Ökonomenblogparade zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit

Es gibt schon länger eine Blogparade der Ökonomen. Als Ökonom beteilige ich mich gerne daran, auch wenn das Thema für diesen Monat etwas seltsam ist. Arne Kuster alias Wirtschaftswurm benennt dies als „Ökonomenblogparade ÖBP: Ursachen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“ und fragt dann:

Was ist die Ursache der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands? Ist es Hartz-IV, der Euro oder das deutsche Bildungssystem? Liegt es am deutschen Fleiß, an einer klugen Politik, guter Infrastruktur oder ist es historischen Umständen geschuldet?

Allerdings verweist er dann selbst auf „David Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile“, wonach das Konzept der „internationalen Wettbewerbsfähigkeit“ für Staaten eigentlich gar keinen Sinn ergibt. Unternehmen befinden sich im Wettbewerb und können bzw. werden bei mangelnden Fähigkeiten untergehen. Das gilt für Staaten zumindest in ökonomischer Hinsicht nicht (militärisch könnte das anders sein). Auch schlecht bis katastrophal wirtschaftende Staaten können fortbestehen, wofür es zahlreiche Beispiele gibt (wie etwa Nordkorea oder Simbabwe). Staaten gehen nicht einfach unter, wenn andere wirtschaftlich erfolgreicher sind. Zumindest das Land bleibt, außerdem gibt es einen vorhandenen Kapitalstock, auch wenn nicht mehr viel investiert werden sollte, sowie Arbeitskräfte, von denen nie alle abwandern, wenn sie nicht sogar durch Gewalt daran gehindert werden.

Wir könnten also fragen, weshalb manche Staaten wirtschaftlich erfolgreicher bzw. die Menschen dort wohlhabender sind als anderswo, während internationale Wettbewerbsfähigkeit kein sinnvolles Konzept ist. Damit sind wir bei der Grundfrage von Adam Smith nach dem „Wohlstand der Nationen“ und dessen Quellen. Erstens ist die Faktorausstattung wichtig. Bodenschätze sind z. B. ungleich verteilt (wobei es auch einen Ressourcenfluch geben kann, der Wirtschaft und Gesellschaft vor allem ölreicher Staaten hemmt), ebenso der Bestand an Real- und Humankapital, wobei dies auf wirtschaftliche Unterschiede in der Vergangenheit hindeutet. Zweitens ist die Faktorproduktivität entscheidend, also wie viel man aus gegebenen Faktoren macht, was von Technologie und Organisation abhängt. Auch Staat und Gesellschaft haben Einfluss darauf, wie produktiv die Menschen und Maschinen tätig sind und wie viel in Verteilungskämpfen verschwendet wird. Drittens können Produktionsfaktoren im Land neu geschaffen oder aus dem Ausland attrahiert werden. Wer die besten Köpfe der Welt oder hohe und produktive Investitionen aus dem Ausland anlockt, macht sein Land reicher.

Um diese Faktoren kann es also durchaus einen internationalen Wettbewerb geben. Ebenso gibt es einen starken Wettbewerb beim Absatz von Exporten. Viele Exporte deuten auf wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin, was von einem hohen Exportüberschuss nicht in gleicher Weise behauptet werden kann. Schlimmstenfalls werden hier wie in der Eurozone Leistungen ohne Gegenleistung erbracht, doch auch sonst gibt es zu Exportüberschüssen korrespondierende Kapitalabflüsse oder ein unproduktives Horten von Devisen. Dementsprechend können wir in Deutschland stolz sein auf unseren Lebensstandard und unsere Exporterfolge, nicht aber auf unsere Exportüberschüsse. Wir sollten lieber mehr importieren und im eigenen Land investieren, um unseren Lebensstandard weiter zu verbessern. Dass das ohne Euro besser ginge, versteht sich (fast) von selbst.

15 Gedanken zu „Ökonomenblogparade zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit

  1. Dass es ohne Euro besser ginge, versteht sich von selbst?

    Nun ja, ich denke da muss man fast schon so klug sein wie eine Handvoll VWL-Professoren (—> Ironie Ende <—), die meinen die Welt verstanden zu haben … zumindest theoretisch. Doch Politik bleibt kein akademisches Spiel, sondern ernstzunehmende Verantwortung in der Praxis. Die AfD wird diesem Anspruch nie gerecht … zum Glück!

      • Vielleicht sollte man auf etwas hinweisen: Alle Länder, die (angeblich) wettbewerbsfähiger sind als Deutschland, haben eine eigene Währung. Was unserer Wettbewerbsfähigkeit m.E. wirklich schadet, ist die ungeheure Flut von EU-Regulierungen, deren Existenz teilweise nackter Selbstzweck ist, und die hohen finanziellen Belastungen, die Deutschland trägt. Letztere wirken sich negativ auf die Geburtenrate aus (behaupte ich) und führen in Verbindung mit Ersterem zu einem Exodus hochqualifizierter Menschen z.B. in die USA, wo Innovation mehr Raum hat.
        PS: Herr Herbert, Ihr Beitrag entlarvt sich als unqualifiziert und abgleisig dadurch, dass Sie es als „Glück“ bezeichnen, wenn eine politische Partei in Deutschland Ihrer Meinung nach nicht verantwortungsvoll handelt.

    • „Doch Politik bleibt kein akademisches Spiel, sondern ernstzunehmende Verantwortung in der Praxis“

      Nun, Herr Herbert, woran zeigt sich denn diese ernstzunehmende Verantwortung in der Praxis? In steigenden Target 2 Salden vielleicht?
      Vor Allem, wo nehmen ‚Ihre‘ Politiker denn nun die Praxis her? Sind sie nicht oft Lehrer, Sozialpädagogen, Kindergärtner? Entstammen nicht mehr als 60 % dem Öffentlichen Dienst, ohne je die Gelegenheit zu nutzen, sich einmal in der freien Wirtschaft zu tummeln, oder gar mal so ein kleines Unternehmen aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen?

      Die Wurzeln der AfD sind sicherlich in der Volkswirtschaft zu suchen, die Mitglieder der AfD sind wohl ausbildungsmäßig breiter aufgestellt als in manchen Volksparteien – und richtig – der Anteil an Selbständigen ist beträchtlich.
      Zum Glück ist das so – und zum Glück sucht die AfD Demokratie über und mit dem Wähler – und nicht gegen den Wähler, den man offensichtlich nicht ernst nimmt.

      • Herr Schäuble IST ein Experte. Für Verfassungsrecht z.B. („ich weiß doch besser als acht Richter, was gut für die Sicherheit in Deutschland ist“), und ja, auch für Finanzangelegenheiten. Er hat es einmal fertig gebracht, in einem Partei-Amt einen dreistelligen DM-Betrag zu verlegen, wenn ich mich recht entsinne. Auch Frau Merkel glänzt durch Tuchfühlung mit den Eliten der deutschen Wirtschaft. Man denke an das Festmahl für Herrn Ackermann im Kanzleramt, und die Deutsche Bank glänzt bekanntlich wirtschaftlich. Aber auch die Opposition lässt sich nicht lumpen, man denke nur an Herrn Steinbrück – ich mache hier mit meinem Gerede keine Million, ich könnte das gar nicht. Und schauen Sie mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt#Ausbildung_und_Beruf | https://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Beck#Ausbildung
        Hochkarätiges Personal eben, reich an wirtschaftlicher Kenntnis und in hohem Maße vertrauenswürdig.

  2. Nur noch zwei Dinge: Erstens möchte Herrn Dilger für den Beitrag danken, weil ich selbigen sehr interessant fand und insbesondere den letzten Absatz nur unterschreiben kann. Und zweitens möchte ich einen Fehler korrigieren, der mir in einer noch zu moderierenden Antwort auf einen Kommentar von Herrn Elsen unterlaufen ist. Ich habe in Bezug auf die CDU-Parteispendenaffäre geschrieben, es sei ein „dreistelliger“ Betrag abhanden gekommen. Gemeint war „sechsstellig“. Nachlesen kann man das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble#CDU-Spendenaff.C3.A4re („Fraglich ist weiterhin, wo die 100.000 D-Mark verblieben sind.“)

  3. Hallo Herr Goldman-Sachse,
    hallo Herr Elsen,
    hallo Herr Dilger,

    zu Ihrer ersten These „Braindrain durch Euro, etc.“ (Goldman-Sachse):

    1. Im Moment sieht es eher so aus als ob die europäischen Hochqualifizierten vermehrt Richtung Deutschland (aus)wandern. Die USA ist immer schon attraktiv für Innovatoren gewesen … Euro hin oder her!

    2. Ihre Vermutung, dass die Geburtenrate „der Deutschen“ negativ durch den Euro beinflusst wird, ist interessant. Wie stehen Sie zum Thema Zuwanderung (siehe Punkt 1.)?

    3. Ich bezeichnete es als Glück, wenn die AfD-Theoretiker nicht auf die verantwortungsvolle Praxis losgelassen werden. Zum Glück gibt es freie Wahlen …

    Zu Ihrer These „Personal der AfD ist breiter aufgestellt/besser“ (Elsen/Dilger):

    1. Allein schon thematisch ist die AfD mit ihrer Euro-Neurose „sehr eng“ aufgestellt, nicht zuletzt weil Sie von Volkswirtschaftlern dominiert wird. Genauer gesagt, geben Volkswirtschaftswissenschaftler (Parteivorsitzender Prof. Lucke) den Ton an, die noch nie ein Fuß in ein privatwirtschaftliches Unternehmen gesetzt haben.

    2. Der Anteil an Selbstständigen ist sicherlich nicht beträchtlicher als bei „so manchen Volksparteien“, z. B. bei der FDP oder bei der CDU … und über absolute Zahlen brauchen wir hier erst garnicht zu diskutieren.

    3. Auch der meines Erachtens geschmacklose Einwurf von Herr Goldman-Sachse lässt tief blicken. Die wirtschaftliche Expertise mancher Parteien ist selbstverständlich ausbaufähig (z. B. die der Linkspartei), aber bestimmt nicht durch eine kleine Splitterpartei wie der AfD, die auf Totalopposition ausgerichtet ist …

    Ein Blick in die Nachkriegsgeschichte und in die Gegenwart offenbart zahlreiche hochqualifizierte, engagierte, bewundernswerte Politiker und Politikerinnen quer durch alle Parteien, die Deutschland in einem vereinten Europa vorangebracht haben und weiterhin voranbringen werden, ob in Brüssel oder Berlin spielt keine Rolle …

    4. Der Spendenskandal um Herrn Schäuble ist wahrlich kritisch zu sehen, aber hier so eine Endzeitstimmung im Bezug auf die deutsche bzw. europäische Demokratie zu verbreiten, hilft niemanden weiter. Im Gegenteil es ist kontraproduktiv, weil realistische Lösungsansätze gefragt sind …

    Es sei mir abschließend erlaubt Folgendes zu sagen:
    It’s the gemeinsames Währungsgebiet, stupid!

    • Sehr geehrter Herr Herbert,

      Sie schreiben:

      „zu Ihrer ersten These “Braindrain durch Euro, etc.” (Goldman-Sachse):
      1. Im Moment sieht es eher so aus als ob die europäischen Hochqualifizierten vermehrt Richtung Deutschland (aus)wandern. Die USA ist immer schon attraktiv für Innovatoren gewesen … Euro hin oder her!“

      Herr Goldman-Sachse schreibt folgendes:

      „Was unserer Wettbewerbsfähigkeit m.E. wirklich schadet, ist die ungeheure Flut von EU-Regulierungen, deren Existenz teilweise nackter Selbstzweck ist, und die hohen finanziellen Belastungen, die Deutschland trägt. Letztere wirken sich negativ auf die Geburtenrate aus (behaupte ich) und führen in Verbindung mit Ersterem zu einem Exodus hochqualifizierter Menschen z.B. in die USA, wo Innovation mehr Raum hat.“

      Ich stelle fest, dass Sie Herrn Goldman-Sachse falsch zitieren. Ihre Ausführungen stellen in der Folge keine Antwort dar.

      Sie schreiben ferner:
      „2. Ihre Vermutung, dass die Geburtenrate “der Deutschen” negativ durch den Euro beinflusst wird, ist interessant. Wie stehen Sie zum Thema Zuwanderung (siehe Punkt 1.)?“

      In Hinblick auf das fehlerhafte Zitieren verweise ich auf meine obigen Ausführungen. Das Programm der AfD nimmt recht deutilch Stellung zur Immigration. Auch hier hilft es weiter, in aller Sorgfalt die Einlassungen zu lesen und zur Kenntnis zu nehmen. Nur auf dieser Grundlage ist eine ernsthafte Diskussion möglich.

      Sie schreiben ferner:
      „3. Ich bezeichnete es als Glück, wenn die AfD-Theoretiker nicht auf die verantwortungsvolle Praxis losgelassen werden. “
      In dieser Abfälligkeit wird Ihre Motivation deutlich. Sie wollen herumstänkern und keine offene Diskussion. Im Internet-Jargon bezeichnet man solche Leute wie Sie als Troll. Wie dem auch sei, als Leuchte haben Sie sich hier nicht hervorgetan.

      Mit abendlichen Grüßen

      Reinhard Wilhelm

      [Im nächsten Kommentar besprochenes Langzitat gelöscht. AD]

    • Sehr geehrter Herr Herbert,
      Sie schreiben:
      “Zu Ihrer These “Personal der AfD ist breiter aufgestellt/besser” (Elsen/Dilger):
      1. Allein schon thematisch ist die AfD mit ihrer Euro-Neurose “sehr eng” aufgestellt, nicht zuletzt weil Sie von Volkswirtschaftlern dominiert wird.“

      Sie haben das Programm doch gar nicht gelesen. Mit welcher Begründung äußern Sie derartigen Unsinn ?! Was „qualifiziert“ Sie derart, Bildungspersonal der Volkswirtschaft herablassend zu behandeln ?

      Sie schreiben ferner:
      „Genauer gesagt, geben Volkswirtschaftswissenschaftler (Parteivorsitzender Prof. Lucke) den Ton an, die noch nie ein Fuß in ein privatwirtschaftliches Unternehmen gesetzt haben.“

      Die AfD besteht nicht nur aus Herrn Lucke. Der Vorstand besteht unter anderem aus Frauke Petry und Sie ist Naturwissenschaftlerin und Unternehmerin. http://de.wikipedia.org/wiki/Frauke_Petry Aber selbst die Vita des Herrn Lucke liest sich ausgezeichnet. Er ist weit davon entfernt, ein Label als „Neurotiker“ verdient zu haben. Ihre Vorwürfe sind letztlich also auch hier wieder in jeder Hinsicht haltlos und böswillig.

      Sie schreiben ferner:
      „2. Der Anteil an Selbstständigen ist sicherlich nicht beträchtlicher als bei “so manchen Volksparteien”, z. B. bei der FDP oder bei der CDU … und über absolute Zahlen brauchen wir hier erst garnicht zu diskutieren.“
      Wie oben schon beschrieben, Sie haben sich weder mit den Programmen noch mit den Personalien beschäftigt. Ihre Ausführungen sind einfach nur bösartig und inhaltlich von minderwertiger Qualität.

      Sie schreiben ferner:
      „3. Auch der meines Erachtens geschmacklose Einwurf von Herr Goldman-Sachse lässt tief blicken.“

      Sie blicken nicht tief, Sie lügen einfach nur boshaftig.

      Sie schreiben ferner:

      „ Die wirtschaftliche Expertise mancher Parteien ist selbstverständlich ausbaufähig (z. B. die der Linkspartei), aber bestimmt nicht durch eine kleine Splitterpartei wie der AfD, die auf Totalopposition ausgerichtet ist …“

      s.o.

      Sie schreiben ferner:
      „Ein Blick in die Nachkriegsgeschichte und in die Gegenwart offenbart zahlreiche hochqualifizierte, engagierte, bewundernswerte Politiker und Politikerinnen quer durch alle Parteien, die Deutschland in einem vereinten Europa vorangebracht haben und weiterhin voranbringen werden, ob in Brüssel oder Berlin spielt keine Rolle …“

      Das ist rein rhetorisches und inhaltsleeres Gesülze.

      Sie schreiben ferner:
      „4. Der Spendenskandal um Herrn Schäuble ist wahrlich kritisch zu sehen, aber hier so eine Endzeitstimmung im Bezug auf die deutsche bzw. europäische Demokratie zu verbreiten, hilft niemanden weiter. Im Gegenteil es ist kontraproduktiv, weil realistische Lösungsansätze gefragt sind …“

      Tatsächlich bringen Sie auch hier wieder eine Falschaussage, indem Sie zwei Aussagen zu einander bringen, die so nicht in Zusammenhang gebracht worden sind.

      Sie schreiben ferner:
      „Es sei mir abschließend erlaubt Folgendes zu sagen:
      It’s the gemeinsames Währungsgebiet, stupid!“

      Auch hier erschließt sich kein inhaltlicher Tiefgang.

      Außer fieser Rhetorik haben Sie hier nichts abgeliefert. Damit sind Sie sicherlich in Ihrer favorisierten Partei für eine Karriere prädestiniert. Allerdings erlauben Sie mir als Normalbürger und Nichtparteifunktionär den wenig freundlichen Hinweis: Sie gehören zu dem Schlag von Mensch und Politiker, denen ich von ganzen Herzen zahlreiche und kräftige Tritte ins Hinterteil wünsche.

      Reinhard Wilhelm

  4. Pingback: Finale der Blogparade “Ursachen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands” | Wirtschaftswurm

  5. Hallo Herr Wilhelm,

    da habe ich wohl den Nerv der AfD getroffen … und jemanden Tritte ins Hinterteil zu wünschen wie Sie das tun, ist an sich bösartig und unanständig, wohingegen meine Ausführungen wohlüberlegt sind und Ihre Ausführungen/Zitate inhaltlich auf das herunterbrechen, worauf sie wirklich hinauslaufen … Und sie haben hier überhaupt nichts festzustellen/festzulegen, sondern Gegenargumente zu liefern, falls Sie dazu in der Lage sind … Ihre Antworten auf meine Fragen bleiben Sie dem geneigten Leser in jedem Fall schuldig:

    1. Der „Exodus hochqualifizierter Menschen“ entspricht dem gängigen Begriff des „Brain Drain“, insofern reden Sie sich nicht raus, sondern beziehen Sie endlich inhaltlich Stellung …

    2. Thema „Zuwanderung“: Sie schreiben ich hätte mich nicht mit dem Programm der AfD beschäftigt, was definitiv falsch ist. Nach dem Studium des sehr kurzen und einseitigen Programms sehe ich dort weiterhin nur die Forderung nach dem Kanada-Punkte-System … bitte mal Klartext jetzt!

    3. Eine offene Diskussion bedeutet auch, dass man auf Punkt 1 und 2 eingeht, Sie sind selber ein Troll, ein AfD-Troll, der auch bei Handelsblatt und co. postet!

    Zu ihrem zweiten Kommentar um 22:37 Uhr:

    1. Es geht mir um die Wissenschaftler, nicht um die Praktiker, die es in anderen Parteien auch zuhauf (häufiger) gibt. Wo ist hier der USP der AfD?!

    2. Der Vergleich mit „so manchen Volksparteien“ hinkt naturgemäß immer noch, was meinen Sie eigentlich genau entdeckt zu haben, eine Elite-Einheit getarnt als AfD … unfassbar, doch Einbildung ist leider keine Bildung!

    3. Mein Zitat „Ein Blick in die Nachkriegsgeschichte und in die Gegenwart offenbart zahlreiche hochqualifizierte, engagierte, bewundernswerte Politiker und Politikerinnen quer durch alle Parteien, die Deutschland in einem vereinten Europa vorangebracht haben und weiterhin voranbringen werden, ob in Brüssel oder Berlin spielt keine Rolle …“ ist kein keinesfalls „rein rhetorisches und inhaltsleeres Gesülze“ (wie ich Sie nun besser wörtlich zitiere), sondern die Basis unserer Nachkriegsdemokratie und unfassbar wichtig zu verstehen, Sie schreiben sämtliche Politiker schlecht, was zu pauschal und zudem gefährlich ist!

    4. Eine „Endzeitstimmung“ ist sehr wohl in ihren Ausführungen zu erkennen, denn ähnlich wie eine Sekte sehen Sie das Ende des Euro-Systems voraus, ja sogar demokratiegefährdenden Krieg usw. Gleichzeitig bitten Sie eine einfache Lösung an: Euro abschaffen. Wenn Sie diese gedanklichen Schritte äußern, aber selber nicht nachvollziehen können, ist es schwer um eine inhaltliche Diskussion mit Ihnen bestellt.

    Mein Rezept: Bitte gehen Sie noch heute zur Bundeszentrale für politische Bildung oder in die Bibliothek und schauen Sie an, was Deutschland für Politiker hatte und was Europa für ein geiles Projekt ist. Prüfen Sie gründlich, ob ihre Pauschalkritik berechtigt ist und ob das Personal der AfD ihrem dann neuen, höhreren Anspruch genügt … Ihr Hass auf das derzeitige Politikersystem und den Euro muss ein Ende haben .. geben Sie sich einen Ruck, dann klappt es auch mit den europäischen Nachbarn:

    „Richtig sieht man nur mit dem Herzen; das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ (Der kleine Prinz)

  6. Sehr geehrter Herr Herbert,

    Sie schreiben:

    „da habe ich wohl den Nerv der AfD getroffen … und jemanden Tritte ins Hinterteil zu wünschen“

    Sie und dieser Typ von Mensch trifft tagtäglich genau meine Nerven.

    Sie schreiben ferner:

    „wie Sie das tun, ist an sich bösartig und unanständig“

    Das will ich an dieser Stelle durchaus nicht bestreiten.

    Sie schreiben ferner:

    „wohingegen meine Ausführungen wohlüberlegt sind „

    Ja, sie sind rhetorisch wunderbar überlegt, genau wie dieser Halbsatz wunderbar rhetorisch durchdacht ist.

    Sie schreiben ferner:
    „ und Ihre Ausführungen/Zitate inhaltlich auf das herunterbrechen, worauf sie wirklich hinauslaufen … Und sie haben hier überhaupt nichts festzustellen/festzulegen, sondern Gegenargumente zu liefern,“

    Nein, jemand, der bösartige falsch andere zitiert, also einen schweren Regelverstoß vorsätzlich begeht, ist nicht für eine Diskussion nicht geeignet. Auf dessen Falschzitate muss niemand eingehen.

    Sie schreiben ferner:

    „ falls Sie dazu in der Lage sind … Ihre Antworten auf meine Fragen bleiben Sie dem geneigten Leser in jedem Fall schuldig:“

    Sie haben bislang keine Fragen gestellt, sondern bösartige Behauptungen aufgestellt und rhetorisch herum getrickst. Genauso, wie Sie jetzt schon wieder mit Halbwahrheiten rhetorisch jonglieren und zudem suggerieren, es würden inhaltlich noch irgendwelche Ausführungen offen stehen.

    Sie schreiben:
    „1. Der “Exodus hochqualifizierter Menschen” entspricht dem gängigen Begriff des “Brain Drain”, insofern reden Sie sich nicht raus, sondern beziehen Sie endlich inhaltlich Stellung …[…]“

    Sie haben völlig Recht, ich habe mich bislang inhaltlich nicht geäußert, sondern habe Ihren miesen Diskussionsstil gegenüber anderen Teilnehmer moniert. Und: Ich werde mit Ihnen auch nicht inhaltlich diskutieren.
    Mir war es wichtig, den Lesern klar zu machen, auf welcher Ebene Sie „diskutieren“, dass es hier die inhaltliche Ebene lediglich vorgetäuscht wird, aber die eigentliche Auseinandersetzung eine rhetorische und persönliche ist.
    Wichtig ist, dass die Aktiven diese Praktiken erkennen und die inhaltliche Diskussion dann unterbrechen. Es muss dann über die rhetorischen Fiesitäten jeweils einzeln gesprochen werden. Und genau das habe ich gemacht und mache ich.
    Dass Sie versuchen, der Diskussion über Ihre rhetorischen Stilmittel aus dem Weg zu gehen, ist nachvollziehbar, denn sobald ich auf Ihre Inhalte eingehen würde, hätte ich Sie exculpiert und Ihre rhetorischen Techniken legitimiert. Genau das tue ich nicht, sondern ich lehne die inhaltliche Diskussion mit Ihnen als eine Person, die in Anbetracht der rhetorischen Mittel diskussionsunwürdig ist, ab.
    Wie heißt es so schön: Ihr fieses Spiel spiele ich nicht mit.

    Reinhard Wilhelm

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