Disziplinlosigkeit führt zu Misserfolgen

‚Positive Ergebnisse von Aschaffenburg‘ gab es zweifellos, aber leider nicht für NRW. Aus Sicht unseres Landesverbandes war die gestrige Europawahlversammlung eine selbstverschuldete Katastrophe. Aus keinem anderen Bundesland gab es so viele Kandidaten, die aber alle, nicht zuletzt wegen ihrer großen Zahl, erfolglos blieben. Die in Erkrath von einer Mitgliederversammlung demokratisch nominierten ‚NRW-Bewerber‘ (insbesondere ich, aber auch die übrigen) wurden bereits im Vorfeld von einem Landesvorstandsmitglied, Andreas Keith, öffentlich auf Facebook mit wahrheitswidrigen Behauptungen angegriffen. Dem Landesschatzmeister Frank Neppe „gefällt das“.

In Aschaffenburg kandidierten dann Dr. Michael Balke und Marcus Pretzell gegen Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel um Platz 2 der Europawahlliste. Das blieb natürlich erfolglos, aber beschädigte bereits die Reputation unseres Landesverbandes schwer. Meine Vorstellungsrede für Platz 3 wurde von mehreren Mitgliedern aus NRW mit Pfiffen und sonstigem Lärm gestört. Außerdem kandidierten gleich drei weitere NRW-Mitglieder gegen mich, den in Erkrath nominierten NRW-Spitzenkandidaten, um diesen Platz. Neben Herrn Pretzell waren dies Martin Renner und Manfred Pühringer, stellvertretender Sprecher des Landesvorstands. Herr Renner unterlag mehrfach in Erkrath, während es Herr Pühringer auf den dritten, aber nicht ersten (oder zweiten) Platz in Erkrath schaffte. Als Landesvorstandsmitglied hätte er eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion gehabt, Entscheidungen des Landesverbandes durchzusetzen, statt sie zu unterlaufen. Immerhin wurde sein Fehlverhalten mit 0,66 % der Stimmen (wohl seine eigenen Stimme und die des ihn vorschlagenden Bernd Essler) belohnt.

Doch ich bekam als offizieller NRW-Bewerber auch nur 11,59 % bzw. 35 von 302 Stimmen, was völlig unakzeptabel ist. Allein NRW hatte wohl 65 Delegierte vor Ort, was allein fast für die Stichwahl hätte reichen können. Leider trat Torsten Heinrich aus Bayern auch in diesem Wahlgang an, obwohl er mir noch in der Nacht zuvor das Gegenteil versichert hatte (sonst hätte ich erst für Platz 4 kandidiert). Auch die von hessischen Funktionären in Aussicht gestellte Unterstützung blieb aus. Im Ergebnis hat Bernd Kölmel aus dem geschlossen auftretenden Baden-Württemberg verdient den dritten Platz gewonnen und mit Prof. Dr. Joachim Starbatty auch noch den fünften. Dagegen hat nicht nur NRW, sondern haben auch Bayern und Hessen, also drei der vier größten Landesverbände, in Aschaffenburg wegen Zerstrittenheit und Unzuverlässigkeit überhaupt keinen Kandidaten platzieren können.

Für Platz 4 trat Dr. Jörg Himmelreich als nächster offizieller NRW-Kandidat an. Trotz einer guten Rede schaffte er jedoch nur 4,29 % der Stimmen, weil nicht nur das Image unseres Landesverbandes bereits arg ramponiert war, sondern auch wieder etliche weitere NRW-Mitglieder dazwischengrätschten, namentlich Dr. Michael Balke (1,63 %), Dietmar Behm (0,33 %), Kerstin Garbracht (1,95 %) und Prof. Dr. Harald Weyel (0,00 %). Es ist offensichtlich, dass diese irregulären Kandidaturen den Betreffenden nichts bringen, aber dem Landesverband und seinem Ansehen doch schaden.

Um Platz 5 kandidierte von den nominierten NRW-Bewerbern Dr. Oliver Zielke (was er als 5. der Nominierten mit dem 4. absprach). Gegen Prof. Dr. Joachim Starbatty war er von vornherein chancenlos, trotzdem sind 2,23 % für den gesamten Landesverband blamabel. Unabgestimmte Gegenkandidaten aus NRW waren in diesem Wahlgang Maurizio Giangreco (2,97 %) und Prof. Dr. Harald Weyel (0,00 %), während Christian Rombeck sich nur vorstellte, dann aber seine Kandidatur verschob.

Schließlich wurde noch Platz 6 gewählt. Als letzter verbliebener offizieller NRW-Kandidat scheiterte Prof. Dr. Menno Aden (ebenfalls mit wenigen Prozentpunkten, die ich nicht aufgeschrieben habe). NRW-Gegenkandidaten waren hier Dr. Michael Balke, Marcus Pretzell, Christian Rombeck, Hans Werner Schmitz, ebenfalls ein stellvertretender Sprecher des Landesvorstands, Anette Schumacher und Dr. Oliver Zielke.

Insgesamt hat sich NRW total blamiert, weil es zu viele disziplinlose Kandidaten gab und auch viele Delegierte die offiziellen Kandidaten ihres Landesverbandes nicht unterstützen, sondern umgekehrt einige mich sogar auspfiffen. Natürlich gibt es keine rechtliche Verpflichtung, sich an das Votum der eigenen Mitglieder zu halten, doch politisch ist das ein Desaster. Die gesamte Nominierungsveranstaltung in Erkrath, wo immerhin weit über 200 Mitglieder einen ganzen Tag lang nichts anderes gemacht haben, war völlig umsonst oder sogar kontraproduktiv. Sollte jemand noch einmal irgendwo auf Bundesebene antreten wollen, dann besser nicht als NRW-Kandidat, was nichts nutzt, sondern schadet.

Ich erwarte, dass sowohl der Landesvorstand als auch die Mitglieder des Landesverbandes Konsequenzen ziehen. Ich fordere hiermit Andreas Keith und Manfred Pühringer zum Rücktritt aus dem Landesvorstand auf. Sie haben mich als offiziell nominierten Kandidaten des Landesverbandes bewusst zu schädigen versucht, was mit ihrem Amt nicht vereinbar ist. Auch sonst muss der Landesvorstand für mehr Disziplin sorgen und die verlorene Autorität des Landesverbandes wiederherstellen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass durch meinen Rücktritt als Landespsrecher und die Wahl eines neuen Landesvorstandes der Landesverband befriedet würde. Momentan sieht es leider so aus, dass die früher im Vorstand ausgetragenen Konflikte nun in den gesamten Landes- und sogar Bundesverband getragen würden. Die Mitglieder sollte sich das nicht gefallen lassen und von sich aus das Verhalten der genannten Personen bewerten und entsprechende Konsequenzen daraus ziehen.

Noch ist es übrigens nicht zu spät, bei der Fortsetzung der Europawahlversammlung einen NRW-Bewerber auf einem halbwegs akzeptablen oder sogar aussichtsreichen Listenplatz unterzubringen. Emnid sieht die AfD bei der ersten Sonntagsfrage zur Europawahl bei 7 %, womit auch der noch zu wählende 7. Platz eine Chance hätte. Allerdings hat NRW seinerseits nur eine Chance auf diesen Platz, wenn es viel geschlossener auftritt. Ich bin bereit, meinen Teil dazu beizutragen. Wenn Jörg Burger mit seiner Autorität als Landessprecher kandidieren will, werde ich das unterstützen. Ansonsten könnte ich es noch einmal versuchen, doch nur wenn ich viel mehr Rückhalt von ihm, den Delegierten und Mitgliedern erfahre. Weitere NRW-Bewerber haben nach meiner Einschätzung momentan gar keine ernsthafte Chance auf Bundesebene mehr. Bei mehr Disziplin und Geschlossenheit hätte NRW hingegen schon jemanden auf der Liste haben und bereits auf einen zweiten Platz in den Top 10 hoffen können.

114 Gedanken zu „Disziplinlosigkeit führt zu Misserfolgen

  1. Dass, was Keith im offenen Netz über sie geschrieben hat, ist im höchsten Maße verachtenswert, politisch wie menschlich. Ich kann ein harter Hund sein, auch gegen sie, aber die Grenzen der menschlichen Achtung dürfen nie überschritten werden. Wenn der ganze „Knüngel“ vorbei ist, sollte man ein Parteiausschlussverfahren gegen Keith beantragen. Ich könnte das gerne machen, sie müssten mir das Procedere erklären.
    in geschätzter Hochachtung
    Horst Krebs

    • Kann Ihnen nur Recht geben. Und ein Wort an Prof. Dilger: Sie sollten sich andere Mitglieder suchen. Schließlich waren die „intelligent“ genug in Arnsberg den Vorstand so wieder zu besetzen, wie sie es nun mal getan haben. Erinnern Sie sich noch? An die Maske des demütigen Arbeiters? Der sich bevorzugt mit fremden Federn schmückt? Diese Dummheit der Mitglieder: erst über jemand ganz zu Recht den Abwahlantrag stellen wollen und ihn dann zum Dank für doch noch „freiwilligen“ Rücktritt um 5 vor 12 dann um 5 nach 12 wieder wählen. Sie sind zu anständig (oder nur zu klug), um die Mitglieder für diese Dämlichkeit zu beschimpfen. Aber ich will damit bald nichts mehr zu tun haben und denke intensiv an Austritt. Das sollen „hochgebildete“ (Henkel) Mitglieder sein? Lächerlich. Peinlich. Dümmlich.

      • Wenn der Klügere nachgibt, stärkt er die falschen Kräfte.

  2. Concordia domi foris pax! Nur wenn wir im Inneren Eintracht und zivilisierte, verlaessliche Zustaende erreichen koennen, sind wir auf Dauer eine wählbare Alternative fuer unsere potentiellen Unterstützer! Wacht auf! Es geht nicht um Koepfe und ums Ego, sondern darum, die Zustaende zu verbessern! Das war nix, NRW!!!

  3. Vielen Dank für diese mutigen Worte.
    OK: Das ganze Prozedere war grundsätzlich unausgegoren; man hätte schon bei der Gründung der Partei wissen sollen, dass man so oder so für das Europaparlament antreten wird und dass dazu eine bundeseinheitliche Liste gewählt werden wird. Daher hätte man damals schon den Landesverbänden ein Vorauswahlverfahren verbindlich vorschreiben sollen. Ich spreche das an, da der NRW-Landesverband sich an dieser Stelle vorbildlich verhalten hat, indem er eine eigene Vorschlagsliste zusammengestellt hat, wozu auch extra eine entsprechende Versammlung organisiert worden war.
    Womit wir beim Punkt wären.
    Ich persönlich finde es – und ich will hier deutlich werden – skandalös, dass Leute aus dem Landesverband als „Renegaten“ aufgetreten sind und sich über diese Vorauswahl hinweg gesetzt haben. Dadurch wurde der Landesverband desavouiert, seine demokratische Entscheidungsfindung konterkariert und durch die „internen Kampfkandidaturen“ wurden die Wahlchancen der NRW-Bewerber erheblich geschwächt. Ja: Ohne Gegenbewerber aus NRW wäre Ihr Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit besser ausgefallen.
    Es geht hier nicht um persönliche oder programmatische Sympathien, es geht hier darum, dass eine Gruppe von teils bekannten Gesichtern aufgrund Fixiertet auf die eigene Person ohne jede Teamfähigkeit gegen den eigenen Landesverband kandidiert hat. Die Kandidatur gegen Herrn Henkel, eine etwas merkwürdige Art der Begrüßung, will ich hier nicht weiter bewerten.
    Wir alle wissen, dass es im alten Landesvorstand zu Verwerfungen kam, die schließlich zur Neuwahl führten. Ich wusste damals nicht, welcher Version ich glauben sollte – von einer Seite hieß es, Herr Dilger sei das Problem. Mittlerweile ist mir endgültig klar geworden, wie die Dinge lagen und liegen. Nur heute demontieren exakt dieselben Personen nicht mehr den Vorstand, sondern die Erfolgsaussichten des Landesverbandes und dessen Beschlüsse. Ich muss wohl meine Meinung dazu nicht noch deutlicher machen.
    Herrn Lucke, Herrn Henkel, Herrn Kölmel, Frau von Storch, Herrn Starbatty und Frau Trebesius möchte ich an dieser Stelle freilich meine Gratulation aussprechen. Erfreut bin ich auch, dass sich die vor dem Parteitag in die Welt gesetzten Märchen – etwa einer Kandidatur gegen Herrn Lucke oder von Geschlechts/Berufs-Quoten – (mal wieder) nicht bewahrheitet haben.
    Hingegen freut mich das erste Umfrage-Ergebnis nicht. Solange die AfD solche „Freunde“ hat, wie von Ihnen beschreiben, braucht Sie keine Feinde, und sollte auf Erfolg nicht wetten. Ich bin entsetzt. Den im Beitrag kritisierten Personen will ich es in aller Deutlichkeit sagen: Schämt euch, bei jeder Klassensprecherwahl geht es besser zu. Ich möchte, dass alle diese Personen die Partei verlassen, denn sie haben sich bereits gegen sie entschieden.

    PS: Dass Herr Heinrich keinen „guten“ Listenplatz erworben hat bedaure ich ebenfalls; da scheint etwas schief gelaufen zu sein.

    • Wenn Sie den Grund suchen für das schlechte NRW Abschneiden bei der BTW, aus Ihrem Text lugt er aus jeder Zeile.
      Wähler gewinnt man nicht mit Wunschdenken , Absprachen oder Proporz, Wähler gewinnt man im Wettbewerb um den besten Weg.

      • Ihr Auftritt war einfach zu blutleer und schwach auf der Brust, das hat viele Delegierte schlichtweg nicht überzeugt. Proporz hin oder her, die Qualität muss dann auch stimmen. Da hat Herr Heinrich sich schlicht besser präsentiert und Kölmel hatte eben die Unterstützung Luckes.

      • Wettbewerb ist aber für alle Berufspolitiker ein Fremdwort. Nein, es tut mir nicht leid, aber der Vortrag des Herrn D. war unterirdisch.

      • In der AfD gibt es bislang noch gar keine Berufspolitiker. Fairer Wettbewerb ist gut, doch die nominierten NRW-Kandidaten wurden von Mitgliedern des eigenen Landesverbandes und -vorstandes nicht fair behandelt. Es steht Ihnen frei, meine Vorstellungsrede zu beurteilen, wie Sie möchten.

    • Na Alex, erstens läuft es anders, zweitens als man denkt.

      Markus Pretzell hat gegen Herrn Henkel sehr gute 22% erreicht,
      obwohl er recht unbekannt ist. Herrn Pretzells Rede war sehr gut
      vorbereitet und vorgetragen. Er ist Bezirksvorsitzender in
      NRW Bezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe)

      Dass das Ergebnis insgesamt für NRW so liegt war theoretisch
      vorhersehebar und hätte jeden Landesverband ebenso treffen
      können. Bei den ersten 6 Plätzen kann man keine 16 Bundesländer
      darstellen.

      So ist eben Demokratie

      • Schon den Inhalt der Rede fand ich zweifelhaft, die Art des Vortrags dagegen katastrophal. Wenn sich das in der AfD durchsetzen sollte, bin ich weg.

  4. Sehr geehrter Herr Professor Dilger,

    Ihr Ärger ist mehr als nachvollziehbar. Aber ich bin sicher: Die Herrschaften, die hier einfach keine Ruhe geben, demokratische Abstimmungen nicht akzeptieren und sich damit für eine konstruktive Partei-Mitgliedschaft diskreditieren, werden letztlich keine Chance haben. Die AfD wird mehrheitlich von Leuten mit einer anderen Gesinnung getragen. Selbstdarsteller, notorische Querulanten und Positionen jenseits einer akzeptablen rechten Grenze werden überall sukzessive in die Bedeutungslosigkeit verbannt. Dass ihnen das nicht gefällt, ist klar, aber eine junge Partei ist halt mit solchen Unannehmlichkeiten konfrontiert.
    Vielleicht schaffen Sie es ja noch, und wenn die Wahlprognosen stimmen, wäre der Weg nach Brüssel auch offen:-)

  5. Mein ganz persönlicher Eindruck von Aschaffenburg ist, auch ohne Interna zu kennen, folgender.
    Zu viele Mitglieder aus NRW kochen unter dem Deckmäntelchen der AFD ihr eigenes Süppchen.
    Die meisten von diesen “ Möchtegern Europaabgeordneten“ scheinen eine gestörte Selbstwahrnehmung zu haben. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn sie damit nur sich selbst schaden würden. Sie schaden aber in Wirklichkeit dem Ansehen der AFD, insbesondere im Land NRW, sie schaden der Autorität des Landesvorstandes und sie schaden jedem einzelnen Mitglied.
    Jetzt kann Herr Burger beweisen, dass er den Willen und die Stärke hat , wieder Einigkeit im Land herzustellen. Das ist auch eine große Chance für ihn, ich wünsche mir für uns alle, es möge ihm gelingen.

    • War Burger nicht offensichtlich unfähig und untätig in dieser Sache? Hat sich jemals jemand vornehmer aus Allem zurückgehalten als Burger? Soll man ausgerechnet Fahnenflüchtigen und Leisetretern, denen es in der Küche zu heiss ist nun die Früchte der Anstrengungen Dritter auch noch katzbuckelnd antragen? Dieser Laden soll sich jetzt verdammt nochmal zusammenreissen und Dilger nach Brüssel schicken. Fehlte ja nur noch, daß Sie sogar Pretzell empfehlen, der nun wirklich den schlimmsten Kandidaturreigen auf- (und an-?)geführt hat.

      • Vielleicht sollten Sie sich erst einmal abregen, bzw. versuchen ihre sogenannte Wut in den Griff zu bekommen. Soetwas hilft uns jetzt überhaupt nicht weiter.
        Wenn Sie soweit sind, ich meine in der Lage auf eine sachliche Ebene zurückzukehren, bin ich gern bereit mit Ihnen zu reden. Schön wäre auch, wenn Sie sich outen könnten ;), man möchte ja wissen, mit wem man es zu tun hat.

      • Guten Abend,

        Ich bin heute erst aus Aschaffenburg mit einem „Kater“ im Gepäck nach Neuss zurückgekehrt. Ich war Helfer und Delegierter in Aschaffenburg und natürlich auch Beobachter. Der „wütende Parteifreund“ stellt sich hier als Anonymer Heckenschütze hin und schießt auf den Landesvorsitzenden Herrn Burger. Zu den Parteikollegen die in Aschaffenburg den Landesverband NRW am „Nasenring“ durch die Frankenstolz-Arena gezogen haben, unter dem Blick von 8 Fernsehkameras, etlichen Fotografen und einer großen Menge an Reportern, äußer ich mich nicht in öffentlichen Foren. Die Namen wurden ja oben bereits genannt.

        Ich konnte während des langen Tages, Ankunft in der Halle um 07:15 Uhr und Abreise um 21:45 Uhr, viele Gespräche mit Parteifreunden führen. Auch mit Herrn Dilger und Herrn Burger. Herr Burger ist als NRW-Landesvorsitzender der AfD ein Glücksfall für die Partei der AfD NRW – politisch integer, aufrichtig, klug und weise!

        Ein Fazit nach diesem Wochenende ist für mich, dass bei dieser Disziplinlosigkeit der eigenen NRW Parteikollegen kein „Staat“ für die AfD NRW zu machen ist. Aber die Ursachen liegen nicht beim neuen „Burger“-Landesvorstand der AfD NRW, sondern liegen weiter zurück beim alten „Dilger-Renner“-Vorstand. Es sind die politischen Nachwehen eines abgeschlossenen Privatkonfliktes zwischen etlichen ehemaligen Landesvorstandsmitgliedern, deren Namen oben bereits erwähnt wurden.

        Mit fehlen die Worte, dafür habe ich dann aber abends mit einem guten Parteifreund (Schwerpunkt auf Freund) nach einem gutem Nacht-Steak noch mit Parteikollegen im „Wilden Mann“ in Aschaffenburg auf diesen Ärger einen getrunken. Das waren mit Abstand dann die lustigsten Minuten des ausklingenden Tages in Aschaffenburg, bevor ich dann am frühen Sonntagmorgen mich ins Bett bewegte, kurz vor dem Eintreffen von Prof. Starbatty im „Wilden Mann“.

        Die Nacht war kurz, dafür aber das zufällige Frühstück mit einigen Bundesvorstandsmitgliedern und gewählten EU-Kandidaten (Herr Gauland war ebenfalls anwesend) dann noch zufälliger umso interessanter….. Abreise Sonntag um 09:30 Uhr in Aschaffenburg bei Schneeregen und mit Brummschädel.

        Was bleibt nun von den 2 1/2 Tagen Aschaffenburg? Eine schöne Stadt, nette Menschen, ein grottiges NRW-Ergebnis, interessante Gespräche und eine Bitte an alle NRW Mitglieder:

        Lasst uns jetzt endlich an einem Strang ziehen und bei der Bundeswahlversammlung in Berlin geschlossen einen Kandidaten (minus der Stimmen der Superquerulantendelegierten) auf Platz 7 wählen und jetzt sage ich, lasst uns

        Herrn Prof. Dilger wählen,

        trotz berechtigter Kritik, trotz einigem Fehlverhalten, trotz taktisch-strategischer Fehlentscheidungen in der Vergangenheit, er ist der profilierteste, kompetenteste und wertvollste EU-Kandidat den NRW jetzt noch ins Rennen schicken kann. Lasst uns Herrn Prof. Dilger in Berlin feiern und nutzt eure Verbindungen zum Positiven – werbt um Stimme für unseren NRW-EU-Kandidaten.

        Ich selber werde als NRW-Delegierter aus beruflichen Gründen in Berlin nicht mehr dabei sein, aber wir haben eine lange Nachrückerliste an NRW-Delegierten. Wir dürfen gespannt sein wer von den ersten 65 NRW-Delegierten in Berlin noch dabei sein wird und wer als Nachrücker die Reise nach Berlin als NRW-Delegierter antreten wird.

        Ich wünsche der AfD NRW jetzt einen klaren und klugen Verstand.

  6. Am Ende ist es mir egal ob NRW-Kandidaten auf den vorderen oder überhaupt auf irgendwelchen Plätzen stehen. Wenn es aus den anderen Bundesländern bessere Kandidaten gibt, dann gern (um nicht missverstanden zu werden: ich halte Alexander Dilger für einen sehr guten Kandidaten und hätte ihm einen der vorderen Plätze gegönnt). Schön dass es zum Beispiel Ulrike Trebesius aus dem kleinen S-H geschafft hat (S-H hat aus meiner Sicht eine der besten AfD-Landes-Webseiten, das muss mal honoriert werden). Unabhängig davon haben aber die „disziplinlosen“ Kandidaten aus NRW (und natürlich auch andere) wieder mal dazu beigetragen, die Veranstaltung sinnlos in die Länge zu ziehen.
    Die Plätze 7+ sind nicht ganz unwichtig sind selbst wenn es nicht zu 7% oder mehr langt. Denn von den auf 1-6 stehenden kann ja jemand aus dem einen oder anderen Grund ausfallen (bestenfalls durch Mandatsniederlegung wegen Wahlerfolg bei einer Landes- oder Bundestagswahl).

  7. Dilger hat Recht: Aschaffenburg war für NRW ein Desaster, Erkrath hat sich als überflüssig herausgestellt. Das mag an der Disziplinlosigkeit der aufgetretenen Kandidaten und der Delegierten, aber auch an taktischem Unvermögen und an mangelnder Selbsteinschätzung liegen.
    In Erkrath hätten wir uns nicht scheuen dürfen, auch mal coram publico über die Platzierung unserer Kandidaten zu sprechen. Und selbstverständlich hat natürlich jeder das Recht, außerhalb der Liste zu kandidieren, wenn dabei aber ein nichtmals zweistelliges Ergebnis im Meinungsbild – der elektronischen Abfrage – herauskommt, sollte man das akzeptieren und die Konsequenzen auch für weitere Wahlgänge ziehen.

    Es macht jetzt keinen Sinn mehr, über die bisher beschlossene Liste zu lamentieren, es gilt nach vorne zu schauen. Wenn die AfD nicht in der Lage ist, 20 Plätze zu nominieren, begibt sie sich eines Alleinstellungsmerkmals: der Präsentation einer hochkompetenten Liste, die eben keinen Vergleich zu scheuen braucht.
    Das heisst, wir gehen in die Verlängerung, die auch NRW zumindest nominell noch Präsenz bringen muss. Wir können nicht in einen Doppelwahlkampf steigen, ohne einen Europakandidaten zu benennen! Die Platzierung ist – leider – jetzt nicht mehr vorrangig. Also bitte, bei der Verlängerung sollten sich unsere Leute auch einer gewissen geschlossenen Sitzordnung befleissigen, wer gegen den Stachel löken will, kann das auch dann noch tun.

    Es scheint ein spezielles Merkmal großer Landesverbände zu sein, interne Geschlossenheit noch üben zu müssen; wie schön wäre es, wenn das nur auf die engagierte und kompetente Diskussion komplexer politischer Sachverhalte zurückzuführen wäre…

    Übrigens, eine Kandidatenkür wie derzeit, gibt es erst wieder in fünf Jahren.

  8. Als Außenstehender interpretiere ich die Kandidatur von Pretzell und Renner dahingehend, dass sie als National-Konservative, bzw. National-Liberale eine Alternative zu den Wirtschaftsliberalen stellen wollten. Ich denke, das war der letzte Versuch, diesen Flügel noch personell in der AfD abzubilden. Sicherlich spielte auch die Wirkung, Ihnen zu schaden, eine Rolle. Ich glaube aber nicht daran, dass dies der Hauptgrund war. Insbesondere der Antritt gegen Henkel hätte in Bezug auf Ihre Person keinen Sinn gehabt. Tröstlich dürfte für Sie sein, dass sich der Flügel jetzt mangels Zukunft auflösen dürfte. Sollten Sie es schaffen, dass Keith und Neppe aus dem Vorstand beseitigt werden, dann sind die Wirtschaftsliberalen in der AfD komplett unter sich und die Ausrichtung ist entschieden. Ob sich dies allerdings mittel- bis langfristig günstig bei den Wahlen auswirkt, das wird sich zeigen, insbesondere in Hinblick auf den erfolgreichen „Osten“, der ja komplett aus der Nominierung für das EP rausfällt. Außerdem dürfte die Wahlkampfmoral längst nicht mehr die beste sein. Die meisten sind ja doch der AfD beigetreten, weil man hoffte, dass hier eine umfassende Alternative, also eine neue Partei mit vorbildlicher Demokratie, integeren Leuten und Volksnähe. enstanden ist. Mit Befremden kriegt man die inhaltsleeren, auf Posten ausgerichtete Seilschaften, nachgeholfene Rück- und Austritte aus Vorständen und Äußerungen des Bundesvorstand mit, dass es volkswirtschaftlich Gebildete, denen (dumme) Protestwähler gegenüber stünden, aus denen sich eben auch jene ergäben, die zu einer Sprache „die den Minimalkonsens demokratischer Debattenkultur aufkündigen“ neigen würden. Warum wundere ich mich an dieser Stelle nicht, dass die AfD massiv an Sympathien verliert ?! Nun hat die AfD das Glück, dass Adam und Gauland ihren Standesdünkel in der FAZ austoben, die naturgemäß nicht vom dummen Volk gelesen wird. Aber es bleibt schon die Frage, warum man als National-Liberaler oder National-Konservativer und überzeugter Demokrat ( Anhänger der „Volksherrschaft“ ), die vom Bundesvorstand als dumme Protestwähler behandelt werden, überhaupt wählen soll ?! Wenn man sieht, dass sich gerade die „Dummen“ der AfD anlässlich der Bundestagswahl auf den Straßen die Hacken abgelaufen haben, dann stellt sich die Frage, warum sie es nunmehr machen soll.

  9. Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Dillger,
    …so ist das eben, wenn man putscht. Das Wahlvolk liebt eben nur den Verrat, nicht jedoch den Verräter.
    Wie wäre es, wenn Sie als Kandidat Ihre Dillger-Frage erweitern würden: ist gegen Sie ein Parteiordnungsverfahren anhängig?
    Wenn ja, warum?
    Warum wurde das Verfahren bis heute noch nicht abgeschlossen?

    Soll ich Ihnen die Frage beim Parteitag stellen, oder verzichten Sie lieber zugunsten nichtverbrannter Kandidaten? All zu viele Delegierte scheinen Ihnen nach Ihrem m. E. undemokratischen, arroganten und selbstgefälligen Agieren als Landessprecher nicht mehr zu trauen.

    Jeder bekommt irgendwann einmal das, was er verdient.

    Ihrer Antwort sehe ich interessiert entgegen.

    Mit freundlichem Gruß
    Ihr Parteifreund Oberdorfer

    • Da geht wohl einiges durcheinander. Nicht ich war der „Verräter“ im alten Landesvorstand, sondern diese habe gegen mich und Herrn Kollegen Lucke gearbeitet. Gegen mich ist auch kein Parteiordnungsverfahren anhängig. Ich habe stets demokratisch und rechtsstaatlich gehandelt und gerade deshalb die Notbremse des Rücktritts gezogen. Andere akzeptieren bis heute keine Mehrheitsentscheidungen.

      • Sehr geehrter Herr Dilger,
        das bisherige Motto der Partei war doch Mut zur Wahrheit wenn ich mich recht entsinne. Dann denke ich, sollten Sie doch auch diesen Mut haben und den Kommentar von Herrn Oberdorfer wahrheitsgemäß beantworten oder haben Sie als ehemaliger Landessprecher einfluß auf das Schiedgericht ausgeübt, was erklären würde, warum der Antragssteller des Parteiordnungsverfahrens bis dato noch keine Rückmeldung erhalten hat.

        Nur zu Ihrer Erinnerung möchte ich einen Teil der Mail an das Schiedsgericht Zitiren:

        „Torsten Milsch milschdoc@beziehungsdoc.de
        13.11.13
        an schiedsgericht; geschaeftsstel.; mich; info; martin.renner; hermann.behren.; michael.balke; andreas.keith; marcus.pretzell; hecker; christian.romb.; kroeger; Melanie; Rudolf; Caroline; Manfred

        Sehr geehrte Herren des Schiedsgerichtes der Alternative für Deutschland-NRW!
        Liebe Parteifreunde!

        Hiermit beantrage ich ein Parteiordnungs- bzw. Schiedsgerichts-Verfahren wegen parteischädigendem Verhalten

        gegen
        – Herrn Alexander Dilger und
        – Frau Melanie Hartung.

        Kurz-BEGRÜNDUNG:

        Das diktatorische und kommunikationsverweigernde Verhalten beider Führungsmitglieder im Zusammenhang mit den Vorfällen im AK Familie NRW im Juni 2013 ohne „MUT zur WAHRHEIT“

        führte zu:

        – Informations-Defiziten bei Mitgliedern und Wählern,
        – dem Austritt und Verlust von Mitgliedern und
        …“

        Ich hoffe das frischt Ihre Erinnerung wieder etwas auf.

        Mit freundlichen Grüßen

        Bernd Michelau

      • Mir ist kein solches Verfahren bekannt. Wie lautet denn dessen Aktenzeichen und wann wurde es eröffnet? In der Sache ist es so, dass Herr Milsch und andere gegen eine vom Landesvorstand eingesetzte Arbeitskreisleiterin putschen wollten. Wenn überhaupt, wäre ein Schiedsverfahren gegen ihn und seine Mitstreiter gerechtfertigt gewesen.

      • Herr Dilger,

        bzgl. des Aktenzeiches habe ich bereits geschrieben:

        „oder haben Sie als ehemaliger Landessprecher einfluß auf das Schiedgericht ausgeübt, was erklären würde, warum der Antragssteller des Parteiordnungsverfahrens bis dato noch keine Rückmeldung erhalten hat.“

        Also wird Herr Milsch nochmals diese Mail schreiben, bzw. weiterleiten müssen.

        Aber zu den Arbeitskreisen möchte ich aus Ihrer Mail vom 07.06.2013:

        „Sehr geehrte Mitglieder und Förderer der Alternative für Deutschland NRW,

        der Landesvorstand hat inzwischen Arbeitskreise eingerichtet, Verantwortliche zumindest bis zur ersten Arbeitskreissitzung benannt und Kontaktadresse dafür geschaffen. Wenn Sie in einem oder mehreren Arbeitskreisen mitarbeiten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an die jeweilige Adresse hinter dem Arbeitskreis. Sie werden dann demnächst eingeladen, nachdem ein erstes Treffen der Zuständigen stattfand.

        Arbeitskreis, verantwortlich, Mailadresse:

        Arbeit und Soziales, Dr. Hermann Behrendt, arbeit@nrw-alternativefuer.de
        Außenpolitik, Ralf Schön, aussen@nrw-alternativefuer.de
        Bildung und Forschung, Kerstin Garbracht, forschung@nrw-alternativefuer.de
        Euro, Dr. Jobst Landgrebe, euro@nrw-alternativefuer.de
        Europäische Union, Martin Renner, eu@nrw-alternativefuer.de
        Familie, Melanie Hartung, familie@nrw-alternativefuer.de
        .
        .
        .
        Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

        Alexander Dilger“

        Wie im ersen Satz zu lesen ist, wurden die „Verantwortliche zumindest bis zur ersten Arbeitskreissitzung benannt“, dies bedeutet, für mich und die anderen Parteifreunde, das die Leitung noch wechseln kann, da das zumindest diese Möglichkeit ja offen läßt, sich selbst zu organisieren.. Da der Großteil des AK Familie (6 von 9 Personen) sich nicht von der eingesetzten Dame vertreten fühlten und auch an ihrer Qualifikation einen AK zu leiten angezweifelt wurde, wurde auf der ersten Sitzung am 28.06.2013 bereits vorgeschlagen einen neuen Leiter zu wählen, was dan auf den 30.06.2013 vertagt wurde. Am 30.06.2013 wurden dann nach einer Unterbrechung der Sitzung, und einem Telefonat der Leiterin mit Ihnen in dieser Pause, die Mehrheit des AK Familie auf Anweisung von der Gastgeberin des Hauses verwiesen, wie Sie sicher wissen. Mir sind die Vorgänge diese Sitzung besten vertraut und mir liegt auch der Email-Verkehr zum Großteil vor.

        Bernd Michelau

      • Natürlich habe ich keinen solchen Einfluss auf das Schiedsgericht genommen, sondern im Gegenteil vergeblich versucht, die verbliebenen aktiven und fähigen Schiedsrichter von einem Rücktritt abzuhalten. Was die nachgewählten Schiedsrichter tun, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht fragen Sie diese selbst oder den Landesvorstand. Die Formulierung „zumindest“ besagt doch gerade, dass die Benennung auch länger anhalten kann, z. T. bis heute. Tatsächlich habe ich selbst für den Euro-Arbeitskreis die erste Wahl eines Arbeitskreissprechers durchführen lassen (siehe ‚Neue Arbeitskreise‘).

      • Niemand bezweifelt das ein AK-Leiter bis heute diese Funktion ausüben kann. Sie schreiben selber, das Sie für den AK-Euro einen neuen Leiter haben wählen lassen und finden dies in Ordnung, was dies auch zweifelsfrei ist. Aber wie kommen Sie darauf es einen Putsch zu nennen, wenn die absolute Mehrheit (2/3 des AK) einem AK-Leiter mißtraut und eine Wahl zu einem neuen Leiter beantragt?

        Wieso entschuldigte sich die Hausherrin des damaligen Versammlungsortes bei mir und sicherte mir zu, das der Rauswurf aus dem Versammlungsort auf Anweisung erfolgter und zwar nach dem Telefonat mit Ihnen? Ist dies noch basisdemokratisch?

      • Das ist nicht basisdemokratisch, aber demokratisch und rechtsstaatlich. Der damalige Landesvorstand hatte mehrheitlich beschlossen (ich musste diesen Beschluss nur nach außen vertreten), dass er die Arbeitskreisleiter einsetzt. Wenn Sie mit Ihrer Leitung nicht einverstanden waren, hätten Sie sich also an den Landesvorstand wenden müssen, statt in der nächsten Kneipe eine Gegenleitung auszurufen.

      • Nach dem Rauswurf wurde, wie Sie schrieben eine Gegenleitung ausgerufen, da die Mehrheit des AK ja der Sitzung verwisen wurde. Jemand mußte ja die Sitzung zu Ende führen.Am 30.06.2013 wurden Sie per Mail, postalisch am 01.07.2013 über alles informiert und wurden gebeten dies zu bestätigen. Fragwürdig ist allerdings in Ihrem Antwortschreiben der Satz:

        „Wenn Sie Frau Hartung nicht als Arbeitskreisleiterin akzeptieren können, dann müssen Sie entweder den Arbeitskreis verlassen oder zumindest bis zu einer regulären Wahl, die sie durchführen kann, aber nicht muss, mit ihr zusammenarbeiten.“

        Ich denke, das wir aber an dieser Stelle nicht weiter auf diese Causa eingehen sollten sondern mein Erinnerungsschreiben an das Schiedgericht abwarten. Es ist nun leider, was bis dato nämlich nicht passiert ist, genug schmutzige Wäsche an die Öffentlichkeit gelangt. Der Rest dieser angelegenheit sollte besser da geklärt werden, wo es sich gehört. Nämlich parteiintern vor dem Schiedsgericht.

      • Der Vorgang gehört auch nicht vor das Schiedsgericht, da sowohl Frau Hartung als auch ich als Funktionsträger auf der Grundlage von gültigen Vorstandsbeschlüssen gehandelt haben. Das richtige Vorgehen wäre, auf dem nächsten Landesparteitag eine demokratische Arbeitskreisordnung zu beantragen, ggf. als Bestandteil der Satzung. Auf Bundesebene wäre das vielleicht auch sinnvoll.

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger!

        Nur Ihre diktatorische und bis heute uneinsichtige Vorgehensweise als Sprecher des NRW-Landesverbandes konnte dazu führen, dass auch Ihre Vorerst mit der Leitung beauftragte Frau Hartung sich mit Ihrer Hilfe inhaltlich und personell gegen die Mehrheitsmeinung durchsetzen konnte.

        In der gesamten Bearbeitung des von Herrn Michelau ausführlich und richtig wiedergegebenen Ablauf widersprachen Sie dem Grundsatz der demokratischen Gestaltung in der Partei und in den Arbeitskreisen.

        Meine am 13.11.2013 dem Schiedsgericht übersandte Klage ist daher notwendig gewesen, an deren Bearbeitung ich erinnern werde.

        Torsten Milsch.

      • Ich verbitte mir die Beleidigung „diktatorisch“ für das pflichtgemäße Vertreten eines demokratischen Beschlusses eines demokratisch legitimierten Vorstandes. Sie hingegen haben ohne jede Berechtigung Frau Hartung und mich angegriffen. Sie sollten sich schämen.

  10. Herr Professor Dilger, was haben Sie erwartet, nachdem Ihr Block dafür gesorgt hat dass Herr Renger bei allen Kandidaturen in Erkrath durchgereicht wurde. Ich habe dieses Theater aufgrund meiner langen Parteierfahrung kommen sehen. Man kann sich nicht generös hinstellen und behaupten das Delegierte vollkommen weisungsfrei sind. Sondern man muß ihnen klar machen wen und was sie zu vertreten haben, nämlich in diesem Fall die Mehrheitmeinung der NRW Mitglieder und der Ladesvorstand hat dafür sorge zu tragen, dass sein Landesverband auch im Bund entsprechend plaziert ist. Natürlich kann jeder auf einem Parteitag kandidieren, ob er gewählt wird steht auf einem anderen Blatt. Dazu bedarf es einiger Absprachen der landesverbände untereinander. „Hau du nicht meinen Lukas, hau ich nicht deinen Lukas“!

  11. Hallo Herr Adelt, dass es eine Kandidatenkür in 5 Jahren geben wird, die dieser Kandidatenkür ähnelt, wage ich sehr in Frage zu stellen. Sicher werden wir in 5 Jahren wissen, wer von der Afd ins Parlament kommen wird. Da werden wir uns sicher nicht so schwer tun, wie heute. In NRW sind die Meinungen geteilt. 50% für Dilger, 50% gegen Dilger. So geht das nicht. In den nächsten 5 Jahren werden die Gewichte anders aussehen, dann ist alles gesagt, was heute zum Desaster geführt hat.

    • Wenn die AfD als Partei funktionieren würde und die Flügel beidseitigen Respekt gegeneinander hätten, dann wäre auch eine knapp über 50 % -Entscheidung erfolgreich gewesen. Das Problem ist einfach, dass die ideologischen Grabenkämpfe kein Zugehörigkeitsempfinden zulassen. Es hat eben entweder ein Freund oder ein Kollege Dilger gewonnen und nicht ein verdienter Parteikollege. Der Bundesvorstand hat mit seinen Äußerungen und seiner unglücklichen Einflussnahme auf die Personalien selbst kräftig zur Eskalation beigetragen. Man muss einfach auch mal sagen, dass der Bundesvorstand die Themen nicht vernünftig kommuniziert. Während Herr Dilger – sicherlich unstreitig – recht vorbildlich ( wenn man von sehr wenigen Ausreißern mal absieht ) die Themen über seinen Blog kommunizierte, insbesondere auch Fragen zur Ausrichtung der Partei diskutierte, ist der Bundesvorstand komplett abgetaucht und taucht nur auf, wenn er den Knüppel schwingt oder sich abfällig über Protestwähler äußert.

    • In NRW hatte ich bislang immer die Mehrheit der Mitglieder bzw. Delegierten hinter mir. Das gestern war meine erste Wahlniederlage in der AfD, wobei es auch mein erster Antritt auf Bundesebene war. Von den Delegierten aus NRW könnte mich übrigens durchaus auch da eine Mehrheit gewählt haben. Was in fünf Jahren ist, weiß niemand. Wir müssen jetzt erst einmal diese Listenaufstellung abschließen und dann für den Erfolg der AfD bei der Europawahl kämpfen.

  12. Wenn es Herrn Dilger vorrangig darum ginge, einen NRW Kandidaten auf der Europaliste zu platzieren, würde er anerkennen, dass die besten Ergebnisse eines Kandidaten aus NRW von Herrn Pretzell erzielt wurden. Dass die Zustimmung im Saal groß war konnte man auch daran erkennen, dass er von den „Prominenten“ (Lucke, Henkel und Starbatty) abgesehen mit Abstand den meisten Applaus bekam. Wenn es Herrn Dilger also vorrangig darum ginge, einen NRW Kandiaten auf die Europaliste zu bekommen, würde er auf eine Kandidatur verzichten und Herrn Pretzell den Vortritt lassen.

    • Herr Pretzell arbeitet gegen die Partei. So wollte er den Staatsanwalt gegen den Bundesvorstand einschalten. Auch seine inhaltlichen Ausführungen begeistern nur eine kleine Minderheit, sowohl innerhalb der Partei auf Landes- und Bundesebene als auch bei den Wählern. Dass diese Minderheit sich ständig für die eigentliche Mehrheit hält, ist wohl ihr größtes Problem.

      • Ist Ihr Acker auf der Argumentationsebene so schlecht bestellt, dass ihnen nichts anderes einfällt als Gerüchte darüber zu verbreiten, was Herr Pretzell „wollte“?
        Ihre Formulierung zeigt ja sehr deutlich, dass nichts dergleichen geschehen ist, sonst könnten Sie hier Ross und Reiter nennen.
        Im übrigen fände ich in einer Situation in der ein Parteivorstand sich Dinge zu Schulden kommen lässt, für die sich ein Staatsanwalt interessieren könnte, dass es dieser Vorstand ist, der die Partei schädigt und keineswegs derjenige, der die Missstände aufdeckt. Gestern z.B. hat sich ein Bundesvorstandsmitglied der AfD meiner Ansicht nach der üblen Nachrede und Verleumdung eines Mitglieds des bayerischen Landesverbandes schuldig gemacht und ich wünsche mir sehr, dass das für diese Dame noch ein gerichtliches Nachspiel hat.
        Sie, Herr Dilger scheinen schon wieder zu verdrängen, dass Herr Pretzell in dem Wahlgang in dem Sie gegen ihn angetreten sind, deutlich mehr Stimmen erhalten hat als Sie. Ist Ihnen schon einmal die Idee gekommen, dass Sie selbst ein Vertreter der Spezies sind, die sich in einer imaginären Mehrheit wähnt obwohl die Realität anders aussieht? Tragen Sie’s wie ein Mann!

      • Ich habe nicht ein Gerücht verbreitet, sondern ein Faktum berichtet, welches wesentlich zum Ende des alten Landesvorstands beitrug. Ross (Drohung mit Strafanzeige) und Reiter (Pretzell) habe ich genannt. Anzeige kann jeder erstatten (betrachten Sie die Paralleldiskussion zu einem völlig absurden Schiedsantrag), es geht um deren Fundiertheit und auch Alternativen, z. B. den von u. a. mir ausgehandelten Finanzkompromiss.

      • @ Alexander Dilger

        „Herr Pretzell arbeitet gegen die Partei. So wollte er den Staatsanwalt gegen den Bundesvorstand einschalten.“

        Um was geht es denn dabei? Markus Pretzell war Mitglied des Landesvorstands NRW und dort zuständig für das Ressort Recht. Hat er dort im luftleeren Raum agiert oder hat er Beschlüsse des Landesvorstands ausgeführt? Als einfaches Mitglied stelle ich es mir so vor, dass Herr Pretzell aufgrund eines Vorstandsbeschlusses aktiv geworden ist und nicht auf eigene Faust.

      • Dass er es wollte, heißt nicht, dass er es getan hat. Eigentlich gehört es zu den vertraulichen Vorstandsinterna, doch zugleich ist es ein Schlüsselereignis des Landesverbandes und sogar für die Bundespartei, so dass ich jetzt im Nachgang berichte, dass er im Vorstand einen entsprechenden Antrag gestellt hat, der ganz knapp 5:4 abgelehnt wurde, wobei nach langem Überlegen ein Vorstandsmitglied den Ausschlag gab, welches sonst nie auf meiner Seite stand und jetzt auch definitiv nicht steht. Vielleicht outet sich die Person selbst, denn zumindest diese Entscheidung rechne ich ihr hoch an, da sie die Gesamtpartei vor großem Schaden bewahrt hat. Herr Pretzell meinte später, er hätte nur drohen wollen, doch mit einem entsprechenden Beschluss hätte sich die Sache verselbständigt.

      • „Dass er es wollte, heißt nicht, dass er es getan hat.“

        Also ist gar nichts passiert. Dann frage ich mich, wieso das immer wieder thematisiert wird. Es kommt irgendwie so an, als hätte Herr Pretzell irgendetwas verbrochen. Das scheint aber gar nicht der Fall zu sein.

      • Der alte Landesvorstand ist u. a. an dieser Frage zerbrochen. Wenn das gar nichts für Sie ist, okay. Herr Pretzell wollte der Partei schwer schaden. Dass andere das verhindert haben, ist doch nicht sein Verdienst.

      • Da ich nicht weiß, worum es bei „dieser Frage“ inhaltlich geht, kann ich nichts dazu sagen. Deswegen kann ich auch nicht beurteilen, ob Herr Pretzell der Partei „schaden wollte“. Fakt ist, dass kein Schaden eingetreten ist, oder? Es gibt andere Leute, die tatsächlich Schaden anrichten. Und zwar ohne dass jemand einschreitet.

      • Ach von IHNEN stammt der so genannte „Kassler Kompromiss“ bei dem mit einem buchhalterischen Taschenspielertrick Verbindlichkeiten des Bundesverbandes an die Landesverbände aus dem Jahr 2013 in Höhe von knapp einer Viertelmillion Euro, im Jahr 2014 zu 100% aus dem Anteil der Länder an der staatlichen Teilfinanzierung getilgt werden? Das erinnert mich irgendwie an Target Salden und Länderfinanzausgleich…
        Jetzt bin ich überzeugt: Andreas Dilger muss ins Europaparlament!

      • Sie sollten schon meinen Namen richtig schreiben: Alexander Dilger. Diese Details des Kompromisses stammen nicht von mir, ich hätte lieber einen klaren Prozentsatz der Aufteilung für alle Finanzmittel gesehen, doch es handelte sich eben um einen Kompromiss, bei dem niemand alles durchsetzen kann.

    • Herr Pretzell war für NRW die Peinlichkeit des Abends! Auf fast jeden Platz zu kandidieren, wie ein Schuljunge der die Niederlage nicht aktzeptieren kann. Das er dabei noch den demokratischen Spitzenkandidaten NRW`s schadet, ist nur eine Randnotiz.
      Wobei mit seiner Ansage als Jurist den Vertreter der „kleinen“ Leute spielen zu wollen, sorgte er wenigstens für Erheiterung. Wie stumpf muss jemand sein, der chancenlos immer und immer wieder in die Abstimmung geht?

      • Herr Pretzell wurde zwar mit ca. 22% der Stimmen gegen Herrn Prof. Henkel gewählt, aber dies waren ja keine Stimme „FÜR“ den Störer Pretzell, sondern Stimmen gegen die Einsetzung eines Quereinsteigers auf Platz 2, wo doch viele gute und engagierte Wahlkämpfer schon vor der Bundestagswahl in der Öffentlichkeit ihren Kopf bei den Medien hinhalten mussten und nun Herr Henkel sanft in der AfD auf einen sicheren EU-Listenplatz gleitet. Dass Herr Pretzell sich als „Rächer der Entrechteten“ in der AfD begreift, dürfte jetzt nach dieser Bloßstellung des Prof. Luckes und des Kandidaten Herrn Henkel, endgültig beendet sein. Er sollte selber die Konsequenzen ergreifen und die Partei mit seiner kleinen Gruppe von Gefolgsleuten verlassen. Die echten wertkonservativen Patrioten und National-Liberalen Kräfte haben diesen Herrn Pretzell nicht als ihre Leitfigur gewählt und er kann weder als Vertreter der „kleinen“ Leute sich aufführen, noch als Messias der AfD. Herr Pretzell schadet der Partei. Treten sie endlich mit ihrem Club der Störer aus.

  13. Wo soll ich da anfangen? Vielleicht damit, das niemand den Weg zum Misserfolg so gut kennt wie Alexander Dilger?
    Ich war auch enttäuscht über der Präsenz meiner alten Heimat NRW, nicht über das Abschneiden sondern über die Qualität. Einzig Herr Pretzell schien mir geeignet adäquat aufzutreten und die Sprache zu sprechen, die die Wähler in NRW verstehen. Ich hoffe er tritt weiterhin an.
    Kommen wir mal zu diesem Länderproporz Gehabe. Nichts regt mich mehr auf als dumpfes Proporz Denken.
    Kölmel auf drei ist genau so eine ärgerliche Proporzposse, die der AFD noch auf die Füße fällt. Dabei, das schicke ich vorweg, ist das keine Kritik an seiner Person.
    Was die AFD braucht sind Menschen die Medien ansaugen wie ein Magnet. Die Dame am Empfang im Aschaffenburger Hof kannte die AFD nicht und der Name Kölmel wird ihr in Jahrzehnten noch kein Begriff sein.
    Kölmel auf drei war dem Verzicht von Storch und Starbatty auf drei geschuldet, also eine klare Proporzmanipulation, die der Partei gar nichts bringt.
    Auch in meinem jetzigen LV gab es Bestrebungen einen eigenen „Spitzenkandidaten“ zu benennen. Glücklicherweise konnte das verhindert werden, obschon es durchaus adäquate Kandidaten gegeben hätte.
    Für Europa einen regionalen Kandidaten zu setzen zeugt für mich von politischer, strategischer und medialer Unreife. Erfolg basiert auf Nähe zum Markt.
    Der Ausgangstext zeugt vom Denken eines Beamten, der glaubt den Gesetzen des Marktes entgehen und sich in einer Partei wie in einer Behörde hochdienen zu können. Das scheitert leider am Wähler, der anders als bei einem Gang zum Amt, bei Parteien die Wahl hat und wahrnimmt.
    Pretzell halte ich für einen Kandidaten der Wähler und Partei gleichermassen mobilisieren kann, wenn man ihm die Chance gibt.

    • Wenn Herr Pretzell so überzeugend ist, warum hat er dann weder in NRW noch im Bund eine Mehrheit? In NRW hatte ich stets eine Mehrheit und im Bund hätte ich sie gegen Herrn Pretzell allein (oder auch zusammen mit Herrn Renner) sicher auch. Mein Problem war, dass die anderen gemäßigten Kandidaten mehr Stimmen einsammeln konnten, was ich natürlich anerkenne (siehe ‚Positive Ergebnisse von Aschaffenburg‘).

      • Lieber Herr Dilger,

        es ist sicher nicht weiter schlimm, wenn man ab Pos. 10 anfängt die regionalen Interessen zu vertreten. Es ist deutlich zu erkennen, wie mit den Mitgliedern der Altparteien auch deren Gewohnheiten eingezogen sind und zwar die Schlechten.
        Absprachen sind undemokratisch und erzeugen nie das beste Ergebnis. Das wissen offensichtlich die Delegierten in AB auch.
        Ohne den Rückzug von Storch und Starbatty wäre Kölmel gescheitert. Wenn aber kein echter Wettbewerb da ist, kann man natürlich auch einen netten Beamten und guten Vorsitzenden wählen.
        Tritt Lucke für Winsen an der Luhe an? Aufs große Ganze betrachtet, ist das Kleinbürgertum in Bestform.

      • Es gibt immer Absprachen, manche sind schlecht, andere nicht. Dass nicht jeder gegen jeden kandidieren will, ist doch sinnvoll.

  14. Stellungnahme zu den Aussagen von Herrn Dilger auf seinem Blog vom 26.01.2014

    Sehr geehrter Herr Dilger,

    genau das ist es, was Herr Prof. Dr. Starbatty in Aschaffenburg bei seiner fulminanten Rede gesagt und gefordert hat. Diskutieren ja, aber fair in der Sache und, wenn möglich, mit einem Ergebnis zum Wohle und im Sinne der Partei. Ich bezweifele stark, dass Ihre öffentlichen Rücktrittsforderungen und haltlosen Behauptungen dem entsprechen. Des weiteren lehne ich die in Ihrem Blog beschriebenen, in höchstem Maße undemokratischen, Absprachen und Machtspiele, wie sicherlich die meisten der Mitglieder unserer Partei, ab. Wenn noch nicht einmal die Parteiführung um Herrn Lucke Empfehlungen ausspricht oder sonstige Absprachen trifft, obwohl es dazu bei den vielen eher seltsamen Kandidaturen Grund genug gegeben hätte, sondern auf die Qualität der Kandidaten und die Vernunft der Mitglieder vertraut und bei der bis jetzt gewählten Liste, mit gutem Recht sollte man sich ebenfalls auf seine Qualitäten und Fähigkeiten verlassen.

    Zitat Dilger in seinem Blog.

    Leider trat Torsten Heinrich aus Bayern auch in diesem Wahlgang an, obwohl er mir noch in der Nacht zuvor das Gegenteil versichert hatte (sonst hätte ich erst für Platz 4 kandidiert). Auch die von hessischen Funktionären in Aussicht gestellte Unterstützung blieb aus.

    Es stellt sich die Frage, ob solche, wie in Ihrem Block beschriebenen eher zweifelhaften Absprachen in einer so jungen Partei mit Ihren basisdemokratischen Ansprüchen, legitim sind. Ehrenhaft ist dies sicherlich nicht.
    Hätten Sie eine ähnlich starke Kandidatur wie Frau Storch, Herr Starbatty oder wie die eher unbekannten Kandidaten Herr Pretzell und Frau Trebesius gehalten, wären Sie sicher auch von mehr der Delegierten gewählt worden.
    Ich stimme Ihnen zu, dass sich der Landesverband der AfD NRW bis auf die Knochen blamiert hat, aber es obliegt nicht dem Landesvorstand NRW seinen Mitgliedern zu verbieten, an einer demokratischen Wahlversammlung teil zu nehmen. Wäre hier von Seiten des LV NRW massiv eingegriffen worden, hätte jeder der angesprochenen Kandidaten die Europawahlliste mit sehr großen Erfolgsaussichten angreifen können.
    Auch ich war nicht begeistert mir dutzende von aussichtslosen Kandidaturen anzuhören, auch wenn viele qualitativ sehr gut waren, aber wir sind nun einmal eine junge Partei mit vielen hochqualifizierten und sich berufen fühlenden Mitgliedern. Ich akzeptiere das und würde mich auch freuen, wenn ein sogenannter Underdog es mal schaffen würde. Sicherlich lief das in Ihrer 24- jährigen Parteizugehörigkeit in der FDP wesentlich geplanter und durchorganisierter ab. Wir in der AfD sind aber Politneulinge, in innerparteilichen Absprachen, Klüngeleien, Bestechung und Korruption zum Glück noch nicht soweit wie die etablierten Parteien und ich persönlich wünsche mir, dass das auch für immer so bleibt.
    Sicherlich wäre es von Vorteil und im Sinne des innerparteilichen Friedens, wenn Sie vor solchen Veröffentlichungen, wie auf Ihrem Blog am 26.01.2014, mit Ihrem Landesvorstand Kontakt aufnehmen würden. Sicherlich ließen sich auf diesem Wege sehr viele Probleme lösen und unter Umständen eine Lösung herbei führen.
    Öffentliche Diskussionen und Kreuzzüge, wie Sie zurzeit auf Ihrem Block geführt werden, tragen sicherlich nicht zu einer besseren Reputation des Landesverbandes NRW in der Bundespartei bei, sondern richten noch weiteren großen Schaden an.
    Sicherlich sind Sie, wie wir alle, an einer konstruktiven und erfolgreichen Lösung zum Wohle und im Sinne des Landesverbandes der AfD NRW interessiert. Dafür müssen wir aber alle mit einander reden, sich vertragen und verantwortlich handeln und nicht permanent schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit waschen und Zerstrittenheiten herbei schwören, wo noch gar keine sind.
    Das ist das Minimum, was die Mitglieder von uns zu Recht erwarten und verlangen dürfen.

    Ich rufe daher alle Beteiligten im Geiste der Rede von Herrn Starbatty in Aschaffenburg zum innerparteilichen Frieden auf.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Keith

    • Meine Behauptungen sind nicht haltlos. Ich habe offenkundige Tatsachen der öffentlichen Versammlung berichtet und nach offengelegten Kriterien bewertet. Machtspiele gegen die demokratischen Entscheidungen betreiben Sie und Ihre Freunde, nicht ich. Überlegungen und Absprachen, wer wo antritt, unternimmt hingegen jeder vernünftige Kandidat und natürlich auch der Bundesvorstand, der darin besonders erfolgreich war. Meine Vorstellungsrede können Sie doch gar nicht beurteilen, da Sie sich nach meinen Informationen im Block der lauten Störer befanden. Wegen Ihres „Kreuzzugs“ auf Facebook hatte ich mit dem Landesvorstand Kontakt aufgenommen, doch Sie woll(t)en diesen nicht löschen, sondern schoben nur die schwache Behauptung hinterher, dass es Ihre persönliche Meinung sei, die mit dem Landesvorstand nichts zu tun hätte. Bitte äußern Sie dann zukünftig solche persönlichen Meinungen gegen die von den NRW-Mitgliedern nominierten Kandidaten außerhalb des Landesvorstands und treten Sie zurück. Zieren Sie sich nicht wieder bis fünf Minuten vor der Abstimmung über einen Abwahlantrag.

    • Lucke hatte doch wie üblich massiv in den Wettbewerb eingegriffen. Alleine Henkel wurde über Wochen als MdEP-Kandidat durch Lucke über die Medien lanciert. Frau Trebesius wurde von Lucke preferiert und hätte ohne Lucke nie den Erfolg gehabt. Also, der Respekt gegenüber der freien Meinungsbildung in der Basis ist in der AfD nicht besonders ausgeprägt. Allerdings muss man ehrlicherweise auch sagen, dass sich die Basis auch gerne Entscheidungen in die Hand geben lässt, was auch nicht für allzu große Mündigkeit spricht.

      Was die vielen chancenlosen Kandidaturen und ihre Folgen angeht: Wenn die Landesverbände Bayern, Hessen, NRW so zerstritten sind, dass sie keine Kandidaten durchkriegen, ist es für die gesamte Partei nicht sogar besser, wenn diese Landesverbände erfolglos sind ? Warum soll es für eine Partei gut sein, dass Kandidaten aus diesen Landesverbänden, die nicht mal ihre Delegierten hinter sich geschlossen kriegen, ins Parlament gehen ? Wenn Landesverbände so zerstritten sind, insb. auch in Hessen, was ist dort qualitativ zu erwarten ? Ferner kommt hinzu, dass die Kandidaten in diesen Landesverbänden ihre Basis gar nicht optimal mobilisiert bekommen würden, eben weil sie so umstritten sind. Deshalb, im Ergebnis dürfte es gut sein, dass die zerstrittenen Landesverbände, mögen sie noch so groß sein, erfolglos sind. Umgekehrt ist es für die AfD in Hinblick auf die Erfolgsaussichten für das EP gut, wenn in Anbetracht der Luckemania die Basis für den Wahlkampf mobilisiert werden kann. Mir ist die Erscheinung zwar extrem zuwider, aber in Hinblick auf den Wahlkampf ist dies irrelevant.

  15. Ich bin sehr froh, dass nicht auch noch ein dritter Ökonomie-Professor unter den ersten fünf gelandet ist. Wir müssen eine weit größere Bandbreite der Gesellschaft abbilden, um erfolgreich zu werden. Ich hoffe, dass auf den Plätzen 7-12 noch andere Berufe und Vitae ankommen. Nicht noch mehr Beamte, Rentner, Professoren..

    Was mich als Delegierten ebenso angepestet hat wie Sie als Kandidaten, waren die unzähligen völlig aussichtslosen Kandidaturen. Wer sich da alles für berufen fühlt, ins EP einzuziehen, und wer da alles glaubte, dafür auch die nötige Mehrheit der Delegiertenstimmen zu erhalten, ist grotesk. Wenn es bei uns nicht so viele Leute gäbe, die mit dieser Egoshow de facto solche Veranstaltungen sabotieren, wären wir gestern durchgekommen mit der Listenaufstellung.

      • Ja natürlich ist mir klar dass er nur Honorarprofessor ist, eben darum habe ich ihn nicht mitgezählt. Da Sie den Rest unkommentiert lassen, gehe ich davon aus, dass Sie ansonsten zustimmen.

    • @Stephan Wunsch: „Ich bin sehr froh, dass nicht auch noch ein dritter Ökonomie-Professor unter die ersten fünf gelandet ist.“

      Ich bin schon erstaunt, welche Auffassungen hier teilweise vertreten werden: Professor Dilger soll extra nicht gewählt werden, weil er Wirtschaftsprofessor ist? Nach dem Motto: Kompetenz stört nur, oder was? Er wird als Quertreiber diffamiert, weil die Mehrheit der in Erkrath anwesenden Mitglieder ihn zum NRW-Spitzenkandidaten für die Europawahlversammlung gewählt hat? Basisdemokratie stört also auch nur?

  16. Ich war in Aschaffenburg in der Zählkommission dabei und konnte in den all zu langen Pausen das Geschehen nur zu gut verfolgen. Mein Landesverband Rheinland-Pfalz hat klugerweise keinen eigenen Kandidaten zu plazieren versucht. Aber was die Landesverbände Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen – die zusammen mehr als die Hälfte der deutschen Bürger vertreten – dort für einen Kindergarten auftreten liessen, machte mich doch sprachlos.

    Ziehen Sie die Lehren. Nur Einigkeit macht stark. Das gilt sogar in der Politik. Mir fehlt für die Alternative für Deutschland zunächst nichts. Die bisherige Liste ist hervoragend besetzt.

    Aber Herrn Dilger hatte ich unter den ersten 5 erwartet, vor Herrn Kölmel.

  17. Sehr geehrter Herr Prof. Alexander Dilger,
    ein wesentlicher Punkt wird von aktiven Parteimitgliedern übersehen, der eigene Standpunkt trifft nicht wie im Berufsleben auf Kollegen mit selben Bildungsgrad und beruflichem Werdegang, nein Ihr Standpunkt muß verstanden werden von den unterschiedlichsten Lebensbiographien. Dies zu lernen, dies zu verstehen, diese Zeit hatten die aktiven Mitglieder augenscheinlich noch nicht.

    Mal abgesehen von dem Ergebnis der bisherigen Nommenierung. Ein paar Gedanken als Nichtwähler.

    Ich soll Personen wählen in ein EU Parlament, Personen die ich nicht kenne, die mir von den Mitgliedern der Partei als „die Fähigsten aus der Partei“ ausgesucht werden. Beherrschen diese Mitglieder ihre Aufgabe ? Wer hat die Kandidaten ausgesucht ? Deligierte, aha. Wer sind diese Deligierte, sind die mit der Vita aller Kandidaten genaustens vertraut. Wo nach entscheiden die?

    Nach Sachverstand, oder wie Sie hier ausführen nach (NRW) muß vertreten sein ?

    Bei gutmütig vermuteten 7 Sitzen für das EU Parlament stellt ihre Partei 100 in Worten einhundert Kandidaten zur Wahl. Wouw. 100 Menschen die in einem Van einsteigen wollen und 300 umstehende Abgesandte entscheiden wer lenken darf, Beifahrer ist und wer noch zu den 7 Besten gehört. Und wer keinen Platz bekommt stampft wie Rumpelstilzchen ( so sehe ich bildlich Ihren Unmut) mit den Füßen gegen den Kotflügel.

    Glauben Sie ernsthaft, dass ich Nichwähler glauben kann, dass diese Auswahl dessen was wir Nichtwähler präsentiert bekommen wählbar ist, besser ausgesucht wurde als bei anderen Parteien?

    Wenn Sie nun behaupten, man wählt das Programm, ja deswegen beobachte ich diese Partei genauer, versprechen von Lösungen, politischen Handlungen sind interessant, aber die Auswahlverfahren der die sie umsetzen sollen, mehr als albern, nicht wahr ? Es entspricht absolut nicht der Seriösität des nach aussen dargestellten Berufsstand.

    Sie sollten grundsätzlich überdenken, wie Nichtwähler dies Wahlkaspertheater bewerten.

    Jeder der nun noch kandidiert macht sich eigentlich lächerlich.

    • Als Nichtwähler haben Sie vielleicht ein paar Feinheiten meiner Argumentation übersehen. Der Europawahlversammlung ist doch überhaupt kein Vorwurf zu machen. Jeder Delegierte kann und soll wählen, wen er möchte. Die bisherige Liste finde ich grundsätzlich in Ordnung und natürlich haben weder NRW noch gar ich einen Anspruch auf einen Listenplatz. Es geht hier um das Verhalten von NRW-Funktionären gegenüber den von den NRW-Mitgliedern nominierten Kandidaten. Öffentlich müssten sie diese unterstützen statt angreifen. Die von Bernd Lucke empfohlenen Länder-Nominierungen sollten eigentlich gerade dem Zweck dienen, die Listenaufstellung in Aschaffenburg nicht ausufern zu lassen und die Vorentscheidungen fundierter zu treffen.

      • „Jeder Delegierte kann und soll wählen, wen er möchte“
        sehen Sie, hier beginnt das Übel in den Parteien, Delegierte müssen sorgfältig ausgesucht werden. Mir als Nichtwähler wurde bis heute von niemanden der AfD öffentlich erläutert, wie die Delegierten ausgewählt wurden. Von zerstrittenen Landesverbänden ? Von Vorständen die nicht mehr im Amt sind, oder Parteimitgliedern die auch nicht mehr dabei sind, weil nicht Parteikonform ?

        Wenn Ihre Partei einen Bundesvorstand gewählt hat, dieser ein Wahlprozedere vorschlägt für Kandidatenauswahl, wer kam auf die Idee für ca. 10 Listenplätze 100 Kandidaten ihr EGO Theater machen zu lassen. Dies unter den Augen der Öffentlichkeit und damit nicht nur der Konkurrenz, den Medien, nein auch den potentiallen Nichtwählern?

        80 % der Kandidaten hat nicht begrriffen was der Bundesvorstand will ?
        Dies bestätigt doch meine These, der kluge Mainstream der Führung hat die Parteibasis noch nicht erreicht, soll sagen Sachverstand vor Emotionen und Begehrlichkeiten zu stellen.

      • Mitgliederversammlungen in den Ländern haben die Delegierten gewählt (siehe für NRW meinen ‚Zwischenbericht von Arnsberg‘). Das Europawahlgesetz schreibt vor, dass jede von einem Delegierten vorgeschlagene Person (die grundsätzlich wählbar ist und keiner anderen Partei angehört) sich mündlich vorstellen darf. Wenn man eine Partei total lahmlegen will, braucht man als Delegierter nur 1.000 Personen vorzuschlagen.

      • Der Bundesvorstand kennt das Europawahlgesetz, die Landesvorstände ebenso, entsprechend wichtig wäre eine kluge Auswahl der Delegierten, damit folgendes nicht passiert

        „Wenn man eine Partei total lahmlegen will, braucht man als Delegierter nur 1.000 Personen vorzuschlagen.“

        Ergo gab es zu viele Delegierte, die nicht klug ausgewählt wurden von den Parteimitgliedern.
        Es bleibt bei der Feststellung, der kluge Meanstream der Führung ist an der Basis nicht angekommen.

        Danke für Ihre Antworten, ich werde weiterhin als Nichtwähler meinen Eindruck vermitteln. Macht euch wählbar, das Potential habt ihr in euren Reihen.

      • Die bisher gewählte Kandidatenliste ist doch ganz in Ordnung. Sie kennen vermutlich das Otto von Bismarck (fälschlich) zugeschriebene Zitat: „Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden.“ Dasselbe gilt wohl auch für die Aufstellung von Kandidaten zu Gesetzgebungsorganen.

      • passender für Ihre Partei gilt der Satz meines Vorfahren : „Leere Spardosen sind laut, dies gilt auch für Menschen“, danach Personen einordnen^^
        Otto von Bismark sagte den klugen Satz : „Wer Schulden macht ist endlich“, dieser Satz könnte aus ihrem Wahlprogramm sein, nicht wahr ?

        Dennoch bleibe ich zunächst bei meiner Haltung, ich bin nicht politisch, ich leiste mir (durch Steuerabgabe) Politiker.

      • Die Demokratie lebt davon, dass sich Bürger engagieren, sei es als Wähler, einfaches Parteimitglied oder Funktionsträger. Wenn zu viele als reine Konsumenten nur professionelle Angebote akzeptieren, setzen sich die etablierten Politikprofis durch, die unser Land und Europa in den Schlamassel geführt haben.

      • Sie gestatten mir, dass ich widerspreche.
        Ich erläuter es als Metapher. Viele politische Läden ( Parteien) bieten in den Schaufenstern unterschiedlichste zum Teil gute Ware ( Programmpunkte) an.Betritt man dann solche Läden passieren derzeit ungeheuerliche Dinge. Einige sind bewacht wie KZ mit Überwachungskamera, Schnüffeln in der Vergangenheit der Verkäufer (Parteifunktionäre) und der Besucher (Parteimitglieder) . Könnte ja einer aus dem Nachbarladen sein und den Dreck mit bringen von dort. Die Besucher und die Verkäufer fetzen sich verbal, nur den Regionalleiter (Bundes-Landesvorstand), den sieht man nicht. Ja viele schöne Bilder, viele schöne Zettel, Flyer sieht man auch. Hört man dann aber nicht aus dem Laden das streiten um Geld ? Die Strafverfahren die angedroht werden oder laufen. Wie seriös ist so ein Laden. Würden Sie dort einkaufen, das Produkt wählen ?

        Also auf zum nächsten Laden, auch dort Streit, Verlogenheit, mehr noch oft auch Dumme unwissende Verkäufer.

        Und da soll ich mich als Bürger engagieren ? Von diesen schlechten Angeboten das schlechteste wählen, oder das dreckigste, oder das dümmlichste? Dann wähle ich nicht. Weil nicht wählbar.
        Ein Konsument bin ich eben nicht, sondern ertrage den Wahnsinn der derzeit regierenden Untersschicht.
        Schauen Sie die Islam Länder haben einen Imaan, wir haben einen Pastor Gauck. Wo ist der Unterschied. Gewählt haben wir Nichtwähler den Pastor nicht. Peinlich ist nur, das dieser Pastor glaubt uns Deutsche zu repräsentieren. Tut er niemals, oder glauben Sie er hat jemals das Standing einer Queen, Königin von Norwegen oder Schweden.
        Dann haben wir diesen regierenden Hosenanzug. Ich bitte Sie, welche Qualifiktation hat die Dame geliefert um ein Volk zu führen ? Akzeptieren wir denn nur noch Durchschnittlichkeiten ?

        Dieser Rechtsanwalt aus Kalletal, ihr Vorgänger, oder, oder oder.

        Ich hoffe, dass entweder endlich ein Umdenken in der Mittelschicht stattfindet und sich ein Laden präsentiert, der wählbar ist. Dazu gehört ein radikales Umdenken in der Anwendung von Demokratie. Ja, Mitbestimmen ist wichtig, nur wer Mitbestimmen will muß dazu auch qualifiziert sein. Politische Bildung sollte lt. GG Aufgabe der Parteien sein.Dieser Aufgabe wird bisher keine Partei gerecht.
        Wenn eine Wahlbeteiligung noch weiter sinkt, bei der EU Wahl ca. 30 % ist schon sehr dünne, aber sagen wir mal die Wahlbeteiligung sinkt auf unter 30 %. Glauben Sie ernsthaft, das die dann gewählte Regierung im Ausland als „Volksvertretung“ akzeptiert wird? Oder ehr als Parteiendiktatur.

        Ich füge mich den Regeln dieser Diktatur ,, akzeptiereen, respektieren kann ich das Gesindel nicht. Keiner dieser Läden kann mit dem eigenen Geld umgehen. Alle haben Schulden und stellen sich dann zur Wahl um unser Geld zu verwalten. Ich bitte Sie. Das ist nicht wählbar.

        Und nun kommt diese AfD mit vielen Köpfen aus der Wissenschaft. Wissen schaffen, eine Kernaufgabe dieser Köpfe und, scheitern in ihrem Laden ( zumindest noch, so mein o.a. Eindruck) Wissen zu schaffen, wie man etwas ändern kann ?

        Wir Nichtwähler sind nicht alle Dumm, faul, asozial. Wir Nichtwähler haben uns angewidert von diesem Gesindel in den Parteien abgewendet.

      • Sehr geehrter Herr Von Der Marwitz,

        ich war der AfD beigetreten u.a. auch wegen des Eindrucks, dass die Partei besonders kompetent geführt wird. Es ist ja schon erfreulich, dass erlesene Intellektuelle eine Partei gründen.

        Leider bedeutet „volkswirtschaftlich gebildet“ ( so der Bundesvorstand in Gegenüberstellung zu den Protestwählern, aus denen unakzeptable, ja verfassungswidrige Verstöße gegen Mindeststandards an demokratischer Debattierkultur, festzustellen sei ) nicht, dass politische Bildung und demokratisches Bewusstsein oder gar Kultur oder aristokratische Haltung garantiert seien.

        Sie hegen offensichtlich Sympathien für die Aristokratie. Das interpretiere ich dahingehend wohlwollend, dass Sie die Herrschaft der Besten mit einem hohen Selbstanspruch i.S.v. einer am Gemeinwohl orientierte idealtypische Herrschaft der Besten ( – allerdings erlaube ich mir die Anmerkung, dass die Adelshäuser leider häufig dem hohen Anspruch nicht gerecht werden; zumindest fällt mir das englische Adelsgeschlecht mit Prinz Charles und seinen Nachkommen sofort ein – ) wünschen. Der Idealtypus dürfte wohl ein Richard von Weizsäcker sein, der trotz oder gerade wegen seiner Herkunft einen starken Bezug zum Volk aufwies, seine Herkunft mit einem hohen Selbstanspruch zugunsten des Volkes definierte. Ich hoffe, ich habe Sie nicht missverstanden.

        Tatsächlich muss ich einräumen, dass ich ( ebenfalls ) gehofft hatte, dass das Führungspersonal, das ganz ohne Zweifel aus der Bildungselite stammt, eine derartige Haltung aufweisen würde. Wenn aber Vertreter des Bundesvorstandes die eigenen Parteimitglieder in volkswirtschaftlich Gebildete und in Protestwählern unterteilen, dabei unverhohlen letztere als unwürdige und zu eliminierende, ja sogar verfassungswidrige und rechtsextreme Kulturbanausen herabwürdigen, obwohl gerade Leute wie Ziemann eben typische Vertreter aus dem Volk und als solche gewählt worden sind, dann zeichnen sich diese beiden Herrschaften eben nicht durch aristokratische Manieren aus, denn ein Aristokrat ist imstande über solche kulturelle Unpässlichkeiten – und mehr waren diese Äußerungen nicht – aus der Vergangenheit hinwegzuschauen und leitet eher dazu an, dass solche Äußerungen in der Vergangenheit verbleiben. Die Exzesse, die Sie metaphorisch auf ein Ladenlokal heruntergebrochen haben, sind die unsympathischen Begleiterscheinungen dieser Unkultur.

        Wenn ferner der Bundesvorstand Ideologie und Vernunft als Gegensatzpaar öffentlich darstellt, dann bringt er eklatante Mängel an politischer und philosophischer Grundausbildung zum Ausdruck. Die Schwächen wären nicht weiter bemerkenswert, wenn die Bildung nicht der Schlüssel für die Befriedung der Partei wäre. Wie soll eine Partei als Idealverein zusammen gehalten werden, wenn die Führung etwas von ideologiefreier Vernunft quasselt und die Frage der ideolgischen Ausrichtung meidet wie der Teufel das Weihwasser ?! Wie will sich eine Partei rechts der heutigen CDU / FDP ausrichten, wenn die Führung nicht einmal weiß, wo FDP- und CDU-Flügel vormals ideologisch standen, sondern sich an Einzelansichten von einzelnen Vertretern der früheren CDU /FDP entlang hangelt, die ihnen gerade sympathisch erscheint ?! Da die CDU / FDP gerade in der Vergangenheit eben nicht homogen, sondern wegen verschiedener ideologischer Flügel heterogen war, verwundert es nicht, dass sich für jede Sympathie ein Rechtfertigung in der Historie findet. Eine Partei findet so weder ihre Ausrichtung, ihre Identität, noch ihre Kultur.

        Wenn an die Stelle von ideologischen Flügel die an persönlichen Interessen ausgerichteten Netzwerke, temporäre Bündnisse und Personenkulte treten, ist ein kollegiales und respektables Miteinander kaum denkbar, denn die Ideologie hat ja insbesondere auch eine selbstdisziplinierende Funktion, die komplett fehlt, wenn nur das eigene Interesse oder Personenkult zählt.

        Gerade die Zustände in NRW zeigen wie die destruktive Spirale funktioniert. Jeder steckt – bildlich gesprochen – das Haus des anderen – manchmal mit lautem Geschrei, manchmal still und heimlich – an und jeder beschwert sich über den anderen, dass der das eigene Haus angesteckt hat. Garniert wird das ganze dadurch, dass jeder bestreitet, das Haus des anderen angesteckt zu haben oder begründet dies mit Notwehr. Zu allem Überfluss wollen dann die Beteiligten von den Unbeteiligten dann auch noch Recht bekommen…

        Die Zustände zeigen, dass Ausbildung weder Kultur noch umfassende Bildung garantieren. Die AfD ist vor dem Hintergrund meilenweit davon entfernt, den aristokratischen Maßstäben zu entsprechen.

        Mit besten Grüßen

        Reinhard Wilhelm

  18. Sehr geehrter Prof. Dilger,
    Sie beschweren sich über Disziplinlosigkeit, irreguläre Kandidaturen und mangelnde Unterstützung. Sie selbst haben doch als Sprecher der AfD-NRW die Ursachen für die Zerstrittenheit der Landespartei gesetzt!
    Man kann nicht unter Inkaufnahme von Satzungsverstössen seinen eigenen Vorstand austricksen(unter tätiger Mithilfe des Schiedsgerichts), eine unzulässige Mitgliederversammlung und einen ebensolchen Parteitag „durchmoderieren“ und hinterher erwarten, dass alle die, die man vor den Kopf gestoßen hat, solidarisch so wählen, wie Sie dies geplant und abgesprochen haben. Wer den Wind säht…….!
    Im übrigen war wohl den wenigsten Mitgliedern klar, dass die Kandidatenkür in Arnsberg keine Satzungsgrundlage hatte und gerade keine verbindliche Landesliste aufgestellt werden konnte. Deshalb ist der Vorwurf einer irreguläre Kandidatur geradezu absurd.
    Vielmehr konnte und durfte jeder sich in AB zur Wahl stellen!
    Offenbar ist vielen Mitgliedern nach Arnsberg klargeworden, was da in NRW unter Ihrer Ägide entstanden ist. Deshalb gab es viele NRW-Stimmen nicht für Sie.
    Ist das disziplinlos? Ich schulde Ihnen als AfD Mitglied Respekt, aber sicher keine Disziplin.
    Wäre ich Delegierter gewesen, hätte ich Sie sicher nicht gewählt!
    Mit freundlichen Grüßen
    Christian Bill, Gelsenkirchen

    • Die Zerstrittenheit in NRW ist älter und geht bis in die Gründungsphase des Landesverbandes zurück. Herr Renner hätte am liebsten an einem Montag gegründet mit gleichzeitiger Aufstellung der Bundestagsliste. Er hat es leider bis heute nicht verwunden, dass ich das verhindert habe und er selbst nicht in Rommerskirchen zum Sprecher gewählt wurde. Arnsberg war nötig und rechtlich in Ordnung, Ihre zahlreichen Schiedsanträge dagegen brachten nichts und die Abwahl der Herren Renner und Dr. Balke war deutlich, ihr sofortiger Wiederantritt als Sprecher peinlich. Die Nominierungen erfolgten dann in Erkrath, nicht in Arnsberg, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Natürlich konnte keine rechtlich verbindliche Landesliste aufgestellt werden. Doch politisch und symbolisch sollte das durchaus aussagekräftig sein. Warum hat sonst Herr Renner dreimal erfolglos für eine Nominierung kandidiert? Es ist grundsätzlich nicht in Ordnung, erst an Wahlen teilzunehmen, um sich dann nicht an deren Ergebnisse gebunden zu fühlen. Es ist auch nicht wirklich nachvollziehbar, warum die Herren Renner und Pretzell unbedingt ins Europaparlament wollen, wenn sie dieses und die ganze EU so vehement ablehnen. Schließlich ist es in Ordnung, wenn Delegierte mich nicht wählen. Mein Vorwurf richtet sich nicht an die Delegierten, sondern gegen bestimmte Landesvorstandsmitglieder und Kandidaten. Diese wird das nicht weiter jucken, doch hoffentlich kommen einige NRW-Mitglieder ins Grübeln.

  19. Zum posting von Herrn Laatsch muss an anmerken: Der Berliner Landesverband hat es vorgezogen keinen internen Wettbewerb zuzulassen. So traten mit Henkel, vonStorch und Bronson Leute an, die lediglich vom Berliner Landesvorstand und seinen „ausgesuchten“ Delegierten nominiert sind. So sieht dann Basisdemokratie in Berlin aus!

  20. Sehr geehrter Herr Prof. Dilger!
    Sie sollten Ihren Blog schließen.
    Was dabei für alle Öffentlichkeit zu Tage tritt (von einem ehemaligen Landesvorsitzenden) über Ehemaliege und auch noch aktive Landesvorstandsmitglieder, aber auch einfache Mitglieder und natürlich auch von denen kommt/zurückkommt gibt gerade auch dem politischen Gegner die „beste Munition“ gegen uns.
    Dem Wähler, den wir gewinnen wollen gibt es eine sich negativ auswirkende Orientierungshilfe, so das er sich sagt: wenn es von AfD-Mitgliedern geschrieben wird so hat die Systempresse doch Recht, selbst wenn dort dann Aufbauschungen, Unwahrheiten oder Lügen kommen.

    • Dies ist kein reiner AfD-Jubelblog. Auf Facebook finden sich z. T. viel schlimmere Einträge, während die offiziellen AfD-Seiten keine Diskussion zulassen. Von daher wird hier die Nische einer offenen Diskussionsmöglichkeit auf vergleichsweise hohem Niveau besetzt. Im Übrigen dürften die wenigstens Wähler diesen Blog zur Kenntnis nehmen. Viele lesen auch nur die eigentlichen Blogeinträge, nicht die Kommentare.

  21. Die AfD hat generell ein Charakterproblem, auch ein emotionales, will sagen: ohne Empathie geht es nicht. Doch das Schlimmste: es fehlt an grundsätzlicher und allumfassender Bildung, politischer Bildung vor allem.

  22. Frau Ulonska : In Berlin wurden keine Delegierten „ausgesucht“ , nur die von ihnen gewünschten Kandidaten nicht gewählt. Sie vergiften aber wirklich an vielen Stellen die Diskussion. Da sie im Berliner AfD Forum gesperrt sind, gehts jetzt woanders weiter?

  23. Beglückwünschen wir doch einfach die Münsteraner Studenten und Institutsmitarbeiter, dass ihnen der fachlich und sozial kompetente Herr Dilger noch eine Weile erhalten bleiben wird. Vielleicht gibt es für ihn ja in ein paar Jahren die Chance, bei irgend einer neuen Parteigründung seine Kompetenzen einzubringen und seine Professoren-Karriere zu krönen.

    • Darum geht es doch gar nicht. Ich will eine bessere Politik. Wenn diese von anderen gemacht wird, umso besser. Die etablierten Parteien kommen dieser Aufgabe jedoch nicht mehr nach und auch in der AfD gibt es leider einige, die ganz andere Ziele haben.

  24. Da es sich um eine Bundesliste handelt, haben die Bundesdelegierten zu entscheiden und das haben sie bis jetzt gut gemacht. Mir jedenfalls gefallen die gewählten Kandidaten und ich vertraue darauf, dass die Delegierten auch für die weiteren Listenplätze hervorragende Vertreter aufstellen werden.

    Was NRW betrifft: Ja, es gibt hier Disziplinlosigkeit – und zwar in Bezug auf die eigenen Parteistatuten. Solange dieser Zustand anhält, vergieße ich keine Träne, wenn lauter fähige Leute aus anderen Bundesländern nach Brüssel gehen.

  25. Sehr geehrter Herr Professor Dilger,

    nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich einmal auf Ihrem Blog erscheine. Nun aber, wird es passieren. Es sei denn, Sie schalten mich nicht frei. Erscheinen werden meine Ausführungen aber trotzdem, dann halt über die facebook-Kanäle.

    Viele Ihrer Einlassungen auf Ihrem Blog sind unlauter, ja vielleicht sogar schäbig, vor allem, wenn es um Beschreibungen von komplexen Sachverhalten und charakterliche Zuschreibungen anderer Personen geht.

    Zum Ersten:

    Sie sind unlauter, wenn Sie behaupten, dass die Zerstrittenheit aus den Vorgängen um Rommerskirchen herrühren. Sie sind unlauter, wenn Sie behaupten, dass ich seinerzeit für die Gründung des Landesverbands und die Aufstellung der Landesliste auf dem damals geplanten Montag bestanden hätte, und Sie dieses dann verhindert hätten. Richtig ist, dass ein Auftrag an mich zur Durchführung dieses Gründungsparteitages durch die Kollegen im Bundesvorstand genau für diesen Termin ergangen war. Diese Feststellung lässt sich leicht belegen.

    Ihr Problem war, dass Sie erst 3 Wochen vorher in die AfD eingetreten waren, nachdem Sie noch zum gleichen Zeitpunkt auf XING der AfD keine Chancen eingeräumt hatten und Sie darlegten, dass Sie vielleicht doch lieber in der FDP bleiben bzw. sich den FW anschließen wollten. Ihr nächstes Problem war, dass Sie zum geplanten Zeitpunkt der Gründung Ihren Urlaub, oder sonst was, in Schottland absolvieren wollten. Die aus diesem Grund einsetzende Zermürbungagitation zur Verschiebung des Gründungsparteitags hatte dann den von Ihnen angestrebten Erfolg. Auch diese Feststellungen lassen sich belegen.

    Ihre, in Rommerskirchen, gewonnene Wahl zum Sprecher habe ich zu keiner Zeit beanstandet. Und wenn Sie sich korrekt verhalten, werden Sie anerkennen, dass wir alle im Landesvorstand zumeist ordentlich, friktionsfrei und kooperativ zusammengearbeitet haben. Ich denke, die anderen Vorstandskollegen werden diesen Sachverhalt bestätigen.

    Zum Zweiten:

    Der Wiederantritt zur Sprecherwahl in Arnsberg war nicht peinlich. Die Rücktritts- und Abwahlinszenierungen vor und bei diesem Parteitag, als deren Regisseur Sie mir erscheinen, waren schmählich. Der spontane Wiederantritt zur Sprecherwahl hat mir ermöglicht eine Rede zu halten. Da ich peinlicherweise keine persönliche Gegenrede zum verhandelten Abwahlantrag halten durfte. Das ist peinlich, nein skandalös, dass ein Gründungsmitglied und ein Vorstandsmitglied NRW, ohne Gegenrede, ohne persönliche Darlegung und ohne schuldhafte Pflichtverletzung abgewählt werden sollte und auch konnte.

    Zum Dritten:

    Ihre – eben das war das Problem, dass Sie alleine agierten – Einladungen zur Mitgliederversammlung erscheint weiterhin rechtlich problematisch. Und dass die Schiedsanträge nichts brachten, ist falsch, da diese gar nicht entschieden wurden.

    Viertens:

    Die Nominierungen in Erkrath waren Tendenzwahlen zur Ermittlung von Empfehlungsaussagen, für die Delegierten und zur Rückversicherung der Kandidaten. Ohne jegliche rechtliche Bindungswirkung. Ich entnahm diesen Wahlen, dass für meine politischen Positionen ein Bedarf und eine Zustimmung in unserer AfD vorhanden sei.

    Ihre beständig herabsetzenden Bemerkungen – gegenüber mir und meinen Kollegen – fallen sicherlich auf Sie zurück. „Wir alle anderen sind nur Postenjäger, sind aus materiellen Gründen auf ein Mandat aus, sind persönlich verletzt und können politische Wahlniederlagen nicht verwinden“, solcherlei Schmähungen seien Ihnen geschenkt.

    Fünftens:

    Selbstverständlich trete ich zu Wahlen an, da die damit zu besetzenden Positionen, politische Standortsignale innerhalb der AfD zum Ausdruck bringen. Ich stehe für die konservativ-liberale, patriotische Position in der AfD, der Partei, die ich mitgegründet habe. Und da Sie diese Position erkennbar nicht einnehmen, befinden wir uns in einem konkurrierenden Verhältnis zu einander.

    Ich persönlich bevorzuge die politische Auseinandersetzung und achte darauf nicht ins Personelle abzugleiten. Diese Personalisierung des Politischen ist im Übrigen ein peinlicher Wesenszug, der nunmehr ums Überleben kämpfenden FDP.

    • Es ist ein wenig merkwürdig. Der eine bezeichnet sich als wirtschafts-liberal, der andere als konservativ-patriotisch ( warum eigentlich nicht als national- ? ) – liberal und Sie beide erkennen in der Sache keine Gemeinsamkeiten ?! Wenn man hinzu nimmt, dass sich beide Seiten undemokratisches, also antiliberales Verhalten unterstellen, dann unterstreichen diese gegenseitigen Vorwürfe, dass es eine gemeinsame ideologische Basis gibt, an die sich beide – aus der Sicht des unbeteiligten Dritten – offensichtlich nicht halten ( sonst würde es die Vorwürfe nicht geben ). Der Vorwurf der Beliebigkeit trifft m.E. den Nagel nicht auf den Kopf, sondern – ja in diesem Falle bediene ich mich des Begriffs, aber eben angemessen – ein Verstoß gegen die praktische Vernunft, also dem eigenen Anspruch, sein willentliches Handeln der eigenen ( hier sogar der gemeinsamen ) höheren und abstrakten Ethik ( Ideologie ) zu unterstellen. Im Kern handelt es sich hier also nicht um einen ideologischen Konflikt, sondern um den gegenseitigen Vorwurf, sich an die eigene oder die gemeinsame Komponente einer Ideologie nicht zu halten; sich also aus eigennützigen willkürlich über gemeinsame abstrakte Regeln und liberalen Werte hinwegzusetzen. Um noch einmal bei dem Bild der Brandstifter zu bleiben, vielleicht hinterfragt jeder an diesem Punkt und unter diesen Aspekten erst einmal und vorrangig seine eigenen Verhaltensweisen, inwieweit diese mit dem eigenen Idealbild vereinbar sind, ansonsten wird es keinen Frieden geben.

    • Vielen Dank für Ihre Ausführungen, auch wenn ich diesen größtenteils nicht zustimme.

      Wissen Sie eigentlich, warum ich im März in die AfD eingetreten bin? Ich wurde zu Hilfe gerufen, Ihre eigenwilligen Vorstellungen von der Gründung des Landesverbandes zu verhindern. Von daher wäre es eigentlich konsequent, wenn wir beide zugleich unsere Parteiaktivitäten einstellen oder zumindest stark einschränken sollten.

      Ich erkenne an, dass zwischenzeitlich eine konstruktive Zusammenarbeit im Landesvorstand möglich war, vor allem während des Bundestagswahlkampfes. Danach haben Sie jedoch versucht, de facto der Vorsitzende über eine Vorstandsmehrheit zu werden, die mich nicht nur in einzelnen Sachfragen, sondern grundsätzlich überstimmen sollte, damit ich dann diese Beschlüsse nach außen vertreten darf. Dabei sind Sie doch eigentlich politisch klug genug, um die Unmöglichkeit dieses Unterfangens zu erkennen.

      Auch sonst denke ich, dass Sie unabhängig von allen politischen Inhalten in der strategischen Analyse falsch liegen. Parteien mit dem von Ihnen angestrebten Profil gibt es doch schon etliche. Die AfD ist gerade deshalb so erfolgreich, weil sie anders ist, z. B. mit Professoren an der Spitze statt im Beirat und mit seriöser statt plumper Kritik an den etablierten Parteien.

      Was die politischen Inhalte angeht, verstehe ich Ihre Selbstzuschreibung als nicht nur, aber auch liberal nicht und halte selbst konservativ für nicht den richtigen Ausdruck. Bernd Lucke oder Konrad Adam sind konservativ, Sie sind ultrakonservativ bzw. reaktionär (das Wort ist negativ besetzt, doch ich meine es im ursprünglichen Wortsinne). Mir ist klar, dass Sie nicht rechtsextrem sind, doch manchmal lassen Sie die nötige Abgrenzung vermissen und machten mir dann Vorwürfe, wenn mich die Massenmedien ständig damit konfrontierten.

      Innerhalb der AfD haben Sie und Ihre Position grundsätzlich keine Mehrheit, weder in NRW noch im Bund. Wenn ich mir einen Rat erlauben darf, sollten Sie sich deshalb entweder zurückziehen (durch Austritt oder rein passive Mitgliedschaft) oder nur noch anstreben, die Gewichte innerhalb der Partei in die von Ihnen gewünschte Richtung zu verschieben. Ihr jetziges Auftreten, was natürlich nicht nur für Sie allein gilt, sondern auch die weiteren Vertreter Ihrer Richtung, hat eine dialektische Gegenbewegung zur Folge, die die AfD von Ihren Positionen entfernt. Im gesellschaftspolitischen Bereich finde ich das größtenteils begrüßenswert, im wirtschaftlichen Bereich könnte das jedoch noch bedenklich werden.

      Denn meine Hauptsorge ist im Moment gar nicht Ihre Pauschalkritik an der EU, sondern umgekehrt das Weichspülen des AfD-Europawahlprogramms beim Kernthema Euro. Wenn die AfD demnächst, was ich nicht hoffe, auch für den Euro sein sollte und nur noch ein paar Korrekturen bei dessen Rettung vorschlägt, dann ist sie für mich keine Alternative mehr, sondern da angekommen, wo FDP und Freie Wähler schon sind, die anders auszurichten Anfang 2013 tatsächlich noch eine diskutierte Alternative war.

      Sie sehen, ich suche selbst jetzt noch die Gemeinsamkeiten und den Kompromiss. Denn „Disziplinlosigkeit führt zu Misserfolgen“ bzw. Streit schadet allen Beteiligten. Deshalb sollte man die Kooperationsmöglichkeiten ausloten und sich ansonsten aus dem Weg gehen.

      • Sehr geehrter Herr Dilger,

        ich kann mit dem Begriff „ultra-konservativ“ nichts anfangen. Ich lese sehr häufig, dass die katholische Kirche oder Pius-Brüder durch die Medien mit dem Etikett versehen werden. Letztere, weil sie das zweite Konzil ablehnen und auf die alte römisch-katholische Tradition zurückgreift und erstere weil sie recht wenig Modernisierungen zulässt. Ich habe nie verstanden, warum man meint, diese Gruppierungen so zu etikettieren. Es gibt genug Institutionen, die zumindest wertebewahrend sind, aber nicht als konservativ etikettiert werden. Ich habe immer den Eindruck, dass mit dem Begriff mehr bewertet als tatsächlich beschrieben wird; zumal der Begriff viel zu unpräzise ist.

        Herr Renner will komplett aus der EU. Das kann man für gut befinden oder nicht. Ich teile seine Ansicht bekanntlich nicht. Aber diese Ansicht ist auch nicht zu beanstanden. Es ist eine Meinung im breiten Spektrum. Sie ist vertretbar. Allerdings – und da sind wir wieder bei dem Punkt der praktischen Vernunft – wurde sein Verhalten beanstandet, dass er seine Meinung nicht versuchte über demokratische Mittel und Wege durchzusetzen, sondern über den Weg der Medien – an der Basis vorbei – versuchte, Fakten zu schaffen. Das Verhalten war ein Verstoß gegen liberale Prinzipien, genauso wie das Verhalten von Lucke über die Medien Personalentscheidungen ( Henkel ) herbeizuführen oder inhaltliche Vorgaben ( Mindestlohn ) zu machen. Der Knackpunkt ist jeweils nicht ideologischer Natur, dass die Ansichten nicht in das liberale Spektrum passen würden, sondern dass eigene Maßgaben und Messlatten missachtet werden. Ich kann nicht Demokratie predigen und an der Basis vorbei regieren. Lucke ist aufgrund der Luckemania etwas besonderes, er kann tun und lassen, was er will, es wird ohnehin abgesegnet, insofern ist der Schaden gering. Herr Renner hat den Nachteil, dass er das standing nicht hat.

        MfG Reinhard Wilhelm

    • @ Martin Renner

      Es gibt zwei Dinge, die mich stören, Herr Renner.

      1. Sie wollen die AfD in Pro NRW 2.0 umfunktionieren. Pro NRW ist „nicht gesellschaftsfähig“ und reißt daher auch keine Massen mit, schon gar keine Massen von Akademikern. Sie wollen das hohe Potential und die Reputation der AfD benutzen, um ein Programm wie das von Pro NRW zu installieren. Dazu wollen die meisten Parteimitglieder verständlicherweise nicht ihren Namen hergeben. All die Leute, die zum ersten Mal den Mut aufgebracht haben, in die Politik zu gehen, haben dies getan, weil sie darauf vertrauen, dass die AfD nicht ihren Ruf schädigen wird. Sie, Herr Renner, haben als Selbstständiger nichts zu verlieren. Die anderen sehr wohl. Versuchen Sie nicht länger, der Partei eine Richtung aufzudrücken, die bereits an anderer Stelle verbrannt ist. Beherzigen Sie das oder wechseln Sie zu Pro NRW.

      2. Sie haben sich die Hoheit über die Medien der AfD NRW angeeignet und haben hierzu an den entscheidenden Stellen Ihre Leute postiert. Und zwar so, dass selbst Landessprecher und Pressesprecher keinen Zugang haben. Oben drohen Sie sogar: „dann halt über die facebook-Kanäle“. Sie benutzen die Medien der AfD, um ihre eigene Agenda zu verfolgen. Mit welchem Recht eigentlich? Ich wundere mich, dass das noch keine Konsequenzen hatte. Anscheinend herrscht hier Narrenfreiheit.

  26. Sehr geehrter Herr Reinhard Wilhelm,

    Ihre ausführliche Analyse zu Ihren Erlebnissen in der AfD NRW mag ich nicht zu widersprechen, möchte jedoch als neutraler Beobachter der Parteienlandschaft Ihnen versichern, dass Bildung und Kultur in keiner der namhaften Parteien harmonisch ein Miteinander findet.

    Bei der Afd sind jedoch die Bildungsträger, verzeihen Sie mir dass ich die Prof. und Dr. pauschal so bezeichne, in deutlicher Mehrheit als in anderen Parteien. Spiegelbildlich lassen Sie mich an den Streit in der damaligen PDS 1998 zwischen Gysi und seinem Landesverband NRW hinweisen, dort waren eben die Bildungsfernen einer Bildungselite der ehemaligen DDR gegenübergestellt. Es funktionierte eben so wenig wie auch die spätere geräuschvolle Integration der Wasg in die PDS.

    Kultur, Herr Wilhelm, und damit meine ich eine Basiskultur wird zunächst aus dem Elternhaus mitgegeben. Dann folgt das Bildungsangebot des Umfeld, hier zunächst Schule und dann auch Freizeit. Wie wir bei den Zuwanderern ja besstens erleben können mit höchst unteerschiedlichen Ergebnissen. Darf ich erinnern, die ersten Gastarbeiteer aus Spanien vielen nie auf, oder? Oder Japaner, gerade in Düsseldorf doch nicht integriert, aber in großer Zahl in einer kleinen Region.

    Woran stört sich also der Mitmensch ? Sie sich, ich mich ? Nun, Sie haben es erwähnt, ich vermisse den von meiner Familie mir anerzogenen Stil im Umgang mit Mitmenschen und störe mich, wenn andere weniger niveauvoll, kultiviert sich benehmen.

    In einer von Diskussion geprägten Umgebung, eben in einer Partei, fällt sofort auf, wer wie die o.a. Bildungsträger, es gewohnt ist, Anliegen, Wünsche und Ideen mit Worten und Schriften zu verbreiten. Dass dann Begriffe wie Demokratie, undemokratisch, rechtsstaatlich, schnell als Schlagwort der Auseinandersetzung wird, mehr als verständlich.

    Jedoch, und hier setzt meine Kritik an die Bildungsträger ein, das normale Parteimitglied muß mitgenommen werden auf einem politischen Weg. Was nütztt es weit, weit vorne zu sein, sich umzugucken und allein dazustehen, nur weil man die Langsamheit der Masse unterschätzt hat.

    Akademiker sind in meinen Augen ehr Theoretiker, ich mag mich irren. Aber praktische und realistische Sachverhalte einer komplexem Materie müssen eben dem gemeinen Volk einfach beigebracht werden, als vorgebildeten Studenten.

    Hier ein Beispiel, was ich meine : Fragen Sie mal in Ihrem Umfeld :

    1 Million Euro in 500 Euro Scheinen wiegt 1 Kilo. Was wiegt eine Millarde ? Selbst von Bankern bekommen sie die dümmlichsten Antworten. Das Ergebnis, nämlich 1 Tonne erscheint so unwahrscheinlich, dass alle möglichen Kilo zahlen genannt werden

    Wenn Sie aber nun dem Proletarier, dem Rentner odeer dem Kleinunternehmer sagen, wenn 1 Schein weg ist, regt man sich auf, warum nicht, wenn dieses Parteienimperium Tonnen verliert ?

    Akademiker werden von der Bevölkerung oft kritisch gesehen, Aristokraten auch, wie Sie ja erwähnten, Politiker sowieso.

    Ja, wir Aristokraten haben ebenso viele „Lumpen“ in unseren Reihen wie Akademiker. Nur die Meute der zwangsbezahlten Propaganda Medien ist es ein Spass, gerade diese „schwarzen Schafe“ der Öffentlichkeit zu präsentieren, siehe zu Guttenberg als einer von Vielen.

    Aber, und das unterscheidet uns ein wenig, wir sind aufgezogen in einer viele hunderte Jahre alten Familientradition, also mit einem gehörigen Packet gelebte deutsche Kulturgeschichte.

    Wir haben meistens gelernt, mit Worten zu kämpfen, die deutsche Sprache zumindest verbal und inhaltlich geschickt anzuwenden, dies aber nicht nur in unseren Reihen, nein auch dem gemeinen Volk gegenüber.

    Auch hier ein Beispiel:

    Wir sagen nie : Du mußt arbeiten, denn dies erzeugt sofort innere Abwehr.Wie so ich.

    Wir sagen: Mußt du arbeiten? Der Angesprochene überdenkt die Lage und handelt.

    Sicher kann man diese und andere Dinge auch aus Arbeiterfamilien kommend lernen auf Seminaren.

    Prof. Alexander Dillinger, bewegt sich nach meiner Auffassung derzeit in einem Umfeld, der Gefahren er sich nicht bewußt ist.

    Auch hier eine Metapheer.

    Der Führer ist oben auf der Leiter und guckt nach unten und sieht die Anhänger lächeln.
    Die Anhänger lächeln, weil ? Sie den After des Führers sehen.

    Wenn dann der Führer das rausbekommt, ist die Beisserei groß. Sieger ist dann, nicht der Stärkere, denn die Meute hat den alten Führer zerfleischt, nein einer aus der Meute.

    Sehen Sie, darum haben wir einen Gabriel da wo er ist usw.

    Verzeihen Sie diese Antwort, ich möchte nicht dabei überheblich erscheinen, sondern nur Sachverhalte aus meiner Wahrnehmung erwähnen.

  27. Wenn alle Professoren und Doktoren, und nur die, in Deutschland die AfD wählen würden, dann kämen sie weder nach Berlin, noch nach Brüssel, noch in die Landesparlamente. Es reicht auch nicht, dem Wähler ab und an mal einen Knochen hinzuwerfen. Im Mittelalter war es immer so, dass die schönsten Feste gefeiert wurden, wenn die Obrigkeit mit ihren Weibern mit am Tisch saß. Deshalb meine ich, bleibt auf dem Teppich.

    • Es ist zwischen Wählern, Mitgliedern, Funktions- und Mandatsträgern zu unterscheiden. Eine Armee braucht nicht nur Generale, sondern viel mehr einfache Soldaten, doch diese alleine gewinnen ohne strategische Köpfe auch keine Schlacht. Zwischen den Generalen und den Soldaten sind übrigens noch die Offiziere und Unteroffiziere nötig. Entsprechend kann in einer Partei jeder an seinem Platz wirken. Nur ist die Hierarchie weniger ausgeprägt und fühlen sich viele zu höchsten Ämtern berufen, während wirklich Befähigte oft abwinken, weil sie sich das Hauen und Stechen nicht antun wollen.

  28. Sehr geehrter Herr Von Der Marwitz,

    Sie haben sicherlich Recht, dass die AfD überproportional viele Bildungsbürger in sich trägt, während andere etablierte Parteien die Ausschussware des deutschen Bildungssystems beheimatet.

    Sie haben ferner sicherlich auch Recht, dass Kultur schwerpunktmäßig über das Elternhaus vermittelt wird. Sicherlich gibt es vorbildliche Adelshäuser, genauso wie es vorbildliche Bauern-, Akademiker-, Kaufmanns-, Soldaten- und Industriellenfamilien, etc. gibt, die an alte Familientraditionen anknüpfen. Natürlich gibt es reichlich dekadente Elternhäuser, die ihre Familientraditionen aufgegeben haben oder sich dieser genieren.

    Meine Kinder wachsen in der Tradition unserer Großfamilien auf. Unsere (Ur-) Großeltern dürfen ihnen als Vorbild dienen. Sie wachsen mit Tugenden und bodenständig auf. Wir erziehen unsere Kinder ziemlich an den modernen (Un-)Werten vorbei auf. Es gibt kein Privatfernsehen oder irgendwelche übersteuerten 3D-Filme, keine Video-Spiele, etc. Dafür hantieren sie schon mit ihren eigenen Messern, Werkzeugen und Waffenspielzeugen. Es gibt keinen dumpfen Konsum. Es gibt hingegen einzuhaltende Tischmanieren, Tischkultur und Umgangsformen. ( Es wäre für mich ein Schreckensszenario, wenn meine Kinder als dumpfbackige Piraten oder Grünen enden würden. )

    Tatsächlich ist Kultur auch etwas anderes als Bildung. Ich habe promovierte Proleten mit Goldkettchen kennengelernt, aber auch einfache, aber trotzdem kultivierte Menschen. Es liegt auf der Hand, dass der einfachere Mensch nicht die gleichen Massstäbe an Kultur erfüllen kann wie ein hochgebildeter Mensch. Aber wie heißt es so schön: Suum cuique ( Jedem das Seine ). Unter Demokratie verstehe ich daher auch nicht die Anbiederung an die Primitivlinge, die keine kulturellen Maßstäbe setzen wollen, und die Nivellierung des Schul-, Bildungs- und Kultursystems nach unten, sondern die Integration und Förderung des kultivierten Volkes. Der eigene Anspruch muss deshalb schon lauten, das willige Volk, mag es auch einfach gestrickt sein, ansprechen zu können. Allerdings soll man sich auch keiner Illusion hingeben, drei Jahrzehnte Unterschichten-TV hinterlässt leider seine Spuren im Volk. Allerdings sollte man zuletzt nicht den Fehler des Bundesvorstandes begehen und in Protest- und Nichtwählern einen Haufen von Pöbel zu sehen. Den Pöbel sollte man in der Tat den Piraten und Grünen überlassen. Allerdings zeichnet sich der Pöbel eben in seiner Unwilligkeit aus, kulturelle Maßstäbe anzulegen, die aber nicht unbedingt zwingend aus einer etwas unglücklichen, emotionalen Ausdruckweise geschlussfolgert werden kann.

    Mit besten Grüßen

    Reinhard Wilhelm

    • Sehr geehrter Reinhard Wilhelm,

      unser spannender ‚Dialog zeigt doch die grundsätzliche gleich Interpretation der Ursache von Konflikten in einer Gesellschaft und eben auch in einer Partei.

      Hoffnungsvoll sehe ich in der AfD das Potential diesen Konflikt zu erkennen, zubeantworten und damit auch zu einem tragbaren Ergebnis zu bringen. Dies, weil ich nicht nur Sie mit diesem Grundwissen der Sozialkonflikte sehe, sondern eine Mehrheit der Mitglieder. Zwischenzeitlich habe ich jedoch erste Bedenken.

      Ich verfügte leider nicht über genügend Intelligenz, um eine akademische Ausbildung zu schaffen. Dennoch konnte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten durch den Dialog mit Akademikern meine Informationen aus dem Berufsleben und Privatleben kombinieren mit vermittelten Wissen der Akademiker. Vielleicht hier zu noch eine Erklärung, als Getränkehändler habe ich mit allen Bevölkerungsschichten zu tun, ob arm, ob reich, ob Ausländer, ob Rentern, ob Schauspieler, Akademiker, Politiker, Arbeiter, Banker, Pflegekräften, kurz, selbst mit Obdachlosen die Leergut sammeln.

      Die mir so zugänglichen Haltungen zu unserer politischen Kaste, dem System sind so vielfältig wie auch erschreckend. Ja, ich behaupte ich kenne die Meinung von Nichtwählern. Mitmenschen die sich von diesem Parteiensystem abgewandt haben, faktisch bereits eine paralell Gesellschaft aufgebaut haben..

      Gemäß der mir dadurch verdeutlichten Gefahr der kulturellen Verblödung für mein Vaterland lebe ich das vom preussischen König entdeckte revolutionäre Gen meines Vorfahren. „Wählte Ungnade wo Gehorsam kein Ehr brachte“.
      Ich wähl derzeit nicht. Ich lehne die angebotene Auswahl ab.

      Ich scheue mich nicht dieser Parteidiktatur im Rahmen meiner Möglichkeiten ihre Unzulänglichkeit, Mittelmäßigkeit vorzuhalten. So verweise ich auch immer auf den Ursprung der Demokratie. Nicht alle durften wählen, sondern nur die Bürger mit Previleg. Die die Waffen tragen durften, die einer Gilde angehörten, was auch immer. Das gemeine Volk war von Wahlen ausgeschlossen. Dies hatte sicherlich viele Gründe. Dieser Sachverhalt aus der Historie findet sich noch wieder in den Bezeichnungen Bürgerschaft für das Landesparlament in Bremen und Hamburg. Hier setzt eben auch ein Wunsch an, die Politik sollte einen „Wahlführerschein“ entwickeln. Es kann doch nicht sein, dass der Pöbel Kreuze macht auf Stimmzetteln ohne zu Wissen, was man damit anrichtem kann. Bezeichnender Weise steckt man diese abgegebene Stimme in eine Urne, sicherlich ehr ein Objekt, dass für rin biologisches Ende gedacht ist. Aber vielleicht auch passend als, Stimme beerdigt.

      Nun wird dann sofort gerufen, dies ist nicht demokratisch. Ach ja ? Ist das nutzen von Fahrzeugen denn dann demokratisch ? Und, wo bitte steht, dass die BRD ein demokratisches Land ist ? In der Präambel des GG und wo noch, irgend ein Artikel der von einer „demokratischen“ BRD spricht ? Wir sind eine Republik.

      Ich erwähne dies hier bewußt, um einfach mal darüber nachdenken zu lassen, ob es in Parteien nicht auch eine Art Ausbildung geben sollte bevor man stimmberechtigt ist.
      Wenn hier Deligierte aus einem Landesverband als Lobby missbraucht werden von anderen Parteimitgliedern, die sich berufen fühlen zu führen, wenn also in der kleinsten Einheit der politischen Willensbildungen genau das praktiziert wird, was wir Nichtwähler so hassen, die faktische Macht der Lobbyisten, wird man von Nichtwählern sicherlich ehr negativ gesehen, oder?

      Ich habe es mir als Hobby gemacht Vorstellungsreden von Kandidaten bei Parteien anzuhören. Kann mir mal einer sagen, was daran eine Vorstellung ist, außer Phrasen zu dreschen ? In keiner mir bekannten Vorstellungsrede, und dies gilt auch bei dieser Partei, habe ich etwas über die Vita, das Fachwissen oder Erfahrung sowie Wissen um das politische System gehört.

      Weiß ein Kandidat wie die Ministerien aufgebaut sind, weiß ein Kandidat welche Rechte er in der EU hat ? Hat er sich belesen ? Informiert ? Oder werden Traumtänzer gewählt, die dann plötzlich im Parlament feststellen, ich bin total überfordert?

      Sicherlich hat ein Olaf Henkel ein solides Grundwissen. Frau von Storch auch ? Woher ? Ungeschickt ist Sie zumindest wenn es um die Verwendung von Barmitteln ihrer Organisation geht, so zu mindest in den Medien zu lesen. Ob Sie dadurch eine wählbare Person geworden ist ? Gerade bei der EU sind die Geldströme undurchsichtig, wenn ich da naiv selber handel, welche gelebte Naivität verhindert da eine von der Partei programmatisch notwendige Kontrolle der EU Fördermittel.

      Der Pöbel wird diese Partei nur bedingt wählen, die bürgerlichen Mitmenschen hinterfragen jedoch ehr Handlungen, Gesten, Aussagen und auch Lebensbiographien und gerade das Internet bietet da viele Quellen für Nachfragen.

      Verstehen Sie diese Zeilen bitte nicht als Kritik an ihren Kandidaten. Sehen Sie es mehr als Anmerkung, dass eine Vorstellung innerhalb einer Partei augenscheinlich eine ausführliche Vorstellung dem Wähler folgen lassen muß und zwar nicht auf Podiumsdiskussionen im Kreise von Parteimitgliedern, sondern im Dialog mit Nichtwählern.

      Selbst unsere zwangesbezahlten Propagandamedien haben dies erkannt und laden inzwischen Nichtwähler ein.

      • Sehr geehrter Herr Von Der Marwitz,

        in Art. 20 Abs. 1 GG ist ausdrücklich geregelt, dass die Bundesrepublik Deutschland eine Demokratie ist. Diese Regelung ist auch unantastbarer Bestandteil des Grundgesetzes, welche auch im Falle einer im Grundgesetz vorgesehenen Verfassungsgebung zu übernehmen ist, Art. 79 Abs. 3 GG.

        Das Wahlrecht des Volkes ist daher unabhängig von dessen Bildung nicht verhandelbar, ohne in den Konflikt mit dem Verfassungsschutz und in aller letzter Konsequenz mit dem Bundesverfassungsgericht zu gerateb. Es tröstet Sie aber vielleicht, dass gerade Personen, denen es an Kultur, Bildung und Interesse mangelt, nicht wählen gehen. Für diesen Personenkreis ist die Politik komplett fremd und die Ambition, sich der Mühe hinzugeben, um eine Stimme abzugeben, kaum ausgeprägt.

        Ich persönlich bin ein Verfechter der direkten Demokratie. Gerade weil die Qualität der Politiker zu wünschen übrig lässt, ist es umso wichtiger, dass das Volk gegen die parlamentarischen Entscheidungen votieren kann. Die Schweizer haben mit dem Modell ausgeprochen gute Erfahrungen gemacht. Die deutschen Bürger müssen hingegen wieder einmal wahrnehmen, dass die Politiker eine undurchsichtige und eigennützige Politik betreiben.

        Allerdings habe ich eine starke Neigung, das Wahlrecht an die komplette Rechtsfähigkeit zu knüpfen. Wenn Straftäter unter 21 Jahren strafrechtlich nur eingeschränkt zur Rechenschaft gezogen werden können, weil diesen die Reife fehlt, so stellt sich mir die Frage, warum derartige Personen reif für eine Wahlentscheidung wären. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass diese die Geschicke für das gesamte Volk mitbestimmen.

        Mit besten Grüßen

        Reinhard Wilhelm

    • Sehr geehrter Herr Wilhelm ,
      Ohne für Herrn Renner sprechen zu dürfen oder zu wollen:
      Woher nehmen Sie die Berechtigung , Herrn Renner zu unterstellen, dass er für einen EU-Austritt einsteht oder an der Basis vorbeiregieren will?
      Soweit mir bekannt ist, hat Herr Renner Kontakte mit Vertretern der UKIP , die sich ihrerseits für den Austritt ausspricht.Bedeutet das für Sie bereits , dass diese oder gar jede Haltung der UKIP übernommen wird? Sicher nicht!
      Gerade Herr Renner beachtet die Parteibasis sehr aufmerksam.Wieso er-ohne jedes Amt-an der Basis vorbeiregieren wollen könnte, erschließt sich mir nicht.Könnte es sein, dass Sie als „Dilger-Claquer“ den Vorwurf undemokratischen Verhaltens ohne wirklichen Grund oder Beweis als verbale Keule benutzen, um Herrn Renner als vermeintlichen oder tatsächlichen innerparteilichen Widersacher Ihres Mentors zu diskreditieren?
      Und Herr Prof. Dilger:
      Ist ein Bericht über ein Gespräch mit Herrn Farange auf der Landeshomepage der AfD tatsächlich -unter Berücksichtigung
      Ihres beschriebenen bildungsbürgerlichen, hohen Anspruchs-ein Verstoß gegen in der AfD anzustrebenden Streitkultur? Zumal Sie die sofortige Löschung angeordnet haben, wohl um zu verhindern, dass womöglich aus der Parteibasis Zustimmung erfolgen könnte!

      • Sehr geehrter Herr Bill,

        ich habe keine Neigung, Herrn Renner etwas unterstellen zu wollen, im Gegenteil im persönlichen Gespräch habe ich ihn schätzen gelernt. Seine Leidenschaft für die AfD ist ehrlicher Natur. Allerdings haben Sie Recht, mir ist ein Fehler unterlaufen.

        Herr Renner plädiert zwar bekanntlich für eine Fraktionsbildung mit der UKIP, die den Ausstieg Großbritanniens und in der Folge den Zusammenbruch der EU wünscht. (Schauen Sie in diesem Blog einmal nach, da gibt es eine Diskussion zu dem Thema UKIP und Torries nebst Belegen.) Daraus hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, er wolle de EU-Ausstieg. Soweit sich Herr Renner beleidigt fühlen sollte, entschuldige ich mich an dieser Stelle und bedanke mich an dieser Stelle bei Ihnen für die Korrektur. Ergänzend zu vermerken ist jedoch, dass Herr Pretzell mir im persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er den EU-Ausstieg für Deutschland wünscht, weil er die alleinige Rückkehr zu den Römischen Verträgen nicht für möglich erachtet.

        Im Kontext meines Postings ist allerdings der Irrtum nicht relevant. Erstens ist eine Zusammenarbeit mit zweier Parteien innerhalb einer Fraktion nicht möglich, wenn die eine die Auflösung der EU anstrebt und die andere dessen Reform wünscht. Die eine Partei möchte zerstören, die andere etwas verbessern, in dem Falle im Wege der Reduzierung. Hier weisen zwei Parteien offensichtlich nicht die gleiche Ausrichtung auf. Zweitens ist Im Wahlprogramm zur Bundestagswahl, welches ja von der Basis beschlossen worden ist, ist ausdrücklich eine Zusammenarbeit mit den Torries angestrebt. Da liegt es auf der Hand, dass ein Landesvorstand nicht im Namen der AfD-NRW in aller Öffentlichkeit eine Zusammenarbeit mit der UKIP oder ( war nicht Renner, aber andere ) BZÖ ausloten kann. Das ist schlichtweg undemokratisch und unliberal. Der richtige Weg wäre gewesen, einen Antrag für den Parteitag auf Neuausrichtung zu formulieren.

        Herr Dilger ist nicht mein Mentor. Meine Beiträge werden hier seit der Urwahl-Geschichte von Herrn Dilger kontrolliert und nur teilweise freigegeben. Z.B. können Sie einen Kommentar zu diesem thread zur Zeit nur auf meiner Facebook-Seite lesen, weil er nicht von Herrn Dilger freigegeben wird.

        Davon ab, vertreten Herr Dilger und ich unterschiedliche Ausrichtungen. Wir fühlen uns zwar beide einer liberalen Bewegung zugehörig, allerdings Herr Dilger der Wirtschaftsliberalen und ich der Nationalliberalen, die ich in der AfD nur unzureichend personell vertreten sehe.

        Außerdem ist meine Messlatte, was demokratische Gepflogenheiten angeht deutlich höher als die von Herrn Dilger. Diese ganzen sinnentleerten Netzwerke, die nur darauf bedacht sind, persönliche Vorteile zu ergattern, verärgern mich ausgesprochen. Herr Dilger macht hingegen gerne davon Gebrauch. Das alles ändert aber nichts daran, dass uns auch einige gemeinsamen Ansichten binden.

        Mit besten Grüßen

        Reinhard Wilhelm

      • In jeder föderal organisierten Körperschaft ist die Pflege der Außenbeziehungen klar der Bundesspitze vorbehalten. Das AA ist ein Bundesministerium – wenn also Länder außenpolitisch aktiv werden, so geschieht dies immer in Abstimmung mit dem Bund. Ohne diesen Grundsatz ist eine stabile und verlässliche Außenpolitik nicht möglich, dafür ist die EU selbst anschauliches Beispiel genug. Nun wünsche ich mir als AfD-Mitglied in der EU natürlich keinen omnipotenten Zentralstaat. Von einer Partei, die innerhalb eines bestimmten Spektrums wählbar sein will, erwarte ich hingegen, dass es eine einheitliche klare Linie in den Beziehungen zu den Nachbarn gibt. Der Schaden, der entstehen kann, wenn jeder „Landesfürst“ seine eigene Außenpolitik in z.T. auch gefahrengeneigte Richtungen betreibt, ist unkalkulierbar. Der politische Gegner wartet nur auf derlei Fehler, um sie propagandistisch auszunutzen. Wenn eine Gruppierung im europäischen Ausland Europa als Ganzes ablehnt, kann das kein Partner für uns sein. Insofern waren die harschen Reaktionen auf das Vorpreschen einzelner Amtsträger unvermeidlich. Wohlgemerkt, es ist schon ein Unterschied, ob ein Basismitglied zu abenteuerlichen Manövern ansetzt oder ob ein Mitglied des Landesvorstandes derlei Kapriolen zu parteilicher Legitimität verhilft.

        Innerbetrieblich soll man streiten dürfen, soll man sich auch fetzten dürfen, solange Sachargumente Grundlage der Auseinandersetzung sind. Kommt es zu einer mehrheitsfähigen Synthese der Positionen, muss diese nach außen aber einheitlich vertreten werden, auch wenn Vertreter der Minderheit mit dem gefundenen Kompromiss unzufrieden sind. Zugegeben, das Zurückstellen persönlicher Präferenzen zu Gunsten eines gemeinsamen Nenners (und sei es auch nur des kleinsten) erfordert zuweilen etwas Größe – eine Tugend, die ich in unseren Reihen aus ambitionierten Einzelkämpfern noch schmerzlich vermisse.

  29. Lieber Prof. Dilger,

    einerseits möchte ich Hr. Bergelt recht geben: Schließen Sie Ihren Blog! Ich bin zwar Parteimitglied und lese die Dinge nicht als Außenstehender, auch hängt meine Wahlentscheidung nicht davon ab, was ich hier erfahre. Doch ist NRW von Brandenburg so weit weg, daß ich bisher nur Sie namentlich kannte. Die Namen Renner oder Keith oder Pretzell waren mir bisher höchstens aus negativen Erwähnungen durch Sie bekannt. Sie konnten sich bisher als „der Gute“ präsentieren.

    Andererseits bin ich dankbar für die Gegenreden der Herren Keith und Renner, was nun ein differenzierteres Bild erlaubt. In Ihren Auswertungen zu A’burg war Ihre persönliche Enttäuschung und subjektive Sichtweise nicht zu übersehen, auch nicht bei dem Bedauern, daß Ihr Landesverband keinen Kandidaten durchsetzen konnte, der ja Sie selbst gewesen wären.

    Sie haben völlig richtig dargelegt, daß Sie und Hr. Renner verschiedenen Flügeln der Partei angehören, und Sie halten den Ihren für den dominierenden und dem Flügel, dem Sie Hr. Renner zuordnen, empfehlen Sie unverhohlen, die Partei zu verlassen.

    Aber kann man denn fliegen, mit nur 1 Flügel ?? Flügelkämpfe führen doch nur dazu, daß der Vogel am Boden bleibt! Um sich erfolgreich zu erheben, muß er beide Flügel gleichermaßen einsetzen. Gehen Sie getrost davon aus, daß an der Basis beide etwa gleich stark sind! Daher ist es gut und richtig, daß sie sich auch im Kopf koordinieren, statt sich Konkurrenz zu machen. Ja mehr noch, Sie sollten sogar darauf achten, daß auch der andere Flügel nicht schwächer wird, zu Gunsten Ihres eigenen! Denn das würde bestenfalls noch zu einer Kreisbewegung reichen, nicht aber zum Vorwärtskommen.

    Nur der Proporz der politischen Ausrichtung hat einen Sinn. Die Regionen sind dabei völlig unwichtig. Und falls das Tischtuch zwischen Ihnen und den anderen LV-Mitgliedern noch nicht ganz zerschnitten ist, dann bitte, Prof. Dilger, suchen Sie im Interesse der Gesamtpartei nach Verständigung und Kompromiß und folgen Sie keinen „Hilferufen“ mehr, um die Initiativen anderer zu verhindern. Lassen Sie nicht zu, daß nach dem Chaos in Hessen jetzt NRW das nächste abschreckende Beispiel wird.

    Beste Grüße aus Brandenburg,
    Klaus Riedelsdorf

    • Wenn die AfD zwei Flügel hat, mit denen sie fliegen kann, dann sind diese liberal und konservativ. Herrn Renner und spätestens nach seiner Rede in Aschaffenburg auch Herrn Pretzell halte ich jedoch weder für liberal noch konservativ. Dabei geht es mir nicht um einen Streit um Worte, sondern um Inhalte und die (Un-)Vereinbarkeit von Positionen. Zumindest müssten die Herren die Beschlüsse der Partei mittragen und nicht ständig dagegen arbeiten.

      • „Zumindest müssten die Herren die Beschlüsse der Partei mittragen und nicht ständig dagegen arbeiten.“
        So wie es die, in weiten Teilen der AfD hoch angesehenen Herren Schäffler, Willsch, Bosbach oder Gauweiler in ihren jeweiligen Parteien getan haben?
        Ich glaube nicht, dass Ihr autoritäres Denken bei den Mitglieder der AfD große Zustimmung erhält.

        Ihre Argumentation ist in sich weder rund noch schlüssig und Ihre Versuche, die Herren Renner und Pretzell als außerhalb des liberalen oder konservativen Spektrums (gewünschte Assoziation: „Nazis“) einzuordnen zeigt, dass sie Ihrer Mentorin in Demagogie gut zu folgen wissen.
        Die Mehrheit der AfD Mitglieder wünscht sich allerdings keine autoritären Parteistrukturen in denen eigene Positionen mit der Nazikeule vorwärtsverteidigt werden.
        Nach allem, was ich von Ihnen lese, werde ich mir Ihr Scheitern am Samstag in Berlin mit großem Genuss ansehen. Man wird Sie dort auf Ihre Position verweisen, wie es schon in Aschaffenburg geschehen ist.

      • Ihre Favoriten sind autoritär, nicht ich. Ich bin für das Einhalten demokratischer Spielregeln. Auch Herrn Schäffler empfehle ich, die Partei zu wechseln und zur AfD zu kommen. Der von ihm initiierte Mitgliederentscheid war eine gute Sache, doch die FDP hat sich leider anders entschieden. Ich kann etwas differenzierter denken als Sie, es gibt ein riesiges Spektrum zwischen konservativ und „Nazi“.

      • Ich glaube eher, dass Pretzell und Renner dem Farage nacheifern. Farage sieht sich ja als libertär an und benimmt sich ja eher antiautoritär. Die Mitglieder der UKIP fallen ja auch nicht durch Disziplin auf. Ein Teil ist in der Fraktion, ein Teil nicht, hin und wieder bemüht sich der ein oder andere Teil, sich schlecht zu benehmen, was ja auch nicht so einfach ist, und honoriert werden muss… 😉

  30. Zufällig habe ich die Vorstellung von Konrad Adam zur Kandidatur für den Posten als MdEP gelesen. Er will sich demnach für eine Europäische Verfassung einsetzen, was in letzter Konsequenz mehr Zentralismus bedeutet und 2006 durch die Voten der Bürger in den Niederlanden und Frankreich scheiterte und zu dem Vertrag von Lissabon, also die Verfassung über die Hintertür führte. Wie verträgt sich so eine Kandidatur und auch die Sprecher-Tätigkeit damit, dass die Basis programmatisch festgelegt hat ( Wahlprogramm 2013 ), dass ein zentralisierte Europastaat nachdrücklich abgelehnt wird und ein Europa der souveränen Staaten gewünscht wird. Selbst auf Satzungsebene, nämlich in der Präambel, liest sich inzident, dass man an der „in den Römischen Verträgen angelegte friedliche Einigung Europas“ festhalten will, im übrigen aber mehr Dezentralisierung will. Wo bleibt die programmatische Disziplin, wenn Adam für eine andere politische, in der Partei nicht gewollte Richtung öffentlichkeitswirksam kandidiert ? Nimmt man die Vorkommnisse in Hessen hinzu, dann stellt sich ohnehin die Frage, ob Konrad Adam für die Sprecher-Position geeignet ist. Immerhin zeigt die Personalie Adam, dass zumindest der Misserfolg des Landesverbandes Hessen mehr als wünschenswert für die AfD in seiner Gesamtheit ist, wenn solche Zankäpfel die große Arena nicht betreten.

    Auch die Personalie Pühringer aus dem Landesvorstand, die ich mir nunmehr aus Neugierde nachdem obigen Appetitanreger angeschaut habe, ist in dem Zusammenhang interessant. Auf der einen Seite darf sicherlich Dilger zur Recht fragen, warum ein stellvertretender Landesvorstand die Ergebnisse auf dem Parteitag in Ratingen konterkariert, indem er sich entgegen der dortigen Entscheidungen gegen Dilger kandidiert. Das ist in Hinblick auf den Einigungsauftrag und der Vobildfunktion des Vorstandes zumindest unglücklich. Programmatisch lobt Pühringer die Verträge von Lissabon und träumt von einer eigenen Karriere im Europa-Parlament. M.E. steht Pühringer für alles mögliche, nur nicht für die politische Ausrichtung der AfD. Die Rücktrittsforderung von Dilger rückt in dem Zusammenhang in ein neues Licht.

  31. Also wie ist nun die Zielrichtung der AfD ?
    Raus aus dem Euro ? So wie ich es verstanden habe gemeinsam mit einigen Nordstaaten aber ohne Frankreich und Südstaaten ? Ja oder Nein

    Raus aus der EU ? Wie groß ist die Basis für so einen Wunsch in dem Landesverband NRW ? Wie groß im Bundesverband ? Oder ist das kein Thema ?

    Der gewählte EU Abgeordnete hat allerdings – anders als im Bundestag – kein unmittelbares Initiativrecht und kann daher keine eigenen Gesetzesvorlagen einbringen.Wie wollen die Kandidaten also ihre Programmpunkte umsetzen ? Mal abgesehen davon, dass ich eine Partnersuche innerhalb der 751 Abgeordneten des EU Parlament für eine neue Partei, die kritisch gesehen wird, von der Mehrheit im Parlament, eine sehr sehr schwer Aufgabe sein wird. Es stellt sich nicht die Frage ob man mit dem oder dem verhandeln will, sondern wer will mit der AfD sprechen und wenn ja warum ?

    Dazu meine Frage : Wie ist die Entscheidungskompetenz geregelt. Berichten die EU Abgeordneten dem Bundesvorstand oder ihrem Landesvorstand und Bundesvorstand für eine Meinungsfindung. Berät man sich dann im inneren Kreis oder wird es mit der Basis abgestimmt ?

    • „Also wie ist nun die Zielrichtung der AfD ? Raus aus dem Euro ? So wie ich es verstanden habe gemeinsam mit einigen Nordstaaten aber ohne Frankreich und Südstaaten ? Ja oder Nein Raus aus der EU ? Wie groß ist die Basis für so einen Wunsch in dem Landesverband NRW ? Wie groß im Bundesverband ? Oder ist das kein Thema ?
      Wie ist die Entscheidungskompetenz geregelt. Berichten die EU Abgeordneten dem Bundesvorstand oder ihrem Landesvorstand und Bundesvorstand für eine Meinungsfindung. Berät man sich dann im inneren Kreis oder wird es mit der Basis abgestimmt ?“

      Eigentlich definiert sich Partei inhaltlich und organisatorisch über Satzung, Grundsatzprogramm und Wahlprogramme.

      Der Präambel der Bundessatzung AfD lässt sich ausdrücklich entnehmen, dass die AfD gegründet worden ist, einen Reformkurs zu fahren: „In ernster Sorge vor politischen und wirtschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland und in der Europäischen Union haben wir die Partei Alternative für Deutschland gegründet. Die europäische Schulden- und Währungskrise hat viele Menschen davon überzeugt, dass die Altparteien zu einer nachhaltigen, transparenten, bürgernahen, rechtsstaatlichen und demokratischen Politik nicht imstande oder nicht willens sind.“

      Eine Präzisierung erfährt die Präambel dann durch das Bundeswahlprogramm der AfD, das zeitgleich mit der Satzung im April letzten Jahres von der Basis beschlossen worden war:

      „Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. […] Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. […]“

      Das ist wohl noch Konsens, obwohl in der Vorstellung des Sprechers Konrad Adam anlässlich seiner Bewerbung zur Kandidatur zum MdEP kein einziger Hinweis zu finden war.

      „Wir bejahen ein Europa souveräner Staaten mit einem gemeinsamen Binnenmarkt. […] Eine Transferunion oder gar einen zentralisierten Europastaat lehnen wir entschieden ab. […] Wir werden dafür sorgen, dass Gesetzgebungskompetenzen zurück zu den nationalen Parlamenten verlagert werden. “

      Das ist scheinbar nicht mehr Konsens. Für diese Position steht z.B. noch Herr Dilger, aber auch Herr Renner. Konrad Adam verlangt hingegen in seiner Vorstellung „eine knappe und klare, allgemein verständliche Verfassung, auf die sich jeder bei Bedarf berufen kann. […] Das Europäische Parlament muss das Recht zur Gesetzesinitiative erhalten. Die Kompetenzen der einzelnen Organe müssen klar und eindeutig definiert werden. Und die Gewaltenteilung muss endlich auch auf europäischer Ebene durchgesetzt werden.“ Er fordert also eine Verfassung und damit letztendlich den Superstaat, den das Wahlprogramm ausdrücklich ablehnt. In eine ähnliche Richtung geht der stellvertretende Sprecher von NRW Pühringer. In seiner Vorstellung arrangiert er sich mit dem Vertrag von Lissabon ( der aufgrund der Voten durch die Völker der Niederlande und Frankreichs gegen die Verfassung von Lissabon ersatzweise abgeschlossen worden war, und der EU eine Rechtspersönlichkeit gleich eines Staates einräumt ). „Mit dem Vertrag von Lissabon hat das Europäische Parlament grundlegend verstärkte Rechte eingeräumt erhalten, welche ihre volle Wirkung in der kommenden Legislaturperiode entfalten werden. Erstmals in der Geschichte des EP wird dies völlig neue Möglichkeiten der Setzung von Rechtsakten eröffnen und eine stärkere Kontrolle der Europäischen Kommission durch das EP mit sich bringen. […] Dies sind objektiv verbesserte Rahmenbedingungen, um das politische Credo von Bernd Lucke und die Anliegen der AfD in Gesetzgebungsakte einbringen zu können. Hieran möchte ich an vorderster Front mitwirken.“ Beide stehen somit nicht für die Rückführung von Gesetzgebungskompetenzen auf die Nationalstaaten.

      „Wir wollen in Freundschaft und guter Nachbarschaft zusammenleben.“

      Das ist Konsens. Uneinigkeit besteht darin, ob eine Fraktionsbildung oder Zusammenarbeit mit UKIP und Farage Freundschaft und gute Nachbarschaft nicht gefährden könnte.

      „Wir werden uns für eine Reform der EU stark machen, um die Brüsseler Bürokratie abzubauen und Transparenz und Bürgernähe zu fördern. Das europäische Parlament hat bei der Kontrolle Brüssels versagt. Wir unterstützen nachdrücklich die Positionen David Camerons, die EU durch mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung zu verschlanken.“

      Hier gibt es wohl den größten inhaltlichen Dissens. Hinsichtlich Adam und Pühringer gilt das oben gesagte. Martin Renner setzt sich für UKIP und Farage ein und mag sich somit mit den Positionen Camerons nicht anfreunden. UKIP mit Farage will in letzter Konsequenz den Austritt GB aus der EU mit der Wirkung – die er sich wohl auch wünscht – dass sofort die skandinavischen Länder austreten und die EU in Folge dessen komplett zerbricht. Ihm schwebt ein neues globales United Kingdom vor. Diese Position deckt sich in letzter Konsequenz genauso wenig mit dem Wahlprogramm wie die Positionen von Adam und Pühringer. Dilger trifft allerdings mit seinen Positionen das Wahlprogramm einhundertprozentig.

      „Wir fordern mehr direkte Demokratie auch in den Parteien. Das Volk
      soll den Willen der Parteien bestimmen, nicht umgekehrt.“

      Inwieweit an diesem Punkte Konsens besteht ist nicht ganz klar. Eins ist allerdings klar, die derzeitigen Netzwerke, die versuchen Stimmen und Ausrichtungen zu organisieren, lassen sich nicht mit dem Wunsch vereinbaren, dass der Wille des Volkes die Partei bestimmt. Der Wille des Volkes wird letztendlich durch Klüngel untergraben. Das gilt umso mehr, wenn der Bundesvorstand mit wackeligen Argumenten und eher zweifelhaften Methoden versucht, Personalentscheidungen der Basis auf Landesebene zu „korrigieren“.

      „Wir setzen uns dafür ein, dass auch unkonventionelle Meinungen im öffentlichen Diskurs ergebnisoffen diskutiert werden, solange die Meinungen nicht gegen die Werte des Grundgesetzes verstoßen.“

      Dieser Programmpunkt ist einerseits unstreitig, andererseits höchst streitig, wenn es um interne Debatten und Aussenwirkungen geht. Einerseits wird der obige Satz von jedem unterschrieben. In der AfD laufen keine Verfassungsfeinde herum. Andererseits liegen Im konkreten Einzelfall die Meinungen äußerst weit auseinander. Wie häufig darf man sich gegen Ausländerkriminalität wie äußern bis diese Äußerungen als Verstoß gegen Werte des Grundgesetzes ( Menschenwürde ) bewertet werden ( also das Fass zum überlaufen bringen ) ? Herr Pretzell, Renner werden an diesem Punkte andere Ansichten vertreten als Herr Dilger, Adam oder Pühringer. Es geht nämlich einerseits um die Auswirkungen, die unterschiedlich eingeschätzt und bewertet werden, und andererseits um persönliche Bewertungen und Empfindlichkeiten. Jeder hat seine eigene Schmerzgrenze.

      Darüber hinaus gibt es auch Streit über Kommunikationsstile. Es gibt an der Basis recht viele deftige private Äußerungen, z.B. auf Facebook oder in Foren, wie man sie auch an der Biertheke antrifft. Diese Aussagen sind nicht besonders kultiviert, sie sind grenzwertig und durchaus auch beleidigend, also alles andere als politisch korrekt und in jedem Fall kein Aushängeschild für Debattenkultur. Trotzdem fallen diese Äußerungen, regelmäßig im Affekt. Diese Äußerungen werden teilweise auch bewusst von und an der Basis geäußert, alleine um sich von anderen Meinungen, Institutionen, Gesellschaftsschichten und Personen abzugrenzen und zu provozieren. Wenn jemand inzident „Wir hier unten, die da oben“ herumpöpelt, dann fühlt sich manch einer persönlich angepöbelt.

      An der Biertheke sind Worte Schall und Rauch. Sie haben nicht die Reichweite und sind am nächsten Tag vergessen. Was bleibt ist nicht das Wort, sondern die Intention, also was eigentlich gesagt werden wollte, und dann auch nur gegenüber den Anwesenden. Im Internet lösen sich die Worte nicht auf und erreichen auch Ohren, die gewisse Kommunikationsformen als unterhalb der Debattenkultur befindlich ablehnen. Sehr schnell und mit einer gewissen Bösartigkeit – wie es in Hessen geschehen ist – werden dann verfassungswidrige Äußerungen hineininterpretiert. Diese Hineininterpretationen wiederrum verursachen erneute Verstörungen. Was darf denn wie geäußert werden ?! Ist das freie Wort doch wieder nur Markulatur ? Gibt es hier doch wieder das Demaklos-Schwert mit dem Namen Political Correctness, die Nazi-Keule ?

      Sie sehen, die Ausrichtung war bei der Gründung klarer als sie es heute ist. Das Wahlprogramm für die EP-Wahlen ist noch in der Bearbeitung. Vermutlich wäre es sinniger und demokratischer gewesen, die Ausrichtung vor der personellen Besetzung festzulegen. Denn die MdEP sind zwar weisungsfrei, aber letztendlich mittelbar doch an das Votum der Basis gebunden. Die Auswahl der Kandidaten wäre sicherlich einfacher und überschaubarer gewesen, hätte man die Programmatik vorher festgelegt. Dann hätte manch einer nicht kandidiert, oder hätte gestärkt kandidiert oder wäre schlichtweg nicht nominiert worden ( obwohl letztere ja niemanden an der Kandidatur hindert ).

      Die Parlamentarier sind bekanntlich nicht weisungsgebunden. Sie können auch die Partei zwischendurch wechseln.

  32. Die größe meines Wortschatzes zeigt die größe meiner Welt, so sehe ich derzeit die Disskusionsebene unter den Mitgliedern zu einigen Kernpunkten. Lernfähigkeit trifft auf Lernunwillgkeit, beharren auf Standpunkten. Aber als Angehöriger der Gruppe Nichtwähler mit einem Potential von 60 % sollte man diese Bevölkerungsgruppe bundesweit einbinden in der Meinungsfindung.zumindest in der Meinungssuche. Was will das Volk der Nichtwähler ?

    Ich gehöre zu den Nichtwählern, nicht weil ich die EU ablehne, sondern weil mein Vaterland die Schlechtesten Politiker entsendet in die Kommissionen und die anderen Nationen die Besten.Meine Regierung entsorgt Politiker aus dem deutschen Öffentlichkeitsbild in ein nebulöses Europa Verwalungsmoloch. Mehr noch diese Politiker nehmen Mitarbeiter mit, die dann mit Abgesandten Beamten dieser Staatsregierung dort Gesetze, Regeln und Richtungen der europäischen Zusammenarbeit erarbeiten. Dieses Heer von Bürokraten und ausgesonderten Politikern soll dann kontrolliert werden von EU Parlamentarieren. Hier hätte ich also als Wähler eine sehr kleine Chance Kontrolleure zu entsenden. Wen nehmen diese Kandidaten also als kompetente Mitarbeiter mit? Wie bei anderen Parteien die Ehefrauen? Was wissen diese Kandidaten über die Struktur der EU Kommissionen, dieses Verwaltungsmoloch ? Sind sie wirklich geeignet sich dort zu behaupten ? Als Unternehmer werden Bewerber nicht nur nach ihrem Können hinterfragt, sondern auch nach ihrem Wissen, Problemerkennung, des Arbeitsbereich, hier EU Verwaltungsmoloch.Von den bisherigen Kandidaten wurde mir da nix präsentiert, oder habe ich da was übersehen? Wen nimmt Prof.Lucke mit als Mitarbeiter, Olaf Henkel, Frau von Storch ? Ihren Ehemann ? Ich will diese Entscheidungen garnicht bewerten, nur vorher wissen, welches Packet ich mit meiner Stimme eine Chance gebe oder eben nicht. Als Delegierter hätte ich bestimmt solche Fragen gestellt. Das 300 Delegierte dies alles nicht wissen wollen, sonst hätten sie gefragt, gibt es eine Möglichkeit, sie wissen es bereits, oder es ist ihnen egal. Egal ? Dann entfernen sich die Delegierten der AfD Basis vom Wissenswunsch der kritischen Nichtwähler, die eben nicht wieder Familien in Brüssel haben wollen.

    Also nutze ich die Chance und beobachte die Parteien, wie sucht man Kandidaten aus. Wer wird gewählt. Diese Partei sag Mut zu Deutschland. Muß ich jetzt mutig sein Deutscher zu sein ? So die ersten fragen von Nichtwählern in meinem Umfeld. Gut, die Bildungsfrage ist berechtigt, dennoch PISA wird gelebt, Slogan sollten schon mit verständlichen Sätzen erläutert werden, oder? Mut wird also von dieser Partei Deutschland derzeit abgesagt. Also ist Deutschland feige?

    Deutsche Politiker sind evtl. feige, aber das deutsche Volk auch ? Richtig ist sicherlich, dass uns eine demütige Haltung anerzogen wurde, ein sich Schämen, aber die kleinsten einheiten dieses Staates, die Familien sind bestimmt nicht oauschaliert feige. Viele haben den Mut Kinder in die Welt zu setzen, dazu auch dem Betreiber dieses Blog nachträglich meine Glückwünsche zum Sohn, meine Kinder sind bei der Bundeswehr, auch im Auslandseinsatz, auch dort wird Ihnen Mut abverlangt, ja auch Mut di Entscheidungen der aktullen Regierungen umzusetzen, wie auch anders. Mut sich selbstständig zu machen, Mut zu wagen, was auch immer die Bevölkerung hat Mut zu Deutschland.

    Mut zu Deutschland, zu bedeutet hinzuwenden, hingehen, zu Aldi gehen, zu Ikea. Wer soll also Mut haben ? Ausländer um nach Deutschland zu gehen, sich Deutschland zu zuwenden ?

    Oder meint diese Partei, einfach nur mutig werden und stolz auf unser Vaterland zu sein nach Jahren des schämens ?

    Diese Frage wurde noch nicht beantwortet : Wie ist die Entscheidungskompetenz geregelt. Berichten die EU Abgeordnetender AfD dem Bundesvorstand oder ihrem Landesvorstand sowie Bundesvorstand für eine Meinungsfindung. Berät man sich dann im inneren Kreis oder wird es mit der Basis abgestimmt ?

    • [i]Oder meint diese Partei, einfach nur mutig werden und stolz auf unser Vaterland zu sein nach Jahren des schämens ?[/i]

      Genau das! Sie werden vielleicht nicht der allereinzige sein, der einen Slogan aus 3 Worten linguistisch auseinandernimmt, aber die übergroße Mehrheit versteht ihn einfach so wie er klingt. „Mut zu Deutschland“ klingt ein ganz klein wenig nach „Stolz auf Deutschland“, sowie nach „Deutsche Interessen“. Und das durften wir bisher – außerhalb einer Fußballweltmeisterschaft – nie.

      • Ich sehe politisch ein Erfordernis, Mut zu haben, deutsche Interessen als nationale Interessen auszusprechen und durchzusetzen. Die Schamkultur, sich als Deutscher selbst ritualisiert zu verachten und abzuwerten, finde ich deplatziert und lächerlich. Nationale Selbstachtung und nationales Selbstbewusstsein mit einem positiven Blick auf die eigene Kultur, Fähigkeiten, Historie, pp., ohne den Respekt gegenüber anderen Nationalitäten zu verlieren, halte ich für ausgewogen.

        Ziemlich unmutig erscheint es mir, dass man meint, den Satz „Mut zu Deutschland“ durch ein integriertes EU-Symbol irgendwie sinnentleert relativieren zu müssen. Davon ab verstehe ich auch nicht, was unter „Mut zu Deutschland“ gemeint ist. „Mut für Deutschland“ oder „Mut zu unserem Deutschland“ wäre verständlich, klar und selbstbewusst. So wirkt das ganze irgendwie wie eine Ansage mit Interpretationsmöglichkeit als Schlupfloch, irgendwie feige.

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