Kongress des Unwissens

Da es jetzt in der Welt bzw. in Die Welt ist („AfD als Plattform für ‚Verschwörer und Wirrköpfe'“), kann auch ich den „1. Alternative[n] Wissenskongress NRW“ nicht länger ignorieren, sondern spreche mich klar dagegen aus. Mit mir als Landessprecher hat es solche Demonstrationen des Unwissens nicht gegeben. Die AfD-Bezirksverbände sind gar nicht befugt, für bzw. gegen das Land oder gar den Bund Politik zu machen. Von dort müsste deshalb eine klare Distanzierung erfolgen. Denn hier passt durchaus das Zitat von Erich Kästner auf der Veranstaltungsseite: „An allem Unfug[,] der passiert[,] sind nicht nur die [s]chuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern!“

Meinungsfreiheit ist schön und gut, doch deshalb muss nicht jeder Unsinn im Namen der AfD verbreitet werden. Ich werde beantragen, dass zumindest mein Bezirksverband Arnsberg, auf dessen Gebiet der Kongress in Witten stattfinden soll, die Einladung wieder zurücknimmt oder das Konzept grundlegend verändert. Der einzige seriöse Referent ist Herr Professor Schachtschneider. Auf einem echten Wissenskongress würden die anderen Referenten ausgetauscht und z. B. ebenfalls durch Wissenschaftler ersetzt. Zumindest müsste ihren kruden Standpunkten fundierte Analyse und Kritik entgegengesetzt werden.

121 Gedanken zu „Kongress des Unwissens

  1. Ist das der Preis den die Alternative für Deutschland für die Wahl von Pretzell, Keith, Mieruch, Tritschler, Jacobi, Schön und Neppe zahlen muss.

    • Treffer – so ist es wohl!

      Man kann nur hoffen, daß die inzwischen über 4.000 Mitglieder in NRW, denen ich zumindest in der Mehrheit Vernunft zubilligen möchte, einen Weg finden werden, die im ersten Anlauf des Organisationsaufbaus von unten nach oben gehievten argen Fehlbesetzungen wieder einzufangen und ins Glied zurückzustellen. Das geht natürlich nur über den langen Weg der Kreisvorstands- und Delegiertenbesetzungen, denn von Basisdemokratie kann seit Einführung des Delegierten-Systems längst keine Rede mehr sein. Diese Partei ist (in NRW) sofort auf das Minimalpartizipationsprinzip der „alten Parteien“ zurückgefallen.

      Der Schaden dieser Veranstaltung ist jedenfalls gigantisch – ich wurde heute schon von mehreren Bekannten darauf angesprochen und es konterkariert meine permanenten Beschwörungen, die Aluhüte und Rechtsfanatiker seien eine lautstarke aber nicht maßgebliche Minderheit in der AfD. Meine eigenen Zweifel diesbezüglich haben jedenfalls auch nochmal enorm zugenommen. Argumente für die AfD (nicht ihre eigentlichen Standpunkte in den Kernthemen) verlieren jedenfalls so stark an Tragfähigkeit und Glaubwürdigkeit.

      Es besteht die Gefahr (oder ist bereits Fakt), daß die AfD endgültig „kippt“ – wegen dem viel zu geringen interne Widerstand gegen diese Auswüchse von Anfang an (und Prof. Lucke war diesebezüglich fast durchgehend beratungsresistent) und dem Herbeireden einer „rechtspopulistischen“ Partei durch die Medien und politische Konkurrenz. Nun sammelt sich diese Szene der Weltverschwörer und Politspinner womöglich wirklich zunehmend in dieser Partei. Self-fulfilling prophecy, sozusagen.

      • Sehr geehrter Herr Meister,

        Ihre Einschätzung teile ich zu 100%.

        Wenn hier nicht bald mal sehr gute Nachrichten aus dem LV NRW kommen – einem der wichtigsten 3 Bundesländer – sehe ich sogar im Extremfall die Aussichten bei der nächsten Bundestagswahl mehr als negativ beeinflusst.

        Einer der entscheidensten Sätze von Ihnen für mich ist dieser:
        „() denn von Basisdemokratie kann seit Einführung des Delegierten-Systems längst keine Rede mehr sein. Diese Partei ist (in NRW) sofort auf das Minimalpartizipationsprinzip der “alten Parteien” zurückgefallen.“

      • Die nächste Bundestagswahl könnte tatsächlich an NRW scheitern (eine Niederlage bei der Landtagswahl würde die Stimmung auf jeden Fall eintrüben). Dagegen wurde das Delegiertensystem bereits bei Gründung des Landesverbandes eingeführt, wenn auch erst ab dem dritten Landesparteitag, der in Ratingen stattfand. Dass Schmallenberg dazwischen wirklich der Höhepunkt innerparteilicher Demokratie gewesen wäre, gilt höchstens sehr bedingt. Ein Tiefpunkt war hingegen Erkrath, weil die programmatischen Beschlüsse nicht wirklich verbindlich waren und sich an die Kandidatenvorschläge von immerhin einer Mitgliederversammlung dann keiner halten wollte, ohne dass es Konsequenzen gegeben hätte.

      • Das Delegiertensystem ist der Untergang der innerparteilichen Demokratie. Weder gibt es eine Gewähr dafür, dass Delegierte ihr Mandat tatsächlich wahrnehmen und die Delegiertenparteitage besuchen, noch ist ihr Abstimmungsverhalten an den Willen der Mitglieder gebunden.
        Wie sich bereits mehrfach gezeigt hat, fehlt gerade bei mehrtägigen Veranstaltungen oft die Mehrheit der Delegierten.
        Zudem vereinfacht schon die aufwändige Wahl der Delegierten durch die zahlreichen dafür erforderlichen Aufstellungsversammlungen rein gar nichts.
        Und spätestens der Bundesparteitag in Erfurt hat doch bewiesen, dass interessierte aktive Mitglieder auch selbst zu kommen bereit sind und das Delegiertensystem so überflüssig ist wie ein Kropf.

        Michael Meister

      • Die Diskussion hatten wir doch schon. Delegiertensysteme haben Nachteile, aber auch Vorteile. Wenn Sie diese nicht gegeneinander abzuwägen bereit sind, fällt Ihr Urteil natürlich eindeutig aus, ist aber nicht ausreichend fundiert.

      • Ja, wir hatten die Diskussion bereits an anderer Stelle, das stimmt.
        Meine Meinung hat sich durch fortschreitende Erfahrungswerte gefestigt. Ich kann keine real existenten Vorteile in einem Delegiertensystem erkennen. Die vermeintlichen Vorteile sind alle reine Theorie.
        Oder erkennen Sie tatsächlich noch praktische „Vorteile“, die für das Delegiertensystem sprechen?
        Falls ja – nur zu. Ich bin schon sehr gespannt!

    • Zitat aus ‚DIE WELT‘:
      „Man kann über alles diskutieren, aber dann müssen auch Vertreter unterschiedlicher Auffassungen an einen Tisch“, sagt der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell. Über den Wissenskongress in dieser Form sei er jedenfalls alles andere als glücklich, und er legt Wert auf die Feststellung, dass der Landesvorstand damit nicht das Geringste zu tun habe.

      Herr Pretzell hat damit natürlich genauso wenig zu tun, wie mit der Einladung des Herrn Nigel Farage von der UKIP.
      Denn dafür war natürlich nicht er, sondern die Junge Alternative verantwortlich.
      Das von den Veranstaltern vorangestellte Erich-Kästner-Zitat beschreibt die Situation treffend:
      „An allem Unfug, der passiert, sind nicht nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“
      Denn als Sprecher des Landesverbands hätte er definitiv die Möglichkeit gehabt, die Veranstaltung seiner Untergliederungen zu verhindern.

  2. „Meinungsfreiheit ist schön und gut, doch deshalb muss nicht jeder Unsinn im Namen der AfD verbreitet werden.“

    Komplette Zustimmung!

    Daß so eine Veranstaltung 5 ( in Worten fünf!) Bezirksvorständen „durchrutschen“ konnte, ist nahezu unfassbar. Ganz abgesehen vom Landesvorstand als „Aufsichtsorgan“.

  3. Ich schließe mich Ihrer Auffassung voll umfänglich an. Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn man sich privat auch mal mit Verschwörungstheorien beschäftigt. Wenn man aber anfängt, nur noch in dieser Welt zu leben, dann sollte man doch einmal darüber nachdenken, zum Arzt zu gehen.
    Die AfD tut gut daran, sich mit den konkreten und nachweislichen Problemen zu beschäftigen. Gerade die Bezirksverbände sind gehalten, die Vorbereitungen für die nächste Landtagswahl zu treffen. Dies gilt umso mehr, da gerade auch die Bezirksregierungen recht viel Anlass zur Kritik geben. Ich denke in dem Zusammenhang an die Regionalpläne. Die Bezirksverbände Detmold, Düsseldorf und Köln haben es verpennt, gegen die dort gültigen Regionalpläne fristgerecht mobil zu machen. Insbesondere die Eifel hat jetzt das desaster. Auch im Bezirksverband Arnsberg wird der Protest von der Kreisebene aus organisiert, obwohl der Regionalplan Bezirkssache ist. Wessen ureigenste Aufgabe ist es denn, sich mit den Auswüchsen der Bezirksregierungen zu beschäftigen, wenn nicht die der Bezirksverbände ?
    Es ist auch ein bisschen sehr merkwürdig, wenn die Bezirksverbände beauftragt sind, Landesfachausschüsse zusammen zu stellen, die die Kompetenz innerhalb der AfD bündeln und sicher stellen sollen, und im gleichen Atemzug laden die Bezirksverbände externe und zwilichte Pseudo-Wissenschaftler zu einem sog. „Alternativen Wissenskongress“ ein. Ich frage mich, was der Quatsch soll. Soll dieser „Wissenskongress“ eine Alternative zu den LFA sein ? Ist ein seriöser Wissenskongress zu unerträglich, dass man eine Alternative stattdessen braucht ? Oder soll diese Alternative eine ernst gemeinte Ergänzung sein ?! Dürfen wir uns demnächst noch über einen „Alternativen Esoterik Kongress“ mit dem Thema „Bimmeln gegen die unendlich bösen Kräfte des noch unendlicheren Universums“, der Vollständigkeit wegen erfreuen ?!
    Die AfD ist meines Wissens auch gegen die pseudo-wissenschaftliche Genderpolitik und die pseudo-wissenschaftlichen Umweltuntergangsszenarien der etablierten Partei angetreten. Sie ist ferner für mehr Vernunft und Wissenschaft angetreten. Wie passt dieser Schwachsinns-Kongress in dieses Bild ?
    Und noch einmal die abschließende Frage: Warum befassen sich die Bezirksverbände nicht mit der konkreten Politik. Ist man sich dazu zu fein ? Ist das nicht unterhaltsam genug ?

    • A l t e r n a t i v e für Deutschland…geht auch -wenn nötig- ohne die AfD.
      Ich denke eher die „reale Politik“ zur Zeit trägt pseudowissenschaftlichen Charakter. Das Wort Schwachsinn-Kongress gefällt mir übrigens sehr, weil es genau in die Gesinnung eines großen „Demokraten wie Sie es sein wollen passt.
      Schönen Tag und schlafen Sie weiter in dieser Scheindemokratie !
      Erich Richter

      • Machen Sie doch einfach eine Partei für Schwachsinn auf, ganz im Sinne von „Mut zum Schwachsinn“. In dieser Partei können Sie dann Weltverschwörungstheorien rauf und runter diskutieren. Im übrigen ist eine Partei eine Partei und sollte nicht jedem im Volke gefallen. Wenn Sie Ihre Partei für Schwachsinn aufmachen, dann erwarte ich auch nicht, dass Sie klar denkende Leute aufnehmen. Sie wollen ja schließlich mit Ihresgleichen Weltverschwörungstheorien ausmalen.

        Naja, leben Sie also schön weiter in Ihrer verschworenen Welt. Solange es Ihnen nicht weh tut, ist ja alles gut.

  4. „Der einzige seriöse Referent ist Herr Professor Schachtschneider.“

    Herr Schachtschneider referierte für die rassistische Pro-Köln, die Partei die die HoGeSa hier in Köln am Wochenende mitinitiierte, und er trat auch als „Experte“ für die rechtsradikale NPD in Erscheinung. Ganz zu schweigen dass der Mann mit kruden Thesen für rechtsextreme Blätter öfters als Autor tätig war. Die konservative FAZ schreibt über Schachtschneiders Weltbild folgendes: „Eine Weltregierung aus wenigen wohlhabenden amerikanischen Familien habe einst den Plan ausgeheckt, sich die Welt untertan zu machen“. Ich denke der passt perfekt zu diesem „Kongress“.

    Ansonsten haben Sie recht Herr Dilger und ich will Sie auch aufgrund Ihrer klaren Ablehnung gegenüber diesem esoterischem Mummenschanz ausdrücklich loben. Bei Schachtschneider sollten Sie allerdings nochmals Ihre Aussage überdenken.

    • Ich denke, ich muss nicht extra betonen, dass ich nicht mit allen Thesen und Auftritten von Herrn Kollegen Schachtschneider übereinstimme. Trotzdem halte ich ihn für einen ernstzunehmenden Diskussionspartner im Gegensatz zu den anderen drei Referenten.

      • Ihnen ist schon in Erinnerung und bewusst, dass Jürgen Elsässer beim Bundesparteitag der AfD in Erfurt mit seinem Verlag („Compact“) einen ganz offiziellen Informationsstand im Foyer hatte und zumindest am ersten Tag auch ganztägig persönlich dort präsent war?

      • Ich war nicht in Erfurt. Es zeigt aber auch nur, dass das Problem nicht auf die Bezirke in NRW begrenzt ist. Ich finde es gut, dass sich jetzt die Bundesspitze klarer positioniert. Die Vorstellung, die AfD könne überall Stimmen einsammeln und dazu mit jedem zusammenarbeiten, war ein Fehler.

      • Diese Erkenntnis (falls es tatsächlich eine ist) kommt reichlich spät.

    • Prof. Schachtschneider wird sicherlich besser wissen, was er persönlich tut als hier die Besserwisser in Ignoranten mit großem Demokratieverständnis.
      Der „deutsche Michel“ soll weiter mit Euren Thesen bei Laune gehalten werden.
      Bestes Beispiel ist weiterhin die Klimapolitik in diesem Land !
      Erich Richter

  5. Hier zeigt sich doch ein Grundproblem der AfD. Nämlich ihr Anspruch als Alternative zu fungieren. Zum einen bedeutet dies in der Praxis sich gegen die als unvermeidlich verkaufte Euro-Rettungspolitik zu positionieren. Entsprechend spricht die AfD damit ein orwiegend ökonomisch gebildetes Fachpublikum an. Zum anderen versammelt sich hinter dem Label „alternativ“ eben auch alles, was aus gutem Grunde in der öffentlichen Meinung keine Erwähnung findet.

    Leider fühlen sich von der AfD in ihrer heutugen Form beide Gruppierungen angesprochen. Aufgabe der Bundes- und Landesführung wäre es klar zu machen, dass man den Begriff Alternative nur im erstgenannten SInne versteehn will. Und man dementsprechend die Verschwörungstheoretiker und Wirrköpfe aus der Partei hinausbugsiert.

    Mit dem so titulierten „alternativen Wissenskongress“ geschieht jedoch genau das Gegenteil. Die seriösen Leute in der AfD werden nach hinten gedrängt und die Fanatiker, Wirrköpfe und Verschwörungstheoretiker gewinnen langsam die Oberhand. Keine gute Entwicklung für die AfD.

    Und vor allem ist mir völlig unerklärlich, wie niemandem auf Landeseben bzw. im Landesvorstand die verherrende Außenwirkung auf die Wähler in NRW entgehen konnte. Denn damit liefert die AfD in NRW ein Bild ab, dass sie nahezu unwählbar macht in einem so liberal geprägten Land wie NRW.

    Hinzu kommt noch, dass man für so einen Unfug Geld ausgibt, aber für politisch absolut notwendige Ausgaben, wie etwa ein Büro des Bezirksverbandes, kein Geld dar ist. So etwas können nur politische Analphabeten im Blindflug vollbringen.

    • Wie kommen Sie darauf, dass hier langsam die Oberhand gewonnen wird?

      Die Oberhand ist in Arnsberg mit Keith, Mieruch, Jacobi und Neppe vorbereitet und in Bottrop durch Pretzell und Tritschler unter Zuhilfenahme der Bodentruppen aus Bochum und Dortmund durchgezogen worden. Ich verstehe nicht, wie der Restvorstand NRW das toleriert oder ist er auch bereits umgedreht?

      Der Bezirk Düsseldorf, der nur noch aus einem 4 Personen-Vorstand besteht, hat ja wohl auch zugestimmt, Aus Düsseldorf sind noch 2 Personen im BV Vorstand.

      Leider schweigt die Basis dazu!
      Wie können wir die Basis aus ca. 3.500 Mitgliedern in NRW mobilisieren?

      Leider ist der Dilger-Blog die einzige Kommunikationsplattform der Vernünftigen und sie wird leider zu wenig von den Vernünftigen angenommen.
      Die vernünftigen Parteimitglieder müssen sich zu erkennen geben, damit man sie zusammenfassen und ansprechen kann.

      • Der KV Dortmund ist ja als willfähriger Handlanger von Herrn Pretzell bekannt…

      • Basisdemokratie – ein schöner Traum! Formell gesehen war Schmallenberg tatsächlich der Höhepunkt innerparteilicher Demokratie und maximaler Partizipationsmöglichkeit. Schmallenberg offenbarte aber auch die Schwächen der Maximalpartizipation, von damals ca. 1000 Mitgliedern in NRW waren ca. 300 anwesend und die wollten alle (bis auf wenige Ausnahmen) selbst in den Bundestag. Nach dem gleichen Muster verliefen die folgenden Zusammenkünfte quer durch alle Gliederungen bis auf Kreisebene. Stell´dir vor es ist Demokratie und keiner geht hin! Dann machen die wenigen Aktiven wieder alles im kleinen Kreis unter sich aus. Demokratie braucht Demokraten, reine Formalien allein reichen nicht. Wer angesichts des Eurodesasters immer noch lieber seelenruhig seinen Vorgarten oder seinen Schützenverein pflegt, kann eben nicht mitreden.

      • Leider fordern unsere Parteioberen zunehmend die Mutation zu einer Mainstream-Partei der „Mitte“ ein, die nun wirklich niemand mehr braucht. Flankiert werden sie dabei von der Karrieristen-Kamarilla, der es nicht um Inhalte geht, sondern nur darum irgendwie ein lukratives Mandat oder einen Job bei einem Mandatsträger zu ergattern. Genau diese Leute lassen sich dann auch gerne zu Delegierten oder in die Fachausschüsse „wählen“ bzw. berufen. Willkommen in der CDU 2.0!

  6. Eine rufschädigende Veranstaltung,
    wie der Kundige durch Verlinkung auf der Referenten-Liste zu jeweilig „typischen“ Vorträgen auf Youtube feststellen. kann. Leider werden Vorurteile von Minderheiten in der AfD bedient und es ist sehr bedauerlich, dass man wegen fehlender Foren nur hier sein Mißfallen äußern kann- aber es ist ja noch Zeit für Aufklärung . . .

  7. „Die AfD-Bezirksverbände sind gar nicht befugt, für bzw. gegen das Land oder gar den Bund Politik zu machen.“

    Ich habe die Mitteilung bekommen, dass die Landesvorstände Pretzell und Tritschler die Veranstaltung abgesegnet haben. Herr Tritschler war wohl in der Organisation selbst aktiv beteiligt. Es ist ein bisschen merkwürdig, wenn nunmehr die Verantwortung für die Veranstaltung mehr oder weniger bei einer Person auf Bezirksvorstandsebene hängen bleibt.

    • Wie mir nunmehr von Herrn Keith mitgeteilt worden ist, war Herr Tritschler nicht in der Organisation der Veranstaltung involviert gewesen. Herr Pretzel habe ebenfalls keine Kenntnis von der Referentenauswahl gehabt. Es wäre eine Veranstaltung, ausschließlich auf Bezirksvorstandsebene gewesen.

  8. Ein Nachtrag:
    Zwischenzeitlich liegt zum Bezirksparteitag am 7.11.14 folgender Antrag zweier Mitglieder des Stadtverrbandes Düsseldorf vor:

    „. . . Der Bezirksparteitag möge beschließen :
    Der Bezirksverband Düsseldorf der AfD NRW zieht sich mit sofortiger Wirkung als Veranstalter des für den 22.3.2015 geplanten „1. Alternativen Wissenskongresses NRW – Demokratie in Gefahr“ zurück, unterstützt in keiner Weise diese Veranstaltung und wirkt darauf hin, dass auch die anderen Bezirksverbände der AfD in NRW sich als Veranstalter und Unterstützer ebenso zurückziehen . . . “

    Der Protest artikuliert sich.

  9. Wenn man das von dem Elsaesser liest, dann fragt man sich, ob die Organisatoren überhaupt noch auf Seiten der AfD stehen:

    „Deswegen, liebe gute Parteibasis der AfD: Deutschland blickt auf Euch! Jetzt ist die Zeit der Rebellion gekommen! Sorgt dafür, dass Euer Parteivorstand den Verrat und die Verräter der Europaparlantsfraktion bestraft! Zeigt den Herren Professoren, wo der Bartel den Most holt! Ihr seid das Volk, nicht die Funktionäre!“

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/08/20/russland-sanktionen-lucke-verteidigt-seinen-verrat-an-den-afd-beschlussen/

    Er ist ein übler Aufwiegler und dem bietet die AfD trotz seines parteischädigenden Verhaltens eine Plattform. Ich frage mich, ob die zuständigen Personen bei Sinnen sind !

    • Volle Zustimmung (zu Ihnen). Die zuständigen Personen sind allerdings ganz sicher bei Sinnen, nur offensichtlich völlig anderen Sinnes.

  10. @alle
    Es gibt doch die Patriotische Plattform, ein Zusammenschluss von Mitgliedern der AfD, kein Organ der Partei.
    Soweit mir bekannt, ist der Vorsitzende dieser Organisation in NRW Alexander Heumann. War dieser nicht einer der Kandidaten auf dem letzten Landesparteitag NRW?

    Und was ist das nun?
    Alexander M. Heumann, Rechtsanwalt
    Sprecher der APU 26/10 (Außerparlamentarischer Untersuchungsausschuss 26/10 wegen der HoGeSa-Demonstration)
    und Verantwortlicher im Sinne des Presserechts

    • Also ich habe das meinem Parteikollegen Monkol in etwa so erklärt:

      Wenn Herr Heumann sich für die Aufklärung für die Vorkommnisse in Köln engagiert, dann ist das in etwa so, wie wenn die Hooligans gegen die Salafisten protestieren. Unglaubwürdig !

    • Herr Heumann sitzt im Landesfachausschuss 11 für Inneres und Kommunales.

      Ja, das macht sich alles richtig gut:

      Die Verfassungsfeindlichkeit der ProNRW in Frage zu stellen, die schon mehrfach gerichtlich – unter anderem auch dieses Jahr vom Landesverwaltungsgericht Münster – festgestellt wurde.

      Schmähkritik gegen den Islam – v/o Islamophobie – gäbe es nicht, obwohl die Rechtsprechungen in den Urteilen klarstellen, wo die sachliche Kritik aufhört und die Schmähkritik anfängt.

      Jetzt stellt dieses Mitglied des Landesfachausschusses für Inneres ( u.a. für innere Sicherheit ) den Polizeieinsatz, der wegen der von seiner präferierten Partei ProNRW organisierten HoGeSa erforderlich wurde, in Frage und ermittelt „amtlich“ und erklärt damit sein Misstrauen. ( Wie brav hätte er erst recht ermittelt, wenn anstelle der HoGeSa die SaGeHo demonstriert hätten ?! )

      Ganz ehrlich: Hier ist der richtige Mann in der falschen Partei und in dem falschen Landesfachausschuss. Hier liegt es auf der Hand: Die einzig wahre Partei für solche richtige Männer kann nur eine sein: ProNRW

      Sorry to say: Aber das alles geht gar nicht !

      • Mir wurde übrigens – aus sicherlich vertrauenswürdiger Quelle – mitgeteilt, dass Herr Heumann nicht über den BV in den LFA 11 gekommen ist. Insofern muss er also direkt über den LaVo gekommen sein, da kann sich jetzt jeder selber was bei denken…

  11. @ Herr Professor Dilger um 14.29 Uhr,

    bei der nächsten Landtagswahl in NRW muss es noch nicht mal eine „echte Niederlage“ für die AfD sein (sprich, kein Einzug in den Landtag), damit die Bundestagswahl gefährdet wäre…

    Ein Ergebnis (deutlich) schlechter als 7,5%…. und viele von den wenigen Bürgern die heute noch wählen gehen machen dann aus taktischen Gründen eben dann ihr Kreuz nicht bei uns… mangels eventueller dann komplett ausgeschlossener Regierungsbeteiligung, ODER wahrscheinlicher, mangels MITGLIEDER starker Oppositionspartei.

    Irgendeine Perspektive – stärkste Oppositionspartei, eventl. Regierungsbeteiligung – wollen halt viele Wähler haben.

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  13. Elsässer ist gefährlich. Seine Art, Leute aufzuwiegeln, gegeneinander auszuspielen und in seinem Sinne zu instrumentieren, geht mir schon lange auf den Zwirn. Ich habe aber das Gefühl, als wäre dieser unsägliche Kongress nur das berühmte Tröpfchen, dass das Fass zum Überlaufen bringt. Nach Lucke und Guland hat sich nun auch Konrad Adam gemeldet. Gut so! Ich sehe mich in diesem Moment ein bisschen bestätigt (wohl wissend, dass das hier auf Widerspruch stößt): Zuviel Basisdemokratie in einer Partei, die gerade erst aus den Windeln kommt, kann gehörig danebengehen. So meint jeder, alles machen zu können, was er gerade will – Leitlinien hin, Leitlinien her.

    „Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.“ Goethe.

    • Dieser „Kongress“ ging an der Basis vorbei ! Es gibt für diesen Quatsch überhaupt keine unmittelbare demokratische Legitimation, nicht einmal über irgendeinen Parteitag.

      Ich habe auch den starken Verdacht, dass die Entscheidung bei vorangehender Diskussion auch negativ für den „Kongress“ ausgefallen wäre. Ich halte unsere Mitglieder weder für blöd, noch für parteischädigend oder für extrem.

      Einige der Initiatoren sind hingegen parteiintern schon wegen extremer Provokationen ( Ukip-Veranstaltung, JA-Schreierei ) aufgefallen. Da stand schon manches mal der eigene Kick über dem Parteiinteresse.

    • Sehr geehrte Frau Noack, Ihr Goethe-Zitat passt nicht ganz. Unser Ziel ist es, anstatt das Land aufzugeben und gegebenenfalls zu verlassen, die Gesetze im unseren Sinne ändern!! Wenn Herr Elsässer dazu einen Beitrag leisten kann, ist er willkommen. Zu Goethes Zeiten war dies nur sehr beschränkt möglich, der diente einem Fürsten und war übrigens auch ein Gegner eines Wahlsystems, bei dem jede Stimme gleich viel zählt (das nur am Rande).

      • F.A. von Hayek und Konrad Adam haben sich übrigens auch deutlich dagegen ausgesprochen, dass Transfergeldempfänger wählen dürfen.

      • „Auch“, Herr Dilger, heißt hier doch natürlich, daß er (Goethe) zudem er „Fürstenknecht“ war (wie die Leute, die von damaligen Zeiten und Verhältnissen kene Ahnung haben, stets ihm vorwerfen) AUCH noch Gegner eines bestimmten Wahlsystems gewesen ist. Mit der Person des Kommentators hat das wohl nichts zu tun.

      • @ Dilger: Was Sie wieder rauslesen (wollen). Nein, mein „auch“ bezug sich allein auf Goethe, der nicht nur diesen Punkt ablehnte. Im Übrigen denke ich, dass Sie die Segel streichen und die AfD verlassen sollten. Sie besitzen leider nicht den Schneid eines Herrn Rank, der ging, weil er erkannte, dass es nicht passt. Stattdessen sind Sie sich nicht zu schade, gewählte Amtsträger unserer Partei öffentlich in ein schlechtes Licht zu stellen.

      • Ich finde es passt. Die AfD-Mitglieder, denen die Leitlinien nicht passen, müssen sich eine andere Bleibe suchen. Und ich glaube, nicht ganz schief zu liegen, wenn es davon in NRW etliche gibt. Das berührt überhaupt nicht Ihre Forderung, dass wir unser Land gegen Anfeindungen schützen müssen, die womöglich auch unsere Gesetzgebung bedrohen. Ich habe da aber lieber einen Prof. Lucke und einen Prof. Dilger als Taktgeber als Leute, deren Namen ich hier nicht nennen möchte.

      • „Die AfD-Mitglieder, denen die Leitlinien nicht passen, müssen sich eine andere Bleibe suchen.“

        Nun, liebe Frau Noack, so lange Leitlinien und Parteiprogramm tatsächlich den Mehrheitswillen der Parteimitglieder widerspiegeln, bin ich hundertprozentig bei Ihnen. Nicht jedoch, wenn Mandatsträger und Parteifunktionäre oben und unten verwechseln und sich in völliger Unkenntnis bzw. Ignoranz der Tatsache, dass der Parteitag/die Mitgliederversammlung das oberste Organ der Partei ist, anmaßen, die Inhalte aufzuoktroyieren. Genau das machen beispielsweise die Herren Henkel, Lucke und Starbatty aber.

      • An der innerparteilichen Demokratie gibt es tatsächlich noch manches zu verbessern. Doch glauben Sie nicht, dass die Mehrheit in der Partei weiterhin insbesondere Herrn Professor Lucke folgen würde? Wenn nicht, sollte sie sich eine neue Parteispitze wählen und sehen, wie weit sie dann mit dieser kommt. Ich vermute, dass es nicht sonderlich weit wäre. Ergo sollten Sie hier nicht ständig gegen die mit großer Mehrheit gewählte Parteispitze stänkern, sondern diese konstruktiv zu mehr Demokratie drängen, so wie ich das mit meinen bescheidenen Mitteln versuche.

      • Lieber Herr Dilger,

        ich staune wirklich immer wieder über Ihren diesbezüglich wohl grenzenlosen Optimismus.

        Sie haben genau wie ich erfahren, dass man unsere Parteispitze weder zur Einhaltung eindeutiger Satzungsbestimmungen, noch zur Einhaltung von einstigen Grundsätzen der AfD anhalten kann.

        Diese Leute wurden seinerzeit aber (leider auch von mir) in der Annahme gewählt, dass sie zu ihrem Wort stehen und sich nicht verhalten, wie Politiker der Altparteien. Das ihnen gewährte Vertrauen haben sie inzwischen verspielt.

        Was nutzen uns Luckes und Henkels zweifelsohne großen rhetorischen Fähigkeiten, wenn sie uns damit in eine ganz andere Richtung führen, als versprochen?

        Die AfD ist als „Alternative für Deutschland“ angetreten. Wir brauchen also keine Rattenfänger, die eine größtmögliche Ansammlung mit der Politik der Altparteien unzufriedener Wähler aller Richtungen eben diesen (den Altparteien) als Stimmvieh für eine neue Koalitionspartei zuführen.

        Bezeichnend ist ja, dass sich im Dunstkreis unserer Parteigranden vor allem eine Karrieristen-Kamarilla, die fast ausschließlich von den Unionsparteien zur AfD migriert ist, bemüht die relevanten Schlüsselpositionen auf allen Gliederungsebenen zu besetzen, obwohl etwa 75% der AfD-Mitglieder vormals parteilos waren.

        Dass sich unter unseren ca. 15.000 vormals parteilosen Mitgliedern tatsächlich kein mindestens adäquater Ersatz für Bernd Lucke finden ließe, glaube ich indes nicht.

      • Sie phantasieren immer von großartigem Ersatz für Herrn Lucke, haben aber noch nie auch nur einen Namen präsentieren können. Sie scheinen auch völlig die vielfältigen Anforderungen zu unterschätzen, die an den faktischen Vorsitzenden gestellt werden. Dabei bin ich kein grenzloser Optimist, sondern ganz realistisch: Ohne Herrn Lucke kann die AfD einpacken. Ob sie es mit ihm schafft, ist leider auch noch nicht klar.

      • Ich phantasiere nicht!

        Dass bessere Köpfe lieber in der Deckung bleiben, als sich von einer CDU und CSU entsprungenen Kamarilla öffentlich diffamieren zu lassen ist doch nur all zu verständlich. Das Thema hatten wir aber bereits.

        Wahrscheinlich haben Sie und ich bislang unterschiedliche Erfahrungen in der AfD gemacht. Ich bin inzwischen jedenfalls reichlich desillusioniert.

        Dauerhafter Erfolg wird sich für die AfD m.E. nur einstellen, wenn sie glaubhaft vorlebt, was sie predigt. Und genau dafür steht Bernd Lucke nun mal leider ganz und gar nicht.

        Wir werden daher gar nicht umhin kommen „Mut zu weniger Lucke“ zu wagen, wenn die AfD nicht zum Beiboot und künftigen Mehrheitsbeschaffer um jeden Preis für die Unionsparteien verkommen soll.

      • Wer dauerhaft in der Deckung bleibt, ist als Führungsfigur offensichtlich ungeeignet. Gerade in einer neuen Oppositionspartei muss jemand vorangehen und auch etwas riskieren. Es können sich nicht alle als reine Opportunisten verhalten, die wie Frau Merkel warten, bis die Sachen entschieden sind, um dann öffentlich zu verkünden, schon immer dieser Meinung gewesen zu sein. Herr Lucke hat, wie wir alle, seine Fehler, doch ohne ihn hat die AfD gar keine Chance. Wenn Ihre Abwahl- oder gar Putschplänen erfolgreich sein sollten, werde nicht nur ich die AfD verlassen.

      • @Alexander Dilger
        „Wenn Ihre Abwahl- oder gar Putschplänen erfolgreich sein sollten, werde nicht nur ich die AfD verlassen.“

        Was unterstellen Sie mir da für einen Blödsinn?
        Ich habe weder „Abwahl-“ noch „Putschpläne“!
        Wie kommen Sie überhaupt auf so einen Unfug?

        In etwa einem halben Jahr muss der Bundesvorstand turnusmäßig neu gewählt werden, da wird sich zeigen, ob es neue Gesichter gibt oder nicht.

        Ich für meinen Teil stehe den meisten Mitgliedern unseres Bundesvorstands inzwischen jedenfalls äußerst skeptisch gegenüber. Das war nicht immer so, sondern hat sich durch deren Gebaren ergeben.

        Einzig Herr Adam macht mir von den mir näher bekannten Mitgliedern des Bundesvorstands noch einen vertrauenswürdigen Eindruck, obwohl auch er der CDU entsprungen ist.

        Das ist meine persönliche Meinung und die werde ich doch wohl äußern dürfen, ohne gleich als potentieller Putschist bezeichnet oder mit nebulösen Abwahlanträgen irgendwelcher Kleinstseglerarten oder des braunen Flügels in der AfD in Verbindung gebracht zu werden, mit denen ich absolut nichts zu tun habe.

  14. Einen solchen Kongress abzuhalten ist immerhin mutig. Die Leserkommentare sind erstaunlicherweise mehrheitlich positive. Den Kongress jetzt noch zu stoppen ist eher kontraproduktiv. Ich habe mich schon angemeldet.

      • Warum „Kongress“ in Anführungszeichen? Ein Kongress (eine Zusammenkunft) ist es doch immerhin, wenn dann eben auch ein Kongress von Spinnern.

      • Weil unter „Kongress“ ein gewisser Standard erwartet wird. Hier würde es sich eher um eine politische Versammlung zwilichter Gestalten unter dem Deckmäntelchen AfD , bestenfalls um eine Podiumsdiskussion, die zwar behauptet, Wissen vermitteln zu wollen, aber tatsächlich eher Unterhaltungswert haben würde, handeln.

  15. Was ist eigentlich UNWISSEN? Laut Duden ist Unwissen synonym zu „Ignoranz, Unkenntnis, Unwissenheit“. Wie können Sie, Herr Dilger, diesem Konkress a priori diese Attribute zuweisen? Wollen Sie ernsthaft, z.B. Herrn Schachtschneider auf diese Weise diffamieren?

    • @ Thomas

      Das eine sollte hier doch mal klar gestellt werden:
      Herr Schachtschneider hat sich selbst frei entschieden, an dieser Veranstaltung als Redner teilzunehmen.
      Also braucht sich dieser auch nicht zu wundern, wenn er mit den anderen Rednern – berechtigt oder nicht berechtigt – auf eine Stufe gestellt wird.

      • Es kann sein, dass Herr Schachtschneider nicht wusste, welche Redner noch eingeladen wurden. Vermutlich ist es ihm aber auch egal.

      • @Dilger: „Es kann sein, dass Herr Schachtschneider nicht wusste, welche Redner noch eingeladen wurden.“

        Das glaube ich kaum. Prof. Schachtschneider (ein Held im Vergleich zu Ihnen) ist z. B. offizieller Berater von Herrn Popp.

      • Ich bin froh, dass ich nicht Ihr Held bin, sondern Ihr politischer Gegner. Langfristig werden wir nicht in derselben Partei bleiben (können).

      • Die Diskussion flacht leider gewaltig ab …

        Herrn Schachtschneider zum Helden zu stilisieren erscheint mir genauso unangemessen, wie Herrn Dilger ihm (Schachtschneider) gegenüber abzuwerten oder Chufu als politischen Gegner zu betrachten, nur weil er in einigen Punkten anderer Meinung ist.

      • Herr Chufu ist nicht einfach in einigen Punkten anderer Meinung, sondern lehnt die Beschlusslage der Partei und auch das Grundgesetz in wesentlichen Punkten ab. Deswegen möchte er, dass gemäßigte Mitglieder wie ich die Partei verlassen. Doch PRO NRW gibt es schon. Er hat bis heute nicht beantwortet, warum er nicht dort mitarbeitet statt gegen den Kurs der AfD.

      • @Dilger 11:32 Uhr: Sie haben es erfasst. Ich wette mit Ihnen um einen Kasten Bier, dass Sie in einem Jahr nicht mehr Mitglied in der AfD sind, ich schon. Ich werde Ihnen dann rechtzeitig mitteilen, wohin Sie das Bier senden können.

      • Das ist schon möglich. Ich halte nicht dagegen, insbesondere da ich Ihre Identität nicht kenne. Ich schlage Ihnen eine andere Wette vor: Wenn ich nicht mehr dabei bin, wird es die AfD 2017 weder in den Landtag NRW noch in den Bundestag schaffen. Mein Austritt wäre natürlich nicht die Ursache für einen solchen Wahlausgang, sondern hätte dieselbe Ursache.

      • @Alexander Dilger 17:47
        „Herr Chufu ist nicht einfach in einigen Punkten anderer Meinung, sondern lehnt die Beschlusslage der Partei und auch das Grundgesetz in wesentlichen Punkten ab.“
        Warum soll jemand keine Änderungen am Grundgesetz fordern dürfen? Das erschließt sich mir nicht. Und dass es innerparteilich nicht nur einstimmige Beschlusslagen geben kann, sollte sich in einer Demokratie ohnehin von selbst verstehen. Ich kann da Ihren Ansatz nicht recht nachvollziehen.

        „Doch PRO NRW gibt es schon.“
        Das ist doch jetzt Schwarzweiß-Malerei.
        Die CDU gibt es schließlich auch schon … (kleiner Tipp für Herrn Lucke)

  16. Was steht eigenlich Adam und allen anderen hier zu, über die Referenten zu urteilen?
    Ist die AfD nicht angetreten, um für Meinungsvielfalt und gegen PC anzukämpfen?
    Ist nicht in den Leitlinien die Rede von einer offenen Diskussionskultur?

    Adam, Henkel und die anderen sollten als Redner auf dem Kongress auftreten und die anderen zweifelhaften Redner widerlegen und die AfD Positionen klar herausarbeiten.

    So stelle ich mir eine offene Diskussionskultur vor.
    Viele Kreisverbände laden auch Herrn Pirincci ein. Auch Frau von Storch ist nicht unumstritten.
    Wo ist die Grenze?

    Traurig, aber die AfD verrät ihre eigenen Prinzipien und misst mit verschiedenen Maßstäben.

      • AfD-Veranstaltungen mit dem Fäkalsprachakrobaten Akif Pirincci oder Thilo Sarrazin empfinde ich als weitaus peinlicher als die hochtrabend „Alternativer Wissenskongress“ genannte Veranstaltung mit Andreas Popp, Jürgen Elsässer und Prof. Schachtschneider.

      • MM 10:47 Uhr: Guten Tag Herr Meister, so wie ich Ihre politischen Vorstellungen hier kennenlernte, müssten Sie eigentlich Herrn Popp gut finden. Ich glaube, ich täusche mich nicht, oder?

      • Ja, auch ich teile viele Standpunkte von Andreas Popp. Herr Schachtschneider mit seinen mitunter sehr kruden Positionen steht m.E. hingegen sehr viel weniger für ursprüngliche AfD-Positionen als Andreas Popp.

        Herrn Elsässers ideologischer Werdegang ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Wenn auch ich beispielsweise seine vor ein paar Jahren publizierten Positionen zum Iran teile, stellt sich mir irgendwie immer die Frage: Wer bezahlt diesen Mann gerade?

      • P.S.:
        Wie ich soeben erfahren habe, hat Andreas Popp seine Teilnahme abgesagt. Grund für seine Absage sind die jüngsten Äußerungen von Hans-Olaf Henkel und die zunehmende Annäherung der AfD an die CDU.

  17. „Der Hamburger Landesverband will das AfD-Mitglied nun zum Austritt aus der Partei drängen. Man dulde keine Gewalt und auch keine Äußerungen, die eine Demonstration gewaltbereiter Hooligans rechtfertigen würden, sagt ein Sprecher dem Abendblatt. Am Montag will der Landesvorstand tagen und über die Causa Festerling diskutieren. Sollte sie sich nicht freiwillig aus der Partei zurückziehen, wolle der Vorstand ein Ausschlussverfahren gegen sie einleiten.“
    http://www.abendblatt.de/hamburg/article133789814/Hamburger-AfD-Mitglied-lobt-Hooligan-Demo-in-Koeln.html

    „Man dulde keine Äußerungen“…
    soso….

    • Es gibt Äußerungen, die mit der Mitgliedschaft in einer demokratischen, rechtsstaatlichen Partei nicht vereinbar sind. Ich bin für Meinungsfreiheit, also Freiheit vor staatlicher Verfolgung für das ÄUßern auch von sehr seltsamen Meinungen. Eine Partei muss strengere, wenn auch nicht zu strenge, Maßstäbe anlegen.

  18. Landeschef Alexander Gauland hatte das Ausschlussverfahren gegen Weiß Ende September angestrengt, weil der 39-Jährige auf seiner Facebook-Seite eine antisemitische Karikatur verbreitet hatte. „Sobald Weiß ausgeschlossen ist, muss sich der Kreisverband einen neuen Vorsitzenden suchen“, sagte Frye. Gauland hatte am Dienstag sogar damit gedroht, notfalls einen neuen Kreisverband zu gründen.

    Der Uckermärker Kreisverband sei bereits gespalten, betonte Frye. Nur 9 der insgesamt 17 Mitglieder hätten am Sonntag an der Sitzung teilgenommen, bei der über einen Abwahlantrag gegen Weiß abgestimmt worden sei, sagte Frye. Dabei habe es nur eine Stimme für die Abwahl gegeben, zwei Enthaltungen und sechs Gegenstimmen.

    Weiß sieht sich daher weiterhin als legitimer Kreisvorsitzender – obwohl seine Befürworter nun der Partei gar nicht mehr angehörten. „Die sechs Mitglieder sind nach der Abstimmung aus Protest gegen die Linie der AfD in Brandenburg aus der Partei ausgetreten“, sagte Weiß am Mittwoch. „Ich bin aber demokratisch gewählt und habe nicht gegen Regeln der AfD verstoßen“, meinte er.

    Weiß galt kurzfristig sogar als Nachrücker für den Landtag, nachdem der Abgeordnete Stefan Hein gegenüber der Partei den Verzicht auf sein Mandat erklärt hatte. Hein war bei Gauland in Ungnade gefallen, weil er dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ Parteiinterna gesteckt haben soll. Um den Einzug von Weiß in den Landtag zu verhindern, sitzt Hein nun als fraktionsloser Abgeordneter im Parlament.

    http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1341585/

    Da soll sogar ein neuer KV gegründet werden…
    Wafür hat man Gerichte?

    Hauptsache der eigene Stiefsohn erhält ein lukratives Mandat.
    „Finks Krieg“ Teil 2

    Herr Weiß im Interview:
    http://www.jenapolis.de/2014/10/07/bertha-k-und-die-afd-2/

      • Hochnotpeinlich ist diese Schmierenkomödie allemal. Sowohl für Alexander Gauland, wie auch für die gesamte AfD.

    • …wofür hat man Gerichte? Meine Meinung dazu darf ich nun in dieser doch ach so mutigen Partei schon nicht mehr machen da es als Angriff auf die „unabhängige“ Schiedsgerichtsbarkeit gesehen wird.
      Wir erleben gerade wie die AfD sich durch Ausschlussverfahren der Hälfte ihrer Wähler entledigt….
      Mut zur Wahrheit wäre eine Rückendeckung zur freien Meinungsäußerung gewesen.
      Gauland , einfach eine weitere Enttäuschung auf dem Weg in die Gleichschaltung zur Koalitionsfähigkeit.

      • @kf:
        „Wir erleben gerade wie die AfD sich durch Ausschlussverfahren der Hälfte ihrer Wähler entledigt….“

        Meinen Sie Wähler oder Mitglieder?

  19. @Chufu

    Sie schrieben hier einmal – vor Zeiten, daß Sie sich – sinngemäß – als Nationalkonservativer mit libertärem Einschlag und als dem amerikanischen Strang des Paleokonservativismus nahe fühlen. Das ist ehrlich gesagt gar nicht weit weg von meiner Einstellung und doch: Es trennen uns Welten!

    Ist diese politische Szene intellektuell schon so ausgezehrt durch jahrelange Stigmatisierung und Marginalisierung, daß Einzelne aus ihr auf jeden bescheuerten verschwörungstheortischen Mist abfahren?!? Ich kann diesen ganzen verstrahlten Unsinn nicht mehr hören. Gott sei Dank geht es der ganz großen Masse der Partei so (wenn sie denn überhaupt weiß, wer Elsässer und Popp sind). Sie kontaminieren mit diesem Unsinn nicht nur die AfD, sondern auch die ganze politische Richtung für die Sie angeblich stehen („angeblich“ doppelt rot unterstrichen).

    Es hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, wie hier einige schreiben, ob man diesen oder jenen Redner einlädt. Natürlich ist jeder frei sich mit jedem zu unterhalten, die Frage ist doch aber, welche Hatung hat man dabei selbst! Wenn ich mir 3,5 Referenten einlade (Schachtschneider sehe ich auf der Kippe, aber für sich noch i.O.), dann ist das Apologie, sprich man bekennt sich zu diesem VT-Ostküstengeraune-Dunstkreis. Dies ist jedoch nicht die AfD. Und daher kann eine so konzeptionierte Veranstaltung, keine Veranstaltung der AfD sein. Ansonsten kann ich ja auch vier Mirglieder der Kommunistischen Plattform, der Sodomie-Befürworter, oder Hohl-Erde-Theroie einladen und das als AfD-Veranstaltung laufen lassen. Was würden Sie dann sagen? Passt das auch zur AfD, da daß ja Meinungsfreiheit sei?

    • @ „AfD rockt Deutschland!“
      Es sieht so aus, dass Sie haben mich teilweise falsch verstanden haben. Scheint so. Ich habe nichts mit dieser Veranstaltung zu tun, bin auch ein kein Anhänger oder Unterstützer von Popp und Elsässer, von denen ich mir einige Videos im Netz angesehen habe und zwar durchaus mit einer gewissen Distanz, aber auch manchmal mit etwas Freude. Man kann über das intellektuelle Niveau dieser Beiträge und auch über manche der vertretenen Thesen durchaus streiten und das sollte auch passieren! Nicht mehr, oder weniger! Wir können doch froh sein, wenn wir als AfD beitragen können, das sich in D eine alternative Diskussionskultur, neben dem was von der politischen Elite von CDUSPDGrüne usw. erwünscht ist, etablieren kann. Dafür nehme ich auch Leute wie Popp, Elsässer und sogar den in der Grundsubstanz links ausgerichteten Jebsen in Kauf.

      Man muss auch zugeben, dass diese durchaus erfolgreich sind. Neben einigen inhaltlichen Übereinstimmungen (z. B. zur Ukraine-Krise, EU-Kritik usw.) kann man sich vielleicht das eine oder andere abgucken, vor allem wie man volksnäher und mit wichtigeren Themen auftritt, als die AfD es bislang tut. Die AfD darf nicht als neoliberale Partei der Besserwisser und -verdiener oder der theoretisierenden Professoren wahrgenommen werden, sondern muss dem Volk auf das Maul schauen und dessen Sprache sprechen und zwar PC-frei. Die AfD-Lesungen von Pirincci waren ein guter Anfang. Prof. Schachtschneider ist noch einmal ein anderes Kaliber, er ist einfach großartig.

      • @Chufu,
        Sehr geehrter Chufu,
        gehen Sie mal auf den Elsässer-Blog, dann werden Sie erkennen, was es mit diesem Journalisten auf sich hat. Wenn ich mich nicht ganz und gar irre, ist er daran interessiert, die AfD zu spalten. Näheres recherchieren Sie am besten selbst. Ich finde es jedenfalls befremdlich, ausgerechnet ihn einzuladen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Selbstverständlich sollte die AfD differenziert und auch kontrovers diskutieren dürfen, aber das ließe sich auch so hinbekommen, dass die Sache kein Gschmäckle hätte. So hat sie es.

      • @G. Noack: Guten Morgen, ja, Herr Elsässer ist der etwas kritische Fall in der Vortragsliste. Der Mann (ehemals Kommunist) hat auch eine große Wandlung durchgemacht, was aber jedem zusteht. Mit dem Alter reift man eben. Wir kommt es aber in erster Linie auf das Ansprechen der wichtigen Themen an. Wenn es keinen AfD-Vortragenden gibt, der die entsprechenden Themen so auf dem Punkt gebracht, vorbringen kann, dann muss auch Herr Elsässer zu Wort kommen müssen. Oder andere. Schachtschneider und Popp haben ja durchaus ihre Anhängerschaft in der AfD.

        Im weiteren Zusammenhang: Ich höre gerade einen Beitrag vom sogenannten konservativen Aufbruch in der CSU (Dr. Jahn), erstaunlich wie die unsere Themen aufgreifen. Zum Beispiel auch das Thema innere Sicherheit oder Dezentralisierung. Diese CSU-Gruppierung ist aber nur eine billige Kopie von uns, wird letztlich wahrscheinlich wieder von deren Führung eingefangen werden. Sowas darf auf keinem Fall mit der AfD passieren. Wir müssen diese Themen von der Basis aus treiben und bleiben, solange unsere Führung hier „versagt“, eine Graswurzelbewegung.

  20. Sehr geehrter Herr Chufu,

    Ich möchte Ihnen einfach mal etwas sagen.

    1. Ich bin ein in der Wolle gefährbter Konservativer
    2. Daher mit Herrn Professor Dilger nicht wirklich immer einer Meinung
    3. Die Charakterliche Eignung für eine (gehobene) Führungsposition in der Partei steht bei mir an erster Stelle, noch vor der Summe aller politischen Positionen die der Jenige vertritt
    4. Sollten Sie es wirklich gut mit der AfD meinen, lieber Herr Chufu, sollten Sie größtes Interesse haben, das sich Persönlichkeiten wie unser Gastgeber hier, gut mit seiner Mitgliedschaft bei uns aufgehoben fühlt. Sollten wir keinen Raum auch für liberale Ansichten bei uns haben, sind vielleicht Sie noch Mitglied, werden aber Ihre Kiste Bier (fast) alleine austrinken müssen… und laufen dann demnächst bei Wahlen unter Sonstigen.

    Alles Gute.

    • P.S. Und wenn Sie hier schon auf persönlichen Ebenen die ganz großen Keulen schwingen und einem ehemaligen Landesvorsitzenden u.a. den Parteiaustritt nahe legen, sollten Sie nicht so feige sein und sich hinter einem Synonym billig verstecken.
      Wer sind Sie eigentlich?!

      • Warum verstecken Sie selbst sich hinter einem Pseudonym und wer sind SIE?

  21. @ MM
    Von „verstecken“ kann bei meinen harmlosen Beiträgen hier wohl nicht die Rede sein.
    Natürlich kann man (hier) auch ein Pseudonym verwenden.
    Dann sollte man aber zehnmal mehr auf die „Nettikette“ achten!

    Ich vordere keine Parteiaustritte oder schreibe hier auch keine persönlich angreifende – z.T. ehrabschneidende – Beiträge.

    Wenn Sie da keinen grundsätzlichen deutlichen Unterschied sehen, dann eben nicht!

    • Das liegt immer auch im Auge des Betrachters.
      Der eine hält Chufu für einen bösen Finger, der andere nicht.
      Wie auch immer – Teilnehmer, die sich selbst hinter einem Pseudonym verstecken, sollten Selbiges anderen weder vorwerfen, noch von anderen, nicht getarnten Teilnehmern Transparenz bis auf die Knochen fordern.
      Aus dem Schutz der Dunkelheit lässt sich immer schön mit Steinen werfen …

    • @ Basismitglied aus NRW: Ich habe hier auch schon mehrere Austrittshinweise vom Hausherrn erhalten. Auch nicht schön. So gesehen sind Herr Dilger und ich quitt. Ich stimme Ihnen aber in einem Punkt zu. Ich halte zwar „harte“ inhaltliche Diskussionen in der AfD für notwendig (wobei es mir lieber wäre, wenn das nicht so öffentlich erfolgte, sondern in einem speziellen Parteimedium). Attacken, die auf das Private oder die Persönlichkeit einer Person abzielen, sollten unterbleiben. Falls hier mir im Laufe der Diskussionen hier ein Fehler unterlaufen ist, möchte ich mich vorsorglich beim Betroffenen entschuldigen, was ich auch auf Herrn Dr. Dilger beziehen möchte. Aber wahrscheinlich sind die Empfindlichkeiten doch nicht so hoch, wie Sie annehmen.

      • @Chufu
        „Ich halte zwar “harte” inhaltliche Diskussionen in der AfD für notwendig (wobei es mir lieber wäre, wenn das nicht so öffentlich erfolgte, sondern in einem speziellen Parteimedium).“

        § 11 (3) der gültigen AfD-Bundessatzung sieht ein derartiges Medium vor.
        Warum haben wir es nicht?
        Warum jaulen unsere Bundessprecher lieber öffentlich über innerparteiliche Divergenzen?

        Honi soit qui mal y pense …

  22. Es ist zum Haare ausraufen mit meinen (mehr oder weniger) AfD-nahen Facebook-Freunden:
    Alle bestehen darauf, dass der Kongress stattfinden soll, weil man ja schließlich zu einem eigenen Urteil fähig sei, und weil man das Recht habe, sich auch mit alternativem Wissen auseinanderzusetzen,

    Aber praktisch keiner von diesen Aufplusterern ist bereit, sich mit meiner ausführlichen Analyse einiger Texte der Referenten (außer Prof. Schachtschneider, den auch ich, genau wie Prof. Dilger, ausnehme, weil es auch mir mehr um die fachliche Qualifikation als das leidige „rechts“-Thema geht) auseinanderzusetzen, in denen ich aufgezeigt habe, wo Elsässer und Hamer schlicht lügen, und wo Popp ökonomischen Wunder-Plunder produziert:

    http://blockiblocker.blogspot.de/2014/10/afd-landesvorsitzender-marcus-pretzell.html

    • Guten Abend Herr Brinkmann,

      könnten Sie nicht persönlich, mit Ihrem Sachverstand, die Veranstaltung bereichern? Zumindest, wenn nicht als Vortragender, dann doch als Fragender?
      Wahrscheinlich ist die Anreise zu weit, oder?

  23. Schachtschneider schreibt zur Annexion der Krim, dass es sich dabei um präventive Selbstverteidigung Russlands mit angemessenen Mittel gehandelt habe. Dagegen war Carl Schmitt wirklich ein seriöser deutscher Professor!

    • @Rang: Ich stimme Herrn Schachtschneider zu. Putin hat (und tut es noch) sehr überlegt und gemäßigt gehandelt. Seien wir froh drüber, die andere Option wäre die atomare Vernichtung.

      • Sie finden es also „sehr überlegt und gemäßigt“, wenn jemand nicht „die atomare Vernichtung“ als Option wählt? Was haben Sie dann eigentlich gegen die USA?

      • Herr Dilger, Sie haben es wieder falsch verstanden. Die USA hat diese Angelegenheit so weit vorangetrieben, dass wenn auf der anderen Seiten nicht so ein besonnener Mann wie Putin gestanden hätte, von einem Hitzkopf vielleichtz der rote Knopf gedrückt wurden wäre. Und dann könnten wir nicht mehr in diesem Blog uns um tun.

        Zur USA: Ich habe nichts gegen die Bevölkerung der USA (auch, wenn Sie das annehmen). Ich war mehrdach dort und kommuniziere regelmäßig mit US-Bürgern. Ich sehe die Verhältnisse dort und das Wirken der USA in der Welt einfach nüchtern. Das könnten Sie vielleicht auch versuchen.

      • Sie sehen die USA nicht nüchtern, sondern feindlich, während Sie Putin viel zu freundlich sehen. Aber Sie sind wie die Linken für politische Korrektheit, nur mit anderem Vorzeichen. Wo bleibt Ihr Mut zur Wahrheit?

  24. Viele AfD-Mitglieder scheinen mir einem Missverständnis aufzusitzen: „Alternative für Deutschland“ heißt nicht, dass in dieser Partei jetzt jeder Mist gehen solle. Welcher Mist besser draußen bleibt, erschließt sich dem Einsichtigen anhand der Wahlergebnisse von Parteien, die diesen Mist schon seit einiger Zeit offensiv vertreten. Auch mir ist nicht begreiflich, warum einige aus der AfD ein ProNRW oder ähnliches machen wollen, wo es diese „Alternativen“ dann doch bereits gibt. Im deutschen Parteienspektrum herrscht kein Unterangebot an Vereinigungen mit nationalistischen, rassistischen, antisemitischen, antiamerikanischen und antliberalen Positionen. Es herrscht wohl aber ein dickes Loch da, wo früher eine christlich-liberale Koalition gewesen wäre – und hier sage ich bewusst „christlich-liberal“ und nicht „schwarz-gelb“, weil zu den Zeiten, die ich meine, sich die von den maßgeblichen Köpfen bestimmt nicht umsonst durchgedrückte Farbkombo als Bezeichnung, die keine positive Assoziationen auslösen zu vermag, noch nicht durchgesetzt hatte.

    Wer entsprechende Positionen versucht zu verunglimpfen, indem er nur platt von CDU oder FDP 2.0 faselt, befindet sich auf dem falschen Dampfer: Mag das Flirten mit der ganz Rechten in einigen der Neuen Bundesländer noch von Erfolg gekrönt sein, so führt dieser Weg im Westen geradewegs ins Abseits. Da, wo sich die „patriotischen“, „islamkritischen“ und die „Anti-PC-„Parteien bereits ein fröhliches Stelldichein geben. Man sollte auch nicht den Fehler begehen und die Lautstärke im Netz mit realer Bedeutung verwechseln. Das haben auch schon die Piraten bitter erfahren müssen. Und wer gar in liberalen oder gemäßigt konservativen Meinungsäußerungen fremdgesteuerte „U-Boote“ am Werke sieht, offenbart damit wenig politisches Verständnis, aber sehr viel Paranoia.

    Der Euro ist keine Katastrophe, weil etwa „die Amis“ oder „die Juden“ oder sonstwer Finsteres dahinterstecken, sondern weil hier mal wieder der hochgerühmte „Primat der Politik“, der uns übrigens auch bei TTIP wieder über den Weg läuft, über den ökonomischen Sachverstand gesiegt hat. Und über den politischen eigentlich sogar auch, sofern man Politik verantwortungsethisch begründet.

    Wenn die FDP mit ihrem Mitgliederentscheid zum ESM anders umgegangen wäre und sich vielleicht sogar eine Mehrheit der Mitglieder hinter Frank Schäffler geschart hätte, gäbe es für die AfD keinerlei Existenzgrundlage. Die Mehrheit der AfD-Wähler sucht nicht das Heil in den Träumen der politischen Rechten, sondern die Alternative zur riesengroßen Koalition in der Euro- und Europapolitik. Aber mittlerweile scheint einige Herrschaften die Beschäftigung mit diesen Themen ja geradezu zu stören, womöglich, weil sie das davon abhält, sich endlich mal über alles auszukotzen, was ihnen so gegen den Strich geht, von der Homoehe über den Genderquark bis zur Russland-Politik. Aber auch zu diesen Themen, die sicher Gegenpositionen zur herrschenden Meinung vertragen können, gibt es eine gemäßigte, von Vernunft geprägte Herangehensweise und eine ideologische, sich eher hysterisch gebende.

    „Vernunft“ ist dabei das Stichwort. Die „Professorenpartei“ wurde zwar von der Etablierten verspottet, von vielen Menschen aber eben wegen ihrer Verbindung von Kompetenz und vernünftiger Argumentation respektiert. Das ist der Weg, auf dem die AfD eine Zukunft hat. Nicht als Sammelbecken aller abstrusen Ideen jenseits des „Mainstreams“:

    • Ich werde von den Ereignissen überholt: Die Replik von Gauland auf Henkel scheint anzudeuten, dass der Showdown nicht mehr fern ist. Wir werden sehen, ob in sechs Monaten noch die Dilgers und die Werwöhlfe in der AfD sind oder mehr so die Chufus.

      Letzteres wäre dann ein Triumph der Etablierten, der erstmal sicherstellt, dass sie ungestört so weiter machen können wie vorher. Vermutlich würde dann jede Neugründung dasselbe Schicksal erleiden: Es scheint unter den extremen Rechten so eine Art Pflichtaufgabe zu sein, jede gemäßigt konservative Alternative zu kapern und zu versenken.

      • Jedem Bürger, der fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht, sollte die AfD eine Heimat bieten. Konservative, patriotische und liberale Anschauungen müssten sich eigentlich zusammenbringen lassen. Nicht aber das, was in erkennbarer Weise einige gut vernetzte Gruppen (siehe P.P, siehe Elsässer-Blog) propagieren. Und wer heute mal bei Facebook vorbeigescheut hat, bekommt Schüttelfrost. Von asozial und hochgradig prollig bis verfassungsinkompatibel nach dem Motto „Der Zweck heiligt jede Allianz“ war alles vertreten. Viele Leute haben heute ihr Parteibuch abgegeben bzw. sich von der AfD verabschiedet, weil sie den Brief von Prof.Lucke als empörende Gängelung empfinden. Gut, er hätte vielleicht den letzten Passus anders formulieren können, aber der Knall war doch auch ohne dieses Schreiben absehbar. Da schaukelt sich enorm was hoch. Ich kann nur inständig hoffen, dass sich die viele vernünftige, konstruktiv denkende Vertreter der oben genannten Richtungen rechtzeitig vor den nächsten Wahlen und dem nächsten Bundesparteitag zusammenraufen und der Reinigungsprozess nicht zu einer Spaltung genau zwischen den Flügeln führt.
        Dummerweise geben die täglichen Nachrichten den Leuten, denen es nur um das Thema Ausländer geht, ständig neues Futter. Damit wird der Blick von Brüssel und Berlin abgelenkt.

        Was die Bilder und Berichte aus Köln betrifft: Ist es denkbar, dass hier auch manipuliert wurde? Es gibt merkwürdige Widersprüche, die eine gezielte und erfolgreiche Instrumentalisierung des Geschehens durch linke Gegendemonstranten sowie deren Schutz seitens der Medien nahelegen. Ein Kölner Kollege erzählte heute ebenfalls, dass die Fernsehbilder Eindrücke suggerierten, die sich mit seinen nicht decken. Der BuVo muss auf jeden Fall aufpassen, dass er die AfD mit allzu vielen Entschuldigungen und Distanzierungen Verboten nicht von denjenigen am Nasenring durch die Manege ziehen lässt, die die AfD zerstören wollen.

      • „Jedem Bürger, der fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht, sollte die AfD eine Heimat bieten.“ Ja, die AfD will das Grundgesetz und die Bundesrepublik Deutschland verteidigen, gegen Links- wie auch Rechtsextremisten, gegen Islamisten, aber vor allem auch gegen die Eurofanatiker. Die verschiedenen Feinde des Grundgesetzes haben genug andere Parteien. Wir sollten ihnen nicht erlauben, auch noch die AfD zu zerstören.

      • @Noack: Bin gerade über Ihren Kommentat on 00.008 Uhr gestolpert.

        „Was die Bilder und Berichte aus Köln betrifft: Ist es denkbar, dass hier auch manipuliert wurde? Es gibt merkwürdige Widersprüche, die eine gezielte und erfolgreiche Instrumentalisierung des Geschehens durch linke Gegendemonstranten sowie deren Schutz seitens der Medien nahelegen.“

        Sieht so aus. Den Eindruck habe viele andere auch. Im Netz gibt es dazu mehr Informationen. Sie kenne ja die einschlägigen Seiten.

        Und wenn Sie schreiben:

        “ Der BuVo muss auf jeden Fall aufpassen, dass er die AfD mit allzu vielen Entschuldigungen und Distanzierungen Verboten nicht von denjenigen am Nasenring durch die Manege ziehen lässt, die die AfD zerstören wollen.“

        , dann haben Sie völlig Recht!! Luckes Schreiben werden immer hysterischer. Er soll sich mal etwas zurückhalten und uns nicht mit öffentlichen Schreiben bombardieren.

      • Luckes Hirtenbriefe sind eine Beleidigung an den gesunden Menschenverstand. Sehen Sie sich doch nur einmal den letzten Satz seines jüngsten Schreibergusses (der diesmal zumindest erfreulich kurz ausgefallen ist) an. Glaubt Bernd Lucke, dass er es bei den Mitgliedern durchwegs mit einem Haufen unzivilisierter Vollpfosten zu tun hat, denen er den Weg leuchten muss?

      • Ob die Polizei versagt hat und ob die AntiFa hier provozierte, das ist nicht das Thema der AfD. Damit sollen sich die Organisatoren rund um ProNRW kümmern. Hooligans sind weder unsere Mitstreiter, noch unsere Klientel und erst recht kein Bindeglied zur ProNRW. Das Thema ist kein AfD-Thema, es ist weder konservativ besetzt, noch liberal. Es ist das Thema für Parteien, die vom Rechtsstaat nichts halten.

    • @Chufu: Guten Morgen! Ich finde nicht, dass Luckes Reaktion „hysterisch“ ist. Im Prinzip hat er vollkommen recht (wenngleich mir im zweiten Abschnitt des Textes eine Formulierung besser gefallen hätte, die seinen Gegnern weniger Angriffsfläche geboten hätte). Die AfD sollte besorgten Bürgern deutlich machen, dass sie die Bedrohung durch Salafisten ernst nimmt und auch nicht nur mit dem Maul bekämpfen würde, wenn sie an der Macht wäre. Aber sie darf sich dazu auf keinen Fall an die Seite von Leuten stellen, die ihrerseits ein gestörtes Verhältnis zu Rechtsstaatlichkeit haben!!

      Ich sehe aber schon auch eine gewissen Gefahr, dass die Medien und die anderen Parteien ein Pingpongspiel daraus machen könnten, indem sie verstärkt versuchen, Situationen zu nutzen/zu kreieren, auf die der BuVo dann sofort reagiert. Eine Inflation von Brandbriefen würde die Partei in genau jene Selbstzerfleischung treiben, die man ersehnt. Das ist sehr bequem: Die Journaille recherchiert, findet irgendeinen neuen Bahpfui-Anlass, macht einen Hype daraus, Prof. Lucke schreibt einen Brief, Herr Henkel schämt sich öffentlich, die Basis fetzt und zerfleischt sich so, dass am Ende alle entnervt sind.
      Das können und müssen wir verhindern. Wir haben genug Kompetenz, genug Verstand, genug Vernunft in der Partei, um dieses Spiel zu stoppen. Es fehlt eigentlich nur noch an der nötigen Kraft. Ich bin sicher, dass sich eine höchst aktive Gruppe von Lucke-Gegnern vor dem nächsten Parteitag zusammengerottet und eingeschworen hat. Es ist daher wichtig, dass man die anderenMitglieder immer wieder darüber informiert (jeder in seinem Kreisverband) und aktiviert. Ich weiß nicht, was dagegen spricht, denen, die innerlich auf der Seite anderer Parteien rechts von uns stehen, den Wechsel dorthin klipp und klar empfiehlt. Sie haben dort doch ihre Möglichkeiten, sich zu verwirklichen, was also rechtfertigt ihren Druck auf die AfD, nach rechtsaußen zu rücken?! Nichts!
      Über Köln wurde möglicherweise verzerrt berichtet. Aber ich möchte trotzdem nicht einer Partei angehören, die sich in dieser Weise präsentiert, auch wenn man konstatieren kann, dass Köln als eine Konsequenz verfehlter Politik zu werten ist. Diese Fehler muss die AfD bekämpfen, aber mit anderen Mitteln als der Nähe zu mehr oder weniger rechten Randalierern.

      • Guten Tag Frau Noack,

        ich bin der Meinung, dass auch Deutsche, die sich sehr intensiv mit Fußball in ihrer Freizeit beschäftigen, ein Demonstrationsrecht haben. In der Online-Ausgabe der „Jungen Freiheit“ ist ein Artikel zum Thema erschienen, der lesenswert ist. Was die politische Ausrichtung dieser Fußballanhänger betrifft kann ich nicht viel sagen. Ich vermute aber, dass unser links verorteter politischer Gegner, der leider auch die Denkrichtung in den Medien dominiert und teilweise Einfluss auf die staatlichen Organe nimmt, das rechte Etikett sehr schnell anheftet, mal abgesehen von der Begriffsumdeutung von „rechts“, die wir uns nicht mehr gefallen lassen dürfen.

        Gehen wir doch mal als bürgerliche AfDler in uns. Eigentlich müssten wir auch schon längst demonstrieren (soll schon gelegentlich vorgekommen sein) und wenn es „nur“ wegen des Euros ist. Aber wir „Spießer“ ängstigen uns doch um unsere bürgerliche Existenz, so dass man es dann doch lieber lässt. Diesbezüglich haben die „Hooligans“ einen entscheidenden Vorteil, zumeist können sie wohl nicht viel an sozialem Status verlieren. Man könnte deshalb ja fast froh sein, dass überhaupt da ist, der den Staat machtvoll an sein Versagen bzgl. der inneren Sicherheit erinnert. Natürlich müssen sie die Gesetze bei den Demonstrationen einhalten werden, und ich hoffe die Beteiligten werden auch gegen über Provokationen gelassener. Insgesamt habe ich wenig Hoffnung, dass der Staat seine jämmerliche Leistung bzgl. innerer und äußerer Sicherheit verbessert, obwohl es seine Hauptaufgabe und wichtigste Existenzberichtigung ist. Eigentlich sollte nicht der Bürger seinen Schutz verstärkt selbst übernehmen müssen (man denke in diesem Zusammenhang an Initiativen von AfDlern bzgl. Bürgerwehren usw.).

        Bzgl. Ihres Statement zur fatalen Wirkung der verschiedenen Briefe unserer „Oberen“ auf die Öffentlichkeit stimme ich Ihnen zu.

  25. Richtig, Chufu, zum einen ist in der Tat die Anreise zu weit.
    Zum anderen will ich nicht auch noch Geld ausgeben für etwas, was ich ohnehin für reine Zeitverschwendung halte.
    (Jedenfalls für mich.)
    Und schließlich ist ein „Schaukampf“ so im Stil der Disputation zwischen Martin Luther und Johannes Eck nicht unbedingt mein Feld.
    Ich will nicht bühnenreif obsiegen (wahrscheinlich würde ich mangels Erfahrung und Gewandtheit dort genau so schlecht abschneiden, wie Luther gegen Eck 😉 ).
    Ich ziehe es vor, fremde Standpunkte in Ruhe zu analysieren, bis ich die Gewissheit habe, dass sie – je nachdem – richtig oder falsch sind.
    Das sieht man nicht immer auf den ersten Blick. Und das lässt sich in solchen Debatten auch kaum seriös klären – wenn man auf Fakten steht, und nicht auf Schaukampf.
    Und die Fakten habe ich nicht alle drauf; auch zu meinem oben verlinkten Blog-Eintrag musste ich teilweise auf das Internet, insbesondere die Wikipedia, zurückgreifen.

    Dennoch danke für das Vertrauen, dass Sie meinen Fähigkeiten entgegenbringen! 😉

    • @Brinkmann: Ich habe das Gefühl, dass die grundlegenden Zusammenhänge im Finanzsystem, oder allgemeiner in der Volkswirtschaft, nicht so komplex sind, wie sie auf dem ersten Blick, vor allem aufgrund der großen Zahl von Begrifflichkeiten (z. B. die ganzen Wertpapierarten usw.), erscheinen. Ich suche noch nach einer auf das Wesentliche reduzierte Darstellung des Finanzsystems, die man vielleicht maximal drei oder vier Flussdiagramme verwendet.

      • Viele Details sind nicht so wichtig, trotzdem sind die Zusammenhänge sehr komplex, insbesondere durch zahlreiche Rückkopplungen und Eigenschaften des Gesamtsystems, die von seinen einzelnen Teilen abweichen.

  26. Obwohl ich Laie bin, und Laien tendenziell wohl dazu neigen, die Komplexität von ihnen nicht gut bekannten Bereichen zu unterschätzen, bin ich mit Prof. Dilger der Meinung, dass die Zusammenhänge zwischen Geldwirtschaft und Realwirtschaft (um die es m. E. bei den aktuellen Krisenerscheinungen geht) schon hochkomplex sind.

    Grundsätzlich (um hier eine Debatte aus diesem https://alexanderdilger.wordpress.com/2014/10/19/willkurgeld/ Blogposting von Prof. Dilger aufzunehmen) gibt es m. E. zwei alternative Ansätze oder Weichenstellungen, die Krise einzuordnen (und entsprechend zu bekämpfen):
    – als Delle, die irgendwie „passierte“, und die man mit der „Dicken Bertha“ schon wieder in den Griff bekommen wird
    oder
    – als Resultat eines irgendwo eingebauten Systemfehlers.

    Für meinen Geschmack (nach dem zu urteilen, was aus der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur in die Medien so einsickert) sind die Ansätze der Wirtschaftswissenschaften sogar unterkomplex.
    Weil man anscheinend glaubt, dass man im Prinzip die nötigen Erkenntnisinstrumente schon habe, und diese nur noch richtig anwenden müsse.

    Das würde bei einer Konjunkturdelle wohl zutreffen.
    Dagegen denke ich, dass man die Krise nicht verstehen kann, ohne eine Erklärung für das überproportionale Geldmengenwachstum in den letzten 2 oder 3 Jahrzehnten zu liefern. (Also für das, was im statistischen Resultat als Verringerung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erscheint.)

    Ich befürchte allerdings, dass die Interessenposition der Kapitalbesitzer im wirtschaftswissenschaftlichen (Mainstream-)Lehrgebäude so stark verankert ist, dass eine tiefere Ursachensuche eher behindert wird.
    Den Kapitalbesitzern müsste eine evtl. Krisenerklärung mit der Unterkonsumtionstheorie deren Interessen massiv bedrohen.
    Und eine solche Erklärung drängt sich auf, wenn man die verminderte Geldumlaufgeschwindigkeit mit Hortungsvorgängen erklärt.
    Erklärt werden müsste dann nämlich auch, auf welche Weise die „reine“ Finanzwirtschaft (Derivatehandel usw.) Gewinne generiert:
    – Durch Absaugen aus der Realwirtschaft oder
    – Durch Ansaugen von immer mehr neu geschöpftem Geld

    Ich denke, dass man die notwendige Hypothesenbildung, Datensammlung und Hypothesenüberprüfung nur im Rahmen einer großforschungsmäßigen Anstrengung erfolgreich leisten kann, sozusagen in einem „Manhattan-Project“ für die Wirtschaftswissenschaften. (http://beltwild.blogspot.de/2013/03/manhattan-project-fur-die_1.html)

    • Ist es richtig, dass die noch vergleichsweise geringe Geldentwertung, trotz der großen Geldmenge, der geringen Geldumlaufgeschwindigkeit geschuldet ist? Und hier das eigentliche Rätzel liegt, warum nämlich, trotz aller EZB-Maßnahmen, die Geschwindigkeit klein bleibt.

      • An der Stelle gibt es kein Rätsel. Die EZB versucht, die Geldmenge auszuweiten, was ihr aber wegen der Krise nicht für das Giralgeld der Banken gelingt. Das Konzept der Geldumlaufgeschwindigkeit ist auch nicht so sinnvoll, wie es scheint. Wenn Geld gehortet wird, läuft es formal langsamer um, doch aussagekräftiger wäre die Beschreibung, dass die Geldmenge, die für Transaktionen verwendet wird, sinkt.

  27. Hat sich erledigt . . .
    In einem Bericht zum Bezirksparteitag DUS vom 7.11.14 teilt der Kreisvorstand Mettmann mit:

    . . . “ Des Weiteren ist auf dem Bezirksparteitag bekannt gegeben worden, dass der ursprünglich von den fünf Bezirksverbänden in NRW geplante 1. Alternative Wissenskongress NRW in Witten am 22.03.2015 nicht mehr von den Bezirken und dem Landesverband ausgerichtet wird. Die Veranstaltung wird nunmehr von einem privaten Anbieter organisiert. “ . . .

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