NRW-Sprecher tritt zurück und aus

Heute hat Herr Jörg Burger in einer Rundmail an die „Mitgliederinnen [!] und Mitglieder“ überraschend seinen Rücktritt als Sprecher des Landesverbandes NRW erklärt und dazu noch seinen Austritt für Montag. Dasselbe trifft auf Herrn Dr. Jörg Himmelreich als Beisitzer zu. Begründet wird dies mit abweichenden Vorstellungen vom Bundesvorstand. Dabei wurde doch gerade Herr Pretzell, der zu meinem großen Bedauern vom Landesvorstand unterstützt wurde, in den Bundesvorstand gewählt.

Aus meiner Sicht sind jetzt eher die falschen Leute zurückgetreten und das auch noch zwei Monate zu früh. Nach der Europa- und Kommunalwahl sollte Bilanz gezogen und der komplette Landesvorstand neu gewählt werden. Zum Glück gibt das die Landessatzung jetzt durch den neuen § 6 Abs. 1a her, der extra in Arnsberg eingefügt wurde, nachdem der letzte Rücktritt von Herrn Burger als Landesschatzmeister den alten Landesvorstand beschlussunfähig gemacht hatte (siehe ‚Fehlende Beschlussfähigkeit‘):

§ 6 (1a) Scheidet der Sprecher und/ oder der Schatzmeister, gleich aus welchem Grund (z.B. Rücktritt, Tod) aus dem Amt aus, kann der verbleibende Restvorstand ein/zwei Vorstandsmitglied(er) aus seinen Reihen wählen, das/die an die Stelle des/der Ausgeschiedenen tritt/treten. Der verbliebene Landesvorstand hat unverzüglich einen außerordentlichen Landesparteitag für eine Nachwahl einzuberufen. Dieser Parteitag hat spätestens drei Monate nach dem Ausscheiden stattzufinden. Diese Regelung gilt unmittelbar und zwingend auch für alle nachgeordneten Gliederungen (Bezirke und Kreise).

Folglich bitte ich den verbliebenen Landesvorstand, jetzt („unverzüglich“) zu einem außerordentlichen Landesparteitag nach den öffentlichen Wahlen am 25. Mai einzuladen. Idealerweise treten auch schon jetzt alle verbliebenen Vorstandsmitglieder zu diesem Termin zurück. Ansonsten ist mit Abwahlanträgen zu rechnen, wodurch der vordringliche Wahlkampf belastet würde.

51 Gedanken zu „NRW-Sprecher tritt zurück und aus

  1. Bin sehr gespannt, ob wir nur recycelte Kandidaten sehen, oder ob sich positive Perspektiven eröffnen. Hoffen wirs mal.

    • Es kann sich jeder bewerben und ich hoffe auch auf neue Gesichter. Sollte dagegen im Wesentlichen der letzte Landesvorstand mit Pretzell an der Spitze, aber natürlich ohne Herrn Burger und mich, gewählt werden, wäre das wohl ein klares Austrittssignal.

      • Es bleibt vor allen Dingen zu hoffen, daß Sie voll erkannt haben, wer Ihr (und damit der Partei) wirklicher und wirksamster Gegner ist – nämlich der sich stets gekonnt mit fremden Federn, anderer Leute Arbeit und Ideen Dritter empfehlende und dabei selbst ansonsten vollständig begabungsfreie Hochintrigant hinter der Maske des demütigen Arbeiters. Wer hätte den je an Opportunismus und glühenden Hass auf Sie übertroffen.

      • Lieber Herr Dilger, Sie sind das Gesicht und das Gehirn der Mehrheit im LV NRW. Daraus erwächst die Verpflichtung, diese Mehrheit auf dem nächsten Parteitag zu mobilisieren, um einen Sprecher Pretzell zu verhindern. (Der konnte in Berlin und Erfurt nur gewählt werden, weil die schweigende Mehrheit zu Hause geblieben war.)
        Also, raus aus der Schmollecke und frisch ans Werk!

  2. Reisende soll man nicht aufhalten. Erst recht nicht solche, die mit Getöse einen Monat vor der Wahl meinen abdampfen zu müssen.

    In die AfD wird dann viel mehr Ruhe einkehren, wenn diejenigen, die das gemeinsame politische Ziel sofort aus den Augen verlieren, wenn ihnen etwas nicht passt, entweder ihren Hut genommen oder eingesehen haben, dass die Gründung bzw. Konsolidierung einer neuen Partei nicht von heute auf morgen aalglatt und ausschließlich nach ihrer Regie vonstatten gehen kann.

    Gott sein Dank gibt es mehrheitlich ganz andere Mitglieder, zum Beispiel solche, die geräuschlos und bienenfließig am Programm arbeiten, Umfragen ins Netz stellen und nicht ständig fragen, ob man sie dabei auch genug beachtet.

    • Volle Zustimmung ! Herr Burger gehört offensichtlich zu den Leuten, die mit dem Hintern umstoßen, was sie mit ihren Händen aufbauen.
      Und -Herr Professor Dilger – es ist im Hinblick auf die vielen fleißigen und gutwilligen Mitglieder an der Basis auch nicht hilfreich, wenn Sie ohne ersichtliche Begründung ehemalige Landesvorstände abwerten oder einen Austritt (Ihrerseits ?) in den Raum stellen. Sie haben sich beim Aufbau des Landesverbandes verdient gemacht und einen Namen erworben- stellen Sie sich nicht mit Burger, dem Vater aller Rücktritte, auf eine Stufe.

      • Irgendwann muss eine Entscheidung fallen. Die Herren Pretzell und Renner einerseits und Herr Lucke und z. B. ich andererseits passen nicht in dieselbe Partei. Allerdings können die Erstgenannten gar nicht gewinnen. Selbst wenn sie die Macht in der AfD übernehmen sollten, dann wird die AfD keine erfolgreiche Partei mehr sein. Es gibt bereits mehr als genug Beispiele von erfolglosen rechten Parteien in Deutschland.

  3. Um Herrn Dr. Himmelreich ist es nicht schade, in meinen Augen nur ein „Abstauber“, meines Wissens erst kurz in der AfD, eingetreten als noch fette EU-Mandate winkten, nachdem´s nicht geklappt hat, nun wieder ausgetreten. Liebe AfD, du musst noch dazulernen, du solltest dir mögliche Mandatsträger sorgfältiger anschauen. Lass´dich nicht bei deren Vorstellungen blenden von einer guten Show, lass´dich nicht blenden von einer DIN A4-Seite voller akademischer Titel und angelsächsisch ausgedrückter Führungs- und Leitungspositionen. Was nützt es dir, wenn jemand angeblich vier Sprachen fließend spricht und nach erfolgloser Kandidatur wieder austritt. Vielleicht bist du mit einem Kleinunternehmer oder Handwerker besser bedient, auch wenn der „nur“ eine Sprache spricht, diese aber deutlich und verständlich.

    • Schon mit seinem Rücktritt als Schatzmeister habe ich vermutet, dass der nicht sein wird. Auch die Alternative für Deutschland kann auf Mitstreiter verzichten, die nicht Teamfähig sind.

      • Vielleicht schauen alle sich einmal in aller Ruhe das Europawahlgesetz, das Bundeswahlgesetz und die beiden gleichlautenden Ordnungen an,um festzustellen, dass alle vier Gesetze unheilbar wegen der Einschränkungen von Grundrechten gegen das Zitiergebot gemäß Art. 19 Art. 1 Satz 2 GG verstoßen und mithin ex tunc ungültig sind. Noch heißt es im Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG „muss“ und nicht kann oder soll, so dass da an der Ungültigkeit keine Zweifel aufkommen können. Also mit einer verfassungskonformen Wahl am 25.05.2014 ist nicht zu rechnen.

        Aber wenn ich das bei der AfD bis heute verfolge, dann hat man es mit der Gültigkeit von Gesetzen nicht so sonderlich, oder?

        Am 03.04.2014 sollte jeder Bundestagsfernsehen schauen, denn muss sich der Roderich Egeler der Beschwerde der Grundrechtepartei stellen, ob er will oder nicht. Und die Beschwerde basiert ausdrücklich auf der Ungültigkeit aller vier a. genannten Wahlgesetze / -verordnungen wegen Verstoßes gegen das Zitiergebot gemäß Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG.

        Die Auswirkungen unüberschaubar, denn nicht ewig wird man diesen Verfassungsbruch unter dem Teppich halten können, immerhin geschieht dieses seit 1979 und ist nun doch herausgekommen. Die modernen Medien lassen auch den dicksten Dreck irgendwann an die Oberfläche kommen, auch im ansonsten doch so sauber erscheinen wollenden Deutschland, gell?

      • Die AfD nimmt es mit den Gesetzen ziemlich genau, was auf Ihre Grundrechtepartei leider nicht zutrifft. Ich verweise auf meinen letzten Satz meiner vorherigen Antwort an Sie. Die Wahlgesetze sollen die Grundrechte nicht einschränken, sondern unsere demokratischen Rechte konkretisieren. Wo das nicht korrekt erfolgt wie bei der Prozenthürde, kann man dagegen klagen.

  4. Ich liebe unsere Partei, kaum ein Tag vergeht in Langeweile. Lange habe ich am Anfang rätseln müssen, wer die Guten sind, wer die Bösen. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe es nie herausgefunden. Die Mitglieder unserer Partei sind Mitglieder, weil es um die Sache geht, und nicht um Personen. Geht es um die Sache, hat Dilger weit die Nase vorn. Wie kein anderer hat er Satzungskompetenz, Sachkompetenz und Rechtskompetenz. Wie kein anderer hat er bewiesen, dass der europäische Sold von Brüssel nicht der Treibstoff seines politischen Triebes ist. Jetzt muss innerhalb eines Jahres zum dritten Mal der Landesvorstand gewählt werden, komplett neu. Die Chancen ein gutes Führungsteam zu stellen, sind so gut wie nie zuvor, die Europawahlen sind aus dem Sinn. Gut ist, dass ich für meine Kandidatenvorstellung für das Europaparlament in Erkrath, welche ich „zufällig“ vom Blatt ablas, keine Stimme erhielt. Das Beste für unsere Partei in NRW ist, dass Dilger wieder oben steht und dieses mal mit einem unabhängigen Kompetenzteam. Wir dürfen nicht vergessen, dass Dilger nicht abgewählt wurde. Er hat bis zum bitteren Ende seinen Kopf hingehalten. Ich bitte alle Deligierten aus NRW bei der nächsten Wahl genau hinzuschauen, wer gewählt werden soll.

    • Danke, doch so weit sind wir noch nicht. Der Landesvorstand hat beschlossen (siehe hier), den nächsten Landesparteitag im Juni durchzuführen, was ich begrüße. Allerdings soll es nur Nachwahlen geben, was ich für nicht ausreichend halte. In jedem Fall sollten sich jetzt alle auf den Europa- und Kommunalwahlkampf konzentrieren. Den innerparteilichen Wahlkampf sollten wir auf die Zeit danach verschieben.

  5. Schade, Herrn Burger hatte ich damals auch gewählt. Er war ein guter Mann für die AfD. Er erfüllte die wichtigste Anforderung, nämlich er konnte die Partei befrieden und die Flügel binden. Aber wenn der BuVo sich auf das Spalten fokussiert und zu allererst eine Luckemania-Partei gestalten wird, dann bemüht sich ein LaVo vergeblich.

    • Es wird Sie nicht überraschen, dass ich das anders einschätze. Nicht der Bundesvorstand will spalten, sondern Herr Pretzell. Dass ihn der Landesvorstand dabei noch unterstützt hat, diente nicht der Befriedung der Partei.

      • Ich habe zu keiner Zeit feststellen können, dass Pretzell auf die persönliche Ebene gewechselt wäre. Auf sachlicher Ebene äußert er sich nicht abfällig gegenüber irgendwelche Strömungen innerhalb der Partei. Ich kann zwar Ihren Groll gegen Pretzell nachvollziehen, die Geschichte mit Farage und UKIP ist zwar nicht nach meinem Geschmack, aber sein Handeln war grundsätzlich ordnungsgemäß. Aber ansonsten fällt mir gegen den Mann nichts wirklich Negatives ein. Allerdings übernimmt er jetzt Verantwortung und er muss jetzt beweisen, was er kann und er ist natürlich jetzt auch angreifbarer.
        Zu Herrn Burger ist noch zu sagen, er hat sich nie gegen Liberale oder Nationale ausgesprochen. Er hat eher im Hintergrund gearbeitet. Das einzige, wo er wirklich dem Lucke in den Rücken fiel, das war in Bezug auf dessen Satzungsänderung. Jetzt fällt er ihm durch den Rücktritt in den Rücken, was aber begründet sein dürfte. Die Basis erfährt ja leider nie etwas, was hinter den geschlossenen Türen stattfindet.

      • Sie waren nicht im letzten Landesvorstand, wo Herr Pretzell sehr persönlich werden konnte. Hören Sie sich auch noch einmal seine letzte Kandidatenrede gegen Herrn Henkel an. Interessant hinsichtlich seines Opportunismus ist weiterhin der Artikel „Bauernopfer Burschenschafter?“ Schließlich ist es nicht in Ordnung, als Funktionär ständig gezielt gegen Beschlüsse (formell vom Bundesvorstand, inhaltlich vom Bundesparteitag in Form des Europawahlprogramms, personell von der NRW-Mitgliederversammlung) zu verstoßen.

        Herrn Burger ging es nicht allein um den Satzungsentwurf. Da habe z. B. ich mich mehr exponiert und der Punkt wurde in Erfurt schnell abgeräumt. Das ist also überhaupt kein Rück- und Austrittsgrund eine Woche später. Ihm ging es vor allem um Fragen der Finanzverteilung, die zwar auch in Erfurt geklärt wurden, aber nicht unbedingt in seinem Sinne. Hinzu kommt gekränkte Eitelkeit, weil er dort abgekanzelt wurde. Zeitpunkt und Art des Rücktritts finde ich zweifelhaft wie auch die vorherige Unterstützung von Herrn Pretzell, selbst wenn er persönlich in dieser Hinsicht eher leise war.

      • Die Zeit, als Sie Sprecher der LaVo gewesen sind, lässt sich für einen Außenstehenden nicht rekonstruieren. Die Aussagen sind gegenläufig. Viele des damaligen Vorstandes behaupten, die Zusammenarbeit sei wegen Ihnen nicht möglich gewesen, andere sagen, es hätte an Renner, Balke, Pretzell gelegen, und wieder andere sagen, es sei alles in bester Ordnung gewesen. Dass sich die Basis für einen fast komplett neuen Vorstand aussprach, war daher nachvollziehbar. Ich persönlich ziehe aus dieser Zeit daher keine Schlüsse und belasse es dabei, dass der damalige Vorstand in dieser Konstellation nicht funktionierte, und würde keinen der damaligen in die Kritik geratene Person wieder in den Vorstand wählen, weil die Vorwürfe doch sehr schwer wiegen und es zu befürchten ist, dass die betreffende Person doch mitursächlich an dem Scheitern war, auch wenn nicht wirklich klar ist, wem was anzukreiden ist.
        Die Beweggründe von Herrn Burger sind wieder einmal unklar. Allerdings war der Rücktrittszeitpunkt vor der Kommunalwahl doch eher äußerst ungünstig. Gerade die Kreisverbände sind auf die Rückendeckung des LaVos angewiesen und psychologisch wird der Rücktritt als „in den Rücken fallen“ empfunden.
        Bleibt für die Basis die individuelle Frage, ob es sich noch lohnt, Parteitagen beizuwohnen, wenn diese fast ausschließlich nur noch mit Personalproblemen beschäftigen. Die AfD ist noch kein Jahr alt und ein Parteitag jagdt den nächsten und immer geht es um die Frage, wer ist gut oder böse, wen darf oder muss man wählen. Der nächste Parteitag wird wieder ein unversöhnlicher Flügelkampf sein, rechts gegen liberal. Die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste LaVo auch nicht funktionieren wird, ist hoch, denn die „Netzwerke“ werden jeweils ihre Leute platzieren, ggf. die Leute des „falschen“ Flügels von außen demotivieren oder gar demontieren, möglicherweise demontiert sich dann der nächste Vorstand dann wieder von innen.
        Wie lange verträgt das so eine Partei ? Wie verträgt sich so etwas mit dem in der Demokratie immanenten Pluralismus und dem Selbstverständnis als demokratische, gar direktdemokratischen Partei ?

      • Sie haben doch selbst als Mitglied hingeschmissen, was Ihre Empfehlungen zweifelhaft erscheinen lässt. Was Herr Pretzell jetzt im Bundesvorstand abzieht, erinnert an die Anfänge im alten Landesvorstand. Ich hoffe, Herr Lucke bekommt das besser in den Griff als ich seinerzeit. Sollte er hingegen auch seine Mehrheit im Bundesvorstand irgendwann verlieren, wird er sich direkt an die Basis wenden müssen, die mehrheitlich hinter ihm steht und nicht hinter selbsterklärten Basisvertretern, die ihn stürzen wollen. Für NRW empfehle ich, den Flügelstreit auf dem nächsten Parteitag endlich zu entscheiden und nicht wieder in den Vorstand zu verlagern.

        Politischer Pluralismus ist gut und schön, doch eine Partei deckt schon vom Namen her nur einen Teil des politischen Spektrums ab, um dann mit anderen Parteien zu konkurrieren, die andere Teile vertreten. Wenn die Positionen innerhalb einer Partei weiter auseinander gehen als zwischen verschiedenen Parteien, ist das kein Vorteil.

    • Luckemania? Die Obsession mit Herrn Lucke haben doch wohl Leute wie Sie. Das zeigt sich jetzt wieder. Der ganze (restliche) Bundesvorstand hat die Rüge Herrn Pretzells beschlossen, und es reden alle nur von Herrn Lucke. Das ist reiner Neid auf jemandem, der eher gegen seinen Willen im Mittelpunkt steht.

      Was das Spalten betrifft so waren es nicht Herr Lucke und Herr Dilger, die gegen die Erkrather Vorschlagliste kandidiert haben. Es waren (neben anderen) Herr Renner und Herr Pretzell, wobei Letzterer gar nicht erst in Erkrath aufgetaucht ist (wenn ich mich recht entsinne) und systematisch versucht, mit Herrn Henkel eines der Aushängeschilder der Partei zu demontieren. All diese Personen nehmen es mit innerparteilicher Demokratie nicht besonders genau, halten sich aber für Repräsentanten der Basis gegen eine autoritäre Parteiführung. Den Bruch von Vereinbarungen durch die EU kann man auch schlecht kritisieren, wenn man die eigene Parteilaufbahn darauf gründet.

      • Dies wieder einmal auf einen Tritt unter die Gürtellinie, die im liberalen Zweig wohl recht salonfahig sind: Sie können sich gerne im Kreisverband Arnsberg herum hören. Ich halte mich gerne zurück. Ich fühle mich nicht wohl, im Mittelpunkt zu stehen. Ich strebe nicht danach im Mittelpunkt zu stehen. Ich mag zurück haltende Leute wie Herr Burger, von Weizecker, pp..Was ich überhaupt nicht mag, das sind One-Man-Shows oder gar Demagogen.

        „Der ganz überwiegende Teil des Bundesvorstandes“ muss es richtig heißen, denn eine Stimme fehlt, neben der von Herr Pretzell.

        Was die Mehrheit rügt, muss nicht richtig sein. Häufig stellen sich Schnellschüsse als Fehler heraus. Die Rüge dürfte aus den besagten Gründen ein Fehler sein.

        Jeder darf kandidieren wie es in der Satzung geregelt ist. Erkrath hätte man sich sparen können und sollen. Darauf hatte ich auch schon hingewiesen.

        Wenn Herr Pretzell gegen Henkel & Co. kandidiert, dann ist dies in Ordnung. Das ist eine demokratische Gepflogenheit und hat mit Demontage nichts zu tun; zumal es bei diesen Beschlüssen um die Montage von Henkel ging, die ich im übrigen, zumindest was die MdEP anging, auch nicht mitgetragen hätte

        Darüber hinaus ist mir nichts von Demontage durch Herrn Pretzell aufgefallen. Er hält sich mit Kritik zurück und agiert kontruktiv, wenn auch nicht zur Freude aller.

        Neuerdings kriege ich PN, in denen mir unterstellt wird, ich sei Pretzell-Anhänger. Das ist grober Unfug. Ich hatte insgesamt ca. vier eher kurze Gespräche und die letzten vor ca. 1/2 Jahr, also weit vor seinen Kandidaturen. Um allen weiteren Gerüchten entgegen zu treten, außer mit dem Kreisverband, den ich vor Ort als Parteiloser unterstütze, hege ich keine persönlichen Kontakte, weder zu Konservativen noch zu Liberalen. Den Kreisverband unterstüze ich, weil ich von dem Sprecher und zwei weiteren Vorständen persönlich überzeugt bin. Aber um auch weiteren Gerüchten vorzubeugen, ich kenne alle drei erst aufgrund der AfD.

        Wenn ich also empfehle, dass insbesondere der liberale Flügel und der BuVO mehr Pluralismus leben sollte, der konservative Flügel von dem mir befremdlichen Personenkult Abstand nehmen sollte, so nicht, weil ich irgendeinem Lager angehören würde, sondern weil dies meiner Auffassung von Liberalität und Demokratie entspricht. Aber letztlich bin ich Zuschauer und Wähler, entscheiden müssen Sie, die Parteimitglieder selber.

  6. Lieber Herr Prof. Dilger, ich denke, es ist an der Zeit, dass Sie als Wirtschaftsliberaler der AfD, zumindeste in NRW, die marktliberale Kompetenz (wieder) vertreten.

  7. Mitgliederinnen. So so. Das war hoffentlich Satire.

    Der Landesvorstand wurde meiner Meinung dadurch beschädigt, dass er Ihnen nach Erkrath die Unterstützung versagt hat und dann Herrn Pretzell ostentativ unterstützt hat. Jetzt ist man damit aufgelaufen, weil Herr Pretzell eine Abfuhr erhalten hat, was auch der Grund für diese Ereignisse sein wird.

    Herr Dilger, jetzt ist Ihre Chance, Verantwortung im positivsten Sinne zu übernehmen. Auch wenn ich mit Ihnen nicht immer auf einer Wellenlänge bin, bitte ich Sie sich zu bewerben. Wenn Sie „der Gegenseite“ das Feld überlassen, dann hat diese mangels bekannten Gegenkandidaturen leichtes Spiel. Alles spricht für Sie: Sie haben bereits Erfahrung als Landessprecher gesammelt, haben in Erkrath die Mehrheit hinter sich gehabt und sind nicht, wie etwa Herr Pretzell, zusätzlich durch ein Amt im Bundesvorstand ausgelastet und durch die jüngste Peinlichkeit belastet.

    Sollte Herr Pretzell ins EU-Parlament gewählt werden, dann ist das ebenfalls kein Grund, ihn zusätzlich mit Aufgaben im Landesvorstand auszustatten, so er denn will. Zumal er sich im EU-Parlament durch sein zu befürchtendes Gebaren nicht weiter empfehlen wird. Sollte er nicht gewählt werden, so werden wir uns fragen müssen, wie sehr seine regelwidrige Disziplinlosigkeit daran (sprich Ergebnis unter 7%) beteiligt war. Beides ist keine Wahlempfehlung.

    Herr Renner unterlag Ihnen immer.

    Jetzt ist es an Ihnen, nicht nur vor der Entwicklung der Partei zu warnen, sondern diese auch zu gestalten. Sie haben alle Voraussetzungen dafür. Versuchen Sie jetzt, zu einen statt zu spalten, natürlich nur diejenigen, die gemeinsame Regeln und Vereinbarungen akzeptieren, denn der Rest ist verloren, für jede Partei.

    Bitte versuchen Sie aktiv, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Denn mit einer Pretzell-AfD in NRW werden Sie nicht leben wollen, ob als Mitglied oder draußen.

    • Wenn Herr Dilger als Sprecher gewählt würde, dann fliegt der AfD der konservative Flügel um die Ohren. Herr Dilger hat gegen den Flügel zu stark polarisiert. Herr Pretzell würde die Partei weniger stark spalten, weil er sich zumindest in der Öffentlichkeit mit Polarisierungen zurück hält ( ob aus Eigennutz, Opportunismus, mag dahingestellt sein ). Letztlich besteht die Situation wie vor dem Antritt Burgers, nämlich eine Person zu finden, die einigt und nicht polarisiert oder gar spaltet. Es ist wirklich schade, dass Burger zurück getreten ist !

      • Natürlich spaltet Herr Pretzell die Partei mehr als ich, gerade auch in der Öffentlichkeit. Haben Sie die letzten Tage total verpennt? Ich habe auch nie gegen den konservativen Flügel polarisiert, sondern nur gegen den ultrakonservativen um die Herren Renner und Pretzell. Wenn diese den Eheleute Kloth Richtung PRO NRW folgen oder eine eigene Kleinstpartei gründen, wäre viel gewonnen für die AfD. Von daher brauchen wir auch keinen neuen Kompromisskandidaten, der diese Leute bei der Stange hält, um dann irgendwann hinzuschmeißen. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn ein anderer starker liberaler oder gemäßigt konservativer Kandidat übernimmt.

      • Sie haben in gewisser Art und Weise recht – Herr Pretzell hat den Bundesvorstand stark geeinigt, der ihn wegen seiner Regelverletzung verwarnt hat.
        Ich habe im Moment den eher den Eindruck, dass Herr Pretzell aktiv versucht, Herrn Lucke zu schaden und möglicherweise zu verdrängen.

  8. Ich schliesse mich weitgehend der Analyse und dem Appell voll an. Die Mitglieder sollten nun besser erkennen können, wer gute und politisch moderate Arbeit leisten kann und wer nicht. Sie sollten Ihrerseits mittlerweile zu Ihrer eigenen Reife erkannt haben, daß Sie in der Politik auch von verlogenen Intriganten und Opportunisten umgeben sind, die üble politische Nachrede gegen ihre aussichtsreichen Konkurrenten betreiben – und sich zukünftig selbst durch offene Gespräche ein Urteil bilden, bevor Sie fähige und Ihnen politisch eigentlich nahestehende Leute aus Lagerangst heraus bekämpfen. Sie haben selbst zum Lagerkampf zu Ihrer Schande beigetragen, sind und bleiben aber die überzeugendste und politisch reifste Figur. Mit Ihnen und einem demokratischeren Lucke hätte die AfD die Zukunft, die der ursprünglich in der AfD sich kristallisiert habende Bürgerwille verdiente. Treten Sie wieder an und machen Sie es diesmal besser (und menschlicher)! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

  9. Die Zwei-Fronten-Theorie von Alexander Dilger stütze ich nicht. Je nach Sachfrage kann man sich zu einen oder anderen Seite orientieren. Allerdings kann es zur Frage der Islamisierung in Abgrenzung zu den „etablierten Parteien“ keine zweite Meinung geben. Die Wattebausch-und-Vernebelungstaktik halte ich für grundfalsch und ablehnenswert.
    Für die, die immer noch nicht kapiert haben, was der auftrumpfende Islam hier eigentlich will, empfehle ich das Interview mit Hamed Abdel-Samad: http://www.welt.de/politik/ausland/article126302616/Vor-einer-Schlacht-mit-apokalyptischer-Dimension.html . Man muss nicht bei PI oder anderen Blogs schauen. Aber diese samtweiche Laß-uns-Kuscheln-Politik und die Verseuchung der Gesellschaft mit den Überzeugungen der Alt-68 hat sich überlebt und benötigt eine dringende Reformation. Und, lieber Herr Dilger, wer sich in die Rolle des Cajetans aufschwingt und die anderen dauernd auffordert Abbitte zu leisten und die „Thesen“ zu widerufen, der dient dem herkömmlichen System und taugt nicht für die neue Politik. Mit solchen Cajetans bekommen wir keine anderen, neue, reformatorische Politik hin. Tut mir leid.

    • Sie treten doch nicht für neue Politik ein, sondern eine alte und rückwärtsgewandte. Wäre es dann nicht konsequent, Frau und Herrn Kloth zu folgen: Ex-„AfD-Funktionäre wechseln zu PRO NRW“? Wenn die AfD erfolgreich sein will, muss sie Positionen jenseits der etablierten Parteien, aber diesseits der Extremisten und Radikalen einnehmen. Beim Islam bedeutet dies z. B. berechtigte Kritik ohne grundgesetzwidrige Forderung nach dem Ende der Religionsfreiheit (siehe ‚Welt-Interview und Kontroverse‘). Bei der EU fordert die AfD Reformen, aber nicht deren Ende etc.

      • Die AfD wird mittelfristig um diese Debatte nicht herumkommen. Man wird sich sehr dezidiert mit den Fragen auseinandersetzen müssen, die Bassam Tibi aufgeworfen hat. Ohne ehrliche (!) Analyse lassen sich bestimmte Probleme, die ganz klar dem Islam sowie den Traditionen, die auf ihn gründen, zuzuschreiben sind. Genau diese Analyse wird in der deutschen Politik gemieden wie die Pest, aber sie ist nötig. Eine klare Abgrenzung zur Pro-Bewegung ist dann möglich, wenn man jenen Teil der Muslime ins Boot holt, die sich durch die Ditib und den Zentralrat der Muslime nicht vertreten fühlen.
        Um nicht missverstanden zu werden: ein großer Teil meiner Verwandtschaft ist muslimisch (nicht wenige davon haben AfD gewählt:-).
        Ich habe keine Sorge, dass die Lucke-Linie der AfD sich mit der Pro-Schiene kreuzt.

      • Die Lucke-Linie ist (auch hier) vernünftig. Sie merken doch selbst an, dass es vernünftige Muslime gibt, die z. T. sogar die AfD wählen. Wie bei Christen, Atheisten etc. müssen wir auch bei den Muslimen differenzieren und nicht alle verteufeln (oder vergöttern).

      • Ich stehe gar nicht zur Debatte. Wir werden mal die Ergebnisse der Kommunalwahlen abwarten und dann werden wir sehen, wer sich was herausnehmen darf und wer sich vielleicht besser noch einmal ins Studierzimmer zurückzieht. Die Ergebnisse werden es zeigen. Für Duisburg kann ich behaupten, dass wir bei der BTW 203 das beste Ergebnis innerhalb NRWs erreicht haben. Offenbar haben wir für unseren Standort einiges richtig gemacht und nun dürfen die, die sich mancher Wahrheit bisher erfolgreich verschlossen haben auch mal von denen „lernen“, die es besser gemacht haben.

        Neues Spiel und neuer Glück. Nach dem 25.5. werden wir sehen, welche Strömung bei den Wählern und Bürgern besser ankommt und wer seine „Wahrheit“ verbreiten darf.

        Allerdings lehne ich Profilierungsneurotiker ab – egal von welchem Flügel sie gerade kommen. Und auf einen Personenkult/Führerkult stehe ich ebenfalls nicht. Von guten, nicht von vorgeschobenen, Argumenten lasse ich mich gerne überzeugen. Es erleichtert das Hinhören allerdings spürbar, wenn man auch ernst genommen wird. Ein untergeschobener Satzungsentwurf während des Wahlkampfs was ganz sicher kontraproduktiv.

      • Das Wahlergebnis in Duisburg war tatsächlich gut, doch Ihr Wahlkampf vor Ort war dafür nicht allein ausschlaggebend. Ich darf aus Dortmund berichten, dass wir die besten Ergebnisse dort erzielten, wo wir am wenigsten Wahlkampf machten. Ex post war das natürlich ein Fehler, der jetzt zu korrigieren ist, doch es unterstreicht die Bedeutung von Massenmedien oder vielleicht auch sozialen Medien im Internet (und natürlich vor allem der soziodemographischen Zusammensetzung der Wählerschaft sowie dem Problemdruck vor Ort) gegenüber dem klassischen Wahlkampf mit Ständen und Plakaten. Schauen wir einmal, wie die Europa- und Kommunalwahlergebnisse am 25. Mai ausschauen werden. Die Latte liegt für Sie in Duisburg höher als für andere und das Kommunalwahlergebnis kann man stärker dem Kreisverband zurechnen als das Europa- oder Bundestagswahlergebnis. Ich wünschen Ihnen und der AfD natürlich in beiden anstehenden Wahlen möglichst viel Erfolg.

  10. Die AfD ist kein überirdischer Engelverein, sondern in ihr agieren Menschen aus Fleisch und Blut. Was allerdings einen großen Unterschied zu anderen Parteien ausmacht, ist, dass sehr viel mehr Mitglieder einen akademischen Hintergrund haben und beruflich mit beiden Beinen mitten im Leben stehen. Opportunismus, Intriganz und Narzissmus, menschliche Eigenschaften, die nicht gerade selten sind, paaren sich hier also unter Umständen mit vielen verschiedenen fachlichen Kompetenzen und Qualifikationen. Die Reibungen und regelrechten Kämpfe, die daraus resultieren, sind also vielleicht in ihrer Ausprägung AfD-typisch, aber nichts wirklich Erstaunliches.
    In den kommenden Monaten werden vermutlich noch viele Fetzen fliegen. Wer das nicht aushält bzw. partout keine Federn lassen möchte, wer sich als Einzelkämpfer wohl fühlt, aber nicht als Teamplayer, wer auch dann geräuschvoll querschießt, wenn es sich öffentlich gerade gar nicht gut macht (ich nehme Herrn Burger und Herrn Dr. Himmelreich vor allem den Zeitpunkt ihres Rückzugs übel), behindert die Festigung und Reifung der Partei. Deshalb ist es wohl das Beste, diese Kandidaten einfach ziehen zu lassen.

    Auch wenn ich jetzt wieder von Prof. Dilger Widerspruch ernte: Der autoritäre Führungsstil von Prof. Lucke provoziert den notwendigen Reinigungsprozess in zwei Bereichen: rechts außen (hier geht es vor allem ums Programm) und im Tummelfeld der Selbstdarsteller.

  11. Leute wie Pretzell und co sind doch klassische Trittbrettfahrer.

    Mit solchen Leuten ist die AfD dem Untergang geweiht. 2% und weniger, die üblichen Ergebnisse für Krawallkleinstparteien. Schade um das Projekt AfD . Leute wie Prof Henkel , Starbatty, Dilger haben meine volle Unterstützung.

    • @A. Scherf: Und diese Unterstützung kann man z. B. so bieten, dass man sich zukünftig besser überlegt, ob man den Krawallmachern tatsächlich einen Krawall ermöglicht, indem man sie besonders beachtet, oder eben nur ein Krawällchen, das durch besonnene, sachliche Argumente schnell überlagert wird. Das Pretzeln darf sich einfach nicht lohnen, dann hört es auch wieder auf;-)

      • Die Anreize sind der entscheidende Punkt. Wenn Krawallmacher bei innerparteilichen Wahlen belohnt werden, machen sie noch mehr Krawall und kommen weitere hinzu. Werden sie hingegen abgestraft, nimmt der Krawall ab.

  12. Natürlich tritt man vor einer Wahl nicht zurück, da man in Kauf nimmt, eine Partei zu schädigen. Der Rücktritt von Burger und Himmelreich zum jetzigen Zeitpunkt sind aber erklärbar, weil sie auch aus der Partei austreten. Da sind die Skrupel dann weg oder nie entstanden. Für uns ist klar, dass wir die Falschen gewählt haben. Himmelreich wurde in Erkrath ja auch als zweiter NRW Kandidat für die Europawahlen gewählt. Ich weiß noch genau, als er am Ende des ersten Tages am Mikrofon stand, beide Hände in die Luft riss als wollte er sagen:“Gehet hin in Frieden“. Somit ist sein Austritt aus der Partei für mich nachzuvollziehen. Allerdings, Kritik im Nachhinein lohnt nur dann, wenn wir etwas daraus lernen. Das ist für mich Satzungskompetenz, Sachkompetenz und Rechtskompetenz, gepaart mit Rhetorikvermögen.

  13. Als Außenstehender bitte ich Sie Herr Dilger, stellen Sie sich wieder zur Wahl für den Landessprecher. Die AfD braucht vernünftige und gemäßigte Personen wie Sie, um diese schwierige Anfangsphase politisch zu überleben. Wenn sich Intellektuelle wie Sie von der Partei abwenden, wird sie von Populisten übernommen und ihr eigenes Schicksal besiegeln. Damit lieferen Sie doch all jenen eine Bestätigung, die AfD von Anfang an als Nationalisten und Rechtspopulisten bezeichnet haben. Tun Sie den etablierten Parteien nicht diesen Gefallen!

    • Zustimmung. Die AfD muss ihr wirtschaftsliberales Profil wieder deutlicher herausstellen, Prof. Starbatty und Prof. Henkel sind hier eigentlich auf Bundesebene schon in der Pflicht. In NRW sollte Prof. Dilger diese Akzente in Zukunft wieder setzen.

  14. Pingback: Behrendt ist dritter NRW-Sprecher | Alexander Dilger

  15. ….also was mir ganz gehörig gegen den Strich geht ist, das selbstverliebte Darsteller sich für höchste Parteiämter bewerben, nur um dann nach kürzester Zeit – weil nicht alles zu 100% so lief, wie sie es sich in ihren Träumen vorgestellt hatten – mit großem Pomp und Getöße zurück, oder sogar auszutreten. Sorry, da habe ich nicht mehr das geringste Verständnis, wenn man eine solche Aufgabe, wie einen Landesvorstandsposten übernommen hat, nicht einmal das geringste Pflichtgefühl zu besitzen und bei der Geringsten Kleinigkeit Fahnenflucht zu begehen….verschont uns bitte zukünftig vor diesen Gestalten!

  16. Pingback: Behrendt ist dritter NRW-Sprecher | FreieWelt.net

  17. Austreten ist verboten, Herr Prof. Dilger! 😉

    Denn, wie Sie selbst zutreffend sagten:
    „Irgendwann muss eine Entscheidung fallen. Die Herren Pretzell und Renner einerseits und Herr Lucke und z. B. ich andererseits passen nicht in dieselbe Partei. Allerdings können die Erstgenannten gar nicht gewinnen. Selbst wenn sie die Macht in der AfD übernehmen sollten, dann wird die AfD keine erfolgreiche Partei mehr sein. Es gibt bereits mehr als genug Beispiele von erfolglosen rechten Parteien in Deutschland.“

    Entweder läuft unsere Partei also in Ihre und Luckes (inhaltliche) Richtung – oder sie läuft gar nicht.
    Sollte es eines Tages so weit kommen, dann können wir immer noch austreten!

    • Austreten ist zwar nicht verboten, aber momentan würde ich jedem liberalen und seriös konservativem Mitglied davon abraten, da die AfD die besten Chancen auf vernünftige Reformen bietet. Sollte die Partei kippen und scheitern, können wir immer noch austreten, und zwar dann am besten gemeinsam.

      • Ich freue mich sehr über Ihre Haltung! Die AfD ist längst noch nicht verloren. Es wäre töricht, die Partei vorschnell zu verlassen und den Pretzell-Jüngern das Ruder zu überlassen. Sie sind noch immer in der Minderheit. Ich vertraue auch auf die Klugheit Luckes, der die Gefahren – davon bin ich fest überzeugt – längst erkannt hat. Der nächste Schritt sind die politischen Leitlinien, die ich im ersten Entwurf für sehr vernünftig halte. Der Wahlkampf wird hoffentlich von größeren innerparteilichen Scharmützeln verschont bleiben. Ein Erfolg bei der Europawahl dürfte dann den Lucke-Henkel-Kurs weiter stärken.

  18. Ich kenne keine Schlacht in der Geschichte die gewonnen wurde, ohne einen Führer. Fällt der Führer aus, übernimmt dann das Volk, indem es einen neuen Führer wählt. Deshalb gehört ein Führer dem Volk und nicht sich selbst. Würde ich mich in mich selbst verlieben, würde ich sicher nicht das Amt des Sprechers der NRW AfD anstreben. Das ist eine Treppe ohne Stufen, bei der das Geländer fehlt.

    • Das Wort „Führer“ ist im Deutschen leider belastet, doch auch eine demokratische Partei braucht einen Vorsitzenden oder zumindest Sprecher (was nicht dasselbe ist). Wenn das Volk bzw. die Mitgliedschaft seinen Anführer selbst wählt, nennt man das demokratisch. Es gibt allerdings auch andere Prinzipien, nach denen der Anführer bestimmt werden könnte (z. B. per Geburt oder durch Gewalt). Als Sprecher des Landesverbandes NRW hat man das zusätzliche Problem, gar nicht der oberste Anführer zu sein, sondern ein geeignetes Verhältnis zur Bundesebene finden zu müssen, bei dem man sowohl die speziellen Interessen des Landesverbandes als auch die der Gesamtpartei und deren Leitung berücksichtigt. Schon allein von daher halte ich Herrn Pretzell oder auch Herrn Renner für völlig ungeeignet für diese Position. Wenn überhaupt, müssten sie nach der Parteispitze im Bund greifen.

      • Da liegt die Hauptgefahr. Wenn Pretzell der nächste NRW-Sprecher würde (Renner hätte doch ohnehin keine Chance), dann wäre der Niedergang der Gesamt-AfD wahrscheinlich, wenn nicht gar perfekt. Die Mitglieder des stärksten Landesverbandes programmierten den Dauerkonflikt mit dem Bundesvorstand.

        Denn Pretzell (wenn Opportunist) hätte keine andere Wahl als den baldmöglichsten Kampf gegen Lucke um die (mindestens ideologische) Vorherrschaft zu suchen. Er könnte sich gar nicht einbinden lassen, ohne die Gefahr, sich selbst zu demontieren. Je länger er involviert wird, desto höher das Risiko, entzaubert und uninteressant zu werden. Zumal ihm radikale Konkurrenten immer den Rang abzulaufen versuchen würden. Viele haben da nun ein Potential erkannt und würden ihn sicher gerne beerben. Das Momentum hat er jetzt und er kann es nur erhalten, wenn er der „Chef-Radikale“ bleibt. Der Weg zurück ist ihm verbaut. Der Wettlauf der Demagogen dürfte ohnehin schon eröffnet sein. Jetzt heisst es: „Wer hat den grössten Mut zur Wahrheit?“

        Natürlich verbietet sich jeder Vergleich von Personen und Motiven. Nur rein strategisch: wenn hier sei verglichen, wenn denn schon wiederholt die Rede von/vom „Führer“ ist, dann mag man zumindest in jener Notwendigkeit eine Parallele erkennen: Hitler wusste auch, daß das Kabinett Papen (also Hugenberg) ihn durch Einbindung neutralisieren oder mässigen wollte und zog den Schluss, daß dies nur durch den Konflikt / die Radikalität Chance auf Unterlaufung hatte. Der Rest ist Geschichte. Wiederholt sie sich unter anderen Vorzeichen, Motiven und im kleineren Maßstab?

      • Den Hitler-Vergleich finde ich unpassend und auch sonst sehe ich keine Zwangsläufigkeit des Handelns. Ich habe gerade wegen des Opportunismus von Herrn Pretzell noch Hoffnung, insbesondere weil er wohl nicht nur politische, sondern auch finanzielle Motive hat. Listenplatz 7 hat Chancen, zieht aber nicht sicher ins Europaparlament ein, so dass ihm zumindest die nächsten 53 Tage eigentlich an der Maximierung dieser Chancen gelegen sein müsste. Ein offener Streit mit dem Bundesvorstand ist dem abträglich.

  19. Ein offener, sachlicher Streit um die Positionen und Ziele der AfD wäre alles andere als abträglich, sondern demokratische Pflicht bei der Suche nach dem besten Weg. Nur autokratische Systeme akzeptieren diese Streitkultur nicht. Pretzell wäre gut beraten, wenn er in der Sache fair mit dem Sprecher des BuVos streiten würde.

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