Noten sind nicht verhandelbar

Es gibt eine interessante Hochschulkolumne von Ms. Mentor (eigentlich Emily Toth), aktuell zum Thema „Taming the Complainers“. Genau damit war auch ich letzte Woche befasst, da in der ersten Vorlesungswoche traditionell die Einsichtstermine für die Klausuren vom letzten Semester stattfinden. Es gibt dann immer einige Beschwerden und Wünsche nach besseren Noten oder zumindest Nachkorrekturen und ausführlichen Begründungen jedes einzelnen (fehlenden) Punktes. Ich versuche das zu kanalisieren, indem z. B. inhaltliche Fragen nicht mit jedem einzelnen Studenten besprochen werden, sondern in einer elektronischen Plattform zu diskutieren sind. Vor allem gebe ich schon in der ersten Sitzung jedes Kurses bekannt, dass Noten grundsätzlich nicht verhandelbar sind. Natürlich kann es zu echten Korrekturfehlern kommen, aber bei reinen Interpretationsmöglichkeiten schließe ich mich der Vorkorrektur meiner Mitarbeiter an, selbst wenn ich in manchen Fällen vielleicht selbst anders bepunktet hätte. Doch wenn Kollegen einmal damit anfangen, Noten zu verbessern, dann gibt es kein Halten mehr und ist im Grunde jeder Student dumm, der nicht zu diesem Zweck vorbeikommt.

Ein Gedanke zu „Noten sind nicht verhandelbar

  1. Von diesem Prozedere habe ich erstmalig von meinem Sohn Andreas gehört.
    Sein Dr. Vater war seinerzeit Herr Prof. Dr. Karl Goser, an der Uni Dortmund.

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