Letzte Vorbereitungen der Urabstimmungsinitiative

In den nächsten Tagen möchte ich mit der Initiative für die ‚Urabstimmung gegen den Euro‘ konkret beginnen, also möglichst viele Mitantragsteller sammeln. Leider wurde meine ‚Anfrage zur Urabstimmung‘ noch nicht beantwortet, aber ich rechne auch nicht mehr damit. 1.900 Antragsteller sollten auf jeden Fall reichen, doch auch mit 1.500 würde ich es versuchen. Der Vorstand muss auch alle Mitglieder über die Initiative informieren, worauf ich bestehen werde.

Was ist noch konkret zu tun? Jemand wollte mir eine Seite zur Antragstellung programmieren, hat die Zusage jedoch mehrfach verschoben, weshalb ich darauf auch nicht mehr warten möchte. Ich plane jetzt einen weiteren Blog bei WordPress, der nicht als täglicher Blog erscheint, sondern die wesentlichen Informationen der Initiative umfasst einschließlich eines Unterstützungsformulars, welches online und zum Ausdrucken verfügbar sein soll. Wenn mir jemand dabei oder einem der nachfolgenden Punkte hilft, freue ich mich.

Eine Anschrift oder zumindest ein Postfach ist nötig, damit Formulare auch per Post geschickt werden können. Im Impressum macht sich das auch gut. Gibt es jemanden, der das zur Verfügung stellen mag? Ich muss zugeben, dass ich meine Privatanschrift nicht gerne offen ins Internet stellen möchte, während meine Dienstanschrift natürlich erst recht nicht für Parteiangelegenheiten angegeben werden darf. Wenn ich hingegen ein neues Postfach eröffne, wird auch meine ganze sonstige Post dorthin umgeleitet.

Ganz wichtig ist auch der genaue Antragstext (siehe ‚Umfrage endet mit absoluter Mehrheit für Antragstext A‘). Der letzte Satz war bis zuletzt strittig, doch wenn nicht noch massiver Protest kommt, lasse ich ihn stehen. Offen ist noch die Frage, ob es eine kurze Begründung geben soll, die jedoch ohnehin nicht mitbeschlossen würde. In der Diskussion um den Antrag werden auf jeden Fall noch viele Gründe vorgebracht werden müssen.

Weiterhin möchte ich fragen, ob jemand gleich am Anfang als Erstantragsteller genannt werden möchte. Es soll sich explizit nicht um eine Privatinitiative von mir handeln, sondern um einen Urabstimmungsantrag von ganz vielen Basismitgliedern. AfD-Mitglieder, die ihre Beiträge gezahlt haben und gleich am Anfang namentlich genannt werden möchten, können sich gerne bei mir melden. Bitte später trotzdem noch das Formular ausfüllen, wo weitere Informationen abgefragt werden. Vielleicht mache ich es den Betreffenden auch vorab zugänglich.

Wer über gute Pressekontakte verfügt, könnte auch eine Presseerklärung über die Urabstimmungsinitiative verbreiten. Sobald diese gestartet wurde, informiere ich in diesem Blog darüber und bitte darum, möglichst viele Mitglieder anzusprechen und das z. B. auch bei Facebook zu verbreiten. Falls Sie bei Facebook sind, treten Sie bitte auch der Facebook-Gruppe “Urabstimmung gegen den Euro” bei. Wenn Sie sonst noch Ideen haben, freue ich mich über eine E-Mail oder einen Kommentar.

20 Gedanken zu „Letzte Vorbereitungen der Urabstimmungsinitiative

  1. Ich habe mir das nochmal angesehen und muss Ihnen leider sagen, dass ich das inzwischen unredlich finde. Was ich dann auch so gut ich kann anderen Leuten deutlich machen müsste, denn in der Form ist es besser wenn es gar nicht zu dieser Abstimmung kommt.
    Wir beide, Sie und ich, sind für ein Ende des Euro, wir sind aber auch gegen unredliche Politik. Die AfD war, anders als die BILD das suggeriert hat, nie eine Anti-Euro-Partei. Die AfD war (ist) eine Anti-Euro-Rettungspartei, die den Euro nur bejaht, wie er vereinbart und den Deutschen versprochen wurde. Daraus wurde auch nie ein Hehl gemacht. Dass eine D-Mark-Wiedereinführung kein „Tabu“ sein darf ist logisch, denn was sollte man denn sonst tun wenn eine Mehrheit der Euro-Staaten nicht am Recht festhalten will. Das entspricht auch der Stimmung in der Bevölkerung: Die Deutschen sind (leider) für den Euro, wollen aber nichts dafür zahlen. Die Forderung nach einer Rückkehr zur Mark ist dagegen schwieriger beim Wahlvolk durchzusetzen und macht es dem Gegner auch sehr einfach, die AfD als „D-Mark-Nostalgiker“ abzustempeln.
    Leider haben Sie all das nie berücksichtigen wollen sondern im Gegenteil versucht, die Partei aufgrund Ihrer persönlichen Präferenzen (die auch die meinen sind) zur D-Mark-Partei umzugestalten, wobei Sie das sogar als Ein-Themen-Partei für möglich hielten – ganz so, als reiße sich das ganze Land um die Mark. Das ist, finde ich, nicht in Ordnung, weil es dem Ziel der AfD widerspricht. Außerdem ist es ungeschickt und ein Geschenk für Mario Draghi & Co. Mit dem offen formulierten Ziel eines Endes des Euros wird es die AfD bei Wahlen schwerer haben, also im schlimmsten Fall gar nichts erreichen. Die Forderung nach einem Einhalten der ursprünglichen Euro-Reglements i.V.m. der Forderung, dass alle sich regelwidrig verhaltenden Länder auszutreten haben, hilfsweise Deutschland den Euro verlassen muss, in jedem Fall aber Deutschland anderen Euro-Ländern nicht zur Seite stehen darf, ist erfolgversprechender und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas zum Guten bewirkt werden kann. Gleichzeitig ist es mit dem Euro ja vorbei, wenn auch nur ein Land austritt. Dann bricht das Kartenhaus an den Märkten zusammen, denn wenn Deutschland nicht bereit ist Griechenland zu retten, dann wird es, so die Deutung, natürlich auch Italien etc. nicht retten. Und wenn die AfD in der Position ist, einen Austritt eines oder mehrerer Südländer zu erwirken, dann wird sie auch eine weitere Vergemeinschaftung von Schulden verhindern können, wobei das im Nordeuro-Raum sowieso nicht so schlimm wäre wie in der jetzigen Eurozone.
    Mein Eindruck ist, dass Sie Ihre persönliche akademische Auffassung (so sehr ich sie auch nachvollziehe und mitunter teile) der Partei aufdrängen wollen. Das wäre gar nicht schlimm, wenn es nicht den Eurofans durch eine Chancenminderung der AfD in die Hände spielen würde. Ob man mit Ihrer speziellen Europosition Wahlerfolge z.B. in Baden-Württemberg und Hessen feiern kann, wage ich zu bezweifeln. Das ist Politik, keine Wissenschaft. Ohne Prozente = keine Veränderung.
    Der Abstimmungstext druckst daher auch ziemlich herum. „Die AfD ist für ein geordnetes Ende des Euro“. Heißt dass, sie möchte es um jeden Preis, oder dass das nur eine Grundstimmung ist? Soll die „Rückkehr zu nationalen Währungen“ überall in der Eurozone oder nur in einzelnen Ländern passieren? Schließlich folgt der Satz: „In jedem Fall muss jedes Land zu jeder Zeit aus dem Euro austreten dürfen“. „In jedem Fall“, das kann man so deuten dass der Euro insgesamt nicht abzuschaffen ist, was vom Wahlprogramm her die richtige Lösung wäre, man kann es eben auch anders deuten. Insbesondere bedeutet „in jedem Fall“ dass das Vorangestellte nicht in Stein gehauen ist.
    Daher hoffe ich, dass die Abstimmung scheitert, denn wenn es dazu kommt wären sowohl ein Ja wie auch ein Nein schlecht. Da der von Ihrer Grundstoßrichtung „Rückkehr zur Mark“ geleitete Text ohnehin viel zu interpretationsoffen ist, kann man es auch gleich bleiben lassen.

    Richtig wäre etwas in der Form: „Die AfD lehnt die Europäische Währungsunion ab, sofern sie nicht strikt den Konditionen, die ursprünglich vereinbart und den Menschen in Deutschland versprochen wurden, entspricht. Jegliche Form von Vertragsbrüchen und Vertragsabweichungen sind unwiderruflich zu stoppen, insbesondere darf Deutschland keinen Euro-Ländern finanziell zur Seite stehen. Sämtliche nicht rein nationalen „Rettungsmechanismen“ einschließlich „krisenbewältigenden“ Maßnahmen der EZB sind zu beenden. Länder, die unter diesen Bedingungen nicht in der Eurozone bleiben wollen, müssen diese verlassen können ohne aus der EU auszuscheiden. Falls die betroffenen Länder diesen Forderungen entsprechen so ist zu prüfen, ob und wie ihnen bei ihrer Rückkehr zu einer nationalen Währung geholfen werden kann. Sollten die betroffenen Länder kooperationsunwillig sein und es aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht möglich sein, den Euro in der vertraglich vereinbarten und versprochenen Form aufrecht zu erhalten, so hat Deutschland den Euro aufgrund des unheilbaren Vertrags- und Vertrauensbruches zu verlassen und eine eigene Währung einzuführen. Jegliche Formen einer Banken-, Schulden-, Fiskal- und/oder Transferunion lehnt die AfD ab.“

    Diese Herangehensweise dürfte mehr Stimmen (und damit ein Ende des Euros näher) bringen, zugleich aber auch fast zwangsweise zur Wiedereinführung der D-Mark führen, ohne dass die Partei damit hausieren gehen muss.
    Der von Ihnen formulierte Text ist einerseits so offen, dass die Abstimmung nichts bringt, denn man weiß nicht worüber eigentlich abgestimmt wird (allein das „in jedem Fall“ stellt alles in Frage) und welche Währung Deutschland unter welchen Bedingungen haben soll. Gleichzeitig ist er unfair, denn er suggeriert es würde sich im Vergleich zum Gründungsgprogramm eigentlich nichts ändern, macht aber aus der AfD eine bedingungslose Anti-Euro-Partei (erster Satz), was eine drastische Veränderung ihrer Ausrichtung zulasten ihre Erfolgschancen und daher zu Gunsten des Euros ist. Sie erreichen damit wahrscheinlich nur das Gegenteil von dem Gewollten – also eine Lebensverlängerung des Euros –, weil Sie nur die akademischen Fakten sehen, nicht die politischen Fragen wie die Stimmung in der Bevölkerung, die leider nicht so gebildet ist wie Sie.
    Da aus meiner Sicht sowohl ein Ja wie auch ein Nein schlechte Signale aussenden würde (die natürlich sofort von der Presse bearbeitet würden), hoffe ich dass es nicht zur Abstimmung kommt und sehe mich daher auch gezwungen, den Leuten vom Unterschreiben abzuraten. Tut mir leid, aber ich will dem Euro wirklich schaden, nicht meine eigene Haltung und meine eigenen Träume in einem weniger erfolgversprechenden Wahlprogramm lesen. Was Sie da machen wird im besten Fall nichts bringen und im schlechtesten Fall dem Euro nützen (und der AfD schaden).

    PS: „Wer über gute Pressekontakte verfügt, könnte auch eine Presseerklärung über die Urabstimmungsinitiative verbreiten.“
    Das ist eine gute Idee. Da das Ganze der AfD wie dargetan wurde schaden wird wäre es nur angemessen, die richtigen Leute bei Springer, FAZ und „Zeit“ frühzeitig einzuspannen.

    • Sie haben komische Vorstellungen von Redlichkeit. Sie wollen die Wähler über Ihre eigentlichen Absichten und die tatsächlichen Zusammenhänge täuschen (denn ohne die von Ihnen abgelehnten Rettungsmaßnahmen gäbe es den Euro längst nicht mehr), um mehr Stimmen einzusammeln. Allerdings ist meine persönliche Einschätzung, dass diese Taktik ohnehin nicht funktioniert. Öffentlich wird die AfD bereits jetzt als Anti-Euro-Partei wahrgenommen und dafür gewählt. Wenn sie den Euro nur etwas anders retten möchte als die anderen Parteien, ist sie im Grunde selbst eine etablierte Partei ohne Funktion.

      Außerdem kommt Ihr Einwand recht spät. Hier wurde über die ‚Textvorschläge zur Euro-Urabstimmung‘ diskutiert und abgestimmt. Die ‚Umfrage endet[e] mit absoluter Mehrheit für Antragstext A‘, weder schwächer, wie z. B. im Bundestagswahlprogramm, noch stärker, etwa einer unbedingten Forderung der DM. Der Antrag geht dementsprechend über die bisherige Beschlusslage hinaus, was den Einwand entkräftet, das wäre doch alles schon beschlossen (allerdings nur in Wahlprogrammen, die nach den Wahlen formal nicht mehr gelten).

      „Auf jeden Fall“ bedeutet nicht, dass das davor, die Rückkehr zu allen nationalen Währungen, nicht gefordert würde, sondern dass das Nachfolgende, das Austrittsrecht für jedes einzelne Land, unbedingt nötig ist, selbst wenn sich die weitergehende Forderung nicht durchsetzen lässt.

      Warum sind Sie schließlich ganz gegen eine Urabstimmung zu dem Thema? Sie könnten in der Urabstimmung dann doch gegen den Antrag stimmen. Die FDP hat auch einen Mitgliederentscheid über die Thematik durchgeführt. Sollte die AfD nicht für mehr Demokratie sein, auch innerparteilich, nicht für weniger?

    • Guten Tag Herr Vorländer,

      ich muss meine „Brötchen“ verdienen und habe nicht viel Zeit, daher fasse ich mich kurz:

      Es ist richtig, dass wir bzgl. der geplanten Urabstimmung auf die Außenwirkung achten müssen. Es darf kein Schaden für die AfD entstehen. Daher bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher, ob jetzt der geeignete Zeitpunkt für eine solche „Aktion“ ist.

      Ich bin aber der Meinung, dass die AfD auf jeden Fall am Ziel der Abkehr vom Euro festhalten muss, auch wenn vielleicht eine Mehrheit der Bevölkerung aktuell nicht dafür ist (wir wollen und können aber nicht die Mehrheit gewinnen, sondern die, die gegen den Euro sind). Selbst wenn alle Kriterien eingehalten im Zusammenhang mit der Euro-Einführung eingehalten worden wären, ist eine Gemeinschaftswährung prinzipiell abzulehnen. Schon weil es ein Machtinstrument eines überbordenden EU-Zentralismus ist. Viele andere Gründe wurden bereits ausreichend hier diskutiert. Letztlich geht es um die Möglichkeit einer eigenständigen Wirtschafts- und Finanzpolitik, die nur mit eigener Währung möglich ist und als größeres Ziel die Wiedergewinnung deutscher Souveränität.
      Aber es ist auch richtig, die AfD hat Ziele, die über das Problem des Euros hinausgehen, deswegen ist eine taktische Abwägung des Vorgehens wichtig, um Schaden von der AfD abzuwenden. Aber das Ziel an sich, der Aufgabe des Euros, muss bestehen bleiben.

      Chufu

      • Welcher Zeitpunkt wäre denn besser? Zur Erinnerung, ich habe das extra wegen der Landtagswahlen verschoben. Die nächste Landtagswahl ist am 15. Februar 2015 in Hamburg. Bis dahin sollte das hier so oder so abgeschlossen sein. Das Eurothema ist natürlich unmittelbar mit der Souveränität Deutschlands verknüpft und keine Randfrage. Wenn wir darüber nicht mehr diskutieren wollen, worüber dann? Welche Lieder wir auf Kindergeburtstagen singen wollen?

    • @Thomas Vorländer
      „Da das Ganze der AfD wie dargetan wurde schaden wird wäre es nur angemessen, die richtigen Leute bei Springer, FAZ und „Zeit“ frühzeitig einzuspannen.“

      „Einspannen“ lässt sich da sicher niemand. Wir können uns freuen, wenn es überhaupt zur Berichterstattung kommt.

    • Lieber Herr Vorländer,

      schon in einem anderen Thread schrieb ich – womöglich ist es untergegangen -, wie sehr ich Ihre Beiträge hier schätze und wie sehr ich mich über Menschen wie Sie in der Partei freue. Auch im vorliegendem Fall bin ich wieder vollständig bei Ihnen; Ihre Argumentation ist auch meine.

      Sehr geehrter Herr Dilger,

      natürlich erkennen wir alle, so auch ich, den Euro weiterhin als Fehlkonstruktion an. Insbesondere nach den diversen Vertragsbrüchen (ich muß unter uns nicht auf die Einzelheiten eingehen). Es bedarf dafür keiner extra beantragten Urabstimmung, zumal ja im nächsten Jahr ohnehin unser Programmprozeß zu allen Themen, so auch diesem, uns bestimmen wird und so z.B. auch die von Ihnen präferierte These in den Programmfindungsprozeß einfließen wird. Es kommt also ohnehin zu einer inzidenten Urabstimmung zu dieser These. Was sollen also all diese aus der Reihe tanzenden Anträge diverser Leute/Gruppen, sei es zu ECR vs EFFD (auch untergegangen), sei es zu Satzzungsparteitag sofort (der ohnehin kommt), Programmparteitag sofort (der ohnehin kommt), Urabstimmung zu diesem oder jenem, und zwar sofort. Anstatt sich in diese Reihe zu stellen, „kämpfen“ Sie doch einfach dafür, daß Ihre These soweit wie möglich Programmbestandteil wird. Und zwar innerhalb des Verfahrens. Meine Unterstützung, von Nuancen abgesehen, haben Sie. Und besonders strittig ist das innerparteilich auch nicht. An einer Forderung nach Urabstimmung werde ich mich nicht betreiligen. Sie ist vollkommen unnötig und kontraproduktiv. Nehmen Sie es bitte nicht emotional, sondern, wenn möglich, mit intellektueller Einsicht in die Sache. Sie haben hier an einer untauglichen Stelle Herzblut hineingegeben und können, vor dem Hintergrund falscher Prämissen, nur enttäuscht werden. Das muß gar nicht sein. Sie werden sehen, am Ende wird die Partei programmatisch nicht viel anders in dieser Frage entscheiden. Es wäre schade, wenn Sie aus „bockbeinigen“ Festhalten an einem m.E. nicht adäquaten Verfahrensweg, dächten, Sie seien inhaltlich in der falschen Partei. Das wäre wirklich blödsinn. 🙂

      • Die Urabstimmung ist ein in der Satzung geregeltes Verfahren, welches besonders demokratisch ist, weil alle Mitglieder einbezogen werden. Bei den Parteitagen müssen wir uns hingegen auf Zusagen verlassen, die dann leider häufig nicht eingehalten werden. Sollte es nicht z. B. den Satzungsparteitag noch diesen Herbst geben, was sich nun auf 2015 verschiebt?

      • Voarb: Ich hoffe ich bin die richtige Spalte gerutscht. Mein Kommentar bezieht sich auf die Antwort von Ihnen, Herr Dilger, am 22.9.14, um 18:25 Uhr.

        Sehr geehrter Herr Dilger,

        gegen das Instrument der Urabstimmung spricht gar nichts – wo es denn passt. Auch geht Ihr Argument fehl, welches auf den Satzungsparteitag abhebt. Erstens hat da wohl die vorab notwendige Konsensfindung – sagen wir: etwas gehakt, und dem Rechnung tragend macht man das nun 3 Monate später. So what?! Davon geht die Welt nicht unter. Und ebenso verhält es sich mit Ihrer programmatischen Forderung, welche Sie in den Rang einer Urabstimmungsbedürftigkeit erheben wollen. Und das vor dem Hintergrund, daß wir vollumfänglich in die Bundesprogrammdebatte einsteigen – natürlich inklusive der Aussagen zur Euro-Thematik. Zudem haben wir ein Bundesprogramm, sowie ein Wahlprogramm zur EU-Wahl und die Leitlinien. Natürlich ist es jedem unbenommen, zu seinen Präferenzthemen seine Präferenzthesen für urabstimmungsbedürftig zu halten. Bitte sehr … Am besten noch nach dem Motto: Ich will das jetzt und zwar sofort und nach genau meiner Vorstellung. Und wenn, nicht, dann bin ich a) unzufrieden und b) gehr die Partei aa) einen falschen Weg, oder ist bb) gar dem Untergang geweiht. Wie gesagt, bitte sehr … Manche wollen partout gegen die Wand fahren, anstatt mal kurz zu bremsen, das Hindernis zu umsteuern, sich wieder einzureihen und entspant ans Ziel zu kommen. Uns schadet deutlich weniger liberal vs. konservativ, als ruhig und vernünftig vs. unduldsam und recht haben wollend.

    • Ich finde es unredlich, daß Sie Ihre Kritik in den Vorwurf kleiden, Herr Dilger wolle der Partei seinen Willen aufdrängen. Er vertritt mit legitimen demokratischen Mitteln seine Meinung und versucht, Mitstreiter dafür zu gewinnen – auf satzungsgemäße Weise. Wenn Sie das nicht abkönnen, dann sind Sie eben kein Demokrat. Ebenso unangemessen ist Ihr Versuch, sein tatsächliches Vorhaben mit einer recht notdürftig verkleideten Variante der „Wieder-so-ein-Professor“ – Nummer zu diskreditieren. Bislang fand ich ganz vernünftig, was Sie schreiben. Hat Sie „jemand“ vorgeschickt, um nun mit bislang von Ihnen ungewohnten unlauteren Argumenten eine vom Bundesvorstand (wenn ich es richtig verstehe: bislang satzungswidrig ignorierte) Initiative im Keim zu ersticken. Oder warum der plötzliche Stilwechsel?

  2. Bei mir hat sich bzgl. des Euro-Themas nichts verändert. In erster Linie habe ich dieses Themas wegen die FDP verlassen und bin der AfD beigetreten. Im Antragstext A kommt für mich eindeutig zum Ausdruck, was mich noch in der AfD hält. Sollte sich die AfD tatsächlich anders entscheiden, gibt es für mich keinen triftigen Grund mehr in ihr zu bleiben. Mir ist also die Urabstimmung sehr wichtig und deshalb stehe ich auch mit meinem Namen gerne zu Verfügung.

    • Der Euro ist „nur“ eines von vielleicht 8 wichtigen Kernthemen, weshalb ich AfD-Mitglied bin. Aber er ist zur Verunglimpfung der AfD durch den politischen Gegner nicht so gut nutzbar, da die AfD das Thema weniger emotionsbeladen, sozusagen „finanzwissenschafltich“ vorantreiben kann und es dadurch weniger Angriffsfläche bietet als z. B. das Thema Einwanderung.

      Nichtsdestotrotz würde die erfolgreiche Umsetzung der Forderung nach einer Euro-Abschaffung besonders durch Ihre Konsequenzen hervorstechen. Denn, im Unterschied zu Herrn Dilger, bin ich der Meinung, dass die Euro-Abschaffung dem Ende der EU in ihrer heutigen Form gleichkommt. Deshalb wird die wirkliche Initiative zur Euro-Abschaffung nie von Deutschland ausgehen, dessen Elite sich mit Haut und Haaren dem EU-Projekt verschrieben hat und deshalb für dne Euroerhalt alles tut wie wir wissen.

      Aber die AfD muss für den Moment bereitstehen, wenn der Euro zusammenbricht, um dann auch den ihr gebührenden Wahlstimmenbonus einzuholen. Das geht nicht, wenn wir das Ziel der Euroabschaffung abgeben. Deshalb meine Unterstützung der Forderung. Die AfD-Führung sollte auch mit den entsprechenden Kräften im Ausland, die gegen den Euro sind, zusammenarbeiten und diese argumentativ unterstützen.

      Chufu

      • „Deshalb wird die wirkliche Initiative zur Euro-Abschaffung nie von Deutschland ausgehen, dessen Elite sich mit Haut und Haaren dem EU-Projekt verschrieben hat und deshalb für den Euroerhalt alles tut wie wir wissen.

        Aber die AfD muss für den Moment bereitstehen, wenn der Euro zusammenbricht, um dann auch den ihr gebührenden Wahlstimmenbonus einzuholen.“

        Lieber Herr Chufu,

        ich fürchte, dass die obigen Aussagen einer gewissen Dialektik nicht entbehren, da sich, wie wir inzwischen wissen, auch die derzeitige AfD-„Elite“ mehr den Mächten, denen der Euro dient unterordnet, als einer Politik des gesunden Menschenverstands …

        Herzliche Grüße
        Michael Meister

  3. Nach Stand 2014 erhielt Griechenland 290 Milliarden Euro.

    Was spricht für einen Austritt aus dem Euro?

    Unsere Auslandsschulden sind dafür verantwortlich, dass in den Nehmerländer Kredit unterstützte Löhne gezahlt werden können, und dem zur Folge sich das Preisniveau ohne Gegenleistung erhöhen kann.Die Nehmerländer sind ja nicht in der Lage, ihre Währung abzuwerten, weil alle die gleiche Währung haben.Kann ein Land seine Währung abwerten, können sie ihre Produkte billiger verkaufen, die Nachfrage steigt im In- und Ausland. Die Fesseln der Länder, die durch den Euro fest gezurrt bleiben, würden sich allmählich lösen
    Durch die Urabstimmung sind wir in der Lage, die verschleierten und undurchsichtigen Maßnahmen offen zu legen. Unsere Partei wurde nicht gegründet, damit wir die Ohren zuhalten, die Augen verschließen und den Mund halten.

  4. Lieber Herr Dilger,

    meine Unterstützung haben Sie auf jeden Fall, gerne auch als Erstantragsteller.

    Von einer weiteren Verschiebung halte ich überhaupt nichts.
    Irgendwo steht schließlich immer irgend eine Wahl bevor und wie oft wurde damit die Behandlung wichtiger Themen in der AfD schon aufgeschoben?

    Ein Postfach in 90762 Fürth/Bayern oder in 91074 Herzogenaurach kann ich problemlos zur Verfügung stellen. Meine Privat- oder Geschäftsanschrift möchte jedoch auch ich nicht angeben.

    Bei der Formulierung von Pressemitteilungen bin ich gerne behilflich und verfüge auch über langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet.

    Einen geeigneten Presseverteiler kann ich ebenfalls zur Verfügung stellen, habe aber leider derzeit nicht genügend Zeit, mich selbst um den Versand zu kümmern.

    LG
    Michael Meister

  5. Auf Grund meiner Gespräche mit mittelständischen Unternehmern halte ich als Vorab-Maßnahme die Entwicklung von Ausstiegsmodellen für geboten. Ende September findet die konstituierende Sitzung des Landesfachausschusses „Euro,EU und Banken“ statt, in dem Sie, Herr Prof. Dilger, und Vorstände der Landespartei vertreten sind. Hier sollten solche Ziele konkretisiert werden. Man kann zwar auch über Modelle diskutieren, unterliegt aber weniger schnell dem Vorwurf der Utopie.

  6. Lieber Herr Dilger,

    Natürlich unterstütze ich Ihre Initiative – schließlich macht sie thematisch erneut und wieder deutlich, warum auch ich bei der AfD gelandet bin und mit Ihnen und vielen Anderen auf die Straße gegangen bin. Und nach meinen Erfahrungen ist auch beim Thema EURO eine „klare Kante“ immer noch die beste Gewähr für den Erfolg.
    Dass nun ausgerechnet heute die Mail der Bundesgeschäftsstelle mit Zeitangaben zum Parteiprogramm im Postfach landen, ist zunächst mal positiv (es tut sich auch für die gemeinen Parteisoldaten erkennbar etwas), lies mich dann natürlich schmunzeln (Honi soit qui mal y pense). Die Strategie kommt einem inzwischen vertraut vor. Nun denn, nach dieser Erfahrung nehme ich an, dass Ihre Formulierung in den zu erwartenden Programmvorschlägen eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen wird…
    Bliebe noch über die Zeitachse zu diskutieren.

    Beste Grüße
    Heribert Adelt

  7. Mir ist ehrlich gesagt völlig unklar, warum jetzt die Urabstimmungsinitiative von Herrn Dilger kaputt geredet wird. Vielleicht ist es inzwischen untergegangen, dass sich die AfD für mehr direkte Demokratie einsetzt. Direkte Demokratie fängt eben innerparteilich an.

    Ich habe diese Initiative auf die Tagesordnung des ersten Treffens des LFA3 ( Landesfachausschuss für Demokratie, Freiheit und Recht ) setzen lassen. Ich hoffe, dass sich der LFA hinter diese Initiative stellt, nicht unbedingt wegen des Inhalts, sondern vielmehr unter dem Aspekt der gelebten innerparteilichen Demokratie.

    Zur Außenwirkung: Wenn eine Partei für direkte Demokratie steht und diese zelebriert, dann ist dies kein Manko, sondern dies ist das konsequente Leben eines Dogmas.

    Natürlich muss die AfD lernen, innerparteiliche Demokratie und Kultur auch zu leben. Die Piraten haben bekanntlich innerparteiliche Demokratie, aber leider innerparteiliche Kultur auf ALG-II Niveau gelebt. Diese Außenwirkung war fatal.

    Schaut wir rüber in die Schweiz, dann sehen wir dort demokratische Kultur bürgerlicher Prägung. Das ist auch in einer Partei möglich.

    Und ich habe schon den Eindruck, dass wir in kultureller Hinsicht weit entfernt von den verlausten Piraten und Grünen bewegen. Und es liegt an jedem Einzelnen von uns, die demokratische Kultur in bürgerlicher Art und Weise nach außen hin als bürgerliches Selbstverständnis, als bürgerliche Mündigkeit zum Ausdruck zu bringen.

  8. Vielen Dank es wird Zeit das endlich etwas unternommen wird, meine Stimme gehört Euch.
    David aus Hellersdorf

  9. Pingback: Facebookseite gegen den Euro | Alexander Dilger

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