Rede eines Kandidaten aus, nicht von NRW

Auf der Homepage des Landesverbandes NRW der AfD gibt es fragwürdige Meldungen: „Marcus Pretzell Europawahl-Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland NRW“ und „Marcus Pretzell geht bei der Europawahl für die AfD-NRW ins Rennen“. Beides trifft nicht zu, da Herr Pretzell zwar aus NRW stammt, aber nicht von NRW nominiert wurde, sondern gegen die von der Mitgliederversammlung in Erkrath nominierten ‚NRW-Bewerber‘ kandidierte (siehe „Disziplinlosigkeit kann auch zu Erfolg führen“). Deshalb habe ich dem Landesvorstand folgende E-Mail geschrieben:

Betreff: Pretzell ist nicht NRW-Spitzenkandidat

Sehr geehrte Dame und Herren vom Landesvorstand,

auf der Landeshomepage werden Fehlinformationen verbreitet, um deren Löschung und Richtigstellung ich bitte. Herr Pretzell ist nicht „Europawahl-Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland NRW“. Auch der Landessprecher sollte sich nicht so zitieren lassen und seine Blumen für Herrn Pretzell selbst bezahlen. Die NRW-Mitgliederversammlung in Erkrath hat andere Kandidaten nominiert, gegen die Herr Pretzell in Aschaffenburg und Erkrath Stimmung gemacht und ohne Mandat von NRW kandidiert hat. Folglich ist er zwar ein Kandidat aus NRW, aber nicht ein Kandidat oder gar der Spitzenkandidat von NRW. Als offizieller Kandidat von NRW kann allein Herr Dr. Zielke bezeichnet werden, der in Erkrath von den Mitgliedern nominiert wurde. Dies ist bei öffentlichen Verlautbarungen, aber z. B. auch der Finanzierung des Wahlkampfs zu beachten.

Danke und Grüße!

Alexander Dilger

Herr Rosendahl, der für „Presse und PR“ zuständig ist, antwortete mir ablehnend und mit dem Rat, weniger zu bloggen. Folglich stelle ich das hier ein, da ich zwar nicht mehr offensiv gegen den von der Europawahlversammlung des Bundesverbandes aufgestellten Kandidaten opponieren möchte, aber durchaus defensiv mit Mut zur Wahrheit solchen Falschdarstellungen entgegentrete. Der Landesvorstand hat die von den Mitgliedern aufwendig Nominierten nicht hinreichend unterstützt, Herr Keith hat sogar aktiv gegen uns gehetzt und Herr Pühringer aktiv gegen mich kandidiert, während Herr Rosendahl vor Aschaffenburg nichts Positives über mich auf die Homepage stellen wollte, aber „Manfred W. Pühringer zum Europäischen Parlament“ dort platzierte.

Es ist ein starkes Stück, jetzt Herrn Pretzell als den offiziellen Kandidaten von NRW verkaufen zu wollen. Aus meiner Sicht stellt sich der Vorstand damit gegen das Votum der Mitglieder. Es ginge nur, wenn die Mitglieder oder zumindest die Delegierten des nächsten Landesparteitags dem nachträglich zustimmen sollten. Im Übrigen wurde der Bundestagswahlkampf auf Landesebene nicht personalisiert geführt und habe ich alle meine Plakate selbst bezahlt.

Um noch etwas Positives über Herrn Pretzell zu schreiben, verweise ich auf seine inzwischen online zugängliche Rede von Aschaffenburg. Ich muss meine in einem Kommentar geäußerte Behauptung zurücknehmen, er habe „mit recht monotoner, hasserfüllter Stimme in den Saal geschrien“. Das hört sich in dem Mitschnitt anders an, so dass ich mich entweder falsch erinnerte oder die schlechte Akustik in der Halle an meinem Platz einen anderen Eindruck erweckte. Außerdem fordert er, ebenfalls entgegen meiner Erinnerung, nicht explizit den Austritt aus der EU bzw. deren Auflösung.

Er tut dies allerdings zweimal implizit, einmal gegen Ende der Rede (ab 4:33), wenn er alle EU-Institutionen als nicht reformierbar und von Grund auf undemokratisch bezeichnet. Allerdings will er sie auch völlig neu aufstellen, was er nicht näher ausführt. In jedem Fall hätten wir dann nicht mehr die EU, sondern z. B. die Vereinigten Staaten von Europa! Aus meiner Sicht müssen nämlich gar nicht alle Institutionen eines Staatenbundes ihrerseits demokratisch sein, solange die Souveränität der demokratischen Staaten in diesem Bund nicht angetastet wird, während ein Bundesstaat durchaus demokratische Institutionen benötigt.

Zweitens liebäugelt er in seiner Antwort (ab 7:20) auf die zweite Publikumsfrage mit einer gemeinsamen Fraktion mit UKIP, was der Ablehnung der EU entspricht. Sehr weit lehnt er sich ganz am Ende (ab 8:39) aus dem Fenster, wenn er kategorisch erklärt, für eine Fraktion mit den Tories nicht zur Verfügung zu stehen. Einerseits passt das nicht zu der gegenüber Herrn Professor Lucke erhobenen Forderung, sich jetzt noch nicht auf Partner festzulegen, sondern damit bis nach der Wahl zu warten. Andererseits bin ich gespannt, ob Herr Pretzell das durchhält, wenn sich die Mehrheit der AfD-Abgeordneten nach der Wahl für die Tories entscheiden sollte.

71 Gedanken zu „Rede eines Kandidaten aus, nicht von NRW

  1. Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

    ich kann Ihre Verärgerung durchaus nachvollziehen, doch diese Kröte müssen Sie jetzt leider schlucken, und da führt kein Weg daran vorbei. Jetzt geht es um die Außenwirkung der Partei, und da gilt es Einheit zu demonstrieren, auch wenn es Ihnen im Augenblick verständlicherweise schwer fällt. Sehen Sie es positiv und opfern jetzt die wertvolle Zeit für Ihre junge Familie. Denn die wird es Ihnen mit Sicherheit danken. Es werden sich zukünftig sicherlich noch Gelegenheiten für eine erfolgreiche politische Betätigung bieten.

  2. Was wollen Sie uns Wählern mit einer geänderten Pressemitteilung vermitteln ? AfD nicht zu wählen, weil der ein oder andere Kandidat von dem eigenen Landesverband nicht gewollt ist ?

    Also nach dem Motto, lieber Wähler ein Herr X aus NRW kandidert auf Platz y gegen den Willen der Basis, der Landesverband bedauert die Entscheidung der Delegiert der 15 anderen Landesverbände ?

    So ganz langsam gewinne ich den Eindruck, diese AfD ist absolut noch nicht reif für höhere Aufgaben, siehe die Querelen in Niedersachsen, die merkwürdige Veranstaltung einer Ärztin im Namen der AfD und und und.

    Etwas nicht zu wollen zieht doch die Frage nach, was wollen Sie als Öffentlichkeitsinfo für den Kandidaten aus NRW dem Wähler mitteilen ?

    • Über die anderen 27 Kandidaten, davon immerhin noch zwei aus NRW, einer sogar von den Mitgliedern nominiert, gab es doch auch keine Presseerklärung vom Landesvorstand. Statt die Unwahrheit zu verbreiten, könnte man einfach nichts veröffentlichen bzw. lieber die echten Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland, die Professoren Lucke und Henkel, herausstellen und mit ihnen werben.

      • Pretzell ist der Kandidat aus NRW mit der besten Platzierung.
        Also ist er Spitzenkandidat für NRW .
        Diese Erkenntnis dürfte auch einem Professor nicht wirklich
        schwer fallen.

      • Im Gegensatz zu Ihnen erkenne ich einen wesentlichen Unterschied zwischen „aus“ und „von“. Herr Pretzell wurde von einer Mehrheit der Bundesdelegierten auf den aussichtsreichen Platz 7 gewählt, ist damit aber kein Spitzenkandidat auf der Bundesliste. In NRW wurde er weder gewählt noch nominiert.

      • Werter Herr Dilger, ein schlechter Verlierer sollte sich nicht durch Nachtreten auch noch selber als solcher outen. Wäre es für Ihre Reputation nicht wesentlich förderlicher, mit erhobenem Haupte dem mit weitem Abstand vor Ihnen auf den 7. Listenplatz gewählten Marcus Pretzell zu gratulieren? Das hätte menschliche Größe. Mit allem Anderen machen Sie sich doch nur selber klein.

      • Es gibt Grenzen, sei es meiner Größe oder Selbstverleugnung. Als guter Gewinner könnte sich doch z. B. auch Herr Pretzell jetzt dafür entschuldigen, wie er gewonnen hat, statt selbst nachzutreten. Vom Landesvorstand kam auch kein Wort des Bedauerns, dass er mich nicht wirklich unterstützt hat, wie es seine Pflicht gewesen wäre. Ansonsten ist für wirkliche Glückwünsche gegebenenfalls am 25. Mai immer noch Zeit. Bis dahin müssen die Herren ordentlich ranklotzen, während ich hier bequem kommentieren darf wie Sie auch.

    • Bei einer Mitgliederversammlung repräsentieren die anwesenden Mitglieder alle Mitglieder, so wie auch Delegierte alle Mitglieder repräsentieren. Wenn es nur um die absoluten Stimmenzahlen ginge, so hatte ich in Erkrath eine höhere als Herr Pretzell in Berlin.

      • Welches Verhältnis? 1:50 ist der Delegiertenschlüssel für Bundesparteitage, doch es fehlten viele Delegierte bei der Fortsetzung der Bundeswahlversammlung. In Erkrath war die Vertretung der Mitglieder aus NRW viel besser, in Berlin die Vertetung aller Mitglieder im Bundesverband deutlich schlechter.

      • Um es noch einmal zusammenfassend und mit aller Nüchternheit zu betrachten:
        In NRW treffen sich von nahezu 4.000 Mitgliedern annähernd 300 des AfD-Landesverbands.
        Sie stimmen darüber ab, wer als Spitzenkandidat für die EU-Wahl anlässlich einer Bundesdelegiertenversammlung nominiert werden soll.
        Die Wahl fällt zu Gunsten einer bestimmten Person aus.
        Auf der Bundesdelegiertenversammlung wird der Wunsch der NRW-Mitglieder von den Delegierten aus NRW nicht berücksichtigt. Es treten Personen aus NRW an, die von den Mitgliedern nicht gewünscht – weil nicht gewählt – waren. Dennoch ist das legitim, da sich ein jeder dieser Bundesdelegiertenwahl stellen kann.
        Durch diese zusätzlich angetretene Personen verändert sich jedoch nicht nur das Abstimmungsergebnis hinsichtlich des nordrhein-westfälischen Spitzenkandidaten. Nach einer Analyse steht nun darüber hinaus fest, dass die NRW-Delegierten nicht im Sinne ihrer Mitglieder gewählt haben. Dann muss man jetzt zu dem Ergebnis kommen: Es ist etwas faul. Und zwar nicht im Staate Dänemark.
        Und das ist völlig losgelöst von den beteiligten Personen. Oder habe ich etwas falsch verstanden? Dann bitte ich als einfaches Mitglied um Aufklärung, insbesondere in Sachen Basisdemokratie.

      • Es gab ja schon im vorhinein den Vorschlag, die Kandidaten im Wege einer bundesweiten Urwahl zu bestimmen. Ich denke, wenn die Infrastruktur in Form eines Vereins da gewesen wäre, dann hätte sich der Vorschlag durchgesetzt. Das wäre natürlich unter demokratischen Gesichtspunkten optimal gewesen.

      • Für die Urwahl braucht man keinen Verein. Zu deren Organisation ist laut Satzung der Vorstand verpflichtet. Allerdings sehe ich folgendes Problem: Rechtlich bindend ist auch eine Urwahl nicht, sondern allein das Votum der Wahlversammlung. Stellen Sie sich die Blamage vor, wenn diese anders entscheidet als die Mitglieder in einer Urwahl, die immerhin satzungsmäßig verankert ist.

      • Gemäß Satzung ist die Urwahl über Spitzenkandidaten für allg. Wahlen tatsächlich vorgesehen. In Hinblick auf die Satzung ist die Urwahl auch bindend. Allerdings ist es durchaus möglich, dass irgendein formales Gesetz, z.B. ein Wahlgesetz, diesem Prozedere entgegensteht. Mangels Relevanz habe ich mich damit nicht befasst.

        Der Vorstand ist zur Information über den Antrag verpflichtet und im Falle der fristgerecht eingegangenen notwendigen Stimmen auch zur Durchführung verpflichtet. Aber, da ist das schon ganz große „Aber“: Die meisten Mitglieder haben überhaupt nicht die Chance die notwendigen Unterstützerschriften zusammen zu kriegen. Sie dazu schlichtweg nicht ausreichend vernetzt. Deshalb sind die Urwahl und die Urabstimmung eher zahnlose Tiger, solange keine Infrastrukturen geschaffen werden.

      • Das Europawahlgesetz sieht keine Urwahl vor. Die Wahlversammlung entscheidet. Der Bundesvorstand hatte nur ein doppeltes Wahlrecht: Bundesliste statt Landeslisten und Delegierten- statt Mitgliederversammlung. Außerdem könnte der Bundesvorstand die Listenaufstellung einmal wiederholen lassen. Entscheidend ist, ob sich die Delegierten irgendwie an einem Mitgliedervotum orientieren oder nicht. Aschaffenburg und Berlin sprechen nicht gerade dafür.

      • Auch wenn sich die Versammlung in Erkrath in diesem Konkreten Fall als überflüssige Zeitverschwendung erwiesen hat würde ich beim nächsten mal wieder für eine solche plädieren. Da es bis zur nächsten Gelegenheit ja noch sehr lange dauern wird habe ich die Hoffnung, dass sich bis dahin noch so manches unberechenbare Verhalten der Mitglieder normalisiert. Aschaffenburg und Berlin haben gezeigt, dass hier immer noch Goldgräber Stimmung herrscht. Da tauchen plötzlich Gesichter auf, die kannte man bis dato kaum oder gar nicht. Diese Szenarien werden weniger, in ein paar Jahren wird sich die Spreu vom Weizen getrennt haben und die schnelle Karriere wird es nicht mehr geben.
        Auf die Bequemlichkeit der Urwahl möchte ich auch in Zukunft lieber verzichten. Mitglieder die sich nie zu einer Versammlung oder zu einem Parteitag bewegen wissen auch über die Akteure i.d.R. zu wenig. Natürlich gibt es Ausnahmen aber die sind für meinen Begriff eher die Minderheit.

        Ich bin gespannt ob sich Herr Pretzell als Spitzenkandidat für oder aus NRW auf der Bundesliste erweist, denn am Ende gehört dazu doch viel mehr als nur der Wohnort oder wie man die Position erreicht hat. Ich möchte mich in diesem Punkt lieber auf die vor uns liegende Zeit konzentrieren als auf die weniger erfreulichen und für viele im nachhinein recht ärgerlichen zurück liegenden Wochen.

      • „Mitglieder die sich nie zu einer Versammlung oder zu einem Parteitag bewegen wissen auch über die Akteure i.d.R. zu wenig.“ Naja, ob man auf Parteitagen die Akteure kennenlernt, das wage ich erstens zu bezweifeln. Außerdem könnte man auf dieser Grundlage jede allgemeine Wahl in Frage stellen. Zweitens gibt es viele gute Gründe, Parteitage nicht zu besuchen. Sie sind regelmäßig unproduktiv. Selbstinszenierungen, Selbstbeweihräucherungen und Gruppendynamik dominieren. Wer letztere nicht mag, den zieht es schon deshalb nicht auf diese Veranstaltungen. Urwahlen sind hingegen eine tolle Möglichkeiten, diese unproduktiven, auf persönliche Vorteile bedachten Netzwerke auszubremsen. Gerade letztere ist doch begrüßenswert, wo diese Netzwerke doch gerade den Landesverband NRW so reichlich mit Unfrieden überzogen haben und vermutlich weiterhin überziehen werden ?!

      • Ich gebe Ihnen recht, es ist was faul! Hier wurde von Herrn Pretzell ein wesentlicher Punkt unseres Parteiprogramms mit den Füßen getreten. Mit ca. 10% der Mitglieder in NRW wurde eine Liste von 5 Personen für die Europa-Wahl aus NRW gewählt (Aufwand ca. 300Pers. x 8 Std. = ca. 2.400Std). Als Ergebnis steht nach Berlin fest, dass H. Pretzel mit ca. 1,3% der Mitglieder (=Deligierte in Berlin) auf eine Unterstützung von ca. 0,7% der gesamten AfD-Mitglieder kommt!? Da ist selbst die SPD demokratischer.

      • Die Zusammenkunft in Erkrath war lt. Herrn Dilger mit 228 Mitgliedern besetzt und sollte ein Stimmungsbild erzeugen. Deshalb waren auch nur 228 Mitglieder anwesend, weil es eben keine bestimmende Kandidatenwahl sondern nur ein Stimmungsbild war. Es war bekannt dass sich jeder in Aschaffenburg bewerben konnte. In Aschaffenburg bei Antritt von Herrn Dilger waren nahezu vollzählig alle bundesweiten Delegierten anwesend. Will jetzt jemand ernsthaft behaupten die Delegierten aller Landesverbände hätten jetzt falsch gewählt, weil Herr Dilger nicht gewählt wurde?
        Aber es ist zum Glück nicht verboten sich als unterlegener Kandidat selber darzustellen.

      • Es behauptet doch niemand, schon gar nicht ich, dass die Delegierten aller Landesverbände „falsch gewählt“ hätten. Allerdings irren Sie, dass „nahezu vollzählig alle bundesweiten Delegierten anwesend“ gewesen wären. Nach den Mitgliederzahlen müsste es gut 350 Delegierte geben. Davon haben in Aschaffenburg in meinem, dem ersten Wahlgang um den 3. Platz 302 abgestimmt. In Berlin in meinem, dem ersten Wahlgang um den 7. Platz stimmten hingegen nur noch 216 ab, also weniger Mitglieder als in Aschaffenburg und nur rund 60 % aller Delegierten. Juristisch macht das keinen Unterschied, politisch vielleicht schon.

  3. Die positive Seite dieser Vorgänge könnten Sie darin sehen, dass Sie jetzt Zeit haben, Ihre inhaltlichen Positionen öffentlichkeitswirksam auszubauen und zu vertiefen. Das mag sich zwar wie ein schwacher Trost anhören, könnte sich aber in ein paar Jahren, wenn das nächste Rennen um Posten startet, entscheidend sein. Während die Posteninhaber ihre Kräfte für die Posten aufzehren werden und manchesmal in der Öffentlichkeit Schwäche zeigen werden, können Sie Ihre Kräfte aufbauen und Ihr Potential voll ausschöpfen.

    • Vermutlich gibt es kein nächstes Mal, zumindest für mich. Die nächsten regulären Wahlen in NRW sind 2017 (Landtag und Bundestag). Das ist ziemlich viel Zeit für so eine junge Partei. Vielleicht gibt es die AfD dann gar nicht mehr, ansonsten dürften ganz andere Leute relevant sein. Dieser Blog oder sogar (fast) jede inhaltliche Festlegung schaden bei einer politischen Karriere eher, da muss ich Herrn Rosendahl schon zustimmen. Doch meine Motivation ist ganz anders als bei vielen anderen. Mir geht es weder um Posten noch Geld, sondern um die Sache. Idealerweise verändert sich real etwas zum Besseren. Ich hoffe, dass 2017 der Euro bereits Geschichte ist. Ansonsten will ich zumindest die Probleme und mögliche Lösungen aufgezeigt und diskutiert haben. Es soll nachher keiner sagen, man hätte das alles nicht wissen und besser machen können.

      • Lieber Herr Dilger,

        wenn man weiß, dass man defacto nichts ändern kann, dann erhält man sich zumindest die schöne Illusion, dass man die Problem und Lösungen ausgesprochen hat und damit gegenüber der Nachwelt im Reinen ist, weil man vermeintlich getan hatte, was man so hatte tun können. 😉 Das blöde ist nur, dass die nächste Generation davon nichts hören wird wollen; bestenfalls die eigenen Kinder werden ihre Eltern oder Großeltern aus dem kollektiven Vorwurf ausklammern. Und, wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist dies allenfalls eine vorübergehende Entschuldigung und vorübergehender Zustand. Je mehr sich der Frust legt, desto weniger befriedigt die Entschuldigung.

        Insofern gebe ich Ihnen Recht, bis zu den nächsten Wahlen ist eine lange Zeit vergangen, aber …. nicht ohne uns. 🙂

        Mit besten Grüßen

  4. Sehr geehrter Herr Professor Dilger,

    es fängt langsam an albern zu werden, was soll jetzt diese Wortklauberei? Herr Pretzell kandidiert bei der Europa Wahl auf Platz sieben und kommt aus NRW, das ist für mich Fakt.
    Wollen Sie sich allen Ernstes an die Äußerung “ Herr Pretzell ist Spitzenkandidat von NRW“, hochziehen und fordern diesbezüglich ein Dementi (wo auch immer)? Das alles, weil Sie in Erkrath von den Mitgliedern als Spitzenkandidat gewählt wurden und es in Aschaffenburg nicht auf Platz 3, 4, 5, oder 6 geschafft haben.

    Ich habe allmählich das Gefühl im Kindergarten zu sein.
    Die Wahlen in Aschaffenburg und Berlin waren demokratisch durchgeführt worden und mit dem Ergebnis müssen wir jetzt alle leben, auch Sie. So wie Sie sich jetzt verhalten, sieht es wirklich aus, als seien Sie ein schlechter Verlierer.

    Ausserdem ist es mir schnurz-piep-egal aus welchem Bundesland AfD Abgeordnete im EU Parlament sitzen werden. Die Hauptsache ist doch, dass wir überhaupt ins europäische Parlament einziehen. Für mich war wichtig, dass nur die besten Kandidaten der AfD ein Mandat für Brüssel erhalten sollten.

    So, und jetzt müssen wir zunächst einmal Wahlkampf betreiben, das heißt den Bären erlegen, damit es am Ende Bärenfelle zu verteilen gibt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Theresia Schmelzer

    • Wenn es Ihnen „schnurz-piep-egal“ ist, aus welchem Bundesland die Kandidaten kommen, was sollen dann Blumen nur für Herrn Pretzell und solche offiziösen Meldungen? Warum werben wir dann nicht einfach mit unseren echten Spitzenkandidaten statt mit potentiellen Hinterbänklern, die bei einer Fraktion mit den Tories ohnehin nicht mitmachen wollen?

      • Jetzt haben wir aber einen Kandidaten aus NRW und zwar Herrn Pretzell. Ich habe ihn mir auf Video angesehen und fand seine Vorstellungsrede Klasse.
        Von Blumen für Herrn Pretzell weiß ich zwar nichts, aber für einen 7. Platz kann man reinen Gewissens Blumen verschenken.

        Wer bitte sind die potentiellen Hinterbänkler? Hab ich da was verpasst?

      • Wir haben drei Kandidaten aus NRW, die Herren Pretzell, Heitmann und Dr. Zielke. Davon wurde allein Herr Dr. Zielke von den NRW-Mitgliedern nominiert. Herr Heitmann kandidierte ohne Votum, was ich in Ordnung finde, und Herr Pretzell gegen dieses Votum, was auch nicht verboten ist, aber vom Landesvorstand nachträglich nicht noch gefeiert werden sollte.

        Man hätte vielleicht allen gewählten Listenkandidaten Blumen überreichen sollen, zumindest den weiblichen. Nur Platz 7 Blumen zu schenken, finde ich befremdlich. Denn natürlich ist Platz 7 kein Spitzenplatz mehr, selbst wenn 10 von der AfD gewählt werden sollten. Wenn sich die AfD keiner Fraktion anschließen mag, werden übrigens all ihre Abgeordneten reine Hinterbänkler fast ohne Rederecht sein.

      • @Theresia Schmelzer

        Es ist leider herzlich egal, wie Sie (oder ich) persönlich das rhetorische Talent von Herrn Pretzell bewerten. Zu der inhaltlichen Kritik von Herrn Dilger haben Sie nichts gesagt. Wenn Herr Pretzell sich weigert, sich der von den anderen Abgeordneten favorisierten Fraktion anzuschließen (warum eigentlich?), dann wird er die Partei spalten, wenn er überhaupt im EU-Parlament verbleibt. Glauben Sie, der Landesverband NRW tut sich, der AfD und ihren Wählern einen Gefallen, wenn er so jemanden für seinen expliziten Kurs gegen die eigene Partei auch noch unterstützt? Wieso ist es „Kindergarten“, wenn Herr Dilger auf diese Gefahr hinweist, wenn Sie sich von der Show von Herrn Pretzell blenden lassen aber nicht?

        Sie sollten auch nicht davon ausgehen, Herrn Pretzell jemals im EU-Parlament zu erleben. Ein Einzug auf Listenplatz 7 ist (bei 96 zur Verfügung stehenden Mandaten) alles andere als sicher – erst recht wenn man gegen die eigene Partei schießt – und wenn er damit hausieren geht, im EU-Parlament seinen eigenen Weg gehen zu wollen, dann wäre er ganz sicher ein Hinterbänkler. Herumirrlichtern kommt nämlich nie gut. (Außer bei einem Teil der AfD, der bemüht am eigenen Stuhl sägt und eventuell mal ein Dankschreiben von Herrn Draghi bekommen wird.)

        Damit niemand etwas „verpasst“, hier noch mal kurz eine Zusammenfassung:
        a) Herr Pretzell hat sich gegen den demokratisch gewählten Vorsitzenden Bernd Lucke gestellt
        b) Herr Pretzell hat klar gemacht, dass ihm das demokratische Votum anderer gleichgültig ist („nicht zur Verfügung zu stehen“)
        c) Was nur konsequent ist, da er den demokratischen Beschluss von Erkrath kommentarlos ignoriert hat
        d) Was dazu beitrug, dass unter den ersten sechs Listenplätzen kein NRW-Bewerber ist
        e) Was dazu passt, dass er sich dem „Fußvolk“ nicht via AfD-Homepage vorgestellt hat, was selbst als gesetzt geltende Kandidaten getan haben
        f) Was noch dadurch überboten wird, dass er sich in der als „Klasse“ empfundenen Rede selbst widerspricht (EU = nicht reformierbar, er will die EU aber grundsätzlich reformieren)

        Man erkläre mir bitte, was daran Grund zur Begeisterung ist? Auf mich wirkt das alles „etwas“ chaotisch und überheblich.

    • Bezüglich der Formulierung „Marcus Pretzell Europawahl-Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland NRW“ hat Hr. Dilger zweifelsfrei recht. Hier wird eindeutig etwas impliziert, was so nicht der Fall ist. Kein guter Stil. Schade!

      Überhaupt fallen mir in diesem Zusammenhang gewählte Formulierungen auf.

      Auf der Facebook-Seite von Hr. Pretzell steht ganz oben unter Info „PolitikerIn“, sonst nichts. Abgesehen davon, dass ich persönlich diese Schreibweise nicht mag, würde ich als Außenstehender auf einen Berufspolitiker schließen. Ist das so?

      Die AfD-NRW Facebook-Seite enthält eine Pressemeldung des BV Detmold. vom 4. Februar. Dort erfahren wir, dass Hr. Pretzell einen eigenen Pressesprecher hat. Nicht schlecht! Ein eigener Pressesprecher steigert die persönliche Bedeutung erheblich. Vermutlich ist es eine Pressesprecherin. Auf jeden Fall wäre PressesprecherIn (mit großem I) die konsequentere Bezeichnung.

      Wir lesen auch: „Marcus Pretzell kandidiert auf der AfD-Bundesliste für das Europaparlament. Der Rechtsanwalt aus Bielefeld ist damit der erste Vertreter von NRW.“ Auf der Bundesliste – möchte man ergänzen. Fehlt aber, und irgendwie hört es sich ohne auch bedeutungsvoller an.

      Weiter oben steht: „Pretzell hatte bereits vor einer Woche auf dem Bundesparteitag in Aschaffenburg mit rund 25% ein respektables Ergebnis gegen Hans-Olaf Henkel auf Platz 2 eingefahren“. Liest sich doch gar nicht so schlecht. 25% gegen den prominenten Henkel. Auch noch auf Platz 2! Ich persönlich fühle mich in meinem ersten Gedanken vom Samstag bestätigt: die Kandidatur gegen Henkel als eine geschickte PR-Maßnahme in eigener Sache. Aber dieser Gedanke ist falsch, denn im nächsten Satz finden wir den Grund: „… seine Kandidatur auf diesem Platz sei nicht gegen Henkel, sondern für ein erweitertes Themenspektrum zu verstehen“. Aha. Es tut mir leid, aber diese Logik erschließt sich mir nicht. Obwohl… PR … vielleicht passt es doch.

  5. … mit dem Rat, weniger zu bloggen…

    Hmmm, der Landesvorstand mag das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht? Das geht gar nicht… Die AfD wurde unter anderem deswegen gegründet, weil das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland in Gefahr ist. So wie Herr Dilger mit Herrn Pretzells Meinung klar kommen muss, muss auch der Landesvorstand mit Herrn Dilgers Meinung klar kommen. Gleiches Recht für alle.

    • Ich denke nicht, dass Herr Rosendahl mein Recht auf freie Meinungsäußerung beschneiden wollte. Es war sein ernsthafter und vermutlich sogar richtiger Rat, wie ich politisch mehr Erfolg haben könnte. Aber wahrscheinlich können gerade Sie gut nachvollziehen, dass es beim Bloggen um etwas ganz anderes geht. Im Übrigen komme ich sehr gut mit der Meinung von Herrn Pretzell oder auch Herrn Rosendahl klar. Sie können hier gerne jeweils einen Gastbeitrag schreiben, Sie übrigens auch.

      • Ich denke nicht, dass Herr Rosendahl mein Recht auf freie Meinungsäußerung beschneiden wollte.

        Der jetzige Landesvorstand ist betont harmoniesüchtig. So wie der vorige ziemlich streitsüchtig war 😉

        Aber wahrscheinlich können gerade Sie gut nachvollziehen, dass es beim Bloggen um etwas ganz anderes geht.

        Bei mir ist das mit dem Bloggen etwas anders gelagert. Ich blogge seit Jahren aus einer eher beobachtenden Warte über Politik. Die AfD ist meiner Meinung nach die einzig vernünftige und wahrscheinlich letzte Chance, in absehbarer Zeit etwas zum Guten zu ändern. Deswegen stelle ich die Vorzüge der AfD nach vorne, auch wenn ich die Organisation noch suboptimal finde. Intern ist das was anderes. Da bin ich für große Offenheit. Es braucht mir keiner mit Sitzkreisen oder anderen Hinhaltetaktiken zu kommen. Meinungsfreiheit und das gültige Recht sind nicht verhandelbar. Wenn innerparteiliche Seilschaften diese tragenden Säulen zur Disposition stellen, sinkt der Stern der AfD ganz schnell. Denn dann passt die Partei nicht mehr zum Programm.

  6. Herr Pretzell wurde vom BPT gewählt. Was soll das, jetzt gegen die eigenen Listenkandidaten zu schießen? Die Nummer ist durch. Jetzt heißt es, die Hand reichen und gemeinsam in den Wahlkampf ziehen. Schlechte Verlierer empfehlen sich nicht gerade für künftige Landtagswahllisten…

    • Herr Pretzell wurde nicht vom Bundesparteitag, sondern der Europawahlversammlung des Bundesverbandes gewählt. Das bestreitet doch niemand. Es geht allein darum, ob er jetzt auch der offizielle Spitzenkandidat von NRW sein soll. Für die gesamte Liste ist er mit Platz 7 jedenfalls kein Spitzenkandidat, sondern einfach ein Kandidat wie die anderen auch.

  7. Es reicht, Herr Dilger, Ihr Gejammer kann niemand mehr in Deutschland hören!
    Herr Pretzell ist ein würdiger Vertreter für Deutschland!
    Ich erwarte ,von jedem „gewählten Kandidaten für Europa“ ,die Interessen für Deutschland zu vertreten,nicht die seines Bundeslandes.
    Wie sagte Herr Starbatty in seiner Rede so treffend:„Flügel sind wichtig, aber nicht um sich zu bekämpfen, sondern um zu fliegen”.Sie sollten aufhören, Flügel zu beschwören..denen Sie nicht angehören..weil Sie nach dieser Schlammschlacht gegen BW ,Herrn Kölmel, Bayern
    Herrn Heinrich, jetzt gegen die eigenen Parteimitglieder aus Ihrem Landesverband nur noch .. Sie werden nicht einmal eine Feder ihr Eigen nennen können, die nun mal zum Fliegen geeignet wäre.

    • Herr Pretzell soll auf der Bundesliste die Interessen Deutschlands und der gesamten AfD vertreten. Doch was hat das mit NRW zu tun? Sie sind doch gerade gegen die Vertretung einzelner Länder. Gegen Herrn Kölmel habe ich hier überhaupt nichts geschrieben, den großen Erfolg von Baden-Württemberg bei der Kandidatenaufstellung anerkannt. Herr Heinrich hätte mir nur sagen müssen, dass er sich umentschieden hat und doch auf Platz 3 kandidieren will, wo er dann noch etwas bessere Chancen gehabt hätte. Politische Flügel der Partei wurden hier überhaupt nicht angesprochen.

  8. „Andererseits bin ich gespannt, ob Herr Pretzell das durchhält, wenn sich die Mehrheit der AfD-Abgeordneten nach der Wahl für die Tories entscheiden sollte.“

    Ich wüsste gerne, ob Herr Pretzell im EU-Parlament verbleibt, falls er sich illoyal gegenüber den anderen Vertretern der AfD verhält. Wenn er den Einfluss der AfD im EU-Parlament schwächt und sich über die Entscheidung der Mehrheit hinwegsetzt, dann ist das ja mutmaßlich parteischädigend. Die Frage ist ob er sein Mandat behält, wenn er kein AfD-Mitglied mehr ist. Schließlich wird in Deutschland eine Liste gewählt, keine Personen wie in Großbritannien. Im besten Fall würde er dann einfach getreu dem Motto „wer betrügt, der fliegt“ verschwinden und via Nachrücken auf der Liste ersetzt werden. Natürlich wäre das eine Meisterleistung des Landesverbandes NRW, aber immer noch besser als einer Person medienwirksam die Spaltung der Partei zu gestatten.

    Nur eines noch:

    „Zweitens liebäugelt er in seiner Antwort […] mit einer gemeinsamen Fraktion mit UKIP, was der Ablehnung der EU entspricht.“

    Das ist die einzige Stelle, wo ich Ihnen nicht vollumfänglich Recht geben kann. Wir wissen im Moment nicht, wie sich die Fraktionen im EU-Parlament nach der Wahl aufstellen. Wenn UKIP mit anderen Parteien, die die EU auf grundsätzlicher Ebene kritisieren und sich daher für den Austritt ihres Heimatlandes und/oder eine grundsätzliche EU-Reform aussprechen, eine Fraktion bildet, dann entspräche eine Zusammenarbeit mit UKIP einem Zweckbündnis, keiner eigenen Ablehnung der EU. Allerdings weiß Herr Pretzell ja auch nicht, was die Zukunft diesbezüglich bringen wird.

    • Wenn Pretzell sich im EU-Parlament über die Entscheidung der Mehrheit hinwegsetzt, dann ist das ja mutmaßlich parteischädigend.

      So parteischädigend wie Wolfgang Bosbach, Frank Schäffler, Klaus Peter Willsch und Peter Gauweiler für ihre Parteien? Gewählte Volksvertreter sind einzig und alleine ihrem Gewissen verantwortlich.

      • Jeder Mensch hat viele Rollen. Als Volksvertreter ist man allein seinem Gewissen (und abstrakt dem Volk) verpflichtet. Als Fraktionsmitglied muss man sich grundsätzlich an die Beschlüsse seiner Fraktion und als Parteifunktionär an die Vorgaben der eigenen Partei halten. Was macht man im Konfliktfall? Bei einem ernsthaften Gewissenskonflikt sollte das Gewissen vorgehen, selbst wenn das von Fraktions- und Parteimeinung abweicht und die eigene Karriere in Gefahr bringt. Man sollte jedoch nicht jede kleine Sachfrage zu einem großen Gewissenskonflikt hochstilisieren. Wer immer nur nach eigener Lust und Laune entscheiden will, ist weder fraktions- noch parteifähig. Man kann natürlich darüber nachdenken, das gesamte politische System umzugestalten. Volksentscheide sind z. B. eine Möglichkeit, dass es bei Sachfragen weniger auf Parteien ankommt.

      • Fraktionen, lieber alternativloser Zeitgeist von gestern,
        rekrutieren -grundsätzlich- mehr politischen Kampfgeist und begünstigen so eher ein Durchsetzungsvermögen, als einsame Alleingänge.
        Partner müssen hinsichtlich ihrer Zielsetzungen nicht immer in allen Parametern ihrer Programme übereinstimmen. Auch hier gilt es -sinnbildlich- nicht jede Schlacht, sondern den Krieg zu gewinnen.

        Und Sie Pseudonym halten auch Herrn Bosbach für parteischädigend?
        Darüber sollten Sie in einer stillen Stunde noch einmal nachdenken und dabei auch Ihre Impulskontrolle überprüfen, anstatt mich zu amüsieren.
        Meiner Sichtweise folgend ist gerade Herr Bosbach (…) einer der wenigen, wirklich aufrichtigen Politiker im Deutschen Bundestag.

        Höflichkeit im Umgang mit Andersdenkenden, oder uns subjektiv nicht unbedingt gefallenden Mitstreitern, schadet übrigens nicht.

  9. Sehr geehrter Herr Dilger,
    Sie haben doch mit der eigenmächtigen(vom Restvorstand nicht autorisierten) Einladung zur Kandidaten-Wahl nach Arnsberg den Eindruck erweckt, dass unsere Mitglieder Kandidaten für eine Bundesliste verbindlich wählen könnten, was satzungsmässig gar nicht vorgesehen ist. Dabei war und ist eine Mitgliederversammlung nur als Landeswahlversammlung zulässig .In Erkrath sind dann von den Mitgliedern nur unverbindliche Vorschläge erarbeitet worden, an die der Bundesparteitag nicht gebunden war. Dass der auf den besten (für NRW) Listenplatz gewählte Kandidat damit unser Spitzenkandidat ist, kann nicht ernsthaft bestritten werden. Das weicht von einer „Entscheidung“ unserer Mitglieder nicht ab, weil es eine verbindliche Kandidatenwahl nicht gab.

    • Durch ständiges Wiederholen wird Ihre Behauptung auch nicht richtiger. Auf der letzten Sitzung des alten Landesvorstands waren durchaus alle (Herr Pretzell fehlte allerdings) dafür, in Arnsberg kurz eine Nominierung durchzuführen. Herr Renner formulierte sogar noch die Bedingungen zur Präsentation der Kandidaten. Erst später angesichts meines konkreten Einladungsentwurfs gab es formale Einwände dagegen, die durch keinerlei inhaltliches Argument untermauert wurden. In Arnsberg wurde dann von der Mehrheit abgelehnt, eine solche Nominierung dort durchzuführen, sondern die zusätzliche Mitgliederversammlung in Erkrath von dem neuen Landessprecher versprochen. Natürlich war deren Votum juristisch nicht bindend, andernfalls würden wir doch jetzt gar nicht rein politisch darüber diskutieren, wie verheerend das Ergebnis für den Landesverband ist. Aus meiner Sicht hat NRW in den kommenden Jahren auf Bundesebene nichts mehr zu melden. Das schließt nicht aus, dass einzelne Personen aus NRW auf Bundesebene erfolgreich sind, so wie es jetzt Herr Pretzell war. Sie sind es dann aber unabhängig von oder sogar gegen den Landesverband, nicht mit ihm oder gar durch ihn.

  10. Sie sollte sich eingestehen, dass die Versammlung in Erkrath völlig überflüssig und nicht legitimiert war einen Spitzenkandidaten aufzustellen. Im Übrigen ist dieses regionale Denken ohnehin fehl am Platze, denn eine Partei sollte die fähigsten Leute ins Rennen schicken und nicht nach Quote sortieren (z.B. dicke Ossifrau, West-Kathole, Süd-Brauchtumsfreak, Nord-Seemannsgarnerfahrung usw.). Das alles geht sowieso am Thema vorbei. Nichts und niemand wird eine Partei kitten, deren ganzes Gezeter nach Wutbürgertum klingt und sowohl von rechts-verschroben und verschwörerisch, bis links-subversiv und jammernd antikapitalistisch daherkommt. DAS ist der alles entscheidende Punkt, den ich SOFORT schmeckte. Dazu der Verweis auf einen interessanten Artikel – http://www.cicero.de/berliner-republik/aussenpolitik-was-afd-und-linke-verbindet/56993

  11. Sorry, aber diesmal stimme ich überhaupt nicht mit Herrn Dilger überein. Die Wahl mag gelaufen sein, wie auch immer – wir hatten im Vorfeld ja genug Streit diesbezüglich in NRW – aber jetzt nachzutreten hilft niemandem. Nicht Herrn Pretzell, nicht Herrn Dilger, und vor allem nicht der AfD. Wozu also das Ganze?

    • Kann mir vielleicht mal jemand erklären, was daran Nachtreten sein soll, wenn ich auf das simple Faktum hinweise, dass Herr Pretzell nicht vom Landesverband NRW nominiert wurde? Warum macht ihn dann jetzt entgegen dem Mitgliedervotum eine andere simple Tatsache, nämlich dass er in Bielefeld wohnt, zum Kandidaten oder sogar Spitzenkandidaten von NRW? Es gibt einen Präzedenzfall, wo das definitiv nicht so gesehen wurde, nämlich anfangs zwei Damen, nun noch Frau Casale im Bundesvorstand. Diese haben nicht gegen ein NRW-Votum kandidiert, wurden aber trotzdem nie als Vertreterinnen von NRW im Bundesvorstand angesehen. Anfängliche Einbindungsversuche von mir wurden durch Herrn Renner hintertrieben. Auch Herr Pretzell hat, als er im Landesvorstand war, die beiden nie als „unsere“ Mitglieder im Bundesvorstand angesehen. Warum soll er dann jetzt „unser“ NRW-Kandidat sein? Für mich ist er einfach eine Person auf dem 7. Platz der Bundesliste.

      • Ganz einfach: Ob da nun von „aus“ oder „von“ die Rede ist, interessiert, abgesehen vielleicht von Ihnen – niemanden mehr. Der Zug ist abgefahren. Indem Sie auf diesem Deutungsunterschied beharren, zerren Sie – sicherlich beabsichtigt – immer wieder das Abstimmungsverhalten der NRW Delegierten in die Öffenlichkeit (ich lasse jetzt mal Außen vor, ob Sie in der Sache Recht haben oder nicht). Das schadet der Partei! Wir haben genug interne Querelen, die mir als Basis-Mitglied, ehrlich und sehr deutlich gesagt, zum Halse raushängen. Sie hätten sicher mehr Sympathiepunkte gewinnen können, wenn Sie es einfach mit Würde hingenommen hätten (auch, wenn es vielleicht unfair gewesen ist – so ist das Leben, so ist Politik!)

      • Warum schadet es der Partei, auf seltsames Verhalten aufmerksam zu machen? Wo bleibt der Mut zur Wahrheit, wenn nicht mehr das eigentliche Verhalten kritisch diskutiert werden soll, sondern allein dessen öffentliche Diskussion kritisiert wird? Wann soll denn eine Aufarbeitung erfolgen? Nach der Europawahl? Dann stehen wieder neue Herausforderungen an, z. B. drei Landtagswahlen. Wir sollten die Sache allerdings vielleicht nicht mehr ad personam diskutieren. Herr Pretzell wurde gewählt und ich nicht, Schwamm drüber. Doch wie stellen wir uns zukünftig die demokratische Willensbildung in der Partei vor? Finden Sie, dass alles optimal gelaufen ist und auch in Zukunft so laufen soll?

      • Ich finde ganz und gar nicht, daß alles optimal gelaufen ist. Da ist einiges verbesserungswürdig. Und es war ja auch gut, die direkte Aussprache zu suchen. Was nicht gut ist, ist die öffentliche Diskussion. Ich finde, wir brauchen dringend wieder ein GESCHLOSSENES Parteiforum, wo sich alle Beteiligten zu Wort melden können und diese Diskussionen nicht an die breite Öffentlichkeit gelangt. Am Ende nimmt der potentielle Wähler nur mit „was für ein zerstrittener Haufen!“ Das IST parteischädigend!

      • Es hat nie ein geschlossenes Parteiforum gegeben, dessen übelste Beiträge nicht an die Öffentlichkeit gelangt wären. Es ist auch nicht klar, wie dies geschaffen werden könnte. Deshalb finde ich es besser, wenn hier gleich klar ist, dass alle Beiträge öffentlich zugänglich sind (auch wenn sich die breitere Öffentlichkeit kaum dafür interessiert). Außerdem lösche ich die schlimmsten Beiträge und antworte direkt auf sachliche Kritik und Fragen.

      • Danke schön, Herr Dilger! Diese offenen Worte hätte ich mir schon im letzten Jahr gewünscht – noch vor Schmallenberg, dann wäre Vieles vielleicht anders gelaufen! Aber Schwamm drüber! Nichtsdestotrotz sollte im Land langsam Ruhe einkehren. Es ist schade, dass NRW nicht fähig ist, Einigkeit zu zeigen. Dies ist nicht zuletzt auch Ihnen anzukreiden, da die Auseinandersetzung mit Renner eine Menge Energie gekostet hat, die man woanders effektiver hätte einsetzen können – und müssen. Stattdessen schwangen bei der Basis die Köpfe wie bei einem Wimbledon-Turnier…und so mancher weiß bis heute nicht, wo eigentlich das Problem war. Was haben wir daraus gelernt? Wo sich zwei streiten, freut sich der Dritte. Q.E.D. 😉

      • Die Auseinandersetzung mit Herrn Renner hätte sich nur vermeiden lassen, wenn ihm das komplette Feld überlassen worden wäre. Herr Pretzell spielt übrigens jetzt auch in seinem Team, ist also kein Dritter.

  12. Auch bei den Bundesparteitagen waren etliche Delegierte aus NRW zugegen. Haben die Herrn Pretzell etwa alle nicht gewählt? Dann hätte Herr Pretzell aber eine riesige Unterstützung aus den anderen Bundesländern gehabt! Das wiederum würde zeigen, dass Herr Pretzell -im Gegensatz zu anderen Kandidaten- es geschafft haben müsste, den Landesverband NRW positiv bekannt zu machen.
    Und Herr Dilger, wieviele Stimmen von den NRW-Delegierten konnten Sie denn auf sich bei diesen Parteitagen vereinen? Gibt Ihnen das nicht endlich mal zu denken?
    Ein Europadelegierter, der nicht nur die Unterstützung seiner eigenen Landesdelegierten, sondern auch noch großen Zuspruch aus weiteren Landesverbänden erfährt, ist doch großartig!

    • Herr Pretzell hat es geschafft, was man durchaus anerkennen kann, sich bei vielen Delegierten positiv bekannt zu machen. Dieser positive Effekt erstreckt sich aber nicht auf den Landesverband NRW, im Gegenteil. Von daher soll er vom Bundesverband zusammen mit der übrigen Liste beworben werden. Wenn der NRW-Landesvorstand ihn nun besonders herausstellt, handelt er gegen das Votum der Mitglieder und schwächt den Landesverband weiter.

  13. Sehr geehrter Herr Dilger,
    je mehr zu diesem Thema von Ihnen geschrieben wird,
    desto mehr kann man erkennen warum es zu diesem Ergebnis
    kam…
    dazu gehört natürlich auch die Nichtfreigabe meiner bodenständig
    dargestellten Situationsbeschreibung.

  14. Ich kann Herrn Prof. Dilger sehr gut verstehen, auch wenn zuzugeben ist,dass eine Klage,die,zum Teil zumindest,pro domo geführt wird,nie gut ankommt. Man muss sich leider vergegenwärtigen,dass es einfach zuviele potentielle Mandatsträger gibt,von denen (um es vorsichtig zu sagen) nicht alle von reinem Sachinteresse geleitet sind.Da werden facebook-Seiten errichtet mit dem Titel „XY ins EU-Parlament“ – gerade so,als sei es das Interesse einer bestimmten Größe von Parteimitgliedern oder -wählern,diese eine bestimmte Person zum MdEP zu machen,auch wenn die breite Mehrheit in Partei und Gesellschaft von diesen Leuten noch nie etwas gehört hat.
    Prof.Dilger hat seinen Namen und seinen guten Ruf zu einem Zeitpunkt zur Verfügung gestellt,als längst noch nicht jeder der jetzt mit aussichtsreichen Listenplätzen Belohnten dazu bereit war.Er hat sich geduldig herumärgern müssen mit all den Streithanseln,Napoleons und politischen Soziopathen,die der NRW-Landesverband (allein aufgrund seines Einzugsgebiets)wie kein zweiter anzieht; er hat diesen chaotischen Haufen zumindest bis zur Bundestagswahl soweit in Schuß gehalten,dass größere Katastrophen ausgeblieben sind. Dieses Argument,von wegen „es hat eben der Bessere gewonnen“, ist ein dahingeflegelter Allgemeinplatz, allenfalls gut für etwas Kulissenapplaus derjenigen,die meist keine Ahnung von den Zusammenhängen haben.
    So wie es ein Grundübel unserer Gesellschaft ist,dass sie eher dem rhetorisch Geschulten als dem fachlich Verständigen nachläuft,ist es ein Manko im Parteienwesen,dass der kurzfristige Blender immer mehr Applaus erhält als der gewissenhaft, unaufgeregt und im Parteiinteresse Wirkende. Gerade so,als sei Politik im wesentlichen eine Sache der Unterhaltung!
    Das mag ja für die Wahlkämpfe gerade noch eine gewisse Berechtigung haben (gilt aber in erster Linie nur für den Spitzenkandidaten),erweist sich aber in der tagtäglichen parlamentarischen Arbeit keineswegs als Vorteil. Da ist dann doch eher Organisations- und Integrationspotential gefragt,statt Egozentrik und Selbstgerechtigkeit.
    Meine Enttäuschung darüber,dass es in der AfD – nicht nur, aber eben doch größtenteils – auf diese „Politainment“-Darsteller ankommt,ist grenzenlos.
    Wir können es uns gesamtgesellschaftlich gesehen nämlich nicht mehr leisten, die Schönschwätzer zu befördern,weil sie so unterhaltsame Reden bringen; Gefragt ist der Sachverstand und das Können von Politik,selbst wenn es oftmals dröge und langweilig und rhetorisch ungeschliffen daherkommt.Diese Selbstdarstellungen auf Parteitagen als ausschlaggebendes Kriterium sind obsolet, widerlich, destruktiv und würdelos.

    • Dass ich hier teils in eigener Sache streite, ist ein Problem, weshalb ich für unterstützende Kommentare besonders dankbar bin. Doch vermutlich ist es am besten, wenn wir uns ganz von konkreten Personen lösen und die Verfahren an sich diskutieren, um es in Zukunft besser zu machen. Denn wie ich schon schrieb, halte ich die Europawahlliste der AfD insgesamt für ziemlich gut. Zugleich halte ich das faktisch praktizierte Vorstellungs- und Wahlverfahren für ziemlich schlecht. In gewisser Weise war es noch schlechter als bei den etablierten Parteien. Das verheißt nichts Gutes für eine junge Partei, die angetreten ist, eine echte Alternative zu sein und insbesondere für mehr Demokratie zu sorgen. Zumindest müssen wir ernsthaft darüber diskutieren, wie wir es in Zukunft besser machen können. Wer solche Sachen grundsätzlich nicht diskutieren möchte, sondern allein den Gewählten zujubeln will, ist vielleicht in der CDU besser aufgehoben.

  15. Ich dachte, wir seien die AfD? Das hört sich hier mehr nach FDP an. Herr Dilger, Aufwachen! da waren Sie mal – aber jetzt sind Sie in der AfD!

  16. Sollen wir uns besser nicht mehr um unsere Europakandidaten kümmern, sondern um unsere Europaabegeordneten? Wie ist eigentlich die Themenbesetzung unserer Abgeordneten in Brüssel? Machen jetzt alle für „Euro kaputt“ oder haben wir noch andere Hauptthemen? Wird das jetzt alles in Erfurt abgeklärt oder doktoren wir wieder monatelang an den Sachthemen so, wie wir es für die Kandidatenaufstellung getan haben? Wenn wir irgendetwas durchsetzen wollen, brauchen wir parlamentarische Mehrheiten. Dazu brauchen wir Kompetenz und Überzeugungsmenschen. Bislang ist nur der gute Wille da. Amen!

    • Um die Europaabgeordneten kümmern wir uns (bzw. sie sich selbst), wenn diese gewählt wurden. Momentan haben wir nur Kandidaten, von denen möglichst viele gewählt werden sollten. Das ist aber kein Selbstläufer, dafür müssen sie und wir etwas tun. Im Übrigen ist selbst im optimistischsten Szenario nicht zu erwarten, dass die Euro-Kritiker im Europaparlament diesmal eine Mehrheit bekommen. Diese Minderheit kann jedoch deutlich größer und lauter vernehmbar werden.

  17. Ich kann dem Kommentar von Herrn Dr. Ralf Schwarz nur zustimmen. In Erkrath hatten die Mitglieder einen Spitzenkandidaten gewählt ,und mit diesem Auftrag sind wir nach Aschaffenburg gefahren. Es kann nicht sein das eben dieses ignoriert wurde. Wenn nur der die besten Chancen hat der am besten brüllt, kann ich nur sagen arme Afd .Warten wir ab wer von denen für unser Land was bewirken will, oder nur den größten bezahlten Schauplatz besetzt.. Eine Bemerkung Herr Dilger habe ich ,Ihre Rede in Berlin war nicht gut. Schade denn Sie können es eigentlich besser.

  18. Herr Dilger,

    zwei Dinge irritieren mich. Glauben Sie allen Ernstes, wenn es den Pretzell gar nicht gäbe, Sie wären jetzt an seiner statt auf der Liste? Glauben Sie Ihre Chancen wären dann besser gewesen?
    Und dann noch Ihr Kommentar zu BaWü, lassen Sie sich von mir als Delegierten gesagt sein, ich habe ganz sicher nicht nach Länderproporz sondern nach Eignung, drei der vier mit gewählt und ich komme nicht aus BaWü.
    Ich habe auch Pretzell gewählt und sogar ermuntert, weil ich glaube NRW braucht einen Kandidaten der es erweckt und dem LV frische und Leben einhaucht. Glauben Sie ich hätte Sie gewählt, wenn Pretzell nicht dagewesen wäre?
    Sie hatten Ihre Chance zur Bundestagswahl und Sie haben es versemmelt. Zu Ihrer „Analyse“ nach der BTW habe ich mich bereits früher geäussert. Zwei solcher Chancen im größten Bundesland, kann sich die AFD nicht leisten.
    Mehrere große Landesverbände hatten trotz großer Mitgliederzahlen sehr schwache Kandidaten, das hätte ich nicht erwartet. Ich glaube es ist Ihnen nicht möglich die Botschaft der Delegierten und auch der Schreiber auf Ihrem Blog zu verstehen.
    Jemand hat Ihnen geraten das Ergebnis neu zu interpretieren und sich als fairer Verlierer zu zeigen. Was Sie jetzt machen kann Ihrem Ansehen nicht gut tun.

    Beste Grüße

    • Bei Ihnen stand ich doch noch nie in hohem Ansehen. Doch ich war auch nicht der einzige Kandidat, den die NRW-Mitglieder nominiert hatten. Warum wurde Herr Dr. Himmelreich nicht gewählt, der doch sogar dem neuen Landesvorstand in NRW angehört? Was ist mit Herrn Professor Aden, der viel konservativer ist als ich? Warum ist Herr Dr. Zielke nur auf dem 28. Platz gelandet? Wieso glauben Sie, dass Sie und andere Delegierte aus der Ferne die Kandidaten aus NRW besser beurteilen können als die Mitglieder vor Ort? Nun warten wir doch ab, wie gut sich Herr Pretzell schlägt, ob er (relativ) mehr Wähler in NRW erreichen kann als die Bundestagskandidaten, zu denen er übrigens selbst gehörte. Wenn er bei den Wählern (insbesondere in NRW) Erfolg hat, werde ich ihm gratulieren, zu seinem Erfolg bei Delegierten wie Ihnen gegen das Votum der Mitglieder sicher nicht.

    • Herr Laatsch,
      haben Sie ein Problem mit wirklicher Kompetenz, Sachverstand und Intelligenz?
      Ich bedauere übrigens, dass dieses Charakteristikum unserer Partei mit Herrn Prof. Dilger aktuell nicht mehr zur Verfügung steht. Meiner Sichtweise folgend hätten wir, was unstreitige Fähigkeiten angeht, mit dem Selbigen den größeren Fang gemacht. Ich respektiere aber Mehrheitsentscheide. Auch dann, wenn mir diese nicht immer passen.

  19. Hallo Herr Wilhelm,
    ich gehe schon mal gerne zu Mitgliederversammlungen. Zum einen wohne ich im Wald, ohne viel Menschen um mich herum. In einem Raum zu sitzen, wo über 300 Menschen sitzen, ist für mich das Erlebnis schlechthin. Der nächste Punkt sind die lecker Schnittchen. Der Highlight für mich schlechthin ist, wenn ich jemand erkenne, den ich vom Netzwerk nur als Foto kenne. Und jetzt sage ich Ihnen, was mich an Erkrath so begeistert hat. Da stand ich in der Halle, hatte ein Brötchen in der Hand, und jemand sagte: „Hallo Herr Krebs“, und ich hatte keine Ahnung, wer das war. Da erst erkannte ich, wie „wichtig“ ich eigentlich bin.

  20. Pingback: Zu spät | Alexander Dilger

  21. Pingback: Verwarnung für Opportunisten | Alexander Dilger

  22. Pingback: Benchmarks für die Europawahl | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.