Investieren gegen die Rezession

Vielleicht steht „Deutschland vor der Rezession“ bzw. ist schon mitten drin. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaft geschrumpft und für das dritte wissen wir es noch nicht genau. Doch in jedem Fall ist das Wachstum stark eingebrochen. Es brachen Exporte weg, der heimische Konsum brach ein und es wird auch wenig investiert in Deutschland, sowohl von den privaten Unternehmen als auch vom Staat.

Was kann man tun, außer den Euro abzuschaffen, was natürlich immer eine gute Idee ist? Die Exporte sind vor allem von externen Faktoren (einschließlich Euro) abhängig. Doch die Große Koalition hat bislang nur wirtschaftsfeindliche Reformen durchgeführt. Diese könnten zumindest teilweise zurückgenommen und vor allem nicht durch weiteren Unsinn ergänzt werden. Wenn Frau Merkel nur einen Bruchteil derjenigen Reformen hierzulande durchführen würde, die sie anderen Euroländern predigt oder sogar vorzuschreiben versucht, dann ginge es hier wieder aufwärts.

Zugleich gibt es einen großen Investitionsstau der öffentlichen Hand. Seit 2003 lagen die Abschreibungen über den Investitionen, ist also der Kapitalbestand gesunken (siehe „Build some bridges and roads, Mrs Merkel“). Das ermöglicht antizyklische Politik, wie sie sein sollte: Keine Verschwendung, sondern das Verschieben ohnehin notwendiger Staatsausgaben in die Zeiten der Rezession statt des Booms. Im Boom darf man natürlich nicht vergessen, diese dann wieder zurückzufahren. Doch mehr deutsche Ausgaben jetzt würden sowohl den Deutschen als auch den übrigen Europäern helfen (genau wie die Abschaffung des Euro).

35 Gedanken zu „Investieren gegen die Rezession

    • Wenn Sie genau lesen, ist die Differenz nicht so groß. Ich behaupte doch gar nicht, dass die öffentliche Investitionsschwäche konjunktureller Natur ist. Doch um diese strukturelle Schwäche, die z. B. jeder Autofahrer ständig unmittelbar erleben kann, zu beheben oder zumindest zu lindern, ist jetzt aus konjunkturellen Gründen ein guter Zeitpunkt.

  1. „Doch mehr deutsche Ausgaben jetzt würden sowohl den Deutschen als auch den übrigen Europäern helfen“
    Gute Idee. Natürlich ist es aber absurd, wenn ein Land mit solchen demografischen Problemen neue Schulden macht und gleichzeitig militärische Abenteuer, Flüchtlinge etc. finanzieren muss.
    Mein Vorschlag: Ende aller Bundeswehreinsätze, die sich kostengünstig rasch beenden lassen. Fünf-Jahres-Pause bei deutschen EU-Beiträgen. Wir zahlen kein Geld mehr an Brüssel. Herr Juncker und die französischen Bauern verzichten auf ihre Sektfrühstücke, damit hier zum Wohl Europas chinesische Firmen ein paar Brücken in der Pampa sanieren.

    • Es ist vor allem absurd, wenn ein sehr reiches Land bei Niedrigstzinsen auf notwendige Investitionen verzichtet. Deutschland insgesamt, also nicht nur der Staat, sondern die ganze Volkswirtschaft, hat im Übrigen keine Schulden, sondern ein sehr großes Nettovermögen, welches nur ziemlich schlecht angelegt ist. Investitionen zur Steigerung der eigenen Wirtschaftskraft und Lebensqualität sind viel besser als z. B. Targetsalden.

  2. „Wenn Frau Merkel nur einen Bruchteil derjenigen Reformen hierzulande durchführen würde, die sie anderen Euroländern predigt oder sogar vorzuschreiben versucht, dann ginge es hier wieder aufwärts.“

    Mit der Agenda 2010 hat Deutschland schon vor 10 Jahren die Reformen durchgeführt, die anderen Ländern nun vorgeschlagen werden. Ich denke nicht, dass derartige Reformen in Deutschland nochmals Erfolg haben werden und den Binnenmarkt komplett einbrechen lassen.

    Das einzige, was Deutschland versäumt hat ist, den gewaltigen Beamten- und Verwaltungssektor der öffentlichen Verwaltungen herunter zu fahren.

    „Es brachen Exporte weg, der heimische Konsum brach ein und es wird auch wenig investiert in Deutschland, sowohl von den privaten Unternehmen als auch vom Staat.“

    Webrechende Exporte auch sind ein Zeichen von Produktion ähnlicher Güter in ehemaligen Importländern. Wenn Schwellenländer nun eigene Produkte herstellen, ist es nur logisch das sich deren Import verringert und sich eine eher ausgeglichene Handelsbilanz ergibt. Zumal gerade im Maschinenbau chinesische Unternehmen eher auf die Wünsche der aufstrebenden Länder eingeht und den Markt der mittleren Technologie bedient. Hightech aus Deutschland ist manchmal zu viel und wird weder benötigt noch nachgefragt. Vormals hatten die importierenden Länder keine andere Möglichkeit als Hightech zu erwerben. Nun sind sie in der Lage nur die benötigte Technik zu erwerben.

    Der wegbrechende heimische Konsum ist IMHO auf die Agenda 2010 zurückzuführen, die nun ihre volle Wirkung zeigt. In Verbindung mit immer stärkerer Steuern- und Abgabenbelastung und stark gestiegenen Verkaufspreisen inländischer Produkte führt dieses zu geringerem verfügbaren Einkommen.

    Investitionen, außer Infrastruktur, sind ein heikles Thema. Man sollte in die sog. Industrie 4.0 investieren. Doch davor schreckt man noch zurück; u.a. weil es ein riesiges Heer von Arbeitslosen produzieren würde. Nicht nur Bildungsferne, sonder auch heute noch als „gut ausgebildet“ geltende Arbeitskräfte werden nicht mehr benötigt. Mit der digitalen Vernetzung findet ein weiterer, großer Umbruch der Arbeitswelt statt. Sind wir dafür schon bereit?

    • Die Agenda 2010 wurde von Herrn Schröder durchgeführt und hat ihn die Kanzlerschaft gekostet. Frau Merkel hat daraus die Konsequenz gezogen, nur noch nach Umfragen zu regieren. Ihre Reformen wie die Energiewende, Senkung des Rentenalters (für einige wenige Beschäftigte jetzt) oder Mindestlöhne sind dementsprechend populär, aber wirtschaftlich zumindest zweifelhaft.

      Deutschland exportiert immer noch sehr viel und vor allem viel mehr, als es importiert. Der momentane Einbruch ist konjunkturell bedingt, während gerade die deutschen Maschinen, aber auch Autos wegen ihrer hohen Qualität stark nachgefragt werden. Das könnte sich natürlich irgendwann ändern. Deutschland sollte seinen Industriemix verbreitern statt verschlanken.

      Die Realeinkommen wären ohne Euro viel höher. Volkswirtschaftlich ist es nicht sinnvoll, auf produktivitätssteigernde Investitionen zu verzichten, um unproduktive Arbeitsplätze zu erhalten. Allerdings kann und sollte unser Sozialstaat die Umstellung für die Betroffenen abfedern.

      • Die Frage, die sich mir stellt, ist:
        Soll wirklich nur der Sozialstaat für eine derartige Umwälzung des Arbeitsmarktes in die Pflicht genommen werden, oder haben nicht auch Unternehmen sowie Stock- und Shareholder eine Art sozialer Verpflichtung, diese mitzutragen?

        Gibt es zukünftig wieder eine Zwei-Klassen-Gesellschaft? Und ist es das, was man will?

      • Natürlich sind auch die Unternehmen und ihre Eigentümer in der Pflicht. Doch dafür gibt es Grenzen. Wer einmal jemanden beschäftigt, ist nicht bis zum Ende seiner (eigenen oder des Beschäftigten) Tage verantwortlich. Vor allem können ganze Unternehmen und sogar Branchen verschwinden. Solange hinreichend neue entstehen, ist das nicht schlimm. Ein funktionierender Arbeitsmarkt ist besser als jeder Arbeitsplatzgarantie.

      • @Melanie Kunze:
        Der „Sozialstaat“ (der in seiner heutigen Ausprägung alles andere als sozial ist), ist doch längst an seine Grenzen gestoßen und führt uns geradewegs in den wirtschaftlichen Abgrund.

        Wann wachen die Sozialromantiker endlich auf und begreifen, dass nicht mehr verteilt werden kann, als erwirtschaftet wird und denen, die es erwirtschaften zumindest so viel vom Kuchen bleiben muss, dass ihr Ansporn die Verantwortung für alle anderen zu tragen auch erhalten bleibt?

      • Sehr geehrter Herr Dilger,

        es geht doch nicht um Arbeitsplatzgarantie oder Beschäftigungsverhältnisse bis zum Renteneintrittsalter. Damit wäre man in einer Planwirtschaft á la DDR oder beamtenähnlichen Beschäftigungsverhältnissen, die niemand will.

        Eher um finazielle Beteiligung und/oder veränderte Arbeitszeitmodelle als Beitrag der Unternehmen. Eine Beibehaltung der 40 Std./Woche oder mehr, wird definitiv zu höherer Arbeitslosigkeit führen.

      • Es ist ein Trugschluss, dass kurze Arbeitszeiten zu mehr Beschäftigung führen. Insbesondere bei vollem Lohnausgleich machen Arbeitszeitverkürzungen die Arbeit teurer, wodurch die Nachfrage sinkt. Denn die benötigte Arbeitsmenge ist nicht gegeben, sondern hängt von der Produktivität und den Kosten ab.

      • Sehr geehrter Herr Meister,

        ich denke, Sie haben mich missverstanden. Ich möchte gar keine Ausweitung des Sozialstaates. Im Gegenteil.
        Eine Rückführung des Sozialstaates auf seine ursprüngliche Aufgabe, die bedeutet: Bedürftigen und den in Not geratenen zu helfen und zu unterstützen.

  3. Gerade bei diesem Thema kann man leicht erkennen, warum Manche die AfD lieben und anderen sie verteufeln.

    Zumindest dann, wenn wir unsere ‚alte‘ AfD sehen, die auf Einhaltung der Maastrichtkriterien drängt (was kaum realisierbar sein dürfte) oder (wahrscheinlicher) auf die Rückkehr zur DM drängt.

    Ernsthafte Investoren haben es wohl schon länger praktiziert und Teile ihres Vermögens global gestreut. Die meisten denken dabei an Aktien, man sollte aber auch Landbesitz mit einbeziehen (was man mitunter auch über Aktien abdeckbar ist).
    Nicht einmal so sehr bebaute Grundstücke als eher Ackerland, Grünfläschen und Wald.

    Unstrittig ist, dass eine Rückkehr zur DM eine starke Aufwertung (gegen dem $ und noch mehr gegenüber einem Rest €) nach sich zöge. Über das Ausmaß könnte man streiten – aber es könnte aus meiner Sicht durchaus 50 % sein (€).

    Befürchtungen, dass dies dann zu einem starken Einbruch der Exportwirtschaft käme, teile ich nicht – es sei denn als ‚Momentaufnahme‘. Denn letztlich hatten wir diese (relative) Aufwertungssituation schon immer. Und haben sie immer wieder gemeistert.

    Dennoch – die in der neuen Währung gerechneten Unternehemensgewinne sollten schrumpfen, was für den einheimischen Anleger zu Verlusten führen würde. (Anders als Ausländer, die von Währungsgewinnen profitierten).

    Immobilien sind – ausschließlich durch die Niedrigzinspolitik sehr interessant. Die langjährige durchaus negative Rendite ist längst einem soliden Wertzuwachs gewichen und durch die niedrigen Zinsen kommt es durchaus auch bei hoher Fremdfinanzierung zu einer positiven laufenden Rendite. (und ich meine hier die echten Mieteinnahmen und nicht die von Maklern propagierten ‚Nettomieten‘ ).

    Alle Auslandsanlagen hätten aber zumindest währungstechnisch gewaltige Verluste zu ertragen. Unter der Annahme einer 50 % igen Steigerung der DM (neu) gegenüber dem $ wären es immerhin ein Drittel. (Das gilt im Übrigen auch für Gold 😉 )

    Zinspapiere kann man ohnehin vergessen. Und man stelle sich vor, diese würden weiter in Euro notieren – und – die Zinsen im Euroraum würden stark ansteigen, wenn Deutschland ausstiege.

    Gegenüber Häusern ist auch hier Landbesitz in Deutschland vielleicht die beste Alternative. Und hier meine ich Wiesen und Ackerland die zuletzt bei Zukäufen eine Rendite von leicht über 2 % brachten (bei Verpachtung) – bei steuerfreiem Wertzuwachs nach 10 Jahren.

    Aber – der Erwerb ist eingeschränkt, und den meisten nicht möglich, es sei denn sie kauften ganze Gehöfte. Wald ist leichter zu erwerben, aber hier eine (laufende) Rendite zu erzielen gelingt kaum.

    Ich habe jetzt ausschließlich Überlegungen zur DM-Rückkehr angestellt.

    Bleiben wir in diesem Euroverbund, dann gilt: Exportlastige Aktien besonders mit Exporten in Schwellenländer kaufen – ansonsten allen Besitz schnellstmöglich veräußern, den man irgendwo in Europa hat – und sich den Schwellenländern zuwenden.

    (Nur vorsorglich: Ich stelle damit meine persönliche Meinung dar – und keinerlei Anlageempfehlung)

  4. Rezessionen sind Folgen einer relativen „Marktsättigung“ bei schwachen Wirtschaftspartnern und so nachlassenden Exportaufträgen, wie auch eine schwächere Binnenmarktnachfrage infolge Folge stagnierender, oder gar rückläufiger Einkommensentwicklungen; bedingt auch ausbleibende öffentliche Aufträge.

    Zur Belebung des Marktes erscheinen mir faire Freihandelsabkommen, aber auch eine in ihrem Ergebnis zielführende Entwicklungshilfe und damit Erschließung neuer Märkte sinnvoll. Darüber hinaus ergeben sich mit der Einführung von Landeswährungen wieder Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Belebung schwacher Wirtschaften, die mit dem Euro nahezu chancenlos sind. Eine Soziale Marktwirtschaft, wie sie von Ludwig Erhard erdacht wurde, fördert eine Vergabe öffentlicher Aufträge. Diese sind nun aber einer angeordneten „Schuldenbremse“, wie auch einem ausgeglichenen Haushaltes geschuldet.
    Sorge bereiten mir die Zielsetzungen einer kapitalistisch orientierten Wirtschaft. Nämlich: „immer schneller, immer höher, immer mehr“. Das widerspricht dem Grunde nach einer um Stabilität bemühten Ausrichtung und Entwicklung wirtschaftspolitischer Zielsetzungen, wie auch einem wirklich gesunden Kapitalmarkt.

    Man sollte zum Wohle der Menschheit vielleicht einmal über ein „Mischsystem“ nachdenken. Ich glaube nicht mehr, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form und Entwicklung noch das non plus ultra für sie ist.

      • Das sehe ich auch so. Wir leben in einem Mischsystem, was grundsätzlich in Ordnung ist. Es droht momentan auch nicht in Richtung zu viel Marktwirtschaft zu kippen, sondern umgekehrt Richtung (Super-)Staats- und zentraler Planwirtschaft.

  5. Aufschwung und Export lasse ich jetzt mal einfach weg.

    Es wäre sinnvoller weniger Geld für Auslandseinsätze der BW auszugeben und stattdessen in die Infrastrukktur zu stecken.

    Auch dieser Asylrekord der eigentlich gar keiner ist,weil zum großen Teil gar nicht berechtigt,kostet unheimlich viel Geld.
    Es werden 300.000 neue für 2015 erwartet,abgeschoben trotz Ablehnung wird auch nicht.

    Ich möchte da nicht falsch verstanden werden,nur wie soll das dauerhaft bezahlt werden ?
    Hilfe kann doch nur vor Ort geschehen,indem man dort die notwendige Infrastruktur fördert.
    Und wenn es nicht geht,dann ist es eben so,oder glaubt jemand ernsthaft,das die Afghanen irgendwann nach Deutschen Vorstellungen leben werden.

    Wir brauchen da keine Milliarden reinpumpen,das ist weggeschmissen Geld.

    Geld auch für Investitionen ist jedenfalls mehr als reichlich vorhanden,nur leider schmeißen sie es noch schneller für jeden Unsinn aus dem Fenster.

    • Kneipenweisheiten am Samstag: „Wir brauchen da keine Milliarden reinpumpen, das ist weggeschmissen Geld.“

      Henry Morgenthau (der mit dem Plan) sagte damals dass die Deutschen alles Bestien sind, die kaum in der Lage sein werden jemals Demokratie zu verstehen. Es hielt die Idee Roosevelts für naiv und die geplanten Milliarden für den Wiederaufbau Deutschland für „weggeschmissenes Geld“. Er hat den Deutschen, wie so viele andere Amerikaner, gar nichts mehr zugetraut. Er wollte das Land auflösen und hielt Deutschland für einen „failed state“. Heute ist Deutschland eine angesehene Demokratie und ein Rechtsstaat wie er sein sollte.

      Schon klar, für Menschen mit ausgeprägter „Vaterlandsliebe“ (ich will nicht polemisieren) sind Geschichtskurse immer lästig. Sie erinnern sie an die oft verblüffenden Parallelen aus der Vergangenheit, die sie nicht hören wollen. Das stört doch dann arg das eigene Weltbild.

      • Was sollen wir aus diesem Kommentar schließen? Dass jedes Ausschütten von Geld in andere Staaten sinnvoll ist? Oder sollten da nicht besser gewisse Voraussetzungen gegeben sein?

      • Mein Weltbild wird durch die Geschichte überhaupt nicht gestört. Die Amerikaner sind echte Freunde der Deutschen (viele haben selbst deutsche Vorfahren), was man trotz aller Völkerverständigung leider nicht von allen europäischen Mächten behaupten kann. Eines der riesigen Probleme des Euro ist doch, dass er die Völkerverständigung beeinträchtigt und alte Konflikte wieder aufleben lässt. Z. B. welcher Grieche wäre vor 15 Jahren auch nur auf die Idee gekommen, Reparationszahlungen von Deutschland zu verlangen?

      • Sie waren dieses Mal gar nicht gemeint. Die Reparationszahlungen, die (nicht ganz) Griechenland fordert halte ich für falsch und albern wie in etwa eine „Wiedergutmachung“ an Sudetendeutschen.

      • Aha, Herr Athanasios Papapostolou sie sind das, langjährig bekannt, so auch aus den Kommentarzeilen der online-FAZ, als ausgewiesener Feind der AfD (eine noch besser passende Beschreibung spare ich mir). Ihr Name kam mir doch gleich bekannt vor. Dort drücken Sie bei weitem sich nicht so gewählt aus!

      • Hm, wie kann jemand „langjährig bekannt“ sein „als ausgewiesener Feind der AfD“, wenn es die AfD erst seit letztem Jahr gibt?

      • Langjähriger Feind ist Quatsch. Aber es stimmt. Ich kommentiere hin und wieder bei der FAZ und nur da. Und ja, ich habe keine gute Meinung über die AfD und bin polemisch aber nicht mehr als deren Befürworter. Wären allerdings alle AfDler so wie Herr Dilger, hätte ich kein Problem mit der Partei. Sie wäre zwar weiterhin kaum wählbar (für mich) aber auch nicht schlimmer als die FDP oder die Linke. Im übrigen komme ich Herrn Dilgers Wunsch nach, mich „gewählter“ auszudrücken ohne persönlich zu werden. Das ist völlig in Ordnung denn es ist sein Blog und ich halte mich dran (soweit es geht).

      • @Dilger: Sind Sie eigentlich schon immer so ein ner. Besserwisser gewesen? Ja, es stimmt, die AfD gibt es erst knapp 20 Monate. Die Diskussionen über den Euro, Wahlalternative 2013 und ähnliche Themen liefen bei der Online-FAZ schon eine ganze Weile vor der AfD-Gründung, auch da war A.P. schon dabei.

      • Wenn Sie andere anpöbeln wollen (was auf meinem Blog ohnehin nicht so gerne gesehen ist), sollten zumindest die Fakten stimmen. Über den Euro wird schon seit 1990 oder noch länger diskutiert, wenn auch noch nicht unter diesem Namen. Die Wahlalternative 2013 gibt es jedoch auch erst seit rund zwei Jahren.

  6. Papapostolu

    Jemand der sein Geld wie sie verdient,hat ähnliche interessen an Problemen wie die Caritas an noch mehr Flüchtlingen,man lebt davon.

    Davon mal ab ist es keine Lösung,alles an Elend hier aufzunehmen und zu alementieren.
    Wir müssen die Ursachen beseitigen,das Elend kommt sonst dauerhaft nach.

    Wir können aber nicht alles,was nach unseren Vorstellungen falsch ist,korrigieren.
    Jedenfalls noch nicht und die Frage ist ob wir das überhaupt müssen.

    Es gibt Völker die leben anders als wir und unser Masstab ist sicher nicht deren.
    Das ist nicht unser Problem und auch gar nicht umsetzbar.

    • „MT“, Sie haben Recht, die Lösung kann nicht darin liegen, die „ganze Welt“ aufzunehmen. Am Ende sind wir auch am Ende. Die Forderung nach Selbstverantwortung muss nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet werden. Es gibt keinen automatische Haftpflicht für gegenwärtige und zukünftige Generationen in Deutschland für Ereignisse vor 75 Jahren.

    • Bitte was? Jemand wie ich, der „ähnliche“ Interessen hat wie die Caritas? Ich nehme Ihren hanebüchenen Quatsch zur Kenntnis und beginne langsam zu verstehen wie Ihre politische Meinungsbildung wohl funktioniert. Allerdings stehe für einen Dialog über Esoterik und Verschwörungstheorien nicht zur Verfügung.

      • Das ich nicht links bin,heißt nicht automatisch das ich rechts bin,falls sie das vermuten und gegen Ausländer oder Schwule und sonstwas habe ich übrigens im Kern auch nichts.

        Ich kritisiere u.a,das wir sehr viele Gruppierungen in D haben,die ein großes Interresse an möglichst vielen Asylanten haben.
        Das kann keine Lösung sein,es kostet so wie es ist zuviel Geld,das woanders fehlt und löst die Probleme nicht,da die Ursachen nicht beseitigt werden.

        Wenn wir statt der BW – Expedition nach z.B Afghanistan nur einen Bruchteil dieser Summe in sinnvolle Projekte wie Mikro Kredite in Indien,SOS Kinderdörfer die die Kinder nach der Betreuung und Berufsausbildung dort, oft wieder in ihre Heimat entlassen,um dort als gebildete Menschen deren Land wieder eine sinnvolle Hilfe sind ( und ähnlich Projekte gefördert hätten ),wäre das besser als das Geld für vielerlei Unsinn zu verplempern und das Elend stattdessen perspektivlos und kostenintensiv in unsere Städte zu verfrachten.

        Das funktioniert doch nicht unendlich,das muß doch klar sein.

        Das ich Toleranz langsam satt habe,kann man daran erkennen,das ich eigentlich alles toleriere,aber nicht gewillt bin,deren Lebensweisen mir aufzwingen zu lassen wie beim Bildungsplan in Baden Würtenberg,nachdem jetzt 42 verschiedene sexuelle Ausrichtungen normal sind,nur das normale demnach anerzogen sein soll.

        Als Grieche kennen sie Aristoteles.
        „Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft“.

        Wenn ich richtig recheriert habe,ich kann mich auch irren,haben sie sicher Erfahrung im Bereich Erziehung,Pädagogik gesammelt.

        Das ist für mich ein rotes Tuch.
        Hier werden den Kindern spielerisch beigebracht,das Mädchen alles selber können.Wir alle bunt sein sollen und tolerant und Gender unterschwellig überall vorkommt.

        Im Ergebnis haben wir eine identitätslose Gesellschaft von kleinen EgoistInnen bekommen,die sich nur noch selber verwirklichen will und gar nicht mehr beziehungsfähig ist,Kinder haben die natürlich auch kaum.

        Die Aussaage,“ich bin Alleinerziehend mit EINEM Kind“ wird getätigt,als ob das eine Auszeichnung sei.

        Gleichzeitig wird der fehlende Nachwuchs importiert,dabei nichteinmal gebildete Menschen,sondern zu oft genau das Gegenteil.

        Was soll denn aus diesem Land werden,wenn wir nicht eine vernünftige Gesellschaft auf die Beine bekommen,in die Ausbildung von vernünftigen Menschen investieren,stattdessen Schulen wie das Rütli Gymnasium in Berlin schließen müssen,weil dort kein Untericht mehr möglich ist und etliche Sonderpädagogen für verdammt viel Geld versuchen aus eigentlich unbrauchbaren noch einen Hauch brauchbares herauszuholen.

        Überall wo sich links – grünes in der Gesellschaft breitgemacht hat,geht sie unaufhaltsam kaputt.

        Ich wohne in Remscheid und jeder Besuch in der Stadt legt bei mir alles an Sresssymptomen frei,was ich nur bekommen kann.Dreck,heruntergekomme Häuser und viel buntes prägt seit wenigen Jahren die Stadt.
        In Wuppertal ist es noch schlimmer und noch bunter.

        In Wermelskirchen leben fast nur Deutsche.
        Die Bildung ist hoch,das Leben angenehm und dort sitze ich gerne im Ital.Eiscafe nach dem Gyrosteller beim Griechen.

      • Jedenfalls kann es in Wermelskirchen mit der Bildung nicht weit her sein. Ansonsten würden Sie mir nicht falsche Zitate von Aristoteles schicken. Sie sollten vielleicht die Nikomachische Ethik lesen und die Haltung des Philosophen zum Thema „Gemeinsinn und Gemeinwohl“ prüfen. Gyros ist allerdings sehr lecker, und man darf ihn auch ohne humanistische Bildung essen.

  7. Ich habe nachgeforscht und sie haben Recht.
    Das Zitat ist zwar weit verbreitet,allerdings nicht von Aristoteles.

    Schade.

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