Mehrheit gegen Münchens Olympiabewerbung

Gestern lehnte eine Mehrheit der befragten Bevölkerung die Bewerbung Münchens zu den Olympischen Winterspielen 2022 ab (siehe „Darum scheiterten Münchens Olympiapläne krachend“). In der Sache gibt es gute Argumente für und gegen das Ausrichten von Olympischen Spielen, doch ich finde es gut, dass die direkt betroffenen Bürger gefragt wurden und entscheiden durften. Das wünsche ich mir mit der Alternative für Deutschland auch für andere, wichtigere Fragen, z. B. die Zukunft des Euro, Reformen der EU, die Energiewende oder auch eine Pkw-Maut.

7 Gedanken zu „Mehrheit gegen Münchens Olympiabewerbung

  1. Mich hat v.a. positiv überrascht, dass eine so breite Mehrheit dagegen war – trotz der finanziellen und propagandistischen Übermacht der Befürworter. (Der „Kaiser“ Beckenbauer war so frei, die Leute als „dumm“ zu bezeichnen, weil sie nicht auf ihn hören wollten.) Es zeigt, dass die Leute ihren sog. Eliten doch nicht so leicht auf den Leim gehen und ist daher ein Plädoyer für Volksabstimmungen insgesamt. Es zeigt auch, dass die Leute Großprojekte – vom Steuerzahler finanziert; der Profit landet in den Händen Weniger – und Pomp auf der Weltbühne gestrichen satt haben. Sie wollen ihre Ruhe haben und ihrer Arbeit nachgehen. Ich denke daher auch, dass sie sich mehrheitlich keinen europäischen Superstaat zwecks Armdrücken mit China wünschen. Sie wollen ihr Geld sinnvoller investiert sehen, ihre eigenen Probleme gelöst bekommen und ihren wohlverdienten Frieden haben.

    Martin Schulz, der das anders sieht und unbedingt ein Europäisches Reich zwecks Durchsetzung „europäischer Werte“ (Demokratie?) will, lehnt Volksabstimmungen daher aus „gutem“ Grund ab. Wie er sein Ziel dann erreichen will, lässt er im Dunkeln.

    • Man sollte die Bürger nicht erst für dumm halten und dann auch noch so bezeichnen, wenn sie es gerade nicht waren. Für einen Eurosuperstaat gäbe es in Volksabstimmungen höchstens in Deutschland eine Mehrheit (was ich nicht hoffe), aber auf keinen Fall in den übrigen stolzen europäischen Nationen. Deshalb versuchen es jetzt Schulz & Co. auf undemokratischem Wege, was erst recht scheitern muss.

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  3. Das wünsche ich mir ebenso wie Sie, Herr Dilger. Ein überzeugender und im Gegensatz zu Appellen an die derzeit Regierenden sofort selbst umsetzbarer Anfang wäre übrigens, wenn die AfD Subsidiarität und Basisdemokratie nicht allein als wohlfeile Wahlforderungen aufstellt, sondern innerparteilich lebt. Das ist aber in der AfD noch erheblich ausbaufähig, und das ist ein freundlicher Euphemismus.

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