Werbefreiheit verlängert

Vor gut einem Jahr fing WordPress plötzlich an, kommerzielle Werbung auf meinem Blog zu schalten, wogegen ich vor genau einem Jahr 22 Euro bezahlt habe (siehe ‚Veranstaltung mit Walter Krämer‘ inklusive Diskussion). Da ich das Internet schon seit Erfindung des World Wide Web 1989 nutze, lehne ich solche anfangs völlig unüblichen Bezahlmodelle eigentlich ab, möchte Ihnen aber auch keine nervige Werbung zumuten oder gar umständlich mit diesem Blog umziehen. Deshalb habe ich heute sogar 24 Euro (vermutlich wegen des gestiegenen Dollarkurses) bezahlt, um die Werbefreiheit für ein Jahr zu verlängern bzw. weiter exklusiv Werbung in eigener Sache machen zu können. So nutze ich die Gelegenheit, noch einmal an die aktuelle Veranstaltung ‚Walter Krämer beim Hayek-Club Ruhrgebiet‘ nächsten Dienstag zu erinnern.

8 Gedanken zu „Werbefreiheit verlängert

  1. Das mag schon fast egal sein, da das Geld ohnehin weginflationiert wird, aber jedenfalls wegen mir -und ich spreche nur für mich – müssen Sie keinen Cent ausgeben, auch wenn das sehr höflich ist.
    Wer sich an Werbung stört, wird mutmaßlich sowieso einen Werbeblocker benutzen. Da Sie derzeit keine Position in der Partei inne haben ist das Problem mit der Werbung auch weniger relevant.

  2. Nun ja, Automattic muß eben irgendwie seine WordPress-Server finanzieren. Das ist eine private Gesellschaft, die keine Steuergelder bekommt und auch die zugrundeliegende Software (auf WordPress.org) kostenfrei anbietet. Benutzer irgendwie für Werbung auszunutzen ist im privaten Internet die Regel. Wenn das anfangs anders war, dann nur deshalb, weil die meisten Angebote durch Steuern, Quersubventionen oder Investitionsblasen finanziert wurden. Ich finde es löblich, daß WordPress wenigstens die Werbe-Abschaltung anbietet. €24 im Jahr ist weniger, als Sie für gutes WordPress.org-Hosting bezahlen müßten (ich zahle ca. €84 p.a.).

    • Mir ist klar, dass auch Internetunternehmen Geld verdienen müssen. Mich hatte vor allem letztes Jahr (denn jetzt wusstes ich es ja schon) geärgert, dass zuvor nicht darauf hingewiesen wurde, dass es später zu Werbung kommen kann. Denn dieser Blog ist werbefrei gestartet und wäre es bei geringeren Zugriffszahlen wohl auch geblieben. 24 Euro pro Jahr sind dann tatsächlich nicht so viel.

  3. Sehr löblich, Herr Dilger.

    Dass für Werbefreiheit ein kleiner Obolus gefordert wird, geht natürlich auch aus meiner Sicht völlig in Ordnung, wie sonst sollte sich ein privatwirtschaftliches Unternehmen der Medienbranche auch finanzieren?

  4. Pingback: Eigen- statt Fremdwerbung | Alexander Dilger

  5. Pingback: Werbefreiheit im unerwünschten Abo | Alexander Dilger

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