Zu spät

Letzte Nacht um 22.42 Uhr verschickte die „Bundesgeschäftsführung“ noch einen Satzungsentwurf. Der Kompromiss zwischen den Antragstellern der drei bisher vorliegenden Satzungsentwürfe ist nicht so schlimm wie der ursprüngliche Satzungsentwurf von Bernd Lucke et al., aber doch deutlich schlechter als die aktuelle Satzung. Während das noch eine politische Bewertung von mir darstellt, über die man diskutieren und die eine Zweidrittelmehrheit anders entscheiden könnte, ist dieser neue Entwurf keine 35 Stunden vor Eröffnung des Bundesparteitags in Erfurt eindeutig viel zu spät. Nach der geltenden Satzung (§ 12 Abs. 10 Satz 2) muss ein Satzungsänderungsantrag „mindestens drei Wochen vor Beginn des Bundesparteitages beim Bundesvorstand eingegangen“ sein, damit über ihn abgestimmt werden darf. Das ist hier eindeutig nicht der Fall, denn der Kompromiss wurde erst gestern ausgehandelt und das versandte Dokument um 21.23 Uhr erstellt und um 21.30 Uhr noch einmal geändert.

Zwar gibt es keine Versandfristen in der Satzung, aber auch die Aussendung an die Mitglieder dürfte zu spät erfolgt sein. So hatte ich mich bereits vor dieser nächtlichen Aktion entschieden, doch nicht nach Erfurt zu fahren. Sollte dieser neue Entwurf „als Grundlage für die Diskussion und Abstimmung auf unserem Parteitag dieses Wochenende in Erfurt“ (Begleittext der E-Mail) genommen werden, wäre das ein Satzungsverstoß, der die Rechte der Mitglieder verletzt, insbesondere der abwesenden wie mir. Dasselbe gilt für den neuen Entwurf für die Finanz- und Beitragsordnung mit Satzungsrang.

Gestern morgen um 7.21 Uhr gab es noch eine andere verspätete E-Mail, in diesem Fall vom NRW-Sprecher Jörg Burger, mit Einladung für ein Vorabendtreffen heute um 19 Uhr in Erfurt. Das Einladungsdokument ohne Unterschrift wurde von Frau Garbracht am 16. März erstellt und war zuvor bereits an ausgewählte Mitglieder verschickt worden, aber beispielsweise nicht (direkt) an mich. Herr Pretzell wird darin fälschlich als „NRW-Spitzenkandidat der AfD-Bundesliste für die Europawahl in Nordrhein-Westfalen“ bezeichnet (siehe ‚Rede eines Kandidaten aus, nicht von NRW‘) und spricht angeblich „über die Positionen der AfD zu Europa, Demokratieverständnis und die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit“, wobei er sich entgegen der AfD-Beschlusslage gegen die EU ausspricht und sich nächste Woche öffentlich mit Nigel Farage von UKIP verbrüdert (siehe diese Einladung auf der AfD-Landeshomepage, obwohl es sich um eine Veranstaltung der Jungen Alternative handelt). Statt immer neue Satzungsentwürfe vorzulegen, sollte der Bundesvorstand wohl besser etwas gegen diesen politischen Geisterfahrer tun, bevor es auch dafür zu spät ist, da er selbst für den Bundesvorstand kandidieren möchte.

30 Gedanken zu „Zu spät

  1. Schade, dass Sie nicht in Erfurt dabei sind. Gerade bei diesem Parteitag, wo wichtige Weichen in personeller und inhaltlicher Hinsicht gestellt werden, wäre eine starke Präsenz des liberalen Flügels wichtig. Aber Sie werden Ihre Gründe haben.

    • Je nach Abgrenzung kommt von den liberalen AfD-Mitgliedern, zumindest den bekannteren, fast keines. Mögen sich die Konservativen und Ultrakonservativen untereinander streiten. Satzungswidrige Beschlüsse lassen sich auch eher anfechten, wenn man gar nicht dabei war.

      • Da haben wir sie wieder, die liberale Fliege, von der ich sprach und die sich mir als weitverbreitete Untugend unter Liberalen präsentiert. Sie haben übrigens zu früh auf absenden gedrückt – es fehlte noch: „Auch Beschlüsse, Parteitage und Personen lassen sich leichter kritisieren und angreifen, wenn man gar nicht dabei war“

      • Was haben konservative (oder doch einfach nur illiberale?) Mitglieder wie Sie gegen die Einhaltung der Satzung und von Beschlüssen? Wie kann man mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Großen fordern, aber im Kleinen selbst nicht einhalten wollen?

        Rechtmäßige Beschlüsse und Wahlen kann man natürlich schlechter angreifen, wenn man gar nicht dabei war und nicht aktiv dagegen gekämpft hat. Bei Einladungsmängeln sieht es jedoch anders aus. Für Anwesende können diese geheilt werden, immerhin sind diese trotz der Mängel vor Ort oder bekommen vielleicht noch eine Lesepause für den neusten Satzungsentwurf. Bei Abwesenden ist das jedoch anders.

      • Ich weiß immer noch nicht, was dieses „liberal“ bedeutet. Offensichtlich sind es Leute, denen die Partei nur dann wichtig ist, wenn man über sie statt mit ihr reden kann, denn ansonsten verstehe ich deren laut Ihnen fast geschlossenes, phantomhaftes Fernbleiben von einer so wichtigen Veranstaltung nicht. Ich hätte schon aus purem Eigennutz gerne gewusst, woran ich erkenne wann eine Person oder Position „liberal“ ist und warum es schlecht ist, wenn sie es nicht ist. Im Moment muss ich mich dabei auf so eine Art Ratingagentur verlassen, die ihr sympathische Personen als „liberal“ adelt. Beispielsweise wüsste ich gerne, ob Herr Pretzell und Herr Renner zu den Liberalen gehören, da Herr Renner sich selbst im Deutschlandfunk als liberal bezeichnet hat. Herr Pretzell will die EU nicht bewahren, ist also kein Konservativer, sondern er die Menschen von ihr befreien, weswegen er wohl ein Liberaler ist – oder wie funktioniert das? Das sind nämlich diese Schwierigkeiten, die ich habe. Ich bin wirklich für jede Aufklärung dankbar, denn mir fehlt derzeit der Durchblick.

        „Satzungswidrige Beschlüsse lassen sich auch eher anfechten, wenn man gar nicht dabei war.“
        Diese Rechtsaufassung ist mir persönlich neu, sieht man von der Sippenhaft ab. Man sollte meinen, dass Leute, die Diskussion und Prozedere vor Ort verfolgt haben, das Problem besser beurteilen können.

      • Gerade liberale Überzeugungen lassen sich inhaltlich bestimmen über das Eintreten für individuelle Freiheit und deren Schutz durch und vor dem Staat (siehe ‚Freiheit und Staat aus liberaler Sicht‘). Es ist eine sehr werthaltige Position und nicht völlig beliebig und willkürlich, wie sie unterstellen. Dagegen kann man konservativ hinsichtlich jedes bestehenden Zustands sein, sei er liberal, sozialistisch oder diktatorisch, so wie auch jeder Nationalist vor allem für seine Nation ist und nicht für andere.

        Liberale akzeptieren auch andere politische Überzeugungen. Insbesondere ist die AfD keine rein, aber immer noch auch liberale Partei. Allerdings gibt es Grenzen der Toleranz. So wollen Sie wohl nur noch herumpöbeln, weshalb ich Ihre anderen Kommentare ohne inhaltliche Anliegen nicht freischalte. Sie passen besser zu Facebook als diesem Blog.

  2. Es ist in meinen Augen unfassbar, wie die derzeitige Parteiführung mit uns Mitgliedern umspringt. Sicher haben Viele die gestern Abend versandten „last-minute“-Korrekturen gar nicht erhalten. Ich selbst habe sie z.B. nur bekommen, da sie mir ein Parteifreund aus einem 150 km entfernten Kreisverband weitergeleitet hat. Sonst hätte ich nicht einmal davon erfahren.

    Ganz von den latenten, eklatanten Verstößen gegen die derzeit gültige Satzung abgesehen ist es eine absolute Zumutung, die Mitgliedern noch wenige Stunden vor der Abreise zum Parteitag mit derartigen Entwürfen zuzumüllen.

    Meiner Ansicht nach kann man diesen Bundesvorstand nur noch geschlossen abwählen und komplett neu besetzen.

    • Auch für einen Abwahlantrag gegen den Bundesvorstand ist es jetzt zu spät. Selbst der vorliegende Antrag gegen den Bundesschatzmeister wurde zu spät versandt. Die beste Lösung wäre es, wenn sich der Parteitag in Erfurt auf das Europawahlprogramm konzentrieren würde. Allein das ist jetzt wichtig und dringend zugleich (neben dem Beschluss über die Finanzverteilung 2013). Die Satzung und die anderen konfliktträchtigen Themen sollten auf einem Parteitag kurz nach der Europawahl verhandelt werden. Nach zwei öffentlichen Wahlen müsste sich dann auch der Bundesvorstand wieder zur Wahl stellen. Von sich aus macht er leider nichts davon, so dass es die Mitglieder schon erzwingen müssten.

  3. @ MM: Wenn Sie sich mit den Abwahlphantasien mal nicht vertun. Diese Nummer ist an meinem Arbeitsplatz in einer durchaus vergleichbaren Situation gerade gründlich schiefgelaufen. Diejenigen, die aufgrund nicht erfüllter persönlicher Ansichten und Ambitionen Stimmung gegen ein wichtiges Gremium machten und tatsächlich Neuwahlen erreicht haben, wurden überrascht. Das alte Gremium war auch das neue – von weit mehr Stimmen gestützt als zuvor.

    @prof. Dilger: Was Ihren Zorn auf den Ex-Rivalen betrifft (der sich wahrlich unfair verhielt, aber er hat sie bei der Wahl nun mal klar geschlagen): Kann man nicht einfach abwarten, was da wirklich geschieht? Wenn auf der Landeshompepage ein Treffen mit zwei verschiedenen Gästen angekündigt wird, ist noch lange nicht gesagt, dass diese sich sogleich verbrüdern – was Sie aber bereits jetzt unterstellen. Vielleicht werden, im Gegenteil, klare Grenzen gezogen. Vielleicht auch nicht, und dann hätten Sie Anlass, sich entsprechend zu beklagen.
    Ich würde mir wünschen, dass Sie heute vor allem die Daumen für einen konstruktiven, erfolgreichen Parteitag in Erfurt drücken, anstatt schon wieder und an einer neuen Ecke Verrat zu wittern und dies prompt alle Welt wissen zu lassen, noch ehe irgendetwas Anrüchiges passiert ist.

      • Wenn es etwas Anrüchiges geben sollte (wobei man den Begriff erst einmal definieren müsste – er ist dehnbar), erfahre ich es hoffentlich nicht über einen öffentlichen Blog.

        Wo bleiben die guten Wünsche für morgen? Oder meinen Sie, es gibt keinen Anlass zur Hoffnung, womit es auch nichts mehr zu wünschen gibt?
        Ich wünsche, hoffe und vertraue – ja, auch auf die Mitglieder des aktuellen Bundesvorstands, aber ebenso auf die Kompetenz und Vernunft anderer Parteimitglieder. Ich bin jedoch Realist genug, um zu wissen, dass die Stimme der Kompetenz und die der Vernunft meist nicht die lauteste ist.

        Apropos Dehnbarkeit der Begriffe: „Der Staat muß untergeh’n, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet“, schrieb Schiller.
        Angewandt auf die politischen Verhältnisse in Deutschland werden Sie dem wahrscheinlich sofort zustimmen. In Bezug auf eine von Prof. Lucke entworfene und mehrheitlich möglicherweise morgen beschlossene Satzung wohl ebenfalls, weil Sie meinen, dass die Satzung der Demokratie den Boden entzieht und damit den Untergang der AfD bedeutet?

        Was würden Sie sagen, wenn Ihre Vorschläge durchkämen?
        Wäre das die Kombination von hohem Verstand und Schwarmintelligenz? Wäre die Demokratisierung der Satzung die Voraussetzung dafür, dass die AfD erfolgreich sein wird?

        Was ich sagen will: Demokratie ist eben kein Garant für Güte. Mit demokratischen Mitteln (siehe z.B. Fernsehquote) kann man den größten Blödsinn durchbekommen. Trotzdem ist sie die beste aller Möglichkeiten. (Nur sollte man, wenn die Güte sich nicht einstellt, sehen, dass jede Mehrheit das kriegt, was sie gewählt und somit verdient hat.)

        Ich setze -ganz demokratisch- momentan aus Überzeugung auf den Verstand von Prof. Lucke sowie anderen Vorstandsmitgliedern und nicht auf die Müpfigkeit einer (noch vollkommen) unkalkulierbaren Parteibasis. Ich wähle also ganz demokratisch bewusst ein Stück weniger demokratische Freiheit. Ich glaube, dass die Be-Freiung der Partei von Reinwasser-Karrieristen, selbstgefälligen Querulanten, röhrenden Platzhirschen und Eindringlingen von rechts außen so am ehesten erreichbar ist.

      • Wenn Sie auf diesem Blog nichts erfahren möchten, sollten Sie ihn vielleicht besser nicht lesen und schon gar nicht nachfragen. Gute Wünsche für inzwischen heute hatte ich bereits mehrfach formuliert. Die Absetzung der Satzungsentwürfe von der Tagesordnung ist doch schon einmal ein sehr guter Anfang. Natürlich sind demokratische Entscheidungen häufig subotpimal, trotzdem ist Demokratie als Prinzip besser als ihre Alternativen.

      • Da hätte ich dann mal gerne eine Aufklärung zu. Vieles passiert nämlich in der Partei, leider bekommt man selbst auf einer „Funktionsebene“ nicht alles mit, was sehr traurig ist. Vieles macht aber auch mich aktuell etwas nachdenklich…

  4. Also sehr erfreulich dass Herr Lucke auf die Kritik reagiert hat. In Ihrem letzten Beitrag hieß es noch, Herr Lucke wollte nicht einen Satz ändern, was mich jetzt etwas verwirrt.

    „Herr Pretzell wird darin fälschlich als “NRW-Spitzenkandidat der AfD-Bundesliste für die Europawahl in Nordrhein-Westfalen”“
    Sie wissen, dass ich Herrn Pretzell auch mehrmals kritisiert habe. Der Satz soll wohl bedeuten, dass er der Bestplatzierte aus NRW ist. Ich glaube nicht, dass böse Absicht dahinter steckt, und ich glaube auch nicht dass eine Partei ewig lang an winzigen Formulierungen in Einladungsschreiben herumdoktern kann, weil sich irgendwer wohl immer daran stören wird. Jedenfalls ist ungeschickte Dummheit nicht immer bösartig, was auch für die Idee mit dem Losverfahren gelten dürfte.

    „und spricht angeblich “über die Positionen der AfD zu Europa, Demokratieverständnis und die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit”“
    Vielleicht redet Herr Pretzell ja tatsächlich über das Programm der AfD, und nicht über seine eigenen.

    „und sich nächste Woche öffentlich mit Nigel Farage von UKIP verbrüdert“
    „Öffentlich“ ist die Veranstaltung nicht, da man Einladung benötigt. Der Besuch einer Veranstaltung ist noch lange keine „Vebrüderung“, da ja selbst im EU-Parlament zusammenarbeitende Parteien abweichende Meinungen haben können. Zur ECR-Fraktion gehört z.B. auch Herrn Erdogans AKP, die im EU-Parlament Beobachterstatus hat. Wenn Sie die ECR-Fraktion im Blick haben, so stellt das ja ganz sicher keine Verbrüderung zwischen Ihnen und Erdogan dar.

    „Statt immer neue Satzungsentwürfe vorzulegen, sollte der Bundesvorstand wohl besser etwas gegen diesen politischen Geisterfahrer tun“
    Sie haben sich doch jüngst gegen einen starken Bundesvorstand mit Durchgriffsrechten ausgesprochen; Ihre Ablehnung des Satzungsentwurfs wird ja auch hier thematisiert. Sie meinten daher wahrscheinlich den Landesvostand.

    • Sie können davon ausgehen, dass ich in meinen Blog-Beiträgen durchaus meine, was ich schreibe. Sie müssen nur genau lesen und den Kontext berücksichtigen. So schrieb ich im Beitrag ‚Zu Luckes Erläuterungen seines Satzungsentwurfs‘, dass Herr Lucke „ihn ohne jede Änderung aufrechtzuerhalten und mit zweifelhaften Argumenten zu verteidigen“ beschloss, was seinerzeit durchaus der Fall war. Gestern zeigte er sich dann doch kompromissfähig, was ich anerkenne, aber für morgen eben doch für zu spät halte.

      Dass Herr Pretzell sich selbst als NRW-Spitzenkandidat bezeichnet, ist eine Sache. Dass dies auch der Landesvorstand tut, eine andere. Zumindest letzterer müsste sich an das Votum der Mitgliederversammlung gebunden fühlen, zumindest bis es ein neues gibt. Richtig bösartig ist es, falls sich das Gerücht bestätigen sollte, dass der Landesvorstand bereits vor Berlin beschloss, Herrn Pretzell statt die von den Mitglidern nominierten Kandidaten zu unterstützen.

      Die JA-Veranstaltung ist öffentlich. Jeder einschließlich Presse ist eingeladen, es wird nur um eine Anmeldung gebeten. Herr Pretzell hat sich bereits für UKIP ausgesprochen, mit Kritik an dieser ist nicht zu rechnen, sondern nur am offiziellen AfD-Kurs.

      Der Bundesvorstand hat jetzt schon starke Durchgriffsrechte gegenüber renitenten Mitgliedern. Solange er diese nicht nutzt, braucht er wohl keine neuen. Das erinnert an den ständigen Ruf nach schärferen Gesetzen im Bereich der Kriminalität, wenn es zu einem Bruch der bestehenden Gesetze und einer zu laschen Durchsetzung derselben kam.

  5. „Richtig bösartig ist es, falls sich das Gerücht bestätigen sollte, dass der Landesvorstand bereits vor Berlin beschloss, Herrn Pretzell statt die von den Mitglidern nominierten Kandidaten zu unterstützen.“
    Das ist zwar rechtssicher formuliert, geht Inhaltlich aber in den Bereich der Verleumdung Professor Dilger, und erinnert mich fast an die Vorgeshensweise der Antifa. Wenn ich Ihnen auch in vielen Bereichen Recht gebe, so erstaunter bin ich über diese Äußerung, und die Verbitterung die man ihr unweigerlich entnimmt.

    • Es geht hier weder um Verleumdung noch Verbitterung, sondern eine Faktenfrage. Im Gegensatz zu anderen streue ich keine unsubstantiierten Gerüchte, sondern das ist mir von einem Landesvorstandsmitglied glaubhaft berichtet worden. Nur fehlt die offizielle Bestätigung und möchte diese Person aus naheliegenden Gründen nicht namentlich genannt werden. Vielleicht fragen Sie einmal Ihren Freund Herrn Keith danach.

  6. Sehr geehrter Herr Dilger, so sehr offene Meinungsäußerung auch zu begrüßen ist: Mit einer derart vorgetragenen Kritik wird den Medien ein Angriffspunkt für weitere Diffamierung der Partei gegeben. Wieso werden solche Probleme nicht intern besprochen! So könnte verhindert werden, dass die AfD weiter als zerstrittene Partei gilt, dnn im Wahlkampf muss der Inhalt verbreitet werden, keinesfalls aber Zwietracht. Es ist auch so schon schwer genug Wähler zu überzeugen, ob der gewaltigen Anti-Keule der Medien.

    • Die Satzungskritik wurde zuerst intern vorgebracht, doch das Einlenken erfolgte erst heute, nicht zuletzt wegen des Drucks der Medien und Mitglieder. Wenn der Satzungsentwurf verabschiedet worden wäre, wäre der Schaden um ein Vielfaches größer gewesen.

    • Mweine Rede hier seit etlichen Tagen. Da fragt man sich schon, was den Blog-Herrn umtreibt…

      Freuen wir uns jetzt erst einmal über einen lebhaften Parteitag und eine gandiose Lucke-Rede, die den entsprechenden Applaus bekam. Herr Wegner hingegen hat sich selbst eher negativ gelabelt. Die Leute können ganz gut zwischen selbstverliebter Wichtigtuerei und kritischer, aber konstruktiv orientierter Mitarbeit unterscheiden.

      • Ich frage mich, was Sie umtreibt. Meine Position wurde von der überwiegenden Mehrheit des Parteitags geteilt, Ihre antidemokratischen Vorstellungen dagegen nicht. Die AfD ist jetzt wieder auf dem richtigen Kurs.

  7. *** Nur fehlt die offizielle Bestätigung und möchte diese Person aus naheliegenden Gründen nicht namentlich genannt werden.***

    Diese Person lügt.
    Die Strömungen Renner , Dr.Dilger , und überraschend Pretzell , welcher auch für mich völlig überraschend , sich erst am Vorabend zu dem Schritt auf Zwei anzutreten entschloss , waren nicht erfolgsorientiert. Während Herr Pühringer genau wusste was er tat , fiel Pretzell sich selbst zum Opfer und war ob des achtbaren Ergebnisses gegen Henkel in eine “ Meldungsspirale “ geraten . Er sah den Fehler ein und bedauerte diesen. Ihre Vermutung und die angebliche Aussage eines “ nicht Genannten “ stehen völlig gegen die aufrechte Haltung des Herrn Burger , welcher Sie Vorschlug . Glauben Sie allen Ernstes an diese Art der Scheinheiligkeit bei unserem Landesvorsitzenden ? Ich nicht ! Der von Ihnen angesprochene Freund ( Sie wissen doch … Kumpel ! immer nur Kumpel 😉 ..) meiner Frau 🙂 hatte ganz andere Interessen als die von Ihnen vermuteten . Wenn Sie das noch einmal Revue passieren lassen werden Sie das auch erkennen. Wer sollte nach Ihrer Meinung denn da noch mitgemacht haben ?

    Der Informant ist ein Spinner und übler Lügner !
    Ich denke , Sie wissen was ich alles versucht habe um Einigung zu erzielen und war so wirklich besser im Bild als Andere .

    Beste Grüße aus Bochum
    Wolfgang Demolsky

    Das ich Sie gern da vorn gesehen hätte wissen Sie genau. Aber eines muss ich sagen , die Rede von Pretzell war die deutlich bessere. Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler !

    • Sie sollten sich mit Ihren Beleidigungen zurückhalten (wo sich Ihre Frau doch so vehement gegen Verleumdungen aussprach), zumal Ihre Andeutungen einmal mehr an der Sache vorbeigehen. Die Behauptung ist nicht, dass der Landesvorstand bereits vor Aschaffenburg für Herrn Pretzell votierte. Da hetzte nur Ihr „Kumpel“ gegen die von den NRW-Mitgliedern nominierten Kandidaten. In Aschaffenburg war die Unterstützung schwach und Herr Pühringer kandidierte als Landesvorstandsmitglied außer der Reihe gegen mich. Doch der eigentliche Kurswechsel kam, wenn die Aussage stimmt, nach Aschaffenburg und vor Berlin, wo Herr Pretzell wieder überraschend stark war, nachdem er in Aschaffenburg immer mehr an Stimmen verloren hatte. Beide Reden von Herrn Pretzell waren gegen das Parteiprogramm gerichtet. Dass Ihnen das gut gefällt, ist bezeichnend.

  8. Herr Dilger , großen Respekt wie sie die liberale Fahne hochhalten.

    Wer gegen die eigene Satzungen verstößt und das auch noch rechfertigen will, macht sich doch mit Kritk an Demokratiedefizit der EU völlig unglaubwürdig. Von der geänderten Haltung zum Euro will ich lieber gar nicht reden.

  9. @Prof. Dilger: Was mich umtreibt? Meine Definition von gutem und konstruktivem Stil. Härte in der Sache ja, aber Sie sehen doch selbst, auf was die Medien lauern, wie selektiv berichtet wird.
    Was die Satzung betrifft: Eine demokratische Entscheidung ist in Erfurt gefallen, ganz ohne Ihre Anwesenheit. Alles in Ordnung – oder erwarten Sie, um Ihr Argument, ich sei undemokratisch weiter kultivieren zu können, dass ich mich beklage? Den Gefallen kann ich Ihnen leider nicht tun:-)

  10. Pingback: Großartiger Parteitagsauftakt in Erfurt | Alexander Dilger

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