Schäuble vs. AfD

Der Bundesfinanzminister beschimpft die Alternative für Deutschland als „‚Hemmungslos demagogisch‘: Schäuble fordert härtere Auseinandersetzung mit AfD“. Über seinen Vorwurf der „Fremdenfeindlichkeit“ möchte ich jetzt nicht diskutieren, sondern über seine Attacke gegen

den eurokritischen Kurs der AfD. Die Partei wolle den Menschen einreden, dass es ohne Euro allen besser gehe. „Dass ein Professor der Volkswirtschaft so einen Unsinn behauptet, ist schon eine Zumutung“, sagte Schäuble mit Blick auf Parteichef Bernd Lucke. Jeder Ökonom wisse, dass es ohne europäische Integration weniger Wohlstand in Deutschland gebe.

Tatsächlich geht es nicht allen ohne den Euro besser, sondern nur den meisten. Herr Schäuble und andere Politiker, die uns den Schlamassel eingebrockt haben, werden dann ihre Ämter verlieren wie auch manche Spitzenbanker ihren Job. Doch die meisten Europäer dürfen dann ihr Erspartes und ihre Arbeit behalten oder bekommen sie sogar zurück. Jeder Ökonom weiß, dass der Euro nicht den Wohlstand befördert, sondern diesen wie auch die sinnvollen Teile der europäischen Integration gefährdet.

Auch der AfD-Chef kontert Kritik: Lucke nennt Schäuble ‚Volksverführer'“. Er meinte: „Die niveaulosen Angriffe des Bundesfinanzministers offenbaren seine Hilflosigkeit im Umgang mit einer Partei, die der Bevölkerung gerade gegenüber seiner Politik die Augen öffnet und wachsenden Zuspruch findet“.

Lucke nannte den CDU-Politiker einen „Volksverführer“. Schäuble habe das Volk „nie aufrichtig darüber informiert, welche Risiken sich mit der deutschen Haftung für europäische Schulden verbergen“.

Zumindest setzt sich die CDU jetzt mit der AfD auseinander. Sie demonstriert aber auch dabei, dass ihr die Argumente fehlen.

13 Gedanken zu „Schäuble vs. AfD

  1. Obwohl die Regierung weiß, dass die Einführung des Euro mehr Unheil als Glück für alle Beteiligen bringt, setzt sei sich immer wieder durch Gesetzesübertretungen und mit Hilfe des Europaparlaments gegen den Willen des Volkes durch. Das dies nicht so bleiben kann und dass die Verursacher für ihre menschenverachtende Fiskalpolitik zur Rechenschaft gezogen werden müssen, dürfte schon heute sicher sein. Wer auch immer sich gegen die AfD auflehnt, wird selber geschwächt, insbesondere die CDU, aus der ja die meisten Mitglieder der AfD stammen. Vielleicht wäre es besser, schon bald einzulenken, weil das Volk sich bei andauernder Bevormundung und Enteignung ganz sicher an der Wahlurne rächen wird.

    • Es trifft nicht zu, dass die meisten Mitglieder der AfD aus der CDU kommen: 75% aller AfD Mitglieder waren vormals parteilos. Allerdings haben sich ehemalige CDU-Mitglieder als besonders erfolgreich erwiesen, was das Erobern von Ämtern und Mandaten der AfD angeht. Daher können Außenstehende natürlich leicht den Eindruck gewinnen, dass die meisten Mitglieder der AfD vormalige CDU-Mitglieder seien.

      • Lieber Herr Meister,

        das trifft genauso auf ehemalige FDP- und sogar SPD-Mitglieder zu, teilweise mit jahrzehntelangen Mitgliedschaften! Das „Problem“ , warum diese AfD-Mitglieder schneller in entscheidende Positionen kommen oder kamen, ist einfach der Vorsprung beim politischen „Handwerkszeug“, z. B. bei der Organisation und Durchführung von Treffen, beim Redenhalten und bei den Kenntnissen zum Parteiengesetz und anderen Dingen, die für eine Satzung wichtg sind.

      • Lieber Herr Chufu,

        es stimmt schon, dass die „alten Hasen“ aus den Altparteien den vormals Parteilosen in dieser Hinsicht an Erfahrung weit voraus waren. Das macht die Situation aber leider nicht besser. Ich fühle mich in der AfD all zu oft wie in einer CDU 2.0 und das finde ich ganz und gar nicht gut.

  2. Also für eine Partei die noch nichteinmal im Bundestag sitzt und sowiso bald wieder untergeht muß man sich wirklich über soviel Hysterie wundern.

    Ich vermute es fehlen ihnen einfach die Argumente,sie haben keine.

  3. Herr Schäuble ist für mich ein egomanischer Gangster, der einfach nur dort weitermacht wo er als CDU-Funktionär aufgehört hat: Geld „verlegen“. Als Innenminister hat der Dr. iur. keine Gelegenheit ausgelassen, seine Abneigung gegen Karlsruhe und das Grundgesetz kund zu tun. Man kann die Untaten dieses Herrn gar nicht oft genug erwähnen.

    In Griechenland hat sich mal ein alter Mann vor das Parlament in Athen gestellt und sich in den Kopf geschossen, wegen dem was Herr Schäuble Europa antut. Herr Schäuble ist ein politischer Verbrecher, der den Euro als Massenvernichtungswaffe gegen Zivilisten einsetzt. Bitte, Herr Schäuble: Fahren Sie doch mal durch griechische, zypriotische oder portugiesische Fußgängerzonen und schauen Sie, wie gelebt Sie da werden. Wenn Sie gesund und munter zurück sind können Sie uns dann aufklären, ob eine „PKW-Maut nur für Ausländer“ fremdenfeindlich ist.

  4. Herr Regnery meint
    „Das dies nicht so bleiben kann und dass die Verursacher für ihre menschenverachtende Fiskalpolitik zur Rechenschaft gezogen werden müssen, dürfte schon heute sicher sein.“

    Ich befürchte, da wird niemand zur Rechenschaft gezogen. Eine persönliche Vorteilsnahme beim Abstimmverhalten kann sicherlich keinem nachgewiesen werden. Fehlentscheidungen auf Grund von „falschen Informationen“ können mitunter schon Sanktioniert werden. Aber üblicherweise nicht auf der Ebene der Entscheidungsträger, sondern einige Etagen darunter. Das läuft wie in einem grossen Konzern.
    Wir können diese Nieten der etablierten Einheitsparteien zwar abwählen, aber wir haben noch nicht einmal die Möglichkeit ihnen für den Rest ihres Lebens ein HartzIV-Dasein zu verpassen.

  5. Ich hatte schon beruflich mit Herrn Schäuble zu tun. Erstaunlich, mit welcher Gelassenheit der Mann im Anblick von Milliardenrisiken agiert. Vielleicht, weil es nicht sein Geld ist? Wer weiß, ist auch egal. Wenn er sich nach 18 Monaten AfD zu solch niveaulosen Statements hinreißen lässt, dann ist die AfD, anders als Gr, I, etc. auf einem guten Weg.

    • @Marktliberaler:
      „Erstaunlich, mit welcher Gelassenheit der Mann im Anblick von Milliardenrisiken agiert. Vielleicht, weil es nicht sein Geld ist?“

      Schäuble agiert jedenfalls – wie auch der Rest unserer Bundesregierung – nicht im Interesse der Menschen, die diese Regierung gewählt haben. Leider sind die meisten Menschen jedoch nicht in der Lage das zu erkennen.

  6. Pingback: Schäuble vs. AfD | FreieWelt.net

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