. Lieber heute als morgen. Wo ist ihr Problem? Sie schreiben einfache Fragestellungen werden von Fakten durcheinandergebracht, das ist purer Pleonasmus.

    • Sehr gut Herr Krebs – nichts wie raus aus dem Euro!
      Wenn ihn die Griechen behalten wollen, können sie das ja.
      Aber bitte auch selbst bezahlen.

      Dass Griechen sich in der ewigen Opferrolle sehen, gehört in diesem Land wohl irgendwie zum guten Ton. Dieses Gejammere sollte man nicht all zu ernst nehmen.

    • Offen gesagt verstehe ich nicht was Sie eigentlich wollen, Herr Krebs. Ich habe nur wertfrei festgestellt das neben Griechenland andere Länder ebenso falsche Bilanzen anfertigten und der exklusive Vorwurf von „betrügerischen“ Griechen dadurch nicht stehen bleiben kann. Ihrer restlichen Logik (Deutschland den Euro wegnehmen) kann ich nicht folgen. Das spalten ist die Welt der AfD, nicht meine.

      • Können Sie Ihre These belegen, dass Deutschland falsche Zahlen nach Brüssel geschickt habe? Vielleicht gab es da mal einen Zahlendreher oder eine Prognose, die nicht vollständig eingetroffen ist. Doch „ebenso falsche Bilanzen“ wie Griechenland hat kein anderes Land angefertigt.

      • Herr Dilger, hier eine Quelle, die ich schon seinerzeit gelesen hatte. Schön dass sie online noch abrufbar ist:

        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75476908.html

        Offen gesagt, das Netz ist voll davon. Mit der richtigen Suche bekommen Sie unzählige Ergebnisse. Auch der Guardian oder die NYT berichteten öfters davon. Allerdings finden ich den sehr schönen Guardian nicht wieder.

      • Was wollen Sie jetzt mit diesem Artikel von 2010 sagen? Er bestätigt doch explizit meine Auffassung, dass die Aufnahme Griechenlands in die Eurozone ein schwerer Fehler war und auf Betrug beruhte. Von einem vergleichbaren Betrug Deutschlands steht da nichts, nur von etwas (schwächerer) Bilanzkosmetik Italiens.

      • Jeder so wie er mag, Herr Dilger. Dann hat Griechenland (nach Ihrer Logik) auch „nur“ seine Bilanzen „aufgehübscht“. Bücher fälschen ist Bücher fälschen. Ich sehe keinen moralischen Unterschied. Die Griechen waren nur plumper.

        „Sogar in der Bundesrepublik musste das Finanzministerium entsprechend nachhelfen, nachdem die Kosten der deutschen Einheit längst auf dreistellige Milliardenbeträge geklettert waren. Waigel war nun selbst damit beschäftigt, die Haushaltslage aufzuhübschen. Der Finanzminister verschob Investitionen ins nächste Jahr und verkaufte im entscheidenden vierten Quartal 1997 Staatsimmobilien.

        Damit war das entscheidende Argument gegen Italien entfallen. Wie wollten die Deutschen gegen römische Bilanzkosmetik argumentieren, wenn sie auf ähnliche Weise selbst die Bücher fälschten?“

  10. Ich weiß jetzt nicht mehr wer das gesagt hat.
    ( Aristoteles war es jedenfalls nicht )

    „Wir wollen ein europäisches Deutschland und kein deutsches Europa.“

    Heute stand in der Zeitung,das Merkel die Briten zurechtgewiesen hat.
    Die Briten wollen keine unkontrollierte Zuwanderung von un – oder geringqualifizierten in diesem Umfang mehr haben.Merkel will genaus das Gegenteil und will sich,wenn die Briten hart bleiben nicht mehr für den Verbleib der Briten in der EU einsetzen.

    Das ist recht interressant,weil es das ist,was ich im Kern so kritisiere.
    Ich will keinen europäischen Superstaat,in dem eine Handvoll deutsche alles bestimmen.
    Das hängt auch so mit dem Euro zusammen,weil er ist ein Werkzeug auf diesem Wege.

    Und warum hat Deutschland so ein unheimlich großes Interresse an einer massiven Einwanderung von schlecht qualifizierten Menschen.Jedenfalls scheint das Merkel wichtiger zu sein als der Verbleib der Briten in der EU.

    Auch Herr Papapostolou sieht nicht,was für ein Europa er da so gut findet.
    Es ist ein deutsches Europa,wo allerdings nur wenige die Fäden ziehen und alle anderen verlieren.

    • „Wir wollen ein europäisches Deutschland und kein deutsches Europa“.
      Dieser Satz wurde von allen bedeutenden deutschen Politiker schon mal ausgesprochen. Kohl, Genscher, Gauck, Schulz.und viele andere Nachschwätzer
      Aristoteles kann es nicht gewesen sein. 350 v. Christus gab es Europa noch nicht. Ich tippe mal auf Thomas Mann in den fünfziger Jahren, als er von Amerika wieder zurück in die Schweiz kam.

    • „Fäden“ sollten, von wem auch immer, zielführend nur von den Besten gezogen werden. Eine Überschwemmung Deutschlands mit für Wirtschaft und Gesellschaft Unqualifizierten und Armutsflüchtlingen lehne ich ab. Mit einer Verlagerung aus unterschiedlichen Gründen überwiegender Probllemfälle nach Europa ist niemandem geholfen. Probleme müssen dort gelöst werden, wo sie ursächlich produziert werden.

  11. Es gibt keine „unkontrollierte Zuwanderung“. Entweder reden wir über Flüchtlinge und das Recht auf Asyl, über Zuwanderung von außerhalb der EU oder über das Zuzugsrecht von EU-Bürgern. Alles ist genau reglementiert. Ich weiss nicht wovon Sie reden. Ich nehme zwar die demagogischen Versuche der AfD zur Kenntnis aber sie interessieren mich nicht. Die grossen Einwanderungswellen gab es vor dem 20. Jahrhundert. Vermutlich stammt MT, Herr Krebs oder Herr Dilger von Rumänen, Polen, Russen oder Hugenotten ab. Wer weiss das schon.

      • In dieser Sache muss ich Herrn Papapostolou Recht geben. Es beschweren sich vor allem deutsche Transfergerldempfänger (vorzugsweise aus den neuen Bundeslängern), die der Gesellschaft mehr auf der Tasche liegen als jeder eingewanderte Gastarbeiter, der seit Jahrzehnten in die deutschen Sozialsysteme einbezahlt und jeder orientalische Unternehmer, der in Deutschland seinen Geschäften nachgeht, seine Steuern bezahlt und Mitarbeiter beschäftigt, die wiederum ebenfalls Steuern und Sozialabgaben bezahlen. Den wahren Bodensatz der Gesellschaft hingegen bilden zum Großteil unsere eigenen „Landsleute“.

    • Herr Papapostolou, ihrer Abstammungstheorie gegenüber meiner Person muss ich widersprechen. Die Mutter von meiner Mutter war eine griechische Zigeunerin, der Vater meiner Mutter war deutscher Alkoholiker. Die Hugenotten waren aber keine Heimatvertriebenen, allenfalls eine Verschwörergruppe, welche die Moral im Volk zu schwächen versuchten. So weit bin ich allerdings noch nicht, weil ich immer noch die Hoffnung habe, dass Deutschland die monetären Lasten der EU irgendwann mal abstreifen wird.

      • Lieber Horst, die Hugenotten waren keine Verschwörungstheoretiker.
        Sie unterlagen, protestantisch orientiert, damals vorherrschendem Ausleben religiöser Wahnvorstellungen seitens des Klerus der Katholischen Kirche wie Ludwig XIV, in einem überwiegend von Katholizismus geprägten Frankreich, dass sie verfolgte und vertrieb.

        Und, „dass Deutschland die monetären Lasten der EU irgendwann mal abstreifen wird“, bleibt wohl unser Wunschdenken. Den Sichtweisen Herrn Papapostolou kann ich auch nicht folgen. Vielleicht nimmt dieser auch zur Kenntnis, dass Griechenland ursächlich unter seinem Schlendrian leidet. Wäre im Vorfeld der Eurozone alles mit rechten Dingen zugegangen, hätte auch Griechenland nicht in die Eurozone aufgenommen werden dürfen. Ich habe dabei immer noch das Gefühl, dass uns auch Herr Eichel in seiner Funktion als Finanzminister wider besseren Wissens, mit seiner Bewertung Griechenlands, belogen hat.

        An dieser Stelle darf ich an die Bestrebung von Herr Prof. Dilger um eine Urabstimmung gegen den Euro erinnern, die im Sinne und Zielsetzung unserer Partei unterstützt werden sollte.

    • Herr Papapostolou, Sie Demagoge, es gibt keine unkontrollierte Zuwanderung? Noch mehr von Ihnen und mir wird klar, warum in Griechenland nichts klappt.
      Sie verblüffen mich.

      • Herr Luck, Sie haben jedes Recht mich so zu bezeichnen wie Sie es für richtig halten. Allerdings bin ich kein genormter Repräsentant Griechenlands. Selbst wenn ich der grösste Demagoge aller Zeiten wäre, heißt das noch lange nicht dass alle Griechen Demagogen sind. Was ist das bitte für eine sonderbare Logik? Funktioniert so ihre politische Meinungsbildung? Na prost Mahlzeit.

    • De facto ist eine unkontrollierte, besser gesagt, illegale Einwanderung voll im Gange! Anerkannte Asylbewerber und EU-Zuwanderer sind noch die einzige Ausnahme. EU-Regeln werden voll von unseren Nachbarn und unseren Behörden missachtet!

      Und was AfD betrifft, es ist gut dass mindestens eine Partei die Einwanderung erwähnt und es nach deutschen Interessen regeln möchte. Ob es gelingt, ist offen?

    • MT ist Hugenotte.

      Die waren allerdings meist gut gebildet,brachten sich hier ein und passten auch gut hier rein.

      Nur um sie zu ärgern,weil ich weiß das sie das garantiert nicht mögen ->

      • MT, ihr menschenverachtender Kommentar zeigt dass grosse Teile der AfD noch einen sehr langen Marsch (im Stechschritt vermutlich) zu der angestrebten Mitte der Gesellschaft vor sich hat. Das Netz ist voll von Gestalten wie Ihnen. Und alle fühlen sich von der AfD angezogen.

        Aber das wirklich tragische ist dass Sie nicht mal verstehen wovon ich rede. Aber vielleicht versteht mich jemand der auf einem „humanistischem Gymnasium“ war. Und vielleicht versteht auch dieser jemand, dass er in so einer Partei nur Aufgrund seiner banalen Anti-euro-pathie nichts zu suchen hat. Menschenverachtung ist nämlich das Gegenteil von Humanismus.

      • Was ist denn an dem (ersten oder zweiten?) Kommentar menschenverachtend? Musikgeschmack sollte ohnehin privat und kein politisches Thema sein. Quoten oder umgekehrt Verbote von Liedern lehne ich ab.

        Die Eurokritik ist nicht banal. Hier geht es um die Grundfeste Deutschlands und Europas. Die wahren Feinde Europas und der Europäer sind nämlich nicht die Eurogegner, sondern umgekehrt die Eurofans. Besonders gefährlich sind sie durch die riesige Propaganda, die das Gegenteil suggeriert. Jeder Mensch, der noch einen eigenen Kopf hat, steht hier in der Verantwortung, dagegen aufzustehen. Wenn die FDP ihren Prinzipien treu geblieben wäre und das getan hätte, wäre ich noch in der FDP und gäbe es die AfD überhaupt nicht. Aber auch alle anderen Parteien haben ihre Prinzipien und Wähler verraten, vielleicht mit Ausnahme der Grünen, die erklärtermaßen Deutschland abschaffen wollen.

      • Herr Dilger, Sie verstehen aber schon den Zusammenhang zwischen Text („Und bei dem was jetzt hier rein kommt,habe ich so Zweifel“) und Video, oder? Ihr Kommentar über „Musikgeschmack“ lässt einen dann wirklich verzweifeln. Ist das Zynismus oder Naivität?

        In der FDP, korrigieren Sie mich wenn ich mich irre, gab es zum Thema „Eurorettung“ eine Mitgliederabstimmung. Die ging dann zu Ihren Ungunsten verloren. So ist Demokratie. Das ist trotzdem keine Rechtfertigung für den Übertritt in eine, vorsichtig ausgedrückt, nationalchauvinistische Partei. Hauptsache gegen den Euro egal mit wem? Ist das Ihr Credo?

      • Ich habe das so verstanden, dass MT lieber Marsch- als Zigeunermusik mag. Dass Sie das für menschenverachtend halten, sagt mehr über Sie und Ihre mangelnde Liberalität aus als über ihn.

        Die FDP-Führung hat mit zweifelhaften Verfahren den Mitgliederentscheid gewonnen. Das akzeptiere ich auch. Gerade deshalb bin ich ausgetreten und ist die FDP nicht mehr meine Partei. Ich bin in keine „nationalchauvinistische Partei“ übergetreten, sondern habe mich am Aufbau der AfD beteiligt. Diese hat sich bislang nicht in jeder Hinsicht so entwickelt, wie ich mir das erhofft hatte, aber das ist ebenfalls Demokratie. Im Gegensatz zur FDP vertritt sie bei den entscheidenden Fragen weiterhin die aus meiner Sicht richtigen Positionen. Wenn sie das irgendwann nicht mehr tun sollte, werde ich die Konsequenz ziehen. Im Übrigen sind PRO NRW und NPD auch gegen den Euro, doch ihnen würde ich nie beitreten. Es geht also um mehr, während Ihre Sicht der Dinge recht eingeschränkt ist.

      • Danke für die Antwort, Herr Dilger. Sie haben sich also für Naivität entschieden.

        Wenn Sie von mir Liberalität gegen Reaktionäre erwarten dann haben wir beide in der Tat ein Definitionsproblem.

        Allerdings haben Sie recht. Ich kenne Ihre Haltung zu vielen AfD-Positionen nicht. Womöglich wird es ja noch gruseliger. Ich möchte das aber nicht glauben. Ich will immer noch glauben dass Menschen wie Sie aus der AfD vielleicht eine andere Partei gemacht hätten. Eine, die ich dann nicht verachten würde. Zur Zeit lassen Sie mich aber ratlos zurück.

      • Es ist ein allgemeiner Grundsatz, Aussagen möglichst wohlwollend zu interpretieren. Das hat nichts mit Naivität zu tun, sondern ist Voraussetzung für gehaltvolle Diskussionen.

        Liberalität nur gegenüber der eigenen Meinung ist gar keine.

        Sie können die offizielle AfD-Beschlusslage nachlesen. Für mich ist nichts Gruseliges dabei, doch bei Ihrem Verständnis von Liberalität könnte das natürlich anders sein.

  12. Lieber Herr Meister,
    Sie wiederholen immer wieder Ihre unrealistische Gedanken! Wiedervereinigung war alternativlos für jeden Deutschen der sich als Deutscher fühlt. Verständlich! Wie Sie bemerkt haben, Ihre Ansichten dazu sind absurd. Sie werden AfD auch nicht verändern können, es gibt auch andere Windmühlen.

    • Die Wiedervereinigung war nicht alternativlos. Hätte Herr Gorbatschow sie nicht zugelassen, dann gäbe es noch heute ein geteiltes Europa, welches sich manche wohl zurückwünschen. In Deutschland waren dann die SED bzw. PDS und Teile der SPD um Herrn Lafontaine gegen die Wiedervereinigung. Zum Glück ist die Mehrheit der Wähler durchaus vernünftiger, wenn es darauf ankommt. Im Gegensatz zu den Träumereien von Herrn Meister ist Deutschland eben doch eine Nation und eine Schicksalsgemeinschaft. Es wäre hochgradig unsozial und unfair gewesen, die DDR-Bürger 1990 im Regen stehen zu lassen. Schon die Teilung Deutschlands war ungerecht und die DDR-Bürger hatten das schwerere Los gezogen.

      • Für einen deutschen Kanzler, der etwas von eigenem Land und sich hält, war es alternativlos und es hat geklappt. Deswegen ist nicht verständlich, dass manche AfD Mitglieder eine egoistische und unverschämte Haltung gegenüber einer Spaltung der Ukraine haben. Vergisst man so schnell oder war die Indoktrinierung so nachhaltig?

      • Oskar Lafontaine als Kanzler hätte das vermasselt (aber er erfüllt auch nicht Ihre erste Bedingung, da er nur von sich etwas hält und weder von seinem Land noch seiner damaligen Partei).

        Mir leuchtet auch nicht ein, wie ausgerechnet national eingestellte Menschen so gegen die Ukraine und die Ukrainer hetzen können. Vermutlich fehlt es an Prinzipien, so dass der Antiamerikanismus und der Glaube an Vorrechte für Großmächte gegenüber kleineren Völkern überwiegen.

    • Lieber Herr de Grisogono,

      die deutsche Wiedervereinigung würde über die Köpfe der Bevölkerung hinweg verhandelt. Mit Demokratie hatte diese Zwangsvereinigung jedenfalls nichts zu tun. Im Nachhinein betrachtet war die „Deutsche Einheit“ wohl der wichtigste Meilenstein auf dem Weg zur EU-Osterweiterung, zum Euro und zu einer neuen Weltordung, die für beinahe jeden von uns drastische Verschlechterungen mit sich bringt oder noch bringen wird (übrigens auch für die viel zu große Zahl von Transfergeldempfängern aller Schattierungen).

      Wer das alles negiert, ist entweder fürchterlich naiv oder von den Interessenvertretern der langfristigen Profiteure dieses Umverteilungswahns gekauft.

  13. Wenn sich Herr Papapostolou das doch bitte mal ansehen würde.
    ( Übrigens ihr Link in der Adresse funktioniert nicht. )

      • Der Link,den Herr Papapostolou in seinen Namen gesetzt hat funktioniert nicht.

        Das Video von Prof. Lucke ist,richtig,gähnend lang.
        Er erklärt aber genau das,was Herr Papapostolou immer abstreitet.
        Der Euro schafft in Griechenland und anderen ärmeren europäischen Staaten keinen Wohlstand,er verhindert ihn.
        In Deutschland übrigens auch,jedenfalls bei der Bevölkerung.

        Aber genau das will Herr Papapostolou ja nicht wahr haben.

        Ich denke,das er einen sehr ideologischen Standpunkt hat.
        Da werden Argumente nicht akzeptiert,weil man sie schlicht nicht hören will.

        Auch vermutet er wohl in der AFD eine Partei am rechtem Rand,und schlimmes für alle anderen.

        Das ist so – schlicht und einfach falsch.

        Ich habe mich länger im Steuerboykot Forum,das es nicht mehr gibt,mit einem Deutschen ausgetauscht,der schon lange in Spanien lebt und der mir geschildert hat,was in Spanien los ist.

        Alles was man in Spanien im Supermarkt kaufen kann,kommt aus Deutschland schrieb er,über Griechenland schrieb er wie China sich dort einkauft und das die Griechen Gäste im eigenem Land werden.Wie das aus seiner Sicht mit dem Euro zusammenhängt erklärte er auch.

        Ich kann das hier nicht reinsetzen,das Forum gibt es nicht mehr.

        Schön in Erinnerung geblieben ist mir,das er meinte,das eigentlich alles Übel in der Welt,bezogen auf Kriege,Völkerwanderungen und den daraus entstehenden Spannungen nur dann entstehen,wenn das globale Finanzsystem nicht vernünftig funktioniert und dieses das eigentliche Kernproblem ist.

        Der war übrigen links,was ich bestimmt nicht bin,aber mit dem konnte ich mich sachlich austauschen und auch dessen Ansichten als brauchbar mit nach Hause nehmen.

        Jedenfalls fand ich den sehr gut.

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