Nein zur Pkw-Maut

Vorab möchte ich noch einmal betonen, dass dies mein persönlicher Blog ist. Die Alternative für Deutschland, sei es in NRW oder bundesweit, hat zu vielen Themen noch keine Beschlusslage und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster als meine Arbeitgeberin erst recht nicht. Trotzdem erlaube ich mir eine eigene Meinung, z. B. zur Pkw-Maut.

Horst Seehofer von der CSU hat eine Pkw-Maut zur Bedingung für einen Koalitionsvertrag gemacht, während Angela Merkel sie kategorisch ausschloss (was sonst gar nicht ihre Art ist und bei ihr wohl auch nicht dieselbe Bedeutung wie bei anderen Menschen hat) und die SPD ebenfalls dagegen ist, was eigentlich für eine CDU-SPD-Koalition ohne CSU spräche (was wir jedoch kategorisch ausschließen können). Eigentlich möchte die CSU nur ausländische Autofahrer abkassieren, was in direkter Form zumindest bei EU-Ausländern gegen EU-Recht verstößt. Doch es gäbe den Ausweg, dass alle deutschen Autofahrer zwar auch eine Mautplakette bezahlen müssten, den Kaufpreis jedoch durch eine Ermäßigung der Kfz-Steuer zurückerstattet bekämen.

Aber ist das sinnvoll? Erstens sind die Kosten der Administration einer solchen Maut, die nicht nur beim Staat, sondern auch jedem Autofahrer anfallen würden, nicht zu vernachlässigen, sondern könnten durchaus die Größenordnung des Nettoaufkommens allein von den ausländischen Autofahrern erreichen. Zweitens ist damit zu rechnen, dass eine einmal eingeführte Maut nie wieder abgeschafft, sondern im Laufe der Zeit immer weiter steigen würde, während die Kompensation über die Kfz-Steuer irgendwann ausgesetzt oder durch Steuererhöhungen konterkariert werden dürfte. Drittens hat eine solche Maut unerwünschte Nebeneffekte, etwa die Verdrängung des Verkehrs auf gefährlichere Landstraßen oder einen Rückgang des ohnehin nicht so üppigen Tourismus nach Deutschland. Mit positiven Nebeneffekten für die Verkehrssicherheit ließe sich besser abkassieren, wenn die Einhaltung der deutschen Verkehrsregeln stärker überwacht würde.

28 Gedanken zu „Nein zur Pkw-Maut

  1. Der administrative Aufwand dürfte sich in Grenzen halten, wenn die Mautplakette zusammen mit dem Bescheid über die Kfz-Steuer versandt wird.
    Verkehrsteilnehmer aus dem Ausland sollten für die Benutzung deutscher Straßen ruhig zahlen. Eine Verringerung des Verkehrsaufkommens wäre durchaus zu begrüßen, allerdings ist Deutschland Transitland. Unterm Strich rechne ich daher mit positiven Einnahmeeffekten.
    Nebenbei könnte man die Einhaltung der PKW-Maut mit einer Überprüfung der einreisenden Fahrzeuginsassen verbinden.

    • Nein, die Mauteinnahmen von Seiten ausländischer Autofahrer (5% des Aufkommens) dürften die Bürokratiekosten gerade so decken. Das mit dem Transitland hält sich seit Einführung von Billigfliegern in Grenzen. Ich kenne Leute, die sind von Rheinland-Pfalz nach Berlin und zurück geflogen.

      „Nebenbei könnte man die Einhaltung der PKW-Maut mit einer Überprüfung der einreisenden Fahrzeuginsassen verbinden.“

      Schon mitbekommen, dass das gegen EU-Recht verstößt?

    • Es gilt hier das Florian-Prinzip: „Heiliger Sankt Florian / Verschon‘ mein Haus / Zünd‘ and’re an!“ Dieses Neid-Prinzip begann mit der LKW-Maut, wobei da noch ein wenig Schlüssigkeit bestand, einfach deshalb, weil LKW die Straßen überproportional schädigen und im Grunde nicht einzusehen, dass jemand mit seinem schädigenden Verhalten Renditen erwirtschaftet, aber sich an den Kosten der Schadensbeseitigung nicht beteiligt. PKW belasten jedoch die Straßen nicht nennenswert. Außerdem gibt es kein echtes Transit-Problem wie in Österreich mit den PKW. Die zahlreichen Holländer, Belgier, Polen, Dänen, pp. nutzen die Straßen, um sich hier aufzuhalten. Das sind durchaus Urlauber drunter. Sie zahlen im übrigen dann auch eine Maut, obwohl sie ihren Ländern selbst keine erheben. Das wird sich dann irgendwann ändern, weil es ja alle so machen. Aber das ist das typische Ergebnis eines St.Florian-Prinzips, jeder schaut nur noch nach, wie er dem anderen einen reindrücken kann. Unter dem Strich wird es für alle teurer und schwieriger. Lachender Dritter ist immer der Brandstifter – also in diesem Falle die Regierung, weil sie ein neues Fass ein Steuereinnahmen aufgemacht hat -. Aber weil dieses Fass ja angeblich andere zahlen, freut sich jeder solange, bis seine eigene Hütte brennt. Dann kommt irgendwann eine EU-weite Regelung und irgendwann wird der Autobahn-Bau zur EU-Sache erklärt, ggf. ganz privatisiert. Solange freuen wir uns dann über das Schmankerl, die Maut absetzen zu können – von der Kfz-Steuer. ( Ob das dann auch für die ausländische Maut gilt ? )

  2. Nachdem ich gehört habe, dass von den ausländischen Autofahrern gerade so viel Geld herein käme, um die neu entstandene Bürokratie zu bezahlen, sehe ich das inzwischen wie Sie.

    Allerdings ist das ein Lehrstück, wie Politik funktioniert. Sachargumente spielen offensichtlich keine Rolle, sowohl im politischen Berlin (wo sich die CSU aufplustern will) noch in der Bevölkerung, von der ein Teil unbedingt „die Ausländer“ ärgern will und nicht raffen kann oder will, dass es ein Nullsummenspiel ist.

    Eine Partei wie die AfD hat es in solch einem Umfeld natürlich schwer.

    Ihre Argumente, die zu 100% zutreffend sind, möchte ich um eines ergänzen. Ich befürchte nämlich, dass früher oder später solche Peilsender wie in den LKW in die Autos montiert werden müssen, eventuell im Rahmen einer paneuropäischen Maut. Aus zwei Gründen ist das abzulehnen. Erstens erfolgt dadurch eine staatliche Verhaltensteuerung, die eigentlich überflüssig ist, da durch den Spritpreis sowieso eine gewisse Steuerung besteht. Zweitens können dadurch Bewegungsdaten sämtlicher Autofahrer erfasst werden. Ich denke, darauf läuft es letztlich hinaus, weil diese Daten für zu viele Akteure einfach zu interessant sind. Und natürlich werden diese Daten rund um den Globus kursieren, jedenfalls ganz sicher nicht im Safe landen. Das ist schon ein Problem, wenn man an Rechtsanwälte, investigativ arbeitende Journalisten oder politisch Engagierte denkt.

    Besonders bizarr ist übrigens, dass Frau Merkel eigentlich der SPD aus der Hand frisst und für jeden Unfug zu haben ist, nur die CSU anscheinend Narrenfreiheit genieß, obwohl man sie für eine Regierungsmehrheit gar nicht braucht. Diese Stärke wiederum nutzt den CSU nicht, um ihre angeblichen europapolitischen Vorstellungen (Volksentscheide, Euro-Austritt, etc) durchzusetzen.

    Das wirklich Schlimme ist, dass sich die Menschen so an der Nase herumführen lassen.

  3. Die Maut führt dazu, dass neue Geräte angeschafft werden müssen. Wenn diese Geräte mal nicht richtig funktionieren sollten, dann ist jede Menge Bürokratie und Ärger vorprogrammiert. Wenn die Maut mit der Kfz-Steuer verrechnet werden soll, dann bedeutet dies mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit, dass demnächst auch noch eine Kfz-Steuererklärung abzugeben ist, wenn man die Maut erstattet haben möchte. Man hat also wieder ein neues Faß an Kosten, Bürokratie und Komplexität aufgemacht.
    Was im übrigen die Überwachung der Einhaltung der Verkehrsregeln angeht, teile ich Ihre Meinung nicht. Ich lege berufsbedingt mindestens 30.000 KM im Jahr zurück und dies vorwiegend jenseits der Autobahnen. Die Folge ist, dass die Ansammlung von Ordnungsgeldern bei gleichzeitigem traditionellen Null-Punkte-Konto in Flensburg und stetiger Unfallfreiheit inzwischen ein echter Ausgabeposten ist und vor allen Dingen ist es lästig, andauernd irgendwelchen nach Geld lechzenden staatlichen Körperschaften das Geld in den Rachen zu werfen, irgendwie zu hoffen, dass man es irgendwie schafft innerhalb einer Woche den Bescheid zu bezahlen. Es handelt sich bei den sog. Ordnungsgeldern regelmäßig sich solche um für zu schnelles Fahren in 30 km/h Zonen, in denen ich zwischen 40 bis 45 km/h fahre, weil ich diese nicht bemerke, aber tendentiell dazu neige, auch in 50 km/h-Zonen eher langsam zu fahren. Die 30 km / h – Zonen, wo ich erwischt werde, sind regelmäßig unangemessen und wenig erkennbar. Gerade dort stehen diese Geschwindigkeitsmesseinrichtungen letztlich auch nur mit der Intention, den jeweiligen Gebietskörperschaften Geld zuzuführen. Die Verkehrüberwachung missbräuchlich zu nutzen, ist Regelfall geworden, weshalb ich auf weitere Überwachungsmaßnahmen ausgesprochen stinkig reagiere.
    Man sollte einfach folgendes berücksichtigen: Da die Lasten dieser Abzockereien und Bürokratien, egal ob es die Maut oder die Wegelagerei, Steuern, Feinstaubplaketen, Ökosteuern, pp. immer den Erwerbstätigen voll treffen ( dem ALG-II-Empfänger kann das alles völlig an seinem Allerwertesten vorbeigehen ), wird mittelbar das Berufsleben, aber auch das Ziel, nämlich das Eigentum von werthaltigen Gütern ( PKW, Haus, Altersvorsorge, pp. ) immer mehr zur Last. Der Spaß am Geldverdienen wird kleiner, je mehr der materielle und immaterille Wohlstand durch Schikanierei, Abgaben und Kosten unterdrückt oder konterkariert wird. Warum soll ich noch für einen PKW, für ein Gebäude sparen und arbeiten, wenn mit dem Eigentum und Betrieb der Ärger überwiegt ? Hinzu kommt, dass selbst wenn der bisherige Zustand noch ertragen wird, die Perspektive doch negativ ist. Der Trend geht doch immer weiter in Richtung Gängelei. Die Maut ist ja nur ein Beispiel, aber die ENEV, die inzwischen vorschreibt, wie die Häuser zu isolieren und zu beheizen sind, ist ein weiteres. Vor ein paar Jahren kam die Feinstaub-Plakette, davor die Öko-Steuer, davor die EURO-Eingruppierungen, davor die höhere Diesel-Steuer als Öko-Maßnahme. Im Bereich der Gebäude wird die ENEV regelmäßig verschärft. Das ganze wird mit EEG und Öko-Steuern flankiert. Und da der ganze Verwaltungskram nicht ohne Personal geht, steigen die öffentlichen Personalkosten, was wiederrum die Ausgabeseite der Körperschaften in die Höhe treibt und wieder neue Ambitionen zu Steuererhöhungen schafft.

  4. Die nächste polnische Tankstelle ist ca. 700 km entfernt. Außerdem müsste ich sie ja erst einmal erreichen, so ganz ohne Autobahn. Trotzdem muss ich die Pickerl ja trotzdem irgendwie beim Finanzamt einreichen. Und wie zu DDRs-Zeiten darf man vermutlich eine erhebliche Wartezeit an der Tanke aufbringen, bis man an die Reihe kommt, um sich den Zahlungsfreuden zu widmen.

      • Nein, muss ich vorher noch das Kennzeichen wechseln, um Maut zahlen und um Autobahnen nutzen zu können ? Das wäre natürlich ein interessanter Aspekt, wenn wir Zukunft direkt unsere Kfz-Steuer an die Polen entrichten und die Maut in Deutschland bleibt. Bleibt natürlich die Frage, welches Finanzamt für die Kfz-Steuererklärung zuständig ist, denn die Maut sollen wir ja gnädigerweise von der Kfz-Steuer absetzen können.

  5. Lieber Herr Prof. Dilger,

    Kurzkommentar A) Inkasso kostet immer Geld. Ich zahle etwa bei REWE in Dortmund, Kronenstra0e, an einer Kasse. Inkasso durch Steuern kostet auch Geld. Bei mir etwa kassieren ständig Finanzämter. Es soll sogar Firmen geben mit Steuerabteilungen und außer mir noch andere Privatpersonen, die sog. Steuerberater beschäftigen B) Auf Landstraßen soll die LKW-Maut eingeführt werden. Dann kann dort auch die PKW-Maut kommen. Ausweichen auf Landstraßen entfällt dann. C) PKW-Maut soll gegen Staus und Straßenmangel helfen. Sind Staus tourismusfördernd? Desweiteren ist Deutschland Logistikzentrum zwischen Ost und West, Skandinavien und Süden. Einnahmen durch Maut auf reichlich vorhandenen Straßen sind Einnahmen fürs Inland , die etwaige Nachteile durch Tourismusrückgänge mehr als ausgleichen sollten D) Liberale sind für Straßenprivatisierung, die Maut (in mancherlei Formen) nach sich ziehen. Maut für den schlimme BRD-Sozialismus sind also ein Schritt in die richtige Richtung. PKW-mautlose Straßen bezahlen Arme ohne PKW mit… für Besserverdienende mit PKW (SPD-Gegnern der PKW-Maut gesagt) Wir Linksliberalen sind eben sozialer als die Sozialisten (und die Nationalliberalen und Konservativen)

    Mit linksliberalen Grüßen,

    Ihr Ulrich (Jefferson-Jackson) Motte ——

    PS. Seltsam auch das Argument (nicht von Ihnen), daß Autofahrer mehr Geld bezahlten als für Straßen ausgegeben würden. Ich kaufte vorige Woche bei REWE 1 KG Kaffee (Kaffeesteuer) und 2 Flaschen Bier (Biersteuer), ohne daß die Regierung etwas dafür für Kaffee- oder Biertrinker tut, oder?

    • Inkasso kostet immer Geld, sollte aber im Verhältnis zum Wert der eigentlichen Leistung billig sein. Ansonsten ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, ganz darauf zu verzichten und die (relativ) hohen Inkassokosten zu sparen.

      Eine pauschale Pkw-Maut, insbesondere wenn sie nicht sehr hoch ist, hilft kaum gegen Staus. Dazu benötigt man intelligentere Bepreisung z. B. in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen oder zumindest der Strecke und Uhrzeit, was wiederum die Inkassokosten erhöht und auch datenschutzrechtlich sehr problematisch ist.

      Es ist nicht so klar, dass die Privatisierung von Straßen vorteilhaft ist (das hängt z. B. von den Inkassokosten ab), insbesondere wenn es nicht um neue Straßen geht, sondern bereits bestehende und vom Steuerzahler bezahlte.

      Die Pkw-Fahrer zahlen durch Sondersteuern (insbesondere Mineralöl- und Kfz-Steuer) viel mehr, als Straßenbau und -unterhalt kosten. Von daher ist es Unsinn, dass „Arme ohne PKW“ „für Besserverdienende mit PKW“ mitbezahlen würden. „Arme ohne PKW“ sind in der Regel Nettoempfänger von staatlichen Transferleistungen. Das entsprechende Argument für Studiengebühren (Krankenschwester zahlt, damit Arztsöhne Medizin studieren können) ist übrigens auch ungültig.

      Schließlich zahlt der Staat bzw. vor allem die Gesellschaft natürlich auch ganz viel für Kaffee- und vor allem Biertrinker. Gerade durch Alkohol enstehen hohe Kosten im Gesundheitswesen, aber auch für Polizei, Gefängnisse, Frauenhäuser etc.

  6. „PKW-mautlose Straßen bezahlen Arme ohne PKW mit… für Besserverdienende mit PKW (SPD-Gegnern der PKW-Maut gesagt) “

    Ja klar, der Arme ohne PKW zahlt PKW Steuer und der Besserverdiendende mit Hybrid ebenfalls, der Normal- und Geringverdiener mit alter Kiste, hohem Kostendruck zahlt keine PKW-Steuern und wird nie im Leben die Maut zahlen, weil er ja typischerweise zentral in den Innenstädten wohnt. Diese Personengruppe waren ja auch nie betroffen, wenn Spinner Umweltzonen, oder sonstige Strafsteuern pp. einführten. Die Pendlerstaus die gibt es ja auch nur deshalb, weil die Besserverdienenden einfach frech und missbräuchlich ihre KFZ-Steuer herunterfahren, um die Allgemeinheit zu schädigen. Gott-sei-Dank haben die Besserverdienenden deshalb aber auch keine Möglichkeiten ein Steuererklärung einzureichen, denn diese wird erfahrungsgemäß ja nur von Normalverdienern und insb. von den Geringverdienern eingereicht, weil die dazu ja die Zeit, das Wissen und / oder alternativ das Geld für Steuerberater haben, sie müssen ja schließlich keine Kfz-Steuern zahlen und diese nicht auf den Autobahnen herunterfahren.

    Also her mit der Maut, damit die Besserverdienenden endlich mal Maut zahlen und die übrigen bleiben einfach zu Hause, können von dort aus ja ALG-II beantragen. Das ist dann für alle gut, weil diese Personen dann ja wirklich kein Auto mehr brauchen, die Umwelt und die Autobahnen nicht mehr schädigen und endlich mal 24 Stunden am Tag die Eier schaukeln können. Machen wir einfach den Erwerb weiter unattraktiv, damit es den Armen zukünftig nicht mehr schlechter geht als den Gering- und Normalverdienern. Lass uns Arbeitskreise bilden: Zukunft ALG-II für jedermann und: Die Maut für die Besserverdiener.

  7. Wie sehen denn die Erfahrungen bei unseren „Brüdern und Schwestern“ in Österreich aus. Da funktioniert es doch offensichtlich. Oder lohnt sich der Aufwand auch dort nicht?

  8. Sehr geehrter Herr Professor Dilger,

    ich könnte Ihren Zeilen ja vielleicht einiges abgewinnen, wenn da nicht immer diese Erlebnisse auf der A8 wären. Rechts rasen zehn Wohnwagen mit holländischem Kennzeichen hintereinander mit Tempo 70 das Alpenvorland hinauf. Links düsen zwei weitere mit Tempo 80 tollkühn an der Schlange vorbei. Eine dritte Spur gibt es nicht.
    Aber wehe, ein deutsches Auto steht im niederländischen Parkverbot. Das kostet so viel wie zwei Vignetten.
    Allein deshalb würde ich mit größter Genugtuung…

    Duckundwech;-)

  9. Ich bin uneingeschränkt für eine Autobahnvignette.
    Warum soll das bei uns nicht funktionieren wenn es in
    allen Anwenderländern funktioniert.
    Aber eventuell bekommen wir auch das neben dem
    Berliner Flughafen der Hamburger Bauruine
    und dem Stuttgarter Desaster nicht geregelt.
    Jeder bekommt seine Vignette mit dem Kfz-Steuerbescheid
    zugesandt. Wenn er sie nicht benutzt wird sie unbeschädigt
    zurückgeschickt und bei der nächsten Kfz-Steuer
    gutschrieben. Da wir alle eine persönliche Identifikationsnummer
    haben ist die Verwaltung wohl in der Lage das zu bearbeiten.

  10. Ja, das stimmt. Da sowieso viele Bürgersteige verfallen und aufwendig erhalten werden müssen, u.a. weil soviele Ausländer darüber laufen, vor allen Dingen in Rothenburg ob der Tauber, Tübingen pp., sollten wir eine Bürgersteig-Maut einführen. Die meisten Bürger haben ohnehin einen Ring oder einen Piercing irgendwo, da schadet es nicht, wenn ein Chip mit der Steuer-ID und den Kontodaten noch dazu implentiert wird. Die Scanner können kostengünstig installiert werden. Die Deutschen können die Bürgersteigmaut dann von der Einkommenssteuer absetzen. Die Touristen und Ausländer kriegen für den Aufenthalt eben halt eine schicke Ohrenmarke oder Alternativ einen Nasenring mit einem prepaid-Chip. Das alles so ganz pragmatisch.

  11. Eine Touristenmaut gibt es ja schon in sehr vielen Gemeinden
    in Form der Kurtaxe.
    Und der implantierte Chip wird ja zur Zeit bei Hunden bereits getestet.

  12. Da habe ich eine völlig andere Meinung.
    Ich halte die Einführung einer PKW Maut bei gleichzeitiger Ermäßigung der KfZ Steuer für sinnvoll.
    Die Argumente des Ausweichverkehrs auf die Landstraßen und der damit angeblich verbundenen Erhöhung des Unfallrisikos teile ich ebenso wenig wie die These, es würden dann weniger Touristen Deutschland besuchen und damit würden Arbeitsplätze gefährdet.
    Ich selbst komme als Transportunternehmer in den Genuß, in GANZ Europa mautpflichtig unterwegs sein zu dürfen und Sie können versichert sein, deswegen wird nicht 1 Land weniger frequentiert als andere.
    Und die PKW-Maut in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien hat meines Wissens noch keinen deutschen Touristen davon abgehalten, seinen Urlaub dort zu verbringen.
    Da wir das größte Transitland in der EU sind, halte ich es nur für legitim, daß alle, die unser gut ausgebautes Straßennetz benutzen, sich auch an dessen Erhalt beteiligen.

  13. Heute früh las ich in der Westfalenpost:
    Wir brauchen die Maut, damit die Straßen wieder repariert werden können.
    Meine Antwort: Seitdem es die LKW Maut gibt, haben wir plötzlich kein Geld mehr, die Straßen zu reparieren. Da sind doch Milliarden eingenommen worden. Die Quinteszenz daraus ist, ohne Maut bleiben die Straßenkosten bezahlbar. Die PKW Maut beträgt auch nur ca. 10% der LKW Maut, wenn überhaupt. Also bin ich heute morgen von der Presse mal wieder belogen worden.

    Heute früh las ich in der Westfalenpost:
    An erster Stelle steht, dass fast jedes europäische Land Maut bei PKW´s nimmt, deshalb müssen wir es auch tun.
    Meine Antwort: Es gibt in Europa nur noch 3 Länder, wo Hundesteuer bezahlt werden muss, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit dem Argument von oben müsste die Hundesteuer weg. Also, auch hier wird in der Argumentation gelogen, wenn es um Geld geht.

    • also, gern mal nur so zur Info:
      Durchschnittliche Mautkosten für einen 40 to LKW in Deutschland pro Monat:
      1.950,– €, ergibt pro Jahr 23.400,–€……..
      für 1 LKW !!!!!
      Und davon kann man keine Straßen in Stand halten?????

  14. Pingback: Nein zur Pkw-Maut | FreieWelt.net

  15. Dieses Thema wurde jetzt auch von André Wächter auf der Facbook-Seite der AfD Bayern aufgegriffen (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=458921777558761&set=a.372329349551338.1073741831.345598788891061&type=1), und mit der gleichen (richtigen) Tendenz wie hier von Prof. Dilger.
    Mein Kommentar dort:

    Das habe ich von Anfang an hier bei FB immer wieder gesagt.
    Aber das Volk, leider auch das AfD-Volk (vgl. die durchaus typische Stellungnahme von [Name auf Wunsch des Betroffenen gelöscht, AD]) [dieser Name wäre hier durch einige der obigen Kommentatoren zu ersetzen] rafft es ja nicht.
    Und leider hat es die AfD als Partei versäumt, sich insoweit klar zu positionieren, und, wie bei der Europäischen Transferunion, dem Volke auch bei der Maut zu erklären, was WIRKLICH Sache ist: Die Ausländermaut soll, habe ich gelesen, 400 Mio. bringen (vermutlich brutto!). Benötigt werden 7 Milliarden jährlich zusätzlich für die Verkehrssysteme. Weil unsere Regierung die den Verkehrsteilnehmern abgepressten Steuern zum allergrößten Teil veruntreut!

    Rafft es doch endlich mal, Leute, welches Spiel hier mit euch gespielt wird!
    Und nennen wir von jetzt an den Horst Seehofer “Horst Mauthofer”.

    Wir müssen selbstbewusster werden, kämpferischer – und, in manchen Belangen, auch selbstkritischer: Warum lassen selbst AfD-Mitglieder sich von den Blockis noch immer derart verarschen?

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