Euro schadet auch Deutschen schon jetzt

Nach der Bundestagswahl werden den Deutschen die Kosten der sogenannten Eurorettungspolitik aufgebürdet werden. Forderungen werden im großen Stil ausfallen, Bürgschaften werden dann fällig, die Schuldenunion kommt mit der Haftung für fremde Staats- und Bankschulden, was zu Steuererhöhungen, Leistungskürzungen und Vermögensverlusten führen wird. Wenn das genügend Wähler bereits vor der Wahl begreifen, kommt die Alternative für Deutschland in den Bundestag und kann vielleicht das Schlimmste verhindern. Doch vor der Wahl wird die Regierung versuchen, diese Konsequenzen zu verschleiern, damit die Bürger bis dahin noch nichts davon in ihren Portemonnaies spüren

Deshalb müssen wir klar herausstellen, dass auch schon jetzt der Euro nicht nur den Südeuropäern schadet, deren Volkswirtschaften und Sozialsysteme zusammenbrechen, sondern auch den Deutschen. Das ist natürlich nicht so schlimm wie das Kommende oder die Gegenwart in den schwächeren Teilen der Eurozone, aber ärgerlich ist es trotzdem: „EZB-Chef Mario Draghi macht den Urlaub teuer“. Der für Deutschland zu niedrige Euro verteuert allerdings nicht nur den Urlaub, sondern alle Importe, also z. B. das Tanken. Dass die Realeinkommen für Durchschnittsverdiener seit vielen Jahren nicht mehr steigen, liegt nicht zuletzt daran, dass der Euro für uns zu niedrig ist. Das freut zwar die Exportindustrie, die aber ohnehin Rekordüberschüsse erwirtschaftet, welche letztlich der deutsche Steuerzahler subventioniert, da die ‚Gegenleistung‘ aus uneinbringlichen Forderungen besteht.  Wir sollten lieber noch mehr reisen und Importgüter konsumiere, statt unsere Regierung Europa ruinieren zu lassen.

3 Gedanken zu „Euro schadet auch Deutschen schon jetzt

  1. Ich stimme Ihnen vollkommen zu, sehe aber das Problem, dem „Otto-Normal-Bürger“ wirtschaftliche Zusammenhänge zu erläutern. Im Straßenwahlkampf werden die Leute nicht darauf anspringen, dass der Urlaub zu teuer ist bzw. wie der Benzinpreis zustande kommt, fürchte ich. Daher würde ich vorschlagen, auch viel Wert auf die Betonung der Zeit nach der Wahl zu legen, sprich dass dann der Eurofinanzausgleich und der Eurosoli kommen. Vielleicht würde es helfen, Zeitungsartikel zu kopieren bzw. von Internetseiten auszudrucken. Die Facebookseite der AfD ist sehr erfolgreich damit, Artikel von der FAZ, der WiWo etc zu verlinken und erreicht dadurch ein großes Publikum. Den Leuten muss klar gemacht werden, dass sie von den Pleiteparteien übers Ohr gehauen werden. Hierzu kann man sich an den bekannten Zitaten bedienen, wie „Kein Cent für Griechenland“ und „Die Rettungsschirme laufen aus“. Die Wähler müssen begreifen, dass sie von notorischen Lügnern regiert werden und dass mit Rot/Grün alles noch schlimmer wird. Hilfreich könnten auch die zahlreichen, frei verwendbaren Grafiken auf Wikipedia sein. Da gibt es nette Bilder von TARGET2-Salden usw.
    Ohne hier Populismus preisen zu wollen: Man erreicht die Breite der Bevölkerung nur mit einfachen Botschaften – der von Ihnen verlinkte Focus-Artikel ist dafür ein gutes Beispiel. Auch betonen könnte man den dramatischen Verlust bei Lebensversicherungen, Spareinlagen, Altersvorsorge etc. Im Wesentlichen ist meine Sorge, dass Sie sich zu sehr auf den ökonomischen Sachverstand der (teilweise apathischen) Durchschnittsbevölkerung verlassen. „AfD oder Armut“ oder „Sollen unsere Kinder für Berlusconis Schulden zahlen?“ – es klingt leider sehr nach BILD, aber die BILD ist eben sehr erfolgreich.
    Ich hoffe, Sie schaffen die Gratwanderung aus verständlichen Botschaften und Seriosität. In jedem Fall ist ein dickes Plus, dass Sie sich mit der Problematik beschäftigen.
    Viel Erfolg!

  2. Pingback: Euro-kritische Professoren aus Deutschland | Euro-Kritik

  3. Pingback: „Black Friday“ und Euro-Zeichen ist weg! | OneCoin – Die neue Kryptowährung

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